Google sieht alles

gefunden bei Thomas Knüwer:

YouTube – The Simpsons Marge On Google

Craig Newmarks Rat an junge Journalisten: “Maybe start a blog…”

Mit seiner Craigslist hat Craig Newmark den Zeitungsverlagen in den USA Angst und Schrecken eingeflößt. Doch der “König der kostenlosen Online-Kleinanzeigen” sieht sich selbst nicht als Wettbewerber der Tageszeitungen. Er habe doch nur eine Plattform gebaut, mit der sich die Leute untereinander helfen könnten, sagte Newmark in einem lesenswerten Interview. Und einen guten Rat für angehende Journalisten hat Newmark auch noch:

You guys are going to be graduating into an uncertain, kind of scary environment. The advantage you have is that you grew up with more technology and you may be more open to it. Right now your potential capabilities actually frighten veteran journalists. I’ve spoken with a lot of mid-career journalists, and they think you guys are instant messaging while having conversations. And that kind of scares them. Of course, just think that 5-year-olds can do it better than you. So be aware of that.

Do what you can on the Net to build up some kind of online reputation. Who knows? You may be your own news provider. You may want to start working on your own personal brand. Maybe start a blog and see if people will pay attention. You may be your own network.

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Kein Wunder, dass Apple für das iPhone so lange braucht

Im iPhone-Gerüchtenebel stochert MacEssentials und verweist auf eine Story in der Businessweek: »Schwieriger zu bauen als Apple glaubte« – schreibt das US-Magazin über angebliche Verspätungen und Probleme beim iPhone. Ein Analyst des Marktforschungsunternehmens iSuppli will aus Zuliefererkreisen erfahren haben, dass der iPhone-Start auf Ende Juni verschoben werden könnte: die Komplexität des Kleincomputers mache dies nötig.

Kein Wunder, wenn man sich die Features des iPhones in Detail anschaut :-)


Der Vista-Leopard


Life often presents tradeoffs, and in this case we’re sure we’ve made the right ones.

Statement von Apple zur Verspätung von Mac OS X “Leopard”

Dass Computer-Betriebssysteme verspätet auf den Markt kommen ist nicht neu. Daher überrschaft es auch nicht wirklich, dass Apple – um dem pünktlichen Marktstart des iPhone nicht zu gefährden – die Einführung von Mac OS X 10.5 (”Leopard”) auf Oktober verschiebt. Für das iPhone wurden ja nicht nur “some key software engineering” aus dem OS-X-Team ausgeliehen, sondern auch Leute aus der Qualitätssicherung. Ich hoffe nur, dass uns Apple im Oktober nicht mit Begriffen wie “Funktionssuchanbieter-Host”, “Auswurfverhältnisse” oder “Klassenkurzname” quält. Damit müssen sich nämlich derzeit die User von Windows Vista herumschlagen.

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Der brandneue Vista-PC als virtuelle Littfassäule

The problem is a lack of respect for the consumer. The manufacturers don’t act as if the computer belongs to you. They act as if it is a billboard for restricted trial versions of software and ads for Web sites and services that they can sell to third-party companies who want you to buy these products.

Walt Massberg in seiner Kolumne “Personal Technology”

Ist denn immer noch 1. April, Eugene Kaspersky?

Der russische Antivirus-Hersteller Kaspersky, der mit dem Gedanken eines Börsengangs spielt, versucht mit immer schrilleren Schlagzeilen auf sich aufmerksam zu machen. Kaspersky Lab discovers the first virus for iPod lautet die Überschrift der jüngsten Pressemitteilung, die prompt von zahlreichen Medien aufgegriffen wurde. Mit einem Virus für den iPod von Apple hat das alles wenig zu tun. Es gibt ein “Proof of Concept” eines Schadensprogramms für ein Frickel-Linux, das einige Bastler auf den iPod gespielt haben. Und der “Virus” muss auch noch per Hand auf dem Player installiert werden.


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Beachtlich ist, dass sich die Münchner Agentur Essential Media, die in Deutschland die Pressearbeit für Kaspersky macht, sich im Detail von der Panikmache aus Moskau absetzt. Die englischsprachige Meldung beginnt so: Kaspersky Lab, a leading developer of secure content management solutions, has discovered the first virus designed to infect iPod portable media players. In der Übersetzung aus München wird dagegen schon im Leadsatz klar gemacht, dass es sich nur um ein Programm für die seltene Linux-Variante handelt: Kaspersky Lab hat heute den ersten Proof-of-Concept-Virus für iPodLinux entdeckt.

Chefentwickler Eugene Kaspersky und Natalja Kaspersky, die Chefin des russischen Antiviren-Herstellers, hatten bereits vor einigen Wochen auf der CeBIT 2007 einen merkwürdigen Auftritt hingelegt. In Hannover warfen sie überraschend Microsoft vor, den Herstellern von Sicherheitsprogrammen in vielen Fällen keinen direkten Zugang mehr zum Betriebssystem zu gewähren. Zuvor hatten die beiden sich noch in mehreren Stellungnahmen von der Kritik der anderen Antiviren-Hersteller wie Symantec an der Schnittstellenpolitik beim Betriebssystem Vista abgesetzt. Mir blieben auf der CeBIT die Gründe für die 180-Grad-Wende von Kaspersky unklar.

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Der Anfang vom Ende

Abgeschafft wurde der Kopierschutz durch den Vorstoß von EMI und Apple nicht – da hat der pingelige Medienwart vom Handelsblatt schon recht. Es ist aber schon erstaunlich, dass nur wenige Wochen nach der Veröffentlichung des offenen Briefes von Steve Jobs an die Musikindustrie der erste Major sein komplettes digitales Repertoire auch ohne DRM anbietet. Das ist der Anfang vom Ende des Kopierschutzes in der Musikindustrie.


Mit dem heutigen Tag fängt eine neue Ära an – ein Zeitalter, in dem die Unterhaltungsindustrie mit den Kunden arbeitet und nicht gegen sie.

Torgeir Waterhouse, Chefberater der norwegischen Verbraucherschutzorganisation

Jobs ist sich sicher, dass bis zum Jahresende mehr als jeder zweite Song in iTunes auch ohne DRM angeboten wird. Ich bin mir wiederum sicher, dass es sich diesmal nicht um eines der berüchtigten “Reality Distortion Fields” des Apple-Chef handelt, sondern dass tatsächlich auch die anderen großen Plattenkonzerne dem Schritt von EMI folgen werden. Natürlich werden die EMI-Wettbewerber zunächst abwarten, wie im Mai das DRM-freie Geschäft in iTunes ablaufen wird. Ich werde meine EMI-Songs, die ich in iTunes gekauft habe, wohl ohne Ausnahme auf 256 kbps AAC “upgraden”, schon damit ich sie mit dem wunderbaren Sonos-System quer durch meine Wohnung streamen kann.

Apple-Chef Steve Jobs und Eric Nicoli, CEO der EMI-Group
Apple-Chef Steve Jobs und Eric Nicoli, CEO der EMI-Group. Foto: EMI

Bemerkenswert finde ich die auch Tatsache, dass zwar einzelne Songs um 30 Cent teurer werden, ein komplettes Album künftig aber weiterhin 9,99 Euro kosten wird. Das passt zur neuen ‘Alben vervollständigen’-Funktion im iTunes-Store, mit der Apple den Absatz vollständiger Platten ankurbeln möchte.

Digital Rights Management wird damit aber nicht aus unserem Leben verschwinden. Filme etwa werden auch künftig mit einem Kopierschutz auf Silberscheiben ausgeliefert werden. Dieser kann zwar von jedem Zwölfjährigen geknackt werden, in Deutschland zumindest ist das aber illegal. Ob sich aber Klingeltöne DRM-geschützt zu völlig überzogenen Preisen sich am Markt weiterhin behaupten werden, möchte ich an dieser Stelle bezweifeln.

Audio-Aufzeichnung von der Pressekonferenz mit Apple-Chef Steve Jobs und Eric Nicoli, CEO der EMI-Group.

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