QEII gibt Sony Nachhilfe

Vor einigen Tagen erst wurde Queen Elizabeth II als Nutzerin eines iPods geoutet. Nun macht das britische Staatsoberhaupt neue Schlagzeilen in der Unterhaltungselektronik-Branche. Der frisch nominierte Sony-Chef Howard Stringer berichtete auf der Jahreshauptversammlung der Sony-Aktionäre in Tokio, welchen guten Rat die britische Königin für Sony hatte.

Queen Elizabeth II
Foto: royal.gov.uk
Queen Elizabeth II

Bei einem Mittagessen mit Queen Elizabeth II sei das Gespräch auf die Produkte von Sony gekommen. “Ich habe große Probleme mit Euren Fernbedienungen”, sagte die Queen. “Zu viele Pfeile”.

Der 63 Jahre alte US-Amerikaner, der in Wales geboren wurde, ist der erste nicht-japanische Chef von Sony. Respekt hat Stringer aber nicht nur vor QE II. “Wir haben so viele Konkurrenten, es ist schon furchterregend. In der übernächsten Woche treffe ich Bill Gates und Steve Jobs und werde mit ihnen die Hände schütteln. Danach muss ich wohl nachsehen, ob die Hand noch dran ist.”

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Good luck, hansjc!

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Foto: Microsoft
Hans-Jürgen Croissant

Hans-Jürgen Croissant, Pressesprecher von Microsoft Deutschland, verlässt den Softwarekonzern Ende September. 

Und da er noch seinen Jahresurlaub vor sich hat, ist er de facto schon Mitte Juli weg. Wir Journalisten verlieren mit hansjc bei Microsoft einen kompetenten, verbindlichen und zuverlässigen Ansprechpartner, der – nicht unbedingt typisch für Microsoft – auch noch über eine gehörige Portion Humor und Selbstironie verfügt. Viel Glück, Sir.

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Online-Vandalismus: LA Times stoppt Wiki-Projekt

“Wikiwiki” ist Hawaiianisch und heißt schnell. Im Web steht Wiki für eine Seitensammlung, die im Prinzip von jederman bearbeitet werden kann. Die Los Angeles Times griff diesen heißen Trend des Web-Publishings auf und wollte seine Leser mit einem “Wikitorial” an der Meinungsbildung beteiligen. Doch schon nach drei Tagen war Schluss, nachdem einige User obzöne Schmuddelbilder im LA-Times-Wiki veröffentlicht hatten. Wikiwiki.

Am Freitag schrieben die Redakteure der LA Times noch: “Plenty of skeptics are predicting embarrassment; like an arthritic old lady who takes to the dance floor, they say, the Los Angeles Times is more likely to break a hip than to be hip. We acknowledge that possibility. Nevertheless, we proceed.”

Am Montag wurde dann der Stöpsel gezogen: “Unfortunately, we have had to remove this feature, at least temporarily, because a few readers were flooding the site with inappropriate material. Thanks and apologies to the thousands of people who logged on in the right spirit.”

Mehr dazu bei der LA Times.

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Stay Hungry. Stay Foolish.

Eine bemerkenswerte Rede hat Steve Jobs, Chef von Apple Computer und Pixar Animation Studios, vor Absolventen der Stanford University gehalten. Zum ersten Mal erzählte der 50jährige öffentlich von seiner Krebserkrankung. Vor einem Jahr war bei Jobs zunächst diagnostiziert worden, dass er wegen eines Bauchspeicheldrüsenkrebses nur noch wenige Monate zu leben habe. Nach einer Gewebeuntersuchung stellte sich dann aber glücklicherweise heraus, dass Jobs eine sehr seltene Form des Bauchspeicheldrüsenkrebses hatte, die operiert werden konnte und eine Chemotherapie oder Strahlentherapie nicht nötig machte. 

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Foto: Stanford University
Steve Jobs in Stanford

Die Studenten sollten sich schon jetzt klar machen, dass sie irgendwann auch sterben würden.

“Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life. Don’t be trapped by dogma – which is living with the results of other people’s thinking. Don’t let the noise of other’s opinions drown out your own inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.”

“It was their farewell message as they signed off. Stay Hungry. Stay Foolish. And I have always wished that for myself. And now, as you graduate to begin anew, I wish that for you.”

Jobs erinnerte an die Publikation “The Whole Earth Catalog”, eine Bibel seiner Generation, eine Art “Google als Taschenbuch”, in der Schreibmaschinentexte und Polaroid-Fotos mit Schere und Klebe zusammen montiert wurden. Die letzte Ausgabe von “The Whole Earth Catalog” habe auf der Rückseite ein Foto einer Landstraße im frühen Morgenlicht gezeigt. Darunter stand “Stay Hungry. Stay Foolish.”

“It was their farewell message as they signed off. Stay Hungry. Stay Foolish. And I have always wished that for myself. And now, as you graduate to begin anew, I wish that for you.”

Die Stanford-Absolventen werden diesen Wunsch nicht vergessen.

Die Standford University hat eine Abschrift ins Netz gestellt.


Steve Jobs’ Rede in Stanford als Video (Quelle: Standford University)

Intel inside: Apple wagt tatsächlich die Technikwende

Apple wird tatsächlich seine Macintosh-Rechner vom kommenden Jahr an mit Chips von Intel bestücken. Mit diesem riskanten Manöver kehrt Apple seinen langjährigen CPU-Lieferanten IBM und Motorola den Rücken.

Apple-Chef Steve Jobs und Intel-Boss Paul Otellini betonten auf der WWDC in San Francisco, Apple habe bereits alle Versionen von Mac OS X parallel auf die Intel-Plattform portiert. Apple führt einen Emulations-Layer namens “Rosetta” ein, der auch die für PowerPC-CPUs geschriebene Applikationen auf den Intel-Mac zum Laufen bringt. Die User sollen von der Existenz des Emulators nichts mitbekommen.

Adobe kündigte als erster großer Software-Hersteller an, seine Produktpalette nativ auf den Intel-Mac zu portieren. Microsoft will seine Office-Suite ebenfalls nativ auf die neue Plattform übertragen.

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Intel und Apple: Kulturrevolution oder Riesenente?

Wechselt Apple nun wirklich auf Intel-Chips? Immerhin stecken hinter dem heißesten Gerücht des Wochenendes nicht dubiose Gerüchte-Sites, sondern zwei veritable Medien, nämlich das Wall Street Journal und CNet. Bei fscklog kann man die ganze Geschichte im Detail nachlesen.

Interessant ist die Meinung von Genn Fleishman: “I’m still dubious. My gut tells me that this is Steve Jobs’s greatest revenge on the folks running rumor sites and that this information was seeded to unreliable insiders who then blabbed. I wouldn’t be surprised if there are some firings based on this and that Jobs gets up at WWDC and announces a stronger partnership with IBM.” Wenn das der Fall wäre, hätten sich WSJ und CNet mächtig blamiert. Ich kann mich allerdings nicht daran erinnern, dass das Wall Street Journal bei so einer großen Story völlig daneben lag.

Am Montagabend werden wir mehr wissen. Die Keynote von Steve Jobs beginnt um 09.00 Uhr Ortszeit.

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