Die Geschichte des Apple Macintosh – Presseschau zum 20. Geburtstag

Update: Zu Geschichte des Apple Macintosh habe ich inzwischen eine eigene Website, Mac History, eingerichtet.

Der 20. Geburtstag des Apple Macintosh wurde im Januar 2004 von zahlreichen Online-Medien aufgegriffen. Hier ein Überblick:

Englischsprachige Medien:

MSNBC – OK, Mac, Make a Wish

http://www.msnbc.msn.com/Default.aspx?id=4052227&p1=0

Apple’s ‘computer for the rest of us’ is, insanely, 20

By Steven Levy, Newsweek

Forbes.com – The Mac @ 20

http://www.forbes.com/2003/12/16/cx_ah_1216adapple.html

Selling Steve’s Vision

By Arik Hesseldah, Forbes

Forbes.com – The Mac @ 20

http://www.forbes.com/2003/12/15/cz_qh_1215macat20.html

Happy Birthday, Mac!

By Quentin Hardy, Forbes

ZDNet AnchorDesk – Editorial Feature

http://reviews-zdnet.com.com/AnchorDesk/4520-7298_16-5118286.html

What will become of Apple in the next 20 years?

By Dan Farber: Editor in Chief, ZDNet

Wired News – 20 years Macintosh

http://www.wired.com/news/mac/0,2125,61795,00.html?tw=wn_story_related

The Macintosh’s Twisted Truth

By Owen Linzmayer

Macworld – Steve Jobs Interview

http://www.macworld.com/2004/02/features/themacturns20jobs/index.php

Steve Jobs on the Mac’s 20th Anniversary – Exclusive Interview

By Jason Snell

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dpa-Bericht zur MacWorld Expo in Boston 1997

siehe auch: Feature “Erz-Rivale und Retter in der Not – Apple und Microsoft” – Mac-History.de

Meldung vom 07.08.1997 11:51:00

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Computer/Software/KORR
Apple und Microsoft beenden unversöhnliche Rivalität
Von Christoph Dernbach, dpa =

Boston/Hamburg (dpa) – Der Coup des Softwarekönigs Bill Gates und des Apple-Pioniers Steve Jobs überraschte alle: Die Erzrivalen Microsoft Corp. und Apple Computer Inc. rücken zusammen; Gates investiert 150 Millionen Dollar (282 Mio DM) in den angeschlagenen Computerhersteller. Apple verpflichtet sich im Gegenzug, Microsofts Internet-Technologie anzuwenden. Die treue Gemeinde der Apple-Kunden und -Mitarbeiter war auf der Fachmesse MacWorld Expo in Boston schockiert, als Jobs und Gates per Video-Einspielung den Millionendeal verkündeten.

«Wir müssen uns von der Vorstellung trennen, daß Microsoft verlieren muß, damit Apple gewinnen kann», beruhigte Jobs das buhende und pfeifende Publikum. «Das Zeitalter des Wettbewerbs zwischen Microsoft und Apple ist vorbei.» Damit schlug der Apple-Mitbegründer ein neues Kapitel in der wechselhaften Beziehung zwischen Apple Computer und Microsoft auf.

Vor gut 20 Jahren, in der Gründungsära der PC-Industrie, standen sich beide Unternehmen keineswegs unversöhnlich gegenüber. Das «Computer-Wunderkind» Steve Jobs hatte 1976 mit dem Apple I und 1984 mit dem ersten Apple Macintosh revolutionär einfach zu bedienende Maschinen auf den Markt gebracht. Der junge Bill Gates verhalf dem Macintosh mit Büroprogrammen wie der Tabellenkalkulation Excel oder der Textverarbeitung Word zum Durchbruch. Das Verhältnis kühlte aber merklich ab, als Microsoft sich selbst an die Entwicklung eines grafisch orientierten Programms zu Steuerung des Computers machte und «Windows» auf den Markt brachte.

Apple warf Microsoft vor, bei der Programmierung von «Windows» hemmungslos beim Macintosh kopiert zu haben. Vor Gericht konnte sich jedoch Apple in einem jahrelang erbittert geführten Rechtsstreit nicht durchsetzen. Steve Jobs attackierte auch nach seinem Rauswurf bei Apple im September 1985 Microsoft immer wieder scharf: «Ich glaube immer noch, daß viele Millionen PC-Anwender ungezwungermaßen einen Computer benutzen, der viel schlechter ist, als er sein sollte», sagte Jobs 1991 zur Windows-Technologie in einem Interview mit «Forbes». In der Auseinandersetzung mit Gates wurde Jobs auch persönlich: «Ich mache mir nichts daraus, einmal der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein.(…) Für mich zählt, daß ich abends, wenn ich mich ins Bett lege, sagen kann, daß wir etwas Wunderbares geleistet haben», erklärte Jobs 1993 im «Wall Street Journal».

Steve Jobs telefoniert mit Bill Gates

Foto: Cover Time Magazine

Es muß den Apple-Mitbegründer Überwindung gekostet haben, zum Telefon zu greifen und dem Erzrivalen Gates den Einstieg bei Apple anzubieten. Doch angesichts des ständig sinkenden Marktanteils der Apple-Rechner sah Jobs wohl keinen anderen Ausweg, als die Vormachtstellung von Microsoft zu akzeptieren und statt eines aussichtslosen Wettkampfes eine pragmatische Zusammenarbeit zu suchen.

Dem Software-Milliardär aus Seattle kam das Angebot wie gerufen. Microsoft sieht sich in den USA gerade in diesen Wochen neuen Vorwürfen ausgesetzt, das Unternehmen habe mit Windows eine derartige Monopol-Stellung erreicht, daß die Kartellbehörden einschreiten und Microsoft eventuell in zahlreiche kleinere Firmen («Baby-Bills») zerschlagen müßten. Daher ist das Überleben des Macintosh-Betriebssystems nicht nur für Apple, sondern auch für Microsoft ungeheuer wichtig. Gates hat sich mit dem Apple-Engagement einen 150-Millionen-Dollar-Versicherungsschein gegen das Kartellamt gekauft.

Und ganz nebenbei ist der Multimilliardär mit dem Überraschungscoup wieder ein Stück reicher geworden. Seine sehr günstig gekauften Apple-Anteile sind wegen des rasanten Kursanstiegs der Aktie nach der Kaufbekanntgabe inzwischen deutlich über 200 Millionen Dollar wert.

dpa cd hn
071151 Aug 97

Die Geschichte des Macintosh – Piraten im Valley

Update: Zu Geschichte des Apple Macintosh habe ich inzwischen eine eigene Website, Mac History, eingerichtet.

Mit dem Macintosh revolutionierte Apple vor 20 Jahren die gesamte Computer-Industrie. Steve Jobs und sein geniales Macintosh-Team sorgten mit ihrem Konzept dafür, dass Computer auch von dem normalen “Menschen auf der Straße” – und nicht nur von Experten – bedient werden konnte.

»Lost 1984 Videos«

“Insanely great” – “Wahnsinnig toll” – Steve Jobs konnte seine Begeisterung zum Marktstart des ersten Macintosh kaum in Worte fassen.  Auf der legendären Aktionärsversammlung am 24. Januar 1984 im Flint Center unweit des Apple Campus in Cupertino zitierte der Apple-Mitbegründer zunächst Bob Dylans “The Times They Are A-Changin’”, um dann gegen eine drohende Vorherrschaft der jungen Computerindustrie durch IBM zu polemisieren. “IBM will sich alles unter den Nagel reißen und richtet seine Gewehre gegen das letzte Hindernis, um die Computerbranche zu kontrollieren: Apple. Wird Big Blue die gesamte Computer-Industrie beherrschen? Das gesamte Informations-Zeitalter? Hatte George Orwell recht?” Die Menge, darunter das komplette Macintosh-Entwicklerteam, schrie zurück: “Nooooo!”
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Die Geschichte des Macintosh – Apple und Microsoft

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Der rote Teppich

Mit dem Macintosh wollte das Apple-Management die absolute Vorherrschaft von IBM verhindern. Dabei unterschätzten alle Bill Gates und Microsoft.


John Sculley

Die Marketingstrategie von Apple-Chef John Sculley zur Markteinführung des Macintosh war klar. Der ehemalige Pepsi-Manager, den Steve Jobs zu Apple geholt hatte, wollte einen Zweikampf zwischen IBM und Apple inszenieren, Schwarz vs. Weiß, mit Apple in der Rolle des Underdog. “Dutzende andere Computerfirmen stellten (in dieser Zeit) ihre Produkte vor, und ich befürchtete, dass wir in der Menge untergehen könnten”, schrieb Sculley später in seinem Buch “Odyssey”. Wenn es uns gelingen würde, ein Zwei-Pferde-Rennen zwischen uns und IBM herzustellen, dann könnten wir die Leute überzeugen, dass wirklich nur zwei Computerfirmen im Markt im Wettbewerb stehen.”
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Die Geschichte des Apple Macintosh – Fakten und Quellen

Update: Zur Geschichte von Apple und des Apple Macintosh habe ich inzwischen eine eigene Website www.mac-history.de eingerichtet.

All about the history of Apple and the Apple Macintosh at www.mac-history.net (in English).

Der Apple Macintosh hat Computer-Geschichte geschrieben. Am 24. Januar 1984 präsentierte Steve Jobs den ersten Mac, der die Branche revolutionierte. Der “Mac” war der erste bezahlbare Tischcomputer mit grafischer Benutzeroberfläche und Maus. Mr. Gadget hat die wichtigsten Quellen und Fakten zum 20. Mac-Geburtstag im Januar 2004 zusammen gestellt.

Apple MacintoshIm ersten Apple Macintosh steckte eine CPU von Motorola (MC 68000), die mit 7,83 MHz getaktet war. Der Hauptspeicher (RAM) betrug 128 Kilobyte, das ROM nur 64 Kilobyte. Im Mac steckte außerdem ein 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk mit 400 KByte Speicherplatz. Der integrierte Monitor hatte eine Bildschirmdiagonale von 9 Zoll. Eine Festplatte hatte der allererste Macintosh noch nicht.
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Die Geschichte des Apple Macintosh – Die Maus

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Vom Labor auf den Schreibtisch

Mit dem Apple Macintosh wurde auch die erste Computermaus entwickelt, die in Massen produziert werden konnte. Der Designentscheidung gingen heftig geführte Kontroversen voraus.

Ein Maus-Entwurf aus Holz von Doug EngelbartWo wurde die Computermaus erfunden? Bei Apple? Nein. Im Forschungszentrum Xerox PARC? Stimmt auch nicht, auch wenn dies häufig behauptet wird. Den Ruhm als Erfinder der Computermaus kann der legendäre kalifornische Wissenschaftler und Tüftler Doug Engelbart für sich beanspruchen. In den 60er Jahren beschäftigte sich der ehemalige Navy-Radartechniker am Stanford Research Institute (SRI) in Menlo Park mit der “Erweiterung des menschlichen Intellekts”.

Die legendäre Demo der ersten Computermaus von Dough Engelbart aus dem Jahr 1968 (9 Teile)

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Geschichte des Apple Macintosh – Xerox PARC

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Bei Mac History befindet sich auch eine aktualisierte Version des Textes zu Apple und Xerox PARC und die Frage, ob Steve Jobs seine Idee für den Apple Macintosh bei Xerox “geklaut” hat.

Immer wieder wird gesagt, Apple habe sich bei der Entwicklung des Macintosh nur der Ideen bedient, die zuvor im Forschungslabor Xerox PARC ausgebrütet worden waren. Legende oder Wahrheit?


Link: sevenload.com
Im Film “Pirates of Silicon Valley” wird das Thema “Apple und Xerox” etwas ironisch abgehandelt

In den USA steht der Name “Xerox” für das Fotokopieren, so wie in unseren Breiten “Tempo” für ein Papiertaschentuch oder “Tesa” für einen Klebefilm. Schließlich hatte die Xerox Corp. bereits 1950 als erstes Unternehmen der Welt die von dem amerikanischen Jura-Studenten Chester Carlson erfundene “Xerographie” in ein funktionierendes Produkt umgesetzt.

Xerox LogoEnde der 60er Jahren sah das Xerox-Management die Gefahr, dass japanische Firmen den technologischen Vorsprung von Xerox einholen könnten. Außerdem befürchtete die Xerox-Spitze, dass mit den kommenden Computer-Generationen das “papierlose Büro” entstehen könne, in dem Xerox keinen Platz mehr hat. Vor diesem Hintergrund wurde 1971 das Xerox Palo Alto Research Center (PARC) in Kalifornien gegründet.

John Warnock, ehemaliger Forscher bei Xerox PARC und später einer der beiden Gründer von Adobe Systems, erinnert sich: “Die Atmosphäre hier war wie elektrisiert, es herrschte totale intellektuelle Freiheit. Es gab keinen ‘gesunden Menschenverstand’, fast jede Idee wurde als Herausforderung angesehen und wurde regelmäßig hinterfragt.” Auch Larry Tessler, der später bei Apple den Macintosh und den Newton PDA mit entwickelte, genoss in den 70er Jahren die Freiheiten im PARC: “Das Management sagte: Geht los und erschafft die neue Welt, wir verstehen sie nicht. Hier waren Leute mit vielen Ideen und einem enormen Talent versammelt, jung und energiegeladen.” Das Problem war nur, dass sich später die Unternehmensführung an der Ostküste der USA keinen Deut für die Forschungsergebnisse aus dem PARC interessierte, wenn sie nicht im engeren Sinne mit Fotokopierern zu tun hatten.

Link: sevenload.com

Robert Cringley interviewt in seinem Film “Triumph of the Nerds” Forscher vom Xerox Parc


Innerhalb von zwei Jahren entwarfen die Forscher im PARC den Alto, der so etwas wie der erste Personal Computer war. Der Alto hatte keine zeichenorientierte Grafik wie alle anderen Computer dieser Zeit, sondern eine bitorientierte Ausgabe. Was auf dem Bildschirm erschien, konnte so auch auf einem Hochqualitätsdrucker auf Papier gebracht werden.

Xerox Alto
Xerox Alto

Allerdings konnte man diese Wundermaschine nicht frei auf dem Markt kaufen. Es wurden schätzungsweise 1500 Stück davon produziert. 1000 setzte Xerox selbst intern ein, der Rest ging an Universitäten und Behörden.


Link: sevenload.com

Ein Werbespot für den Xerox Alto aus Robert Cringleys Film “Triumph of the Nerds“.

Jef Raskin, der bei Apple zuerst mit dem Macintosh-Projekt beauftragt war, stand in regelmäßigen Kontakt mit den PARC-Forschern und versuchte, das Apple-Management davon zu überzeugen, dass für die Entwicklung des Apple Lisa eine grafische Benutzeroberfläche wie beim Alto eingesetzt werden sollte.

Raskin sagt, er habe Jobs in das PARC führen wollen, doch wegen der persönlichen Abneigung gegen Raskin habe Jobs einfach nicht auf die Offerte eingehen wollen. Erst mit der Hilfe von Bill Atkinson habe sich Jobs auf den Weg ins PARC gemacht. Egal wie der Kontakt nun zustande kam: Der Besuch bedeutete im Leben des Steve Jobs ein Wendepunkt: Die drei Technologien, die der 24jährige dort sah, waren jede für sich revolutionär: die erste grafische Benutzeroberfläche für Computer, vernetzte Alto-Rechner, die E-Mails austauschen können und Objektorientiertes Programmieren.


Demo des Xerox Alto (aus: Triumph of the Nerds)

Noch 17 Jahre nach diesem Besuch kann sich Jobs genau erinnern: “Ich war total geblendet von dem ersten Ding, das sie mir zeigten: Die grafische Benutzeroberfläche. Ich dachte, das ist das beste Ding, was ich je in meinem Leben gesehen habe. Es hatte noch viele Schwächen. Was wir sahen war unvollständig. Sie hatten eine ganze Reihe Sachen falsch gemacht. Aber zu der Zeit wussten wir das nicht. Aber dennoch: Sie hatten den Keim der Idee geschaffen, und sie hatten es sehr gut gemacht. Und innerhalb von zehn Minuten war mir klar, dass eines Tages alle Computer so arbeiten würden.”

Adele Goldberg
Adele Goldberg

Jobs entschloss sich, die Strategie von Apple neu auszurichten und voll auf das im Xerox PARC gesehene “Graphical User Interface” (GUI) zu setzen. Adele Goldberg, damals Forscherin im PARC, ahnte schon, dass der Besuch von Jobs weit reichende Folgen haben wird: “Er kam zurück und (…) verlangte, dass sein ganzes Programmierteam eine Demo vom Smalltalk System bekommt. Und der Leiter des Forschungszentrums bat mich, die Demo zu geben, weil Steve extra darum gebeten hatte. Aber ich sagte ‘Nein’. Ich hatte einen großen Streit mit diesen Xerox Managern, denen ich erzählte, dass sie gerade ihr Tafelsilber weggäben. Ich sagte, ich würde es nur tun, wenn sie es anordnen würden. Denn dann würden sie selbst verantwortlich sein. Und genau das taten sie dann auch.”


Larry Tessler, Adele Goldberung und Steve Jobs über “Apple und Xerox” (aus: Triumph of the Nerds)

Den Eintritt ins PARC erkaufte sich Apple durch einen Aktiendeal, der den Xerox-Managern an der Ostküste lukrativ erschien: Sie durften 100 000 Apple-Aktien für eine Millionen Dollar kaufen. Mit dieser Eintrittskarte in der Hand rückten Steve Jobs, Apple-President Mike Scott, Bill Atkinson und etliche Mitglieder der Entwickler-Teams an. “Was wir in diesen anderthalb Stunden bekommen haben, war Inspiration”, sagte später Atkinson. “Außerdem unterstützte uns die Demo in unserer Überzeugung, dass der grafikorientierte Ansatz bei der Bewältigung von Computer-Aufgaben dazu beitragen würde, diese Geschäftscomputer zugänglicher zu machen.”


Xerox Alto (1973 Prototyp Workstation)

Larry Tesler, der damals als PARC-Angestellter an der Demo teilnahm, war von den Besuchern fasziniert: “Nach einer Stunde verstanden sie die Technologie unserer Demos und was sie bedeuteten besser als jeder Xerox-Manager nach all den Jahren, in denen wir sie ihnen gezeigt hatten.”

Kinder spielen mit einem Prototypen des Xerox Alto

Das Macintosh-Team nahm die Ideen aus dem PARC auf, veränderte aber viele Funktionsweisen und fügte unzählige neue Features hinzu. So kannte der Xerox Alto beispielsweise keine Menüs, die vom oberen Bildschirmrand herunter klappen, sondern arbeitete mit einer Art Pop-up-Fenster. Außerdem öffnete sich bei einem Doppelklick auf ein Dokument nicht das Fenster automatisch, sondern es musste von Hand aufgezogen werden. Atkinson schrieb in monatelanger Kleinarbeit für den Lisa und Macintosh die QuickDraw-Routine, mit der erstmals überlappende Fenster auf dem Computer-Bildschirm gezeichnet werden konnten.

Screen des Xerox Star
Screen des Xerox Star

Im Gegensatz zum ersten Mac verfügte der Alto auch nicht über eine vollständige Schreibtisch-Metapher und geniale Desktp-Symbole wie den Mülleimer, der nicht nur Computer-Novizen das Löschen von Dateien sehr erleichterte. Zu den historischen Errungenschaften des Mac-Teams gehört auch der Macintosh Human Interface Guide, der beispielsweise festlegte, dass in einer Macintosh-Applikation ein Dokument immer mit dem Befehl Apfel-S gespeichert wird.

Für Xerox blieb der bittere Nachgeschmack, eine historische Chance verpasst zu haben, zumal parallel zu den Apple-Entwicklern auch Bill Gates und seine Microsoft-Truppe im PARC ein- und ausgegangen waren (übrigens ohne ein vergleichbares Eintrittsticket, wie Jobs es sich mit dem Aktiendeal verschafft hatte).

“Xerox könnte heute die gesamte Computerindustrie besitzen”, sagte Steve Jobs 1996. “Sie könnten heute ein zehnmal so großes Unternehmen sein. Sie könnten IBM sein- sie hätten das IBM der 90er Jahre sein können. Sie hätten das Microsoft der 90er sein können.”

Microsoft hat übrigens im Streit mit Apple um die Plagiatvorwürfe rund um die ersten Windows-Versionen darauf verwiesen, dass Apple und Microsoft sich beide großzügig bei Xerox bedient hätten. Etwas überspitzt wird diese Episode im Film “Pirates in the Silicon Valley” geschildert:

Christoph Dernbach

Die Geschichte des Apple Macintosh – Buchtipps

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Eine Übersicht der wichtigsten Bücher zur Entwicklung des Macintosh, der Geschichte Apple Computer und der Entwicklung der Computer-Industrie in den 70er und 80er Jahren:

In Partnerschaft mit Amazon.

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Die Geschichte des Apple Macintosh – Quellen im Netz

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Im Herbst 1983 erschien das Business Week Magazin mit einem IBM Personal Computer auf dem Titelblatt und der Schlagzeile: “And the winner is…IBM.”

Apple, der wahre Erfinder des Personal Computers, steckte damals in der ersten großen Krise. Der Apple II, mit dem Apple die PC-Industrie begründet hatte, war zu diesem Zeitpunkt schon längst nicht mehr “State of the Art”. Der Apple III verkaufte sich schlecht. Und auch der aufwändig entwickele Apple Lisa, der erste kommerziell verfügbare Rechner mit einer grafischen Benutzeroberfläche, fand angesichts eines astronomisch hohen Verkaufspreisen von über 10 000 Dollar kaum Kunden.

Der erste Apple MacintoshDer Macintosh, Ende der siebziger Jahre von Jef Raskin als innovativer und preiswerter Volkscomputer entworfen und schließlich von einem Team rund um Steve Jobs in die Realität umgesetzt, sollte Apple retten. Der Apple-Mitbegründer hatte unter einer Piratenflagge etliche kreative Köpfe versammelt, die Computer-Geschichte schreiben sollten.

Wer sich für die Details interessiert, findet im Web jede Menge Quellen und Schilderungen von Zeitzeugen.
Die umfangreichste deutsch-sprachige Site zur Geschichte von Apple Computer hat Helge Fetz mit Cupertino.de ins Netz gestellt. Dort findet man nicht nur die TV-Spots von Apple (darunter auch den legendären 1984-Spot, der am 22. Januar während des Super-Bowl den Macintosh ankündigte), sondern auch eine komplette Übersicht aller Macintosh-Modelle. Cupertino.de wird aber offenbar seit geraumer Zeit nicht mehr aktualisiert. Deshalb habe ich mir vorgenommen, mit Mac History eine neue Anlaufstelle für alle aufzubauen, die sich für die Geschichte von Apple und des Apple Macintosh interessieren.

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Computer-History: Xerox Alto

In the mid-1970s, the personal-computer market blossomed with the introduction of the Altair 8800. Each year since has brought us personal computers with more power, faster execution, larger memory, and better mass storage.

Reprinted from Byte, issue 9/1981, pp. 58-68. Quelle: GUIdebook

Few computer enthusiasts or professionals can look at the machines of today without wondering: What’s next?

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