Die kleine Gegen-CeBIT in Cupertino

Apple Event for the iPhone SDKMit einer kleinen Verspätung ist es nun soweit: Apple stellt am 6. März, wenn etliche von uns IT-Journalisten uns noch auf dem Messegelände in Hannover auf der CeBIT ihrer Arbeit nachgehen, sein Software Developer Kit für das iPhone und den iPod touch vor. Ich bin gespannt, wie die “Software-Roadmap” für das iPhone im Detail aussehen wird und wie viel Spielraum Apple den Entwicklern und Vermarktern der iPhone-Software gewähren wird. Dass der iTunes-Store als Vertriebssweg gewählt wird, setze ich hier mal einfach voraus.

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Die Konkurrenz für den offiziellen Software-Vertrieb ist stark. Dank der verschiedenen Jailbreak-Lösungen für das iPhone und den iPod touch gibt es schon jetzt eine unglaublich aktive Developer-Szene, die von Apple erst einmal überzeugt werden muss.

[Apple event confirmed for March 6th for the "iPhone software roadmap" - Engadget]

CeBIT 1998: Die Computermesse der großen Versprechen

Hannover (dpa) – Die Fahrt zur Computermesse CeBIT 1998 in Hannover geriet vor zehn Jahren zu einer großen Geduldsprobe. Kilometerlange Staus auf dem Messeschnellweg und völlig überfüllte Bahnen strapazierten knapp zwei Jahre vor dem Beginn der Weltausstellung Expo 2000 die Nerven der Messebesucher. Wer sich zum Ausstellungsgelände vorgekämpft hatte, bekam dann allerdings einen spannenden Mix von Neuheiten und großen Versprechen geboten.

Bundeskanzler Helmut Kohl auf der CeBIT 1998

Drei Jahre vor dem spektakulären Platzen der Internet-Blase feierten die CeBIT-Macher im März 1998 die bis dahin größte Computermesse. Helmut Kohl war damals noch Bundeskanzler und lieferte den CeBIT-Fotografen beim Testen einer 3D-Brille auf dem Stand des Zentrums für Graphische Datenverarbeitung (Darmstadt) ein dankbares Fotomotiv.

Damals waren Personal Computer nur bedingt massentauglich. Zur Erinnerung: Wer im Jahr 1998 beispielsweise an einen PC ein Zusatzgerät anschließen wollte – etwa einen Drucker oder eine externe Festplatte -, wurde von dem System kryptisch nach Angaben zu «I/O- Adressen», «Jumpern» oder «IRQ-Einstellungen» gefragt. Für die geplagten Computer-Anwender wurde auf der CeBIT 1998 Linderung durch den neu entwickelten Universal Serial Bus (USB) in Aussicht gestellt. Der universelle serielle Stecker werde den Anschluss eines Scanners so einfach machen wie das Anschalten des Rechners, hieß es.

Der erste PC mit USB-Anschluss für die Massen wurde jedoch nicht auf der CeBIT 1998, sondern erst zwei Monate später in Kalifornien präsentiert. Apple-Chef Steve Jobs startete mit dem ersten iMac die Kehrtwende für den damals angeschlagenen Computerkonzern und setzte dabei voll auf Innovationen wie USB. Ein Jahr später sah man dann auf der CeBIT auch die ersten Windows-PCs mit den praktischen USB- Buchsen.

Der erste iMac von Apple (1998)

Der erste iMac von Apple (1998)

Die Leistung der PCs wurde damals quasi mit der Taktfrequenz der Hauptchips gleichgesetzt. «Höhere Taktzahl = mehr Power», lautete die einfache Formel der Branche. Daher war es schon eine kleine Sensation, dass sich der Chipgigant Intel das Messegelände in Hannover ausgesucht hatte, um einen Weltrekord aufzustellen, der PC- Fans in Verzückung versetzte. Intels Vizepräsident Albert Yu präsentierte mit Hilfe des Computerspiels «Underwater World» ein Labormuster des Pentium-II-Chips, das während der Demo den bis dahin unvorstellbaren Rekordtakt von 702 Megahertz erzielte. Ein schneller PC war damals nicht schneller als 200 MHz.

Viele Computer-Händler trauern heute diesen Megahertz-Rennen hinterher. Die Architektur der Chips für Personal Computer hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert, so dass die Taktzahl eines Chips allein kaum noch Aussagekraft mehr hat. In den Zeiten von komplexen Mehrkernprozessoren ist der Stand der Technik einer breiten Öffentlichkeit nicht mehr so leicht zu vermitteln wie vor zehn Jahren.

Ein Leistungssprung war auf der CeBIT 1998 auch für die schätzungsweise vier Millionen Internet-Anwender in Sicht, die sich aus der Sicht von heute mit quälend langsamen Modemleitungen ins Netz der Netze einwählten. Telekom-Vorstand Gerd Tenzer kündigte damals an, im ganzen Bundesgebiet Breitbandzugänge in ADSL-Technik (Asymmetrical Digital Subscriber Line) einzuführen. Ein kleiner Pilotversuch startete dann im April 1998 in Nordrhein-Westfalen. Es dauerte allerdings noch bis zum Juli 1999, bis die ersten schnellen Internet-Zugänge der Telekom auch in anderen Städten geschaltet werden konnten. Ende 1999 zählte die Telekom 2900 DSL-Kunden, heute betreuen die Telekom und ihre Partner rund 14 Millionen breitbandige Internetanschlüsse.

Zum Abschluss der CeBIT 1998 feierte die Deutsche Messe AG ihre Computermesse mit 670 000 Besuchern als «Meilenstein für die Informationsgesellschaft». Angst vor sinkenden Aussteller- oder Besucherzahlen mussten die Manager damals (noch) nicht haben. Schließlich hatten viele Besucher von der CeBIT in Hannover zwei Herkules-Aufgaben mit nach Hause gebracht: Die Umstellung auf den Euro und das «Jahr 2000-Problem» sollten der IT-Branche etliche Monate lang gute Umsätze bescheren.

Von Christoph Dernbach, dpa

dpa cd yyon a3 rg/so

Die Entwicklung der Superhelden von Nintendo

The Evolution of Nintendo’s Superheroes

Evolution%20of%20Nintendo%20Superheroes%20GI.jpgSo haben sich Mario, Link und Donkey Kong im Laufe der Jahre entwickelt. [Fubiz via Notcot]

Uups, ganz schön viele Knöpfchen hier …

Cockpit Airbus A380 | Foto: gillesvidal

Und es gibt noch viel mehr davon: Das Cockpit des Airbus A380 als 360-Grad-Panorama:
Airbus A380 – cockpit | p a n o r e p o r t a g e | g i l l e s v i d a l

Prof. Mullers iPhone-Trick: Erst vibrieren – dann läuten


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David Pogues Blog ist immer wieder für einen guten Tipp gut. Hier beschreibt er bzw. sein Leser Prof. Muller, wie man dem iPhone beibringen kann, erst zu vibrieren und dann erst zu läuten.

Professor Mullers Ingenious iPhone Feature Workaround – Pogue’s Posts – Technology – New York Times Blog

Microsoft hat gegen das iPhone noch eine Chance…

[Um-brella, Animation, Video & Audio Production]

Der iPhone-Hack im Video

Aktualisierte Infos:

Wie bekomme ich ein iPhone 3G ohne Sperre? | iPhoneWorld
“Jailbreak” und “Unlocking” für das iPhone und iPhone 3G | iPhoneWorld
Antworten auf die wichtigsten Fragen zum iPhone 3G in Deutschland | iPhoneWorld

Zunächst hatte der 18 Jahre alte Student George Hotz aus New Jersey einen Software-Hack für brandneue iPhones mit der Firmware 1.1.3 veröffentlicht. Nun tauchen nun im Netz verschiedene “One-Click”-Lösungen auf, die auf den Hack von “geohot” aufsetzen, beispielsweise ZiPhone. Mit ZiPhone ist es tatsächlich möglich, ein vor wenigen Wochen in den USA für umgerechnet 275 Euro in einem Apple-Store gekauftes iPhone in einem Rutsch zu aktivieren und für die Benutzung jeder denkbaren SIM freizuschalten.

Ich hatte zuvor sogar das Update in iTunes von Formware 1.1.2 auf 1.1.3 vorgenommen, um von den Verbesserungen in der Firmware zu profitieren. Bei dem Hack durch ZiPhone wird das iPhone auch ganz nebenbei mit einem “Jailbreak” versehen, so dass man freie Anwendungen für das iPhone aus der umtriebigen Installer-Szene auf dem Apple-Handy installieren kann. Das Ganze dauert knapp drei Minuten und sieht in Echtzeit so aus:

(Musik: “I’m Free From The Chain Gang Now” von Johnny Cash)

On the iPhone: Where we stand…
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Die Highlights vom MWC 2008 in Barcelona

Auf dem Mobile World Congress 2008 in Barcelona, dem Nachfolger der 3GSM, stand vor allem die neue Mobilfunk-Plattform von Google, Android, im Blickpunkt. Dieses Video zeigt die Oberfläche im Detail.

Im Gegensatz zu manchen Beobachtern (etwa Astrid Eishofer vom Kurier) finde ich, dass die Bedienung (zumindest im Vergleich zum iPhone) kompliziert aussieht. Was mich beeindruckt, ist die enorme Geschwindigkeit, die bereits auf diesem Prototypen von Texas Instruments (mit einem OMAP-3-Chip) erzielt wird. Ein Kollege, der mit dem Produktmanager von TI gesprochen hat, sagte mir, dass der Mann selbst mit einem iPhone telefoniert.

XPERIA X1 von Sony Ericsson

Microsoft hat den MWC 2008 geschickt genutzt, um mit einem hübsch designten Gerät von Sony Ericsson die Aufmerksamkeit auf Windows Mobile 6 zu lenken. Das Slider-Handy XPERIA X1 sieht edel aus und glänzt mit technischen Features: UMTS mit Beschleuniger HSDPA (Download) und HSUPA (Upload), WLAN, aGPS-Empfänger, Touchscreen mit 800 mal 480 Punkten Auflösung. Für meinen Geschmack ist das Windows Mobile, das unter der bunten Oberfläche von Sony Ericsson werkelt, immer noch viel zu kompliziert. Dennoch kann man das X1 durchaus als Highlight des MWC 2008 bewerten.

Update (12. November 2008): Review: Sony Ericsson Xperia X1 Possibly the Nicest WinMobile Phone – GigaOM

Update: Nach Screenshots von Terminal.hu läuft das XPERIA X1 unter Windows 6.1. Außerdem wissen wir nun, dass in dem Gerät eine Qualcomm 7200A CPU (528 MHz) steckt sowie 128MB RAM und ein dicker 1500-mAh-Akku.

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8000 neue Freunde jeden Tag – Bill Gates löscht seinen Facebook-Account

Bill GatesSoviel Freunde mag selbst Bill Gates nicht haben. 8000 Facebook-User haben jeden Tag den Microsoft-Mitbegründer zu ihrem Freund erklärt, berichtet die britische Boulevard-Zeitung Sun. Gates soll täglich 30 Minuten auf der Social-Networking-Site zugebracht haben (was ich mir nicht so recht vorstellen kann). Vielleicht hat er sich so auf den 246-Millionen-Deal vorbereitet, mit dem Microsoft im vergangenen Oktober 1,6 Prozent an Facebook übernommen hatte. Gates soll nicht nur durch die hohe Anzahl von “Freunden” irritiert gewesen sein, sondern sich auch an “verrückten Fansites” auf Facebook gestört haben.

[Bill Gates | Deletes Facebook account | Microsoft | The Sun |HomePage|News]

Sieht so der "Weiße Ritter" für Yahoo aus? (Nein, nicht Homer)

Rupert Murdoch und Homer SimpsonDer australische Medienunternehmer Rupert Murdoch, Hauptaktionär und leitender Vorstand der News Corporation, will Yahoo vor der Übernahme durch Microsoft retten und und in den Mega-Deal MySpace einbringen. Das berichtet zumindest das Wall Street Journal, das in diesen Dingen normalerweise selten daneben liegt.

Der Medienmogul hatte sich MySpace im Juli 2005 für heute fast läppisch klingende 580 Millionen US-Dollar gekauft und ein Jahr später mit einem gewaltigen Werbedeal mit Google schon wieder refinanziert.

Ich weiß nicht, welcher Kulturschock für die Yahoo’ler größer sein wird: künftig unter der Fuchtel von Microsoft-Antreiber Steve Ballmer zu arbeiten oder sich wie Murdochs TV-Kanal Fox News (zumindest ein wenig) in den Dienst der ultra-konservativen Sache von Rupert Murdoch stellen zu müssen. Okay, immerhin gibt es bei Fox auch “Die Simpsons”, die “mitunter bösartige, hoch zynische Abrechnung mit dem ‚American Way of Life‘” (Tim Schleider). Und bei MySpace kontrolliert der News-Corp-Chef bislang auch nicht jede Seite.

News Corp. Enters Yahoo Fray – WSJ.com – (Abo erforderlich)

News Corp. Enters Yahoo Fray

News Corp. and Yahoo Inc. are in discussions about combining MySpace and other News Corp.-owned online properties with Yahoo, according to people familiar with the matter. The discussions are aimed at helping Yahoo fend off Microsoft Corp’s unsolicited takeover offer, which was initially valued at $44.6 billion. Under the deal being discussed, News Corp. would get a stake in Yahoo which could be more than 20% (…)

Bei Yahoo haben unterdessen die angekündigten Entlassungen begonnen.

Layoffs Across Yahoo Finally – Bits – Technology – New York Times Blog

Beim feinfühligen Handelsblatt-Blogger Thomas Knüwer kann man “Live aus Yahoos Feuer-Sturm” die Twitter-Kommentare von Ryan Kuder, Yahooler im Bereich integriertes Marketing, nachlesen.

Ganz so desolat, wie Überschrift vom “Feuer-Sturm” vermuten lässt, ist die Situation für die gefeuerten Yahooler nicht. Das sieht auch Knüwer so: “So richtig Sorgen über ihre Zukunft müssen sich die Entlassenen wohl nicht machen. Als ich in der vergangenen Woche im Silicon Valley war, sagten mir mehrere Szenekundige, dass andere Unternehmen sich schon auf die Entlassenen freuen.”