
Mrz 29, 2008
Wünsch Dir was – Ein Tablet von Apple
Leigh McMullen weiss ganz genau, dass Apple nicht so funktioniert wie die ehemalige TV-Show “Wünsch Dir was”. Das hält den Autoren des Wired-Blogs “Cult of Mac” aber nicht davon ab, sich von Steve Jobs seine Traummaschine – genauer gesagt sein Traum-Accessory zu wünschen: ein Tablet. Bis zu 800 Dollar würde er für ein solches Teil ausgeben. Dafür müsste es auch nicht so viel Power wie ein MacBook Air haben. Klingt doch gut?
[Cult of Mac » Blog Archive » Oh Tablet Where Art Thou… ]Mrz 27, 2008
Wikipedia im Vergleich zu traditionellen Enzyklopädien
Die New York Times macht den Unterschied im Textvolumen der Wikipedia im Vergleich zu traditionellen Enzyklopädien wie der Encyclopaedia Britannica oder dem Oxford English Dictionary in einer eindrucksvollen Grafik deutlich:

via: [ WIKIPEDIA VERSUS THE TRADITIONAL ENCYCLOPEDIAS at WHAT’S NEXT: INNOVATIONS IN NEWSPAPERS] [Start Writing the Eulogies for Print Encyclopedias - New York Times]
Mrz 26, 2008
Geld für Wikipedia von "Hitler's Carmaker" Alfred P. Sloan
Die Wikimedia Stiftung wird in den kommenden drei Jahren insgesamt drei Millionen Dollar von der Alfred P. Sloan Foundation erhalten. Mit dem Geld soll der Betrieb der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte finanziert werden. Sue Gardner, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation feierte die Unterstützung als “_fabulous_ news“. “Diese Spende ist finanziell bedeutend für uns – und sie zeigt, dass die Sloan Foundation unsere Arbeit für wichtig und unsere Organisation für vertrauenswürdig hält”, schrieb Gardner.
Der Geldsegen kommt nach einem Bericht von heise.de zur rechten Zeit:
Die Wikimedia Foundation hat gerade ihre neuen Büros in San Francisco bezogen und die Anzahl der Angestellten von 10 auf 15 erhöht. Für das aktuelle Geschäftsjahr veranschlagt die Stiftung ein Budget von 4,6 Millionen Dollar – bei der letzten Spendenkampagne zum Jahreswechsel kam jedoch weniger als die Hälfte des benötigten Geldes zusammen. Seitdem bemühen sich Sue Gardner und ihr Vize Erik Möller um Großspender und erhielten mindestens eine Million Dollar von anonymen Großspendern.
In dem Heise-Text und den meisten anderen Berichten über die Großspende für Wikimedia findet man kaum Angaben zu dem großzügigen Spender, der Alfred P. Sloan Foundation. Die Stiftung wurde 1934 von Alfred Pritchard Sloan Jr. gegründet, der damals Präsident des weltgrößten Autokonzerns, General Motors, war. Der Elektroingenieur (Jahrgang 1875), der als 20-jähriger am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston graduiert hatte, war 1918 durch eine Firmenübernahme zu General Motors gekommen und erlangte 1923 die Position des Präsidenten. 1937 wurde er schließlich Vorstandsvorsitzender (“Chairman of the Board of General Motors”). Sloan machte sich einen Namen als entschiedener Gegner des Öffentlichen Transportsystems und Gewerkschaftsgegner. David Farber, der eine große Sloan-Biografie geschrieben hat, sagte über den Automagnaten:
His steady opposition to making safer automobiles, his dismissal of workers’ rights, his inability to see Adolf Hitler and his henchmen as evil and dangerous men (he once casually equated Franklin Roosevelt with Hitler), and his general disregard for issues of social justice and the common good make him a not very lovable figure.
Der deutschsprachige Wikipedia-Artikel über Alfred P. Sloan fällt sehr übersichtlich aus:
Alfred Pritchard Sloan junior (* 23. Mai 1875 in New Haven, Connecticut; † 27. Februar 1966) war von 1923 – 1937 der Präsident von General Motors.
Er schuf die typische Autohierarchie von General Motors (GM), in der man markentechnisch “unten” einsteigen konnte und sich schließlich im Lauf der Jahre an die Spitze, in diesem Fall Cadillac, “hocharbeiten” konnte – als Kunde. Anders ausgedrückt: er schuf ein perfektes Plattform-System mit differenzierten Automarken, in dem jeder Kunde ein maßgeschneidertes Angebot finden konnte. Heutzutage machen es praktisch alle Autohersteller in ähnlicher Weise; z. B. Volkswagen
Dann folgt noch ein kurzer Verweis auf “Sloans Weiterentwicklung des Taylor-Ansatzes”, einem bestimmten arbeitswissenschaftlichen Ansatz.
In der englischsprachigen Wikipedia finden sich immerhin einige kritische Bemerkungen. Sloan habe im Gegensatz zu Toyota seine Arbeiter stets nur als Kostenfaktor gesehen, nicht als “Hauptquelle für Kosteneinsparungen und Produktionsverbesserungen”. Außerdem habe die von Sloan entwickelte Bilanzmethode eine “lean production” wie bei den japanischen Atomobilbauern verhindert. In den Quellen steht außerdem noch ein Link auf einen Aufsatz von Edwin Black, “Hitler’s Carmaker: The Inside Story of How General Motors Helped Mobilize the Third Reich”. In dem Text wird herausgearbeitet, dass General Motors (wie auch der Ford-Konzern) direkt und über die die deutsche Tochter Opel zur Aufrüstung der Deutschen Wehrmacht unter Hitler beigetragen hat.
Sloan soll später Papiere über seine Verwicklung mit dem Dritten Reich vernichtet haben. Er starb 1966. Seine Stiftung verfügte Ende 2006 über ein Vermögen von 1,8 Milliarden US-Dollar. Die Arbeit der Stiftung deckt drei Bereiche ab:
Mrz 26, 2008
Die Fehlprognose von Wired
Wired hat sich grundlegend geirrt – und gibt die falsche Einschätzung heute, mehr als zehn Jahre später, unumwunden zu: “We Were Wrong”. 1997 stand Apple stand am Abgrund – da gab Wired, das nerdige amerikanische Technologieheft, der maroden Firma ein paar Tipps mit auf den Weg. Schließlich wussten die Redakteure ganz genau, was eine erfolgreiche Firma im Silicon Valley ausmacht. Gönnerhaft schrieben sie auf, wie Apple in Zukunft Geschäfte machen sollte. Der zwischenzeitlich geschasste Apple-Gründer Steve Jobs war gerade zurück auf dem Chefsessel. Er tat das genaue Gegenteil von dem, was Wired ihm geraten hatte. Äußerst erfolgreich. Wired lag vollkommen daneben – und kann das Jahre später, anlässlich einer großen Geschichte über den Erfolg von Apple, auch augenzwinkernd zugeben
Mrz 22, 2008
Die besten YouTube-Videos
Bei den YouTube-Awards 2007 sind die besten zwölf Videos auf der Google-Video-Plattform ausgezeichnet worden.
Mein persönlicher Favorit ist der aberwitzige Kampf einer Büffelherde im Krüger National Park in Südafrika um ein Kalb, das zugleich von Löwen und Krokodilen angegriffen wird.
Kategorie Eyewitness:
YouTube – Battle at Kruger
Exquisite footage of nature in action, “Battle at Kruger” documents a raw scene from a safari in Kruger National Park, South Africa. Lions attack a calf in a temporary tug-of-war with a crocodile over the meat. Then, the herd of buffalo returns to fight for their young one. National Geographic Channel was so impressed with this footage, they sent the filmmakers back to Africa for a behind-the-scenes special about the making of the clip. This special airs in May.
Die anderen Preisträger sind:
More
Mrz 21, 2008
BitTorrent für das Wohnzimmer – Myka TV
Myka – diesen Namen wird man sich vielleicht merken müssen. Das Unternehmen aus Boston will mit einer Linux-Settop-Box gegen Apple TV und iTunes antreten und setzt dabei auf BitTorrent, die derzeit populärste Peer-to-Peer-Technologie. Die Box verbindet sich via LAN oder WLAN mit dem Internet, so dass kein PC für den Zugriff auf das Netz eingeschaltet sein muss. Die Kunden können zwischen drei unterschiedlichen Festplatten-Größen auswählen (80GB, 160GB oder 500GB). Weiterhin können externe Speicher via USB angeschlossen werden. Das Videosignal wird als HDMI, Composite, S-Video oder SPDIF ausgegeben.
Myka TV unterstützt alle gängigen Video-Codecs. Das dürfte einer der Hauptvorteile gegenüber Apple TV sein. Myka TV kostet je nach Plattengröße 299, 349 oder 459 US-Dollar. Beim derzeitigen Dollarkurs ein Schnäppchen. Myka kann zur Zeit aber noch nicht liefern. Vorbestellungen werden entgegengenommen und sollen zum Sommer hin erfüllt werden.
Mrz 21, 2008
"Dream" – HTC träumt mit Googles Android
Der erste Handy-Hersteller, der ein Mobiltelefon mit dem Google-System Android auf den Markt bringt, wird wohl die taiwanesische High Tech Computer Corporation (HTC) sein. Dan Nystedt vom IDG News Service berichtet, das erste Android-Handy werde “Dream” heißen. Mit einer Gehäusegröße von 5×3 Zoll und einer Tastatur positioniert HTC seinen “Dream” wohl mehr als Blackberry-Konkurrent denn als iPhone-Killer.
In diesem Zusammenhang sei auf einen interessanten BBC-Beitrag verwiesen, in dem ein Android-Prototyp zu sehen ist.
Mrz 21, 2008
Verlag experimentiert mit "Freeconomics" – "Cult of Mac" und "Cult of iPod" kostenlos im Netz
Der Verlag No Starch Press hat die beiden Bücher von Leander Kahney – “Cult of Mac” und “Cult of iPod” via Bittorrent ins Netz gestellt.
Autor Kahney und Verleger Bill Pollock versprechen sich davon – zumindest auf lange Sicht – einen höheren Absatz der beiden “Coffeetable Books”, die als PDF für den echten Apple-Fan weniger hermachen als die gedruckte Hardcover-Ausgabe. Außerdem erhofft sich Leander Kahney sicherlich auch einen Werbeeffekt für sein neues Buch “Inside Steve’s Brain“, das Mitte April auf den Markt kommt.
Kahney und Pollock berufen sich dabei auch auf die Erfahrungen des brasilianischen Bestseller-Autoren Paulo Coelho, der seine eigenen Bücher auch digital über File-Sharing-Netze vertreibt und dabei einen langsamen, aber dann insgesamt doch dramatischen Anstieg der Verkaufszahlen für seine gedruckten Bücher erlebt hat. Auf dem DLD von Hubert Burda hat Coelho von diesem Effekt berichtet:
Link: sevenload.com
Mrz 20, 2008
All You Can Eat? – Was Apple von Napster lernen kann
Die Musikindustrie drängt Apple, sich nicht länger einem Abo-Modell zu verschließen, berichtete am Mittwoch die Financial Times – und scheint damit ganz gut gelegen zu haben. Inzwischen haben auch andere Medien ihre Quellen dafür, dass Steve Jobs vor allem mit Universal über ein “All You Can Eat”-Modell verhandelt.

Aus Sicht der Labels sieht die Rechnung ziemlich einfach aus. Pro verkauftem iPod werden derzeit im Durchschnitt Musik im Wert von knapp 20 Euro im iTunes-Store gekauft. Mit einer Pauschale von 100 Dollar, wie sie wohl Nokia für bestimmte Handy-Modelle mit der Musikindustrie vereinbart hat (“Comes with Music“) könnte man diesen Umsatz signifikant nach oben treiben (auch wenn bei dieser Rechnung nicht berücksichtigt wird, wie viele CDs sich iPod-Besitzer kaufen und ganz legal rippen und auf den Player übertragen).
Steve Jobs hat bei verschiedenen Anlässen deutlich gemacht, dass er von Mietmusik nicht viel hält.
Never say never, but customers don’t seem to be interested in it.
The subscription model has failed so far.
People want to own their music.
Ich selbst nutze seit einigen Monaten die Musik-Flatrate von Napster. Nicht, dass ich damit einen mobilen Player damit bestücken möchte. Die Erfahrungen, die ich vor geraumer Zeit damit gemacht habe, waren doch zu ernüchternd, als dass ich dafür fünf Euro im Monat zusätzlich ausgeben möchte.
Die Napster-Channels im Web (Klicke auf den Screenshot, um die hohe Auflösung zu sehen)
Der Grund, warum ich Napster eine zweite Chance eingeräumt habe, ist das geniale digitale Audio-Verteilsystem von Sonos, mit dem ich drei Räume in meiner Wohnung vernetzt habe. Neben den MP3-Dateien auf meinem Computer kann ich damit Internet-Radiostationen aus aller Welt anhören und nun auch im kompletten Audio-Katalog von Napster stöbern.

Sonos hat inzwischen auch von Microsoft die DRM-Technologie lizensiert, um geschützte WMA-Dateien abspielen zu können. Nur Apple und Sonos sind leider bislang nicht zusammen gekommen, so dass DRM-gesicherte Songs aus dem iTunes Store leider nicht über Sonos abgespielt werden können.




Klicke auf die Screenshots, um die höhere Auflösung zu sehen
Die Suche nach dem Repertoire einzelner Musiker funktioniert in der Kombi Sonos/Napster ganz ordentlich. Und auch der Umfang des Katalogs überzeugt. Allerdings habe ich stets den Eindruck, dass der Service insgesamt recht lieblos zusammengestellt wurde. Sollte Apple selbst einen Musik-Mietstore aufbauen, kann ich beispielsweise nur hoffen, dass die redaktionelle Betreuung des Angebotes besser ausfällt als bei Napster. Die Radio-Kanäle von Napster wurden wie bei Hempels unter’m Sofa zusammengestellt. Der Klassik-Bereich besteht gerade mal aus drei Channels (Deutsche Grammophon, Nigel Kennedy, Anne-Sophie Mutter). Obwohl inzwischen Ostern vor der Tür steht, werden immer noch die Kanäle mit Weihnachtsmusik und Songs für Halloween promotet.
Bei einem “All You Can Eat”-Büffett kommt es auch darauf an, dass alles schön angerichtet ist. Dass Highlights und Neuheiten angemessen präsentiert werden. Und Leute, mit einem besonderen Geschmack sollten auch fündig werden.




