Handy-Nerverei im Flieger – Air France kann man nun auch abhaken

Mobilfunk-Telefonate an Bord von Air France
Wer will das eigentlich? Handy-Telefonate waren bislang aus technischen Gründen im Flieger untersagt. Das Mobilfunk-Verbot ersparte uns aber auch die Situationen, die man regelmäßig in einem ICE der Bahn erlebt, wenn rücksichtslose Zeitgenossen in unglaublicher Lautstärke in ihr Handy brüllen und die Mitreisenden mit Details aus ihrem geschäftlichen und privaten Leben nerven.

Nach dem Bericht der New York Times funktioniert das Mobiltelefonieren bei Air France über den Wolken auch nicht besonders. Der Sound ist blechern, nur sechs Leute können gleichzeitig quatschen. Und – gaaaanz schlimm – die Blackberry-E-Mail kommt nicht durch. Dem “Flynet” der Lufthansa, das wegen der Pleite von Connexion by Boeing abgeschaltet werden musste, trauere ich schon nach und hoffe, das bald eine Nachfolgelösung gefunden wird. Daten machen schließlich keinen Lärm. Die Handy-Quasselei an Bord sollten uns die Fluggesellschaften dagegen ersparen.

Europe Begins Testing In-Flight Use of Cellphones – New York Times

Readius eInk Mobile Device – Lese ich so in Zukunft die Süddeutsche?


Schneller als der Sony E-Reader, funkt im Gegensatz zum Amazon Kindle auf herkömmlichen Mobilfunkwellen und kommt “Mitte 2008″ aus den Markt: der “Readius” von Polymer Vision:

“Readius” von Polymer Vision

“Readius” von Polymer Vision

[YouTube - Hands-on with the Readius eInk Mobile Device] [2008 U.K. launch for Amazon Kindle or K II? Mid-’08 for Readius rollable E Ink reader? Q3 for Sony Reader? | TeleRead: Bring the E-Books Home]

"Powerbook to Desktop" – Cooler als der Mac-Clone von Psystar

Mac Mod Powerbook to Desktop

Mac-Clone-Anbieter Psystar scheint nicht gerade das solideste Unternehmen zu sein. Nachdem der Rummel um den Open Mac Computer losgebrochen war, änderte Psystar seine offizielle Adresse innerhalb weniger Stunden nicht weniger als dreimal. Das Versteckspiel von Psystar ändert aber nichts an der Tatsache, dass es eine erhebliche Nachfrage für einen Standalone-Mac für deutlich unter 1000 Dollar gibt.

Da man den windigen Psystar-Leuten besser nicht trauen (und vorab Geld schicken) sollte, muss man für einen Mac-Desktop, der größer als der Mac mini und kleiner als der Mac Pro ist, vielleicht doch besser selbst zu Feile und Lötkolben greifen. Die Jungs von MacMod.com haben es vorgemacht:

[MacMod.com - Your Mac Modification HQ - Powerbook to Desktop]

"Mission Accomplished" – Torsten Ahlers verlässt AOL

Torsten Ahlers im November 2006 in der AOL-Zentrale in Dulles (USA)In Hamburg haben das die Spatzen seit Tagen von den Dächern gepfiffen – und nun ist es offiziell: AOL-Deutschland-Chef Torsten Ahlers verlässt das Unternehmen und wird eine neue Aufgabe außerhalb der AOL-Gruppe suchen. “Profitabilität war eines von Ahlers wichtigsten Zielen und jetzt, nach deren Erreichung wird sich Ahlers, im gegenseitigen Einverständnis, einer anderen Aufgabe außerhalb von AOL Europa widmen”, heißt es in der Pressemitteilung von AOL.

Die schlaueste Analyse zum Abtritt von Torsten Ahlers lese sich beim FAZ-Netzökonom Holger Schmidt:

AOL hatte sich nach dem Verkauf des Zugangsgeschäfts in Europa zunächst darauf konzentriert, ein Portal zu werden. Aber schon kurze Zeit verordete die Konzernspitze in Amerika den nächsten Strategiewechsel: AOL sollte ein Werbenetzwerk werden – verbunden mit erhöhten Renditezielen. Dafür wurden viele neue Portale in Europa gegründet und die Vermarktung fremder Seiten übernommen – auch um den Bedeutungsverlust der eigenen AOL-Seiten in Deutschland, Frankreich und Großbritannien nach den Verkäufen der Zugangsgeschäfte zu kompensieren. Allerdings wird in der Branche bezweifelt, dass es AOL noch einmal gelingen wird, Portale in relevanter Größenordnung aufzubauen.

Torsten Ahlers hat diesen von New York verordneten Doppelschwenk in Deutschland erfolgreich ausgeführt, die Kosten dramatisch gesenkt und AOL als Werbevermarkter gut positioniert. Das zeigen auch die aktuellen AGOF-Zahlen. Auf der Strecke geblieben ist aber ein erheblicher Teil der AOL-Mannschaft. Am Millerntor in der ehemaligen AOL-Zentrale saß einst eine der größten Online-Redaktionen des Landes. Davon kaum etwas übrig geblieben. Nun spiegelt aol.de nur noch die Online-News des Springerblatts “Die Welt” (Springer-Chef Matthias Döpfner ist gleichzeitig auch Mitglied im Aufsichtsrat der AOL Muttergesellschaft Time Warner).

Mit dem Wechsel von AOL auf Alice zerbröselte auch von die heile Online-Welt von AOL, die zwar von vielen Internet-Profis mitleidig belächelt wurde, aber Leuten wie meinem Vater eine halbwegs gut zu bedienende, übersichtliche Untermenge des Internets bot.

[Netzökonom : Ahlers verlässt AOL]

Na, nicht zufrieden mit dem schönen Gateway-Laptop? – Die "Gallery of Gadget Revenge"

Zerschossener Gateway-Laptop

In den USA kann man ganz legal mit einer 9-Millimeter-Schusswaffe seine “Zufriedenheit” mit einem modernen High-Tech-Produkt wie diesem Gateway-Laptop demonstrieren. Die wildesten Fotos der “Gallery of Gadget Revenge” steht bei “Wired”:

[Rage Against the Machines: Gallery of Gadget Revenge ]