In der aktuellen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung schreiben Christopher Schrader und Helmut Martin-Jung über die neue Generation der ultraleichten Notebooks und kommen dabei zu erstaunlichen Erkenntnissen über das MacBook Air von Apple.
Statt einer Festplatte bietet der Hersteller einen aus Mikrochips bestehenden Flashspeicher an. Dieser immerhin 64 Gigabyte große, völlig ohne bewegliche Teile gebaute Datenspeicher lässt das Gerät deutlich schneller und vollkommen geräuschlos starten. Allerdings kostet der ansehnliche Rechner fast 2900 Euro.
Mit der Schilderung der Vorteile des Flashspeichers liegen die Münchner Kollegen vollkommen richtig. Allerdings gibt es das MacBook Air natürlich auch mit einer herkömmlichen Festplatte (80 Gigabyte), so dass man auch ab 1700 Euro an ein MacBook Air kommen kann. Diese nicht ganz unwichtige Information unterschlagen Schrader und Martin-Jung ihren Lesern.
Noch kruder wird der Text in der Passage, in der es um die bekannten Limitierungen des MacBook Air geht.
An Anschlüssen bietet das MacBook nur eine einzige USB-Buchse sowie eine Verbindung zu einem externen Bildschirm oder Beamer und eine Kopfhörer-Buchse. Der Audio-Eingang fehlt: Ein Headset zum Telefonieren über das Internet kann man also nicht anschließen.
Wahrscheinlich liegen in der Krabbelkiste in der SZ-Redaktion nur die Headset-Modelle aus dem vorherigen Jahrhundert, die mit den roten und grünen Klinkensteckern. Dass es seit geraumer Zeit Headsets zum Chatten mit einem USB-Anschluss gibt, scheint sich jedenfalls bei Schrader und Martin-Jung nicht herumgesprochen zu haben. Solche USB-Headsets gibt es überall ab zehn Euro. Ganz abgesehen davon, dass man mit dem MacBook Air für die Internet-Telefonie überhaut kein Headset benötigt, da in dem Laptop ein ordentliches Mikrofon eingebaut ist (und eine Videokamera für den Videochat).



