Die Kuschel-Blogger bei BillG

Bill Gates rief die die “Top-Blogger” der USA – und alle kamen auf den Microsoft-Campus nach Redmond. Ich finde es bemerkenswert, dass aus der Runde der 14 Blogger keine einzige Frage gestellt wurde, die den Microsoft-Gründer auch nur eine Sekunde lang in Verlegenheit gebracht hätte. Aktuelle Anlässe hätte es genug gegeben, etwa den merkwürdigen Schwenk von Microsofts Anti-iPod-Strategie mit dem Player Zune, der nicht mit der von Gates lange beworbenen DRM-Allianz “Plays For Sure” kompatibel ist.

Ich möchte den Teilnehmern der Runde gar nicht unterstellen, dass das Microsoft-Gastgeschenk (“ein Zune und ein USB-Stick”) zur freundlichen Zurückhaltung beigetragen hat. Es wird wohl eher der Respekt vor dem Übermenschen BillG sein, der die sonst eigentlich ganz forsche Bloggerrunde so eingeschüchtert hat: “I want to thank Bill for his time and the entire evangelism team for inviting us. This was definitely a once in a lifetime event and the entire day got me thinking more broadly about technology”, schreibt etwa Steve Rubel in seinem Blog Micropersuasion.
Michael Arrington von Techcrunch hat Bill Gates immerhin die Empfehlung entlockt, die Leute sollten eigentlich auf jedes DRM pfeifen, sich eine CD kaufen und diese dann rippen.

Weitere Blogeinträge aus der Runde: Molly Holzschlag, Ryan Stewart, Niall Kennedy, Liz Gannes und Todd Bishop.

Siehe auch: “Why no hard questions for BillG?” « Scobleizer – Tech Geek Blogger

Meine Top 10 in diesem Jahr

Warum Windows-Chef Jim Allchin lieber einen Mac kaufen würde (oder doch nicht)

Jim Allchin, bei Microsoft seit vielen Jahren für die Entwicklung von Windows zuständig, würde sich lieber einen Mac kaufen, wenn er nicht auf der Gehaltsliste von Microsoft stünde. Diesen Eindruck kann man zumindest aus einer E-Mail gewinnen, die Allchin 2004 an Bill Gates und Steve Ballmer schickte (“I would buy a Mac today if I was not working at Microsoft”). Allchin scheidet zum Jahresende bei Microsoft aus und wird seinen Posten als Windows-Chef an Kevin Johnson abgeben. Doch ganz im Unfrieden will 55-Jährige wohl nicht scheiden: 43 Tage vor dem Launch von Windows Vista für die Massen versucht Allchin den Eindruck aus der Welt zu schaffen, das Mac OS sei das bessere Betriebssystem:

“This email is nearly 3 years old, and I was being purposefully dramatic in order to drive home a point. The point being that we needed to change and change quickly. We did: We changed dramatically the development process that was being used and we reset the Windows Vista development project in mid-2004, essentially starting over.
2-and-½ years later, Windows Vista has turned into a phenomenal product, better than any other OS we’ve ever built and far, far better than any other software available today, in my opinion. It’s going to be available to customers on Jan 30, and I suggest everyone go out and get it as soon as you can. It’s that good.”

Mehr im Windows Vista Team Blog: Setting The Record Straight

Warnung vor der Wii-Konsole

Die Spielekonsole Wii hat Nintendo einen spektakulären Verkaufserfolg beschert. Und der könnte noch größer sein, wenn Nintendo noch mehr Konsolen auf Lager gehabt hätte. Auch Meldungen, dass einige Wii-Käufer ihre Mitmenschen durch umherfliegende Controller verletzt haben, schrecken die Spiele-Fans nicht ab.

Wii Have A Problem...

Vielleicht sollten alle frischgebackenen Wii-Besitzer vor der Inbetriebnahme des neuen Toys das Japanese Super Safe Wii Safety Manual lesen, das den Japanern einen angemessenen Umgang mit der Nintendo-Konsole und dem Wii-Zubehör erklärt.

The Japanese Super Safe Wii Safety Manual

Für die Wii-User in den USA gibt es auch hilfreiche Hinweise als Flickr-Galerie “Wii Safety: The Missing Pages”

Update: Fliegende Gamecontroller: Nintendo ruft Millionen Fangriemen zurück  

AOL und Alice feiern Weihnachten

Die Hochzeit von AOL Deutschland und Hansenet hat in der Online-Branche viele Fragen aufgeworfen. Gunnar Bender, der Sprecher von AOL, kann ein Lied davon singen, wie schwierig es ist, den Journalisten-Kollegen zu erklären, dass das Zugangsgeschäft von AOL zwar zu Hansenet wandert und Alice damit zu einer großen Access-Marke in Deutschland macht, dass aber das Portalgeschäft bei AOL Deutschland bleibt. Auf der lauten Weihnachtsfeier von AOL und Alice (Trommeln statt Blockflöte) erklärt Portal-Chef Torsten Ahlers den Mitarbeitern der beiden Firmen den künftigen Kurs. Und ganz Web-2.0-mäßig kann man die Aufzeichnung bei YouTube sehen.

Mehr im Mediablog von newsaktuell: media coffee blog » Gunnar Bender » Weihnachten bei AOL und Alice