«It lives up to every bit of hype»

iPhone-Launch auf der Titelseite der San Jose Mecury NewsAlpha-Blogger Robert Scoble, einst “Technical Evangelist” bei Microsoft, und heute der Scobleizer, hat sich sein iPhone im Apple-Store in Palo Alto abgeholt. Weil er sich bereits am Donnerstag abends um 21 Uhr angestellt hatte, konnte er am Freitag pünktlich um 18 Uhr den Laden betreten und wenige Minuten später mit einem iPhone verlassen. Diesen Moment haben die lokale San Jose Mercury News auf dem Titelbild der Samstagsausgabe festgehalten.

Interessant sind die ersten Eindrücke von Scoble: Das erste spontane Urteil lautet: “It lives up to every bit of hype.” Inzwischen hat der Scobleizer auch einige Schwächen entdeckt. So rät er Hardcore-Daumen-Tippern doch besser beim Blackberry zu bleiben. Das jüngste Smartphone von Scoble, ein Nokia N95, wird aber wohl vom iPhone dauerhaft verdrängt. Zwar habe das N95 nicht so viele Schwachstellen, die das iPhone habe (kein 3G-Netzwerk, keine Unterstütung für Flash, Java oder .NET). “Es ist aber nicht so leicht zu bedienen und macht nicht so viel Spaß.” Wenn man nach dem iPhone das N95 wieder in der Hand habe, sei das so, als sitze man wieder vor einem alten Rechner mit Windows 3.11 und einem 640×480-Bildschirm, nachdem man Windows 95 und einen 1024×768-Screen bekommen habe.

Steve Jobs, Andy Hertzfeld, Bill AtkinsonDer Apple-Store in Palo Alto erwies sich am Freitagabend als echter Promi-Treff. Neben Steve Jobs, der von seinem Haus aus zu Fuß kam, tummelten sich dort auch die Macintosh-Veteranen Andy Hertzfeld und Bill Atkinson sowie Dave Winer, Jeremiah Owyang, Terry Chang (Lunch 2.0), Kurt Collins (PhotoBucket), Nick Gonzales (TechCrunch), Leah Culver und viele andere.

Freitagabend, Apple-Store, Fifth Avenue, New York City


Mehr bei den Kollegen von CNET: New York’s iPhone parade | Tech news blog – CNET News.com
iPhone: The wait is over | CNET News.com

Für dpa war unser Kollege Roland Freund von dpa-AFX an der Fifth Avenue und hat dort den Sturm auf den Apple Store erlebt. Seinen Bericht findet man u.a. hier.

Sehenswert auch dieses 30-Sekunden-Video aus New York:


Link: sevenload.com

Und so sah es in San Francisco aus:

iPhone Launch San Francisco

Silicon Valley Sleuth: San Francisco hails the iPhone (video)

Hilfe!!! Stiftung Warentest schreibt über das MacBook

Titelbild “test” Ausgabe Juli 2007Computer von Apple und Stiftung Warentest – da prallten schon in der Vergangenheit immer wieder Welten aufeinander. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “test” (Juli 2007) haben die Verbraucherschützer aus Berlin zehn unterschiedliche Notebooks unter die Lupe genommen (”Notebooks im Test – Schlappe Akkus”), darunter neun mit Windows Vista und ein Apple MacBook mit Mac OS X. Dabei verteilen die Redakteure für das MacBook zunächst gute Noten: Sie loben die längste Akku-Laufzeit unter den Testkandidaten und beurteilen das Apple-Notebook als “besonders mobil einsetzbar”.

Im letzten Kapitel des Testberichts werden potentielle MacBook-Käufer jedoch ganz schön in die Irre geführt. Zunächst empfiehlt “test”, das MacBook mit Windows parallel zu Apples Betriebssystem Mac OS X aufzurüsten: “Dadurch wird das MacBook vielseitiger.” So weit, so gut. Doch dann erwähnt “test” nur die Apple-Hauslösung “Bootcamp”, mit der man Windows auf dem MacBook zum Laufen bekommt und führt ausführlich die Nachteile dieser Lösung auf: “Die friedliche Koexistenz der Betriebssysteme ist für den Anwender aber nicht frei von Spannungen: Um das Betriebssystem zu wechseln, muss er den Rechner neu starten. Einfach umschalten kann man nicht. Außerdem schreibt Apple nichts auf den Windows-Teil der Festplatte, und Windows kann den Apple-Teil der Festplatte nicht einmal lesen. Das erschwert den Austausch der Daten und setzt zum Beispiel einen vermittelnden USB-Stick voraus.”

Haben die “test”-Redakteure noch nie etwas von Parallels for Mac gehört? Oder von VMware Fusion für den Mac? Okay, diese Lösungen sind nicht kostenlos wie Bootcamp, dafür haben sie nicht die Nachteile der VM-Software von Apple. Mac- und Windows-Anwendungen laufen unter “Parallels” und “Fusion” tatsächlich parallel, Daten zwischen den beiden Welten können direkt ohne den Umweg über den USB-Stick ausgetauscht werden.

Parallels kostet rund 80 Euro (bei Werbeaktionen machmal auch schon für 50 Euro zu haben), VMware Fusion steht in einer Testversion (30 Tage) kostenlos zum Download bereit. Die Final Version kostet 79 Dollar. Und schließlich gibt es noch das Programm Crossover (60 US-Dollar), mit dem etliche Windows-Anwendungen ohne die Installation von Windows auf dem Mac OS X zum Laufen gebracht werden können.

Ein kurzer Hinweis auf Parallels, VMware Fusion oder Crossover hätte die Leser von “test” auf die richtige Spur gebracht.

Nur noch einmal schlafen …

The Secret Diary of Steve Jobs: From our good friends at iPhone Matters

The Secret Diary of Steve Jobs: From our good friends at iPhone Matters

Gott trägt Rolli

IMG_9727.jpgHelene Laube von der FTD hat in ihrer Geschichte Gott trägt Rolli schön herausgearbeitet, wie Apple es immer wieder gelingt, einen Riesen-Buzz rund um die Einführung neuer Produkte zu generieren. Die geniale Mischung aus einer nicht zu überbietenden Geheimniskrämerei und dosierten Einsätzen von Steve Jobs hat auch diesmal funktioniert, zumal das Produkt wohl auch halbwegs den Erwartungen der Fans entspricht. Das kann man wiederum den ersten Rezensionen entnehmen, die Walt Mossberg (WSJ), David Pogue (New York Times) und Steven Levy (Newsweek) veröffentlich haben.

G4 CubeIn einem Punkt hat Helene Laube meiner Ansicht nach nicht recht: Sie führt in einer kleinen Seitenspalte “Hall of Shame” den G4 Cube als Beispiel für einen Superflop auf. Dass der Cube nicht zum Verkaufserfolg und im Sommer 2001 nach nur einem Jahr wieder eingestellt wurde, hatte nichts mit Überhitzung oder Kratzern am Gehäuse zu tun, sondern nur mit dem viel zu hohen Preis (ab 1.800 Dollar), zu dem Apple das Gerät damals einführte. Als kurz vor Produktionsschluss die Cube-Preise auf ein akzeptables Niveau sanken, gingen die Geräte weg wie warme Semmeln. Wired zählt den Cube zurecht zu den Kult-Computern. Und noch heute erzielen die Würfel-Rechner bei eBay ansehnliche Preise.

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Neues Jobwunder in Kalifornien: iPhone Line Waiter

Bei Craigslist derzeit sehr populär: iphone line waiter

Goliath arbeitet als Fotomodell für Apple

iPhone Größenvergleich
Wenige Tage vor dem Marktstart des iPhone ist Apples Supertelefon deutlich geschrumpft. Dieser Eindruck kann zumindest entstehen, wenn man zwei PR-Fotos von dem iPhone vergleicht. Das Bild auf der linken Seite wurde zur Ankündigung von Apple veröffentlicht. Das Foto rechts ist das aktuelle PR-Bild von Apple. Vielleicht hat Apple Rübezahl oder Goliath das iPhone in die Pranke gedrückt.

Boing Boing: Apple uses big-handed model to “shrink” iPhone

Focus verfährt sich mit Apple-Story

Mehr als 570 Worte umfasst der Artikel des Nachrichtenmagazins Focus zum angeblichen Einstieg von Apple in den Markt der Navigationsgeräte: Bordcomputer: Apple erobert die Autos – so lautet die Schlagzeile.
Die Textpassage, auf die es ankommt, fiel aber ziemlich schmal aus:

Tatsächlich steuert das Unternehmen seit der Erfolgsstory seines Musikplayers iPod zunehmend weg vom Image des Computerherstellers – hin zum Vollsortimentler für den digitalen Alltag. Nun drängt Apple in die nächste Bastion der modernen Lebenswelt: Mercedes wird seine Fahrzeuge nach FOCUS-Informationen voraussichtlich ab 2009 exklusiv mit Hightech aus den Entwicklungslaboren des einstigen Computerkonzerns ausrüsten. Nach sechs Monaten sollen auch andere Autohersteller folgen.

Focus zitiert keine Quelle, es gibt nicht einmal einen vagen Hinweis. An anderer Stelle führt das Magazin aus:

Nach FOCUS-Informationen soll das Gerät, das der US-Computerhersteller derzeit entwickelt, Unterhaltung, Kommunikation und Navigation in einer Einheit kombinieren. Mercedes wird die neue Apple-Garnitur für sechs Monate exklusiv anbieten. Mit einer Markteinführung ist voraussichtlich 2009 zu rechnen. Unklar ist noch, ob Apple – ähnlich wie beim iPhone – auf Google Maps als Navigationshilfe vertrauen wird.

Ich befürchte, Focus-Autor Alexander von Streit hat sich bei der Story mächtig verfahren. “Da ist nichts dran”, sagte am Montag ein Sprecher von Daimler zu der Story, die bis zur Apple-Zentrale in Cupertino Wellen geschlagen hatte. Apple selbst sagt stoisch, zu Marktgerüchten nehme man keine Stellung. Autokenner sagen, dass für 2009 ohnehin nur die Einführung einer neuen E-Klasse bei Mercedes anstehe. Und wahrscheinlich habe Focus eine angestrebte Optimierung der iPod-Einbindung in das Mercedes-Entertainmentsystem mit einem neuartigen Apple-Bordcomputer auf der Basis eines iPods verwechselt.
Kein deutscher Automobilhersteller ist außerdem derzeit bereit, die Benutzeroberfläche des Bordcomputers einem Hersteller wie Apple oder Microsoft (wie in der Zusammenarbeit mit Fiat) zu überlassen. Und wer wiederum Steve Jobs etwas kennt, weiß auch, dass es wahrscheinlich nur eine Automarke gibt, mit der Jobs sich vorstellen könnte, so ein Projekt durchzuziehen. Und die heißt BMW und nicht Mercedes.

Die schrecklichsten Gadgets von 007

James Bond: Live and let Die
Live and Let Die – Brush Communicator (1973)

Im jüngsten 007-Film “Casino Royale” musste Geheimagent James Bond ohne die Hilfe von Q, dem Chef der fiktiven Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Britischen Geheimdienstes MI6, auskommen. Vielleicht auch besser so, denn schaut man sich die Liste der Gadgets in den bisherigen James-Bond-Filmen an, war 007 nicht immer optimal für seine Abenteuer ausgerüstet.

Die Liste der “schrecklichsten 007-Gadgets” bei productdose.com: Worst 007 Gadgets | productdose.com

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WWDC 2007: Noch ein Eiswasser für die Hölle

Steve Jobs @ WWDC in San Francisco 2007

Es gab nicht das sagenumwobene Ultralight-Notebook, noch nicht einmal einen neuen iMac. Und dennoch bot die Keynote von Steve Jobs auf der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2007 einen “Hammer“. Apple versucht, den Erfolg von iTunes zu wiederholen und portiert den Mac-Browser Safari auf Windows XP und Vista. Über iTunes sagte Jobs vor einigen Wochen: “It’s like giving a glass of ice water to somebody in hell.

”Lange Gesichter gab es bei vielen Entwicklern, als Steve Jobs sie auf den Safari-Browser verwies, um Anwendungen für das iPhone zu schreiben. Sie hätten sich viel lieber ein echtes SDK gewünscht, um direkt auf das iPhone-OS zugreifen zu können. So müssen die Developer nun ausloten, was man mit Web 2.0 auf dem iPhone so anstellen kann.Die Börse schickte daraufhin den Kurs der Apple-Aktie um rund 4 Dollar nach unten, nachdem zuvor die üblichen Gerüchte das Papier auf ein Jahreshoch getrieben hatten.

Beim WWDC wurde übrigens mal wieder deutlich, warum die Auslandskorrespondenten in Silicon Valley die Presseabteilung von Apple in den USA für die schlechteste PR-Arbeit ausgezeichnet haben (sorry, liebe Münchner, ihr könnt nichts dafür). Zum WWDC 2007 hatten sich rund 200 Journalisten angemeldet, ohne dass sich jemand in Cupertino Gedanken gemacht hatte, wo die Presseleute nach der Keynote ihre Geschichten schreiben und absetzen können. Auf den fehlenden Presseraum angesprochen, zuckte ein arroganter PR-Schnösel von Apple nur mit den Schultern und schlug vor, man könne doch ins benachbarte Starbucks Cafe gehen. Da gebe es sogar einen Hotspot.

Liebe Apple-PR-Leute in Kalifornien, kleiner Tipp für die nächste WWDC: Sprecht mal Archibald Horlitz, den Chef des deutschen Apple-Händlers Gravis, an. Der sponsert Euch vermutlich einen Presseraum, falls Eure Cash-Reserve (derzeit schätzungsweise zwölf Milliarden Dollar) nicht ausreichen sollte, vernünftige Arbeitsbedingungen für Journalisten herzustellen. Hat er mir zumindest vor dem Moscone Center versprochen. 

 
 

Update: Safari wird zumindest in der deutschsprachigen Variante den Windows-Usern derzeit wenig Erleichterung bieten. Wegen eines fetten Fehlers bei der Lokalisierung zeigt das deutsche Windows-Safari keine Überschriften an (einen provisorischen Bugfix gibt es hier). Außerdem haben Experten Sicherheitslücken in der Safari-Beta ausgemacht. Details haben die Kollegen von heise.de. Vielleicht hat man bei Apple “early Alpha” mit “Beta” verwechselt.

Update 2:Mit Safari 3.02 hat Apple nun die gröbsten Bugs beseitigt.

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