Microsoft gibt Zune drei Jahre gegen den iPod

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Quelle: Microsoft
Ein Hase wirbt für den iPod-Wannabe “Zune” von Microsoft

Der Hasenmann geht mit vollen Taschen auf den langen Marsch im Kampf gegen Apples iPod. Bis zum Jahr 2008 rechnet Microsoft fest damit, mit seinem iPod-Wannabe “Zune” und dem Internet-Fernsehn (IPTV) Verluste zu schreiben, sagte Chris Liddell, Senior Vice President & Chief Financial Officer, auf dem jährlichen Briefing für die Finanz-Analysten in Redmond. Der Softwaregigant will aber nicht ganz so tief in Sparstrumpf greifen, wie er es beim Kampf gegen Sonys Playstation gemacht hatte. 

“Now, unlike Xbox, which was just you would think of billions of dollars invested to get into the marketplace, we think of this in the hundreds of millions of dollars in terms of investment over time”, sagte Robbie Bach, Chef der Entertainment-Abteilung von Microsoft. “So, it’s not of the same scale financially because of the way the business model works. But from a strategic perspective, it’s very important. It’s important for us to have a play in this portable entertainment space in particular relative to music and video, because, as you’ll see in a moment, it really completes out the story of what we want to do.”

Microsoft-Präsentation
Quelle: Microsoft
Drei Jahre lang darf Zune Verluste machen

Apple muss sich warm anziehen. Zwar hat Microsoft beim Design von trendigen Lifestyle-Produkten und Diensten bislang wenig Erfolg gehabt. Und Apples Ökosystem iPod/iTunes/iTunes Musicstore hat sich bislang auch hervorragend gegen Microsofts “Playsforsure”-Initiative bewährt. Doch Microsoft Angriff auf die Vormachtstellung des iPods wird deutlich heftiger ausfallen als die Angriffe der Möchtegern-iPod-Killer von Creative, Sony, iRiver und Konsorten.

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Rettet den Buchstaben “e”!!!

Vor ein paar Jahren hatte der Buchstabe “e” noch Hochkonjuktur: E-Commerce, E-Business, E-Government etc. Nun will niemand mehr etwas vom “e” wissen, denn die coolen Firmen von heute verzichten einfach auf das “e”: Flickr, Beggr, Coastr, Colrpickr, Fastr, Frappr, Gabbr, Mappr, Nabbr, Phrasr, Soonr, Talkr, Zooomr. 

Den Vokal nimmt das ganz schön mit, wie man diesem Interview entnehmen kann. Gäbe es nicht Meebo, sähe die Zukunft des Buchstabens “e” ziemlich düster aus.

Song ohne Kopierschutz: Sony BMGs Weg vom Saulus zum Paulus

Mit einem kriminellen Kopierschutz hat Sony BMG im vergangenen Jahr noch einen Riesen-Skandal produziert. Nun probiert das Label zusammen mit Yahoo! aus, ob sich Musik auch ohne DRM-Gerammel vermarkten lässt. Jessica Simpsons “A Public Affair” wird derzeit über Yahoo! Music ohne Kopierschutz verkauft, allerdings für happige 1,99 Dollar. Im Gegensatz zu den Musikstücken von iTunes, Musicload, Napster oder Rhapsody kann der Song auf jedem beliebigen MP3-Player – also nicht nur auf dem iPod oder einem Windows-Player – abgespielt werden.

Anbieter von Independent Labels wie Finetunes in Deutschland oder eMusic in den USA bieten schon seit geraumer Zeit Musik-Alben oder einzelne Tracks ohne DRM an. Nach einem Bericht der USA Today hat sich eMusic in den vergangenen Monaten hinter Apples iTunes Music Store an den zweiten Platz des Online-Musikmarktes geschoben.

Wie ernst es Sony BMG mit dem DRM-freien Song meint, ist noch nicht so richtig klar. Jessica Simpson hat ihr Lied “A Public Affair” wohl für Yahoo! Music in 500 verschiedenen Varianten aufgenommen, in dem verschiedene Vornamen (“from Aaron to Zach”) vorkommen. Mit DRM wäre die Vermarktung dieser Varianten angeblich zu kompliziert gewesen.

Ian Rogers, der Chef von Yahoo! Music, sieht in dem Experiment aber in einem größeren Zusammenhang: “As you know, we’ve been publicly trying to convince record labels that they should be selling MP3s for a while now. (…) Our position is simple: DRM doesn’t add any value for the artist, label (…) or consumer. The only people it adds value to are the technology companies who are interested in locking consumers to a particular technology platform.”

Ich bin gespannt, ob die Yahoo!-Kundschaft wirklich bereit ist, für einen DRM-freien Song wirklich das Doppelte hinzulegen. 99 Cent – egal ob in US-Dollar oder Euro – haben sich in der Kombination von iTunes und iPod bei einem Massenpublikum bewährt, trotz aller Restriktionen. Mit der Verdopplung des Preises überschätzen Sony BMG und Yahoo! für meinen Geschmack die Freiheitsliebe der Musikfans. 

Fußball-WM 2006: Chaos hinter den Kulissen

Die Fußball-Weltmeisterschaft hat uns einen wunderbaren Sommer beschert. Jürgen Klinsmann ist es gelungen, mit seinem Kurs den Widerstand der alten Clique rund um DFBMayerVorfelderBeckenbauerNetzerBildBreitnerMatthäusWaldi zu brechen. Das deutsche Team hat als einzige Mannschaft des Turniers auf attraktiven Offensiv-Fußball gesetzt. Okay, die Italiener waren am Ende ausgebuffter. Sie haben es nicht nur geschafft, die deutsche Mannschaft in den letzten Minuten im Halbfinale zu besiegen. Sie haben auch den Überspieler des Turniers, Zinédine Zidane, mit obzönen Sprüchen so provoziert, dass dieser nach dem “Kopfstoß der Schade” mit einer roten Karte das Finale verlassen musste und das französische Team auf die Verlierstraße geriet.

Yahoo!-Mitbegründer Jerry Yang hatte beim Besuch des WM-Finales in Berlin
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Foto: Christoph Dernbach
Yahoo!-Mitbegründer Jerry Yang hatte beim Besuch des WM-Finales in Berlin kein Problem mit den Tickets

Ich selbst hatte das Glück, in vier Spielen den Geist der Fußball-WM 2006 aufsaugen zu können. Nachdem ich mehrfach vergeblich versucht hatte, im Internet WM-Tickets für die Spiele in Hamburg zu ergattern, kam ich in einer der Nachrückerrunden dann für die Partie Ukraine vs. Saudi-Arabien zum Zug und konnte Tickets für meine Frau und mich kaufen. In den Wochen vor der WM trudelten dann etliche Einladungen von WM-Sponsoren ein, von denen ich drei Tickets, darunter auch das Endspiel in Berlin, annehmen durfte. Den Weg zu den Spielen habe ich dann nicht nur als Fußball-Fan angetreten, sondern auch als technisch interessierter Mensch. Das nationale OK der FIFA hatte ja frühzeitig angekündigt, dass die Zuschauer nur mit einem RFID-Ticket ins Stadion kommen würden. Dabei traten in zwei von vier Spielen massive Probleme auf.

Gleich beim ersten Spiel – Costa Rica vs. Ecuador – erlebte ich am eigenen Leib, dass das technische Konzept des FIFA OK nicht richtig funktionierte. Der Sponsor, ein großer Online-Dienst, konnte die Tickets nicht rechtzeitig verschicken, sondern verteilte die Karten am Spieltag vormittags in einem Hotel in Hamburg. Am Volksparkstadion ließ sich mit diesem Ticket die erste Sicherheitskontrolle noch überwinden. An der zweiten Station – der eigentlichen Kartenkontrolle – war dann aber vorläufig Schluss. Der FIFA-Steward am Gate sah mit einem Blick, dass das Geburtsjahr 1972, das diesem Ticket zugeordnet war, nicht auf mich zutreffen konnte. Dazu ist mein Haupthaar inzwischen doch zu grau. Durch einen Datenbankfehler war “mein” Ticket einer anderen Person zuordnet worden. Damit war mein erster WM-Besuch eigentlich schon beendet, noch bevor er so richtig begonnen hatte. Ein energischer Hinweis auf den Sponsor mit dem großen “T” und das FIFA-Hospitality-Programm wirkte dann aber Wunder und wenige Minuten später konnte im Fan-Block von Costa Rica Platz nehmen, wo zu diesem Zeitpunkt die Stimmung noch richtig super war.

Die Begegnungen Ukraine vs. Saudi Arabien und das Viertelfinale Italien vs. Ukraine verliefen aus technischer Sicht unspektakulär. Im Gegensatz zur ersten Begegnung war ich bei diesen Spielen nicht zu früh in den Volkspark gefahren. Bei mir war nämlich inzwischen auch die Botschaft angekommen, dass die FIFA-Stewards in der heißen Phase vor dem Spiel kaum noch Ausweise kontrollieren. Die RFID-Chips in den Karten ließen die Einlass-Ampeln auf Grün springen.

Happy End für Italien bei der Fußball-WM 2006
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Foto: Christoph Dernbach
Happy End für Italien bei der Fußball-WM 2006

In Berlin zum Endspiel lief das dann nicht mehr so locker ab. Am Absperrgitter vor dem Olympia-Stadion erklärten uns (einer Gruppe von fünf Gästen eines WM-Sponsors) hilflose FIFA-Stewards, dass unsere Tickets “ungültig” seien. Nein, nicht der RFID-Chip stellte das Problem dar. Die FIFA hatte wohl wegen Datenbank-Problemen über 200 Tickets für den “Roten Block” im Berliner Olympiastadion doppelt und dreifach an die Sponsoren verkauft. Und im Gegensatz zu den Datenbank-Pannen in der Vorrunde waren diesmal nicht mehr genügend Freitickets vor dem Anpfiff verfügbar, um die Mega-Panne auf die Schnelle auszugleichen.

So habe ich beim Endspiel die ersten 25 Minuten des Spiels vor dem Stadion verbracht und somit die beide Tore verpasst, denn im Chaos der FIFA waren Ersatztickets erst dann aufzutreiben, nachdem Zidane in der 7. Minute Frankreich mit einem Foulelfmeter in Führung gebracht und Materazzi in der 19. Minute den Ausgleich für die Italiener besorgt hatte.

Das Karten-Chaos hatte noch nicht einmal nach dem Abpfiff ein Ende. Nachdem wir uns noch die Siegerehrung für die Italiener im Stadion angeschaut hatten, wurden strandeten wir auf dem Weg nach draußen erneut an den Ticket-Maschinen der FIFA. Die Ersatztickets waren in dem System wohl nicht gespeichert, und die Ampel am Drehkreuz zeigte wieder nur “Rot”. Nun, irgendwie haben wir die Helfer überzeugen können, dass es der Verbesserung des Sicherheitsstandards der FIFA WM 2006 nicht nachhaltig dient, ein paar harmlose Journalisten für immer und ewig im Olympia-Stadion zu belassen.

Christoph Dernbach

Christoph Dernbach

Christoph Dernbach

Das gibt Ärger

Microsoft traut seinen Hardware-Partnern wohl nicht mehr zuviel zu. zumindest wenn es darum geht, die Vorherrschaft des iPods von Apple zu knacken. Die Agentur Bloomberg und die New York Times wollen jedenfalls wissen, dass Microsoft sich beim Angriff auf den Marktführer nicht mehr auf seine Fähigkeiten als Softwarehaus alleine beschränken möchte.

Chart
Quelle: iSupply
Die weltgrößten Hersteller von MP3-Playern nach Auslieferungen (in Mio.)

Bislang hatte es der Softwaregigant seinen Partnern wie Samsung, Sony, iRiver, Philips, Toshiba und Creative Technology überlassen, direkt gegen Apple vorzugehen. Microsoft wirkte im Hintergrund der “Plays for sure”-Allianz und lieferte zum einen die DRM-Software für die Konkurrenten des iTunes Music Stores (iTMS). Außerdem griff Microsoft den OEM bei der Betriebssoftware für die Player selbst unter die Arme. Der Erfolg der Bemühungen hält sich bislang in Grenzen, denn Apple ist es bislang gelungen, den Absatzerfolg des iPods auf den iTMS abfärben zu lassen. Und der iTMS wiederum treibt den Verkauf der iPods in die Höhe.

Da Apple sich bislang weigert, sein eigenes DRM-System Fairplay an andere Firmen zu lizensieren, können also weder Songs aus Onlineshops mit Microsoft-DRM (MTV Urge, Musicload, OD2, MSN Music etc.) auf dem iPod abgespielt werden, noch laufen Songs aus dem iTMS auf anderen Playern als dem iPod. Solange Apple sowohl mit iTunes als auch dem iPod den Markt so klar anführt wie heute, hält sich das Risiko für die Company für Steve Jobs in Grenzen. Meiner Ansicht nach wird sich Apple aber früher oder später Lizenzpartner suchen müssen. Denn Microsoft wird nicht locker lassen und – wenn notwendig – Milliarden in die Eroberung des Marktes stecken. Die Verantrwortlichen bei Sony, die sich lange Zeit mit der Playstation unangreifbar gefüht haben, wissen wovon ich rede.

Update: Ein schönes Roundup zum “mPod” hat die Financial Times Deutschland geschrieben.

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Japan only

Demnächst fährt ein Kollege auf einen Publishing-Kongress nach Japan. Ich habe ihn schon gebeten, einen kleinen Platz in seinem Koffer für mich zu reservieren. Beispielsweise für dieses coole Pocket PC Handy von Sharp, das vorerst nur in Japan zu haben ist.

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Engadget.com
WS007SH

Der W-ZERO3 [es] / WS007SH wurde zusammen von Sharp, Willcom, und Microsoft entwickelt. Der Pocket PC läuft mit Windows Mobile 5.0 und wird von dem Intel-Prozessor PXA 270 (416 MHz) angetrieben. Neben der herkömmlichen Mobiltelefon-Tastatur verfügt das Gerät über eine QERTY-Tastatur, die seitlich aus dem Pocket PC Handy herausgezogen werden kann und beim Schreiben von E-Mails und anderen Kurzmitteilungen wertvolle Dienste leistet. Leider hat Sharp etwas bei den Kommunikationsschnittstellen gespart und dem WS007SH weder Bluetooth noch WiFi spendiert. Dafür gibt es ein TV-Modul zum Anstöpseln, mit dem das Handy in einen Mini-Fernseher verwandelt wird. Mehr Details und Bilder bei Engadget.com.
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