Was Bill Gates einen “Kick” versetzt …

Die schlechte Presse zum 30. Geburtstag von Microsoft scheinen Firmengründer Bill Gates und CEO Steve Ballmer nicht groß zu stören. Paul Thurrott veröffentlicht auf seiner Site Internet-Nexus nun Ausschnitte einer internen Frage&Antworten-Runde, in der Gates und Ballmer ziemlich offen von ihren Mitarbeitern gefragt werden, wie sie Microsoft im Wettbewerb mit Google und Apple sehen. “Bill Gates: I always get a kick out of the periods [of time] where people underestimate us.”

Bill Gates und Steve Ballmer
Foto: Internet-Nexus
Bill Gates und Steve Ballmer

Bill Gates: I’d definitely say this is one of those periods, partly because they [the people who are underestimating Microsoft] haven’t seen the [upcoming product] pipeline, partly because other companies are in what I call the Honeymoon period, where their me-too products are considered, you know, more innovative [throws hands up]. You know, that’s OK, we’re going to have lots of people [competitors?] who are viewed as being perfect, and we just simply have to come up with something that’s better. Also, maybe, I’m jaded. You know, the tough PR, that was 1999, 2000, I mean, that article, hey, that was nothing.

Bill Gates und Steve Ballmer
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Foto: Internet-Nexus
Bill Gates und Steve Ballmer

[Laughter]

Bill Gates: I’ve got thick skin, so I, you know … It will be interesting to see what they write over these next 18 months as they see what comes out of the work we’ve been doing.

Steve Ballmer. Yeah, just to throw in one thing on that … [When] we shipped Windows 95, we were on top of the world, PR-wise. Two months later, the press was writing [that] we were completely dead. Netscape and the Internet had wiped us out. 8 months later, 9 months later, a year later, I don’t know, maybe it was two years later, we had a lawsuit because we were so successful on the Internet. [Nods his head.] Stop and think about it. This next twelve months is going to be fantastic.

http://www.internet-nexus.com/2005/09/microsoft-executives-discuss-apple.htm

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Bill Gates zum 30. Geburtstag von Microsoft

“Anlässlich des 30. Geburtstages unseres Unternehmens lohnt sich aber ein Blick zurück, um zu schauen, wie viel bereits erreicht wurde, wie sehr der Computer unser Leben verändert hat und wie sehr sich unsere Gesellschaft und Wirtschaft in den kommenden Jahren durch den Einsatz Computertechnologie weiter verändern werden”, schreibt Bill Gates zum Firmenjubiläum.

Bill Gates und Paul Allen
Foto: Microsoft
Bill Gates und Paul Allen

“Damals, 1975, hatten wir hochfliegende Träume. Jeden Tag begleitete uns eine Vision auf dem Weg zur Arbeit: ‘Ein Computer auf jedem Schreibtisch und in jedem Haus’. Zu einer Zeit, in der einige Computer so groß waren wie Kühlschränke, hielten uns viele für verrückt. Die meisten waren der Überzeugung, dass der Einsatz von Computern nur in großen Konzernen nützlich sein könnte.

In den letzten 30 Jahren hat sich der PC von einem Spielzeug für Hobby-Anwender in ein fabelhaftes Werkzeug für Kommunikation, Unterhaltung und Produktivität verwandelt. Und auch Microsoft hat sich weiterentwickelt. Aus einer kleinen Firma für Programmierwerkzeuge ist ein weltweiter Konzern geworden, der praktisch jede Art von Software produziert, die man sich vorstellen kann.”

Meine Analyse kann man u.a. bei heise.de lesen.

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Keep it simple

Apple-Chef Steve Jobs erzählte Journalisten zur Eröffnung der Apple-Expo in Paris, warum er so wenig Spaß an der breiten Palette der Konsumartikel hat. Alles eine Frage des Designs und der Einfachheit. 

Apple-Führungsquartett
Foto: Christoph Dernbach
Timothy D. Cook, Executive Vice President Worldwide Sales and Operations, Steve Jobs, CEO, Jon Rubinstein, Senior Vice President iPod Division und Philip W. Schiller, Senior Vice President Worldwide Product Marketing: das Führungsquartett von Apple auf der Apple-Expo in Paris

Die Suche nach einer guten Waschmaschine soll im Haushalt der Familie Jobs vor jahren eine größere Debatte ausgelöst haben. Die gängigen US-Modelle waren dem Apple-Chef zu hässlich und zu umweltfeindlich. Schlielich soll er bei einer Miele-Maschine gelandet sein. Und auch sonst schint sich Jobs beim Konsum schwer zu tun. Auf einer Pressekonferenz zum Auftakt der Apple Expo in Paris wurde Jobs gefragt, wann er zuletzt ein cooles Produkt gekauft habe, das nicht von Apple stammt. “Ich sehe so viele Dinge, aber sie gefallen mir nicht. Kein gutes Design. Darum habe ich aufgehört, mir solche Sachen zu zu kaufen.” Ganz stimme das natürlich nicht. Zuletzt habe ihm ein Fahrrad richtig Spaß gemacht.

Zuvor hatte Jobs versucht, den Journalisten das Geheimrezept der Apple-Produkte nahezulegen. Das Leben – zumindest in der westlichen Welt sei ohnehin schon “busy” genug. Da brauche man keine Geräte, die das leben noch kompizierter machen. “Achten Sie doch mal auf Ihre tollen Mobiltelefone. Wissen sie, dass Sie nur 5 Prozent aller darin angelegten Funktionen nutzen, weil Sie entweder gar nicht wissen, dass sie da sinmd – oder aber keine Lust haben, sie aus irgendwelchen Menues herauszukramen. Nein, wir haben einfach zu wenig Zeit, um uns mit Technologien herumzuschlagen, die offenbar nur auf der Suche sind, ein (nicht vorhandenes) Problem lösen zu wollen.”

Ganz nebenbei feuerte Jobs der “gierigen” Musikindustrie einen Schuss vor den Bug, die die Preise im iTunes Musicstore über 99 ziehen wolle. Einen Überblick über die Berichte findet man bei Fscklog. Lesenwert auch der Weblog-Eintrag des Kollegen Bernd Graff von der Süddeutschen Zeitung, der schwer mit der US-Tastatur an einem französischen Mac zu kämpfen hatte.

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Sieht gut aus, Oren.

Oren Ziv zeigt den iPod nano

Originally uploaded by CDernbach.

Oren Ziv, den ich vor vielen Jahren in Berkeley kennen gelernt habe, zeigt auf dem Apple Event in London stolz den iPod nano.

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Das große Ding von Apple ist nano

Nano. Winzig, ultraleicht und super elegant. Das ist also “The next big thing” von Apple. Dafür hat sich auch die anstrengende Blitztour nach London gelohnt, wo Apple einem Kreis ausgewählter Journalisten und Geschäftspartnern aus Europa den Nachfolger des iPod mini vorstellte. Während der iPod nano die Anwesenden im Londoner artsdepot spontan begeisterte, stieß die zweite Neuvorstellung des Abends, das iTunes-Handy ROKR von Motorola, auf deutlich weniger positive Resonanz.

iPod nano
Foto: Apple
iPod nano

Meine aktuellen Berichte für dpa stehen u.a. hier. Für die Szene hat fscklog alle relevanten Berichte auf der Site. Interessant ist, dass sich die Financial Times Deutschland und das Handelsblatt einen bizarren Wettbewerb liefern, das ROKR zur “LEMN” (Zitrone) totzuschreiben. Die FTD erwähnt übrigens die Vorstellung des iPod nano nur in einem Nebensatz. Ganz schön mutig für eine Finanzzeitung. Schließlich trieb die Vorstellung des iPod nano den Kurs der Apple-Aktie am Donnerstag auf das Allzeithoch von 50,12 Dollar.

Vielleicht liegt die Zurückhaltung der FTD-Korrespondentin in San Francisco auch daran, wie die Apple-PR-Abteilung in Cupertino die Journalisten der Nicht-US-Medien behandelt. Während die Journalisten in Deutschland, Österreich und der Schweiz gut bei Apple-Sprecher Georg Albrecht und seiner unermüdlich arbeitenden Agentur 100zehn aufgehoben sind, hat der Club der Auslandskorrespondenten im Silicon Valley Apple zusammen mit Yahoo mit einem Negativpreis für schlechte Pressearbeit “ausgezeichnet”.

P.S. Mein Vorschlag für die nächste iPod-Generation: iPod yocto

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