Steve Ballmers Dank an Bill Gates
Bill Gates Dank an die Microsoft-Beschäftigten und Steve Ballmer
Jun 28, 2008
Christoph Abschied Bill Gates, Bill Gates, Microsoft, Steve Ballmer, Transition Day Microsoft 0 Comment
Jun 28, 2008
Christoph Affengriff, Bill Gates, Control-Alt-Delete, David Bradley Microsoft, Tech History 0 Comment
Auf einer Festveranstaltung im Jahr 2001 zum 20. Geburtstag des PCs erläutert der IBM-Ingenieur David Bradley, wie er die Tastenkombination Control-Alt-Delete erfunden hat, um einen Softreset des Computers auszulösen. Berühmt gemacht hat den Affengriff aber Bill Gates, der Control-Alt-Delete benutzte, um das Login bei Windows NT aufzurufen. Das Video zeigt, dass Bill Gates nicht sehr stolz ist, an diese Tatsache erinnert zu werden.
Quellen:
Jun 27, 2008
Christoph Bill Gates, Microsoft, NBC, Tom Brokaw Microsoft 0 Comment
Tom Brokaw (NBC News) interviewt Bill Gates zum Abschied von Microsoft
Interessant im Vergleich dazu ein Beitrag von Tom Brokaw aus dem Jahr 1992 über Bill Gates und Microsoft:
Jun 26, 2008
Christoph Anoop Gupta, Bill Gates, Brian Valentine, Chris Jones, Jim Allchin, Joe Peterson, Microsoft, MovieMaker, Software, Usebility, Will Poole Entertainment Tech, Microsoft, Personal Tech 0 Comment
Vielleicht ginge es den Microsoft-Kunden etwas besser, wenn Bill Gates öfter mal so der Kragen geplatzt wäre …
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From: Bill Gates
Sent: Wednesday, January 15, 2003 10:05 AM
To: Jim Allchin
Cc: Chris Jones (WINDOWS); Bharat Shah (NT); Joe Peterson; Will Poole; Brian Valentine; Anoop Gupta (RESEARCH)
Subject: Windows Usability Systematic degradation flame
I am quite disappointed at how Windows Usability has been going backwards and the program management groups don’t drive usability issues.
Let me give you my experience from yesterday.
I decided to download (Moviemaker) and buy the Digital Plus pack … so I went to Microsoft.com. They have a download place so I went there.
The first 5 times I used the site it timed out while trying to bring up the download page. Then after an 8 second delay I got it to come up.
This site is so slow it is unusable.
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Jun 24, 2008
Christoph Bill Gates, Interviews, Microsoft Microsoft, Personal Tech 0 Comment
In drei Tagen, am kommenden Freitag, hat Bill Gates seinen letzten Arbeitstag bei Microsoft. Aus diesem Anlass verweise ich gerne auf das Video, das Gates im Januar auf der CES in Las Vegas vorgeführt hatte. Der Film zeigt, dass Gates durchaus Humor haben kann:
Ich habe Gates persönlich zum ersten Mal anlässlich der Präsentation von Windows 95 im August 1995 und dann gut drei Monate später am 7. Dezember 1995 bei der berühmten Ankündigung der Internet-Strategie von Microsoft getroffen. Damals konnte man als Journalist noch direkt am großen runden Tisch mit Gates sitzen, ohne dass er von Bodyguards oder PR-Leuten abgeschirmt wurde.
Neben verschiedenen Gruppen-Interviews auf der Computermesse Comdex bzw. der CES in Las Vegas habe ich vor allem noch ein Interview im OKtober 2004 mit Gates in Los Angeles in Erinnerung, als Microsoft sein überarbeitetes Media Center vorgestellt hatte. Damals hatten Microsoft-Partner wie LG auch TV-Geräte mit einem eingebauten Media Center 2005 auf den Markt gebracht. Als ich dann wagte zu fragen, wann denn große Unterhaltungselektronikmarken wie Sony und Philips folgen werden, hat er mir erst einmal eine lange Standpauke gehalten, dass Microsoft und Sony doch hervorragend zusammenarbeiten und beispielsweise der Sony Vaio mit Windows laufe (was ich nicht bestritten hatte).
Wenn ich heute das im Herbst 2004 in der MACup veröffentlichte Interview nachlese, muss ich schmunzeln, denn auf meine Fragen zur “PlaysForSure”-Allianz und zum Erfolgsmodell iPod/iTunes habe ich damals bemerkenswerte Antworten bekommen, die heute so niemand mehr bei Microsoft formulieren würde. Die von Gates damals gepriesene Allianz “PlaysForSure” gibt es heute nicht mehr. Und Microsoft hat inzwischen mit seinem (bislang noch erfolglosen) MP3-Player Zune das damals von Gates kritisierte Modell iPod/iTunes kopiert.
(Interview Oktober 2004)
Mr. Gates, frustriert es Sie, dass Apple mit seinen Aktivitäten im Bereich “Digitale Unterhaltung” in diesen Tagen so viel Aufmerksamkeit erhält?
GATES: Nein, das ist schon okay. Für Apple ist es klasse, so sehr im Rampenlicht zu stehen. Ich war 1984 dabei, als der Macintosh vorgestellt wurde, der das Vorbild für die grafische Benutzeroberfläche schuf. Wir bei Microsoft glauben an den PC. Und zusammen mit Apple glauben wir daran, dass der PC eine starke Rolle im privaten Lebensbereich spielen wird. Inzwischen unternehmen wir mehr als Apple in diesem Bereich – und das sage nicht nur ich. Aber je mehr mehr Aufmerksamkeit den digitalen Medien geschenkt wird desto besser.
Aber Apple hat bei der digitalen Unterhaltung wieder die Rolle des Vorreiters eingenommen?
GATES: Nun, die Leute bei Apple waren nicht die ersten, die einen Musikplayer gebaut haben. Und sie haben auch nicht den ersten Musikladen online gebracht. Apple hat aber die vorhandenen Stücke richtig zusammen gesetzt, als es um die Lizenzierung (der Musik) und das User-Interface ging. Und sie waren in der Lage, daraus ein echtes Phänomen zu schaffen. Dafür verdient Apple Anerkennung – so wie sie Anerkennung für den Apple II oder den Macintosh verdienen.
Ist Apple mit dem iPod und iTunes uneinholbar davongezogen?
GATES: Nein, der Markt befindet sich noch in den Kinderschuhen. Wenn man sich die Zahlen anschaut, sieht man, dass viele Menschen überhaupt noch keinen digitalen Musikplayer besitzen. Ich frage Sie: “Als Henry Ford (im Jahre 1908) sein T-Modell auf den Markt brachte, war dies das Ende der Automobilindustrie?” Nein, es war erst der Anfang einer unglaublichen Entwicklung.
Was will Microsoft denn besser machen als Apple?
GATES: Nun, es ist wichtig zu verstehen, dass Musik ein Teil der Vision der “Digitalen Unterhaltung überall” (Digital Entertainment Anywhere) ist und zwar ein wichtiger Teil. Aber wenn wir an Musik denken, dann denken wir nicht nur an einen einzigen Musikladen oder ein einziges Abspielgerät. Wir glauben, dass Auswahlmöglichkeiten wichtig sind. Wir glauben, dass man ein Musikgerät auch vom Sofa aus bedienen können muss. Wir glauben, dass Abonnements von Musikinhalten – und nicht nur Downloads – der richtige Weg sein können.
Apple hat einen guten Job gemacht, wenn man sich auf einen Shop und ein Gerät beschränkt. Aber so machen sie das eben: Der Marktanteil, bei dem Apple im PC-Markt gelandet ist, basiert auf der Philosophie, dass man ihre Hardware kaufen muss, um ihre Software zu erhalten. Und manche Verbraucher bevorzugen dieses Modell.
Und wie sieht Microsofts Modell aus, Mr. Gates?
GATES: Wir wollen den Verbrauchern eine Auswahl bieten. Das Geschäftsmodell der Vielfalt hat in jedem Fall, den ich kenne, dazu geführt, dass letztlich ein höheren Marktanteil erobert werden konnte. Man muss aber auch klar sagen, dass wir noch mitten in der Pionierphase stecken und noch ein langer Weg vor uns liegt.
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Jun 23, 2008
Christoph Apple, Apple Premium Reseller, Gravis, iPhone, T-Mobile, Vertrieb Apple, Mobile 1 Comment
Neben der Telekom-Tochter T-Mobile wird auch der Computerhändler Gravis die zweite Generation des Apple-Handys iPhone verkaufen. Das hat die WirtschaftsWoche “aus Unternehmenskreisen der Telekom” erfahren. Ohne Aktivierung eines T-Mobile-Vertrages dürfte aber kein iPhone 3G einen Gravis Store verlassen. Im Kommentarbereich der Wiwo schreibt ein User, jeder APR (Apple Premium Reseller) könne das 3G iPhone vom 11.7. an verkaufen, also nicht nur Gravis.
Telekommunikation: Apple: Neues iPhone auch bei Gravis – WirtschaftsWoche
Jun 17, 2008
Christoph Bill Gates, Microsoft, Next Gen PC, PC, Wettbewerb, Zukunft Future Tech, Microsoft, Personal Tech 0 Comment
Beim Microsoft-Wettbewerb “Next PC Design” dürfen die Kreativen sich austoben. Es kommt weniger darauf an, ob der Zukunftsentwurf auch in absehbarer Zeit umsetzbar ist, sondern auf die Idee an sich. Gestern hat der Softwareriese die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs bekanntgegeben, die mit der beige-farbenen PC-Box nichts mehr gemein haben:
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Designer: Avery Holleman, California State University in Long Beach. Der Napkin PC ist ein Multi-User-Computer mit einem Multi-Interface und modular aufgebaut. Er wurde “creative Professionals” entworfen, die damit zusammenarbeiten und ihre Ideen umsetzen können. Was die Juroren gesagt haben: “Ermöglicht dem Computer, Kreativität und Kooperation zu generieren” — Eun Sook Kwon, University of Houston “Der Anwender kann einen Moment, eine Idee einfangen, vergleichbar mit einem Kamera-Handy. Der Napkin PC erlaubt uns dann außerdem zu entscheiden, was wir damit anfangen wollen.” — Jeff Salazar, Lunar |
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Designer: Taeho Wang und Minjoong Kim, Illinois Institute of Technology. WITHUS wurde entworfen, um die soziale Entwicklung von Vorschul-Kindern zu fördern. Den Kindern soll eine Computer-Umgebung geboten werden, in der sie mit anderen interagieren und Kollaboration und Kooperation sowie andere soziale Werte lernen können. Was die Juroren gesagt haben: “Verwischt die Grenzen zwischen Schule, der Peer-Gruppe und dem individuellen Lernen…enormes Potenzial für Bildung” — Eun Sook Kwon, University of Houston. “Leaves the computer hardware behind and focuses on the interaction.” — George Daniels, Hewlett-Packard |
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Designer: Zhongren Zhang, University of Illinois at Urbana-Champaign, und Chun Yang, Nanjing University of Science and Technology in China. The Backpacker’s Digitale Reisetagebuch für begeiterte Reisende, das ein traditionelles Buch nachahmt. Auf den verschiedenen Seite kann man Medien aufnehmen (Video, Audio). Das Buch wird mit Solarenergie betrieben. Was die Juroren gesagt haben: “Großartig für jeden Reise-Begeisterten.” — Michelle Berryman, Echo “Starke Aussage für eine nachhaltige Umwelt.” – Eun Sook Kwon, University of Houston |
Jun 14, 2008
Christoph Computer literacy, John McCain, Michael Glos, Wahlen, Wahlkampf Merkwürdig, Personal Tech 0 Comment
… und Michael Glos nie Bundeskanzler werden wird.
McCain Admits He Doesnt Know How To Use A Computer VIDEO – Politics on The Huffington Post
Jun 13, 2008
Christoph Apple, BlackBerry, BlackBerry Bold, HTC, HTC Touch Diamond, iPhone, LG, Nokia, RIM, Samsung, Samsung Omnia, Samsung Qbowl, Smartphone Apple, Mobile 2 Comments
Gerade mal ein Jahr ist es her, dass Apple mit großem Tamtam den Verkaufsstart des iPhone inszenierte. Doch seitdem ist in der Branche nichts mehr so wie zuvor. Obwohl sich der Absatzerfolg von Apple mit insgesamt sechs Millionen Geräten angesichts der Milliarden-Stückzahlen für Mobiltelefone weltweit in Grenzen hält, hat das iPhone bei quasi jedem Handy-Hersteller tiefe Spuren hinterlassen.
Bevor das iPhone kam, standen bei Mobiltelefonen vor allem technische Leistungsdaten im Blickpunkt: die Empfangsqualität etwa oder die Akku-Kapazität und das Tempo bei der Datenübertragung. Mit dem iPhone tauchten zwei neue Fragen auf, die vorher kaum ein Handy-Hersteller auf dem Zettel hatte: Wie einfach ist das Gerät zu bedienen? Und welche der unzähligen Funktionen werden auch tatsächlich von den Kunden genutzt?
Selbst Kritiker bescheinigten dem iPhone, bei der Benutzerführung vorbildlich zu sein. Außerdem überzeugt die Performance. Eine starke CPU sorgt dafür, dass das iPhone ohne Zeitverzögerung anspricht und man nicht ewig warten muss, iPhone nicht 20 Sekunden
warten, bis Mails oder SMS sehen kann. Das ist bei einigen Nokia-Handys ein Problem, wenn man viele Mails oder SMS gespeichert hat. Schmerzlich vermisst wurde gerade in Europa die fehlende Unterstützung des UMTS-Netzwerks. Mit der Vorstellung des iPhone 3G, der zweiten Smartphone-Generation von Apple, beseitigt der Hersteller dieses Manko.
Doch wie haben die Apple-Konkurrenten auf die iPhone-Revolution reagiert? Der taiwanische Handy-Hersteller HTC, der weltweit größte Produzent von Windows-Mobile-Telefonen, war im vergangenen Jahr mit einem Schnellschuss dem offiziellen Marktstart des iPhones zuvorgekommen. Mit dem HTC Touch gossen die Taiwaner quasi eine dünne Zuckerschicht über die Microsoft-Oberfläche von Windows Mobile, um sich dem Bedienkonzept des iPhones zu nähern.
Mit dem HTC Touch Diamond unternimmt HTC nun einen zweiten Anlauf. Und diesmal ist die Zuckerschicht deutlich dicker geraten. Zum Aufrufen der wichtigsten Handy-Funktionen bewegen sich die HTC-Kunden in einer hübschen Oberfläche, ohne direkt in der kruden Windows-Mobile-Welt zu landen. Mit dem neusten Webbrowser von Opera hat HTC außerdem ein Pendant zum iPhone-Browser Safari gefunden, das sich sehen lassen kann.
Werbespot für das HTC Touch Diamond
Die Bedienung des HTC Touch Diamond fällt allerdings nicht so flüssig aus wie die des iPhones. Das mag daran liegen, dass das Zusammenspiel von Windows-Fundament und HTC-Fassade noch an der ein oder anderen Stelle hakt. Vermutlich ist die CPU im Diamond aber auch schwächer auf der Brust als der Mikroprozessor im iPhone.
Auch das Qbowl von Samsung und das Viewty von LG versuchen mit einem berührungssensitiven Bildschirm an das Erfolgsrezept von Apple anzuknüpfen. Ich habe weder ein Qbowl noch ein Viewty persönlich in der Hand gehabt. Daher verlasse ich mich auf das Urteil eines anerkannten Kollegen: “So spielerisch wie das iPhone lässt sich keiner der Konkurrenten handhaben”, schreibt Helmut Martin-Jung, Technik-Experte der Süddeutschen Zeitung. “Immerhin ist oft das Bemühen erkennbar, es dem Vorbild gleichzutun.”
Wenige Stunden vor dem offiziellen Launch des neuen iPhones am Montag veröffentlichte Samsung Details zu dem neuen Smartphone SGH-i900 Omnia, mit dem sich die Südkoreaner in der Riege der iPhone-Konkurrenten behaupten wollen. Samsung stülpt der Oberfläche von Windows Mobile 6.1 ebenfalls eine eigene Oberfläche über, die “TouchWiz User Interface” genannt wird. Samsung versucht wie HTC außerdem, mit Leistungsdaten zu punkten, die auch dem neuen iPhone überlegen sind: So unterstützt das Touch Diamond bereits den UMTS-Turbo für die Senderichtung HSUPA (das iPhone 3G bietet “nur” HSDPA für den Download).
Sowohl das Touch Diamond als auch das Omnia haben ein UKW-Radio eingebaut. Und statt einer mickrigen 2-Megapixel-Kamera wie das iPhone verfügen die asiatischen Handys über 5-Megapixel-Kameras.
Den Einfluss, den das iPhone auf die Mobilfunkbranche inzwischen ausübt, kann man auch gut am jüngsten Modell des kanadischen Herstellers Research in Motion (RIM) sehen: Der BlackBerry Bold 9000 präsentiert sich mit einer aufgeräumten und übersichtlichen Oberfläche, die mit früheren BlackBerry-Modellen kaum noch etwas gemein hat.
Zudem glänzt der neue BlackBerry mit einer Vollausstattung: WLAN, GPS, Blackberry Maps zur Navigation sowie UMTS mit HSDPA-Unterstützung. Axel Postinett, Technologie-Korrespondent des Handelsblatts, ist sich aber sicher: “Der Bold wird es nicht leicht haben.” Wenn das Gerät im Sommer in die Läden kommt, werde es auf das überarbeitete UMTS-iPhone von Apple treffen. “Und das wird spannend werden.”
Update: Informationen zum jüngsten iPhone-Konkurrenten von RIM, dem Blackberry Storm, stehen hier:
Jun 11, 2008
Christoph Apple, John Markoff, New York Times, OS X, Steve Jobs, WWDC Apple 3 Comments
Für Journalisten ist die WWDC, die Entwicklerkonferenz von Apple, stets eine merkwürdige Veranstaltung – zumindest im Vergleich zur MacWorld Expo. Zur Keynote von Apple-Chef Steve Jobs haben die Reporter einen privilegierten Zugang. Noch vor dem zahlenden Publikum, das in einer langen Schlange am Moscone Center anstehen muss, werden die Medienleute zu einem reservierten Bereich geführt, links vorne an der Bühne. Ganz nah am Geschehen.
Doch kaum ist die Keynote vorbei, müssen die Journalisten schnell das Moscone Center räumen. Die nachfolgenden Veranstaltung stehen unter einer Verschwiegenheitsvereinbarung (“Non Discloser Agreement Non Disclosure Agreement”) und sind ausschließlich den Developern vorbehalten. Für Briefings mit Apple-Managern wird man dann wieder von PR-Leuten durch das Center eskortiert, damit man sich als Journalist nicht in ein bezahlpflichtiges Forum verirrt.
Jobs und seine Kollegen haben sich in der Keynote in diesem Jahr fast ausschließlich mit der neuen iPhone-Software 2.0 und der neuen Hardware, dem iPhone 3G, beschäftigt. Vor diesem Hintergrund sind die News zum neuen Betriebssystem OS X 10.6 ein wenig untergegangen. Apple will sich fast vollständig auf neue Features verzichten. Lediglich eine bessere Anbindung von Mail, iCal und Co. an die Exchange-Architektur von Microsoft ist vorgesehen. “Snow Leopard” werde “die Leistungsfähigkeit von OS X verbessern, einen neuen Standard für Qualität setzen und die Basis für zukünftige OS X Innovationen bilden”.
Das ist für Apple-Verhältnisse ein ungewohntes Under-Statement, insbesondere wenn man den Bericht von John Markoff liest. Apple will sich mit “Snow Leopard” Antworten auf die Herausforderung der neuen Prozessor-Architekturen bieten. “The way the processor industry is going is to add more and more cores, but nobody knows how to program those things”, sagte Jobs. “I mean, two, yeah; four, not really; eight, forget it.”
In der Pressemitteilung von Apple heißt es dazu:
Snow Leopard bietet eine unvergleichbare Unterstützung für Mehrkern-Prozessoren mit einer neuen Technologie die den Codenamen “Grand Central” trägt. Diese Technologie macht es Entwicklern einfacher Programme zu entwickeln, die das Leistungspotential der Multi-Core Macs voll ausschöpfen. Snow Leopard erweitert die Unterstützung moderner Hardware mit Open Computing Language (OpenCL), die es jeder Applikation ermöglicht die große Leistung der Gigaflops anzuzapfen, die bisher nur Grafikapplikationen zur Verfügung stand. OpenCL basiert auf der Programmiersprache C und ist als offener Standard beabsichtigt. Den Vorsprung von OS X im Bereich der 64-Bit Technologie ausbauend, hebt Snow Leopard das theoretische Systemspeicher-Limit für Software auf 16 TB RAM.
Markoff verweist in seinem Bericht auf den Supercomputer-Geschwindigkeitsrekord, den in dieser Woche das Los Alamos National Laboratory aufgestellt hat. Die Supermaschine wurde aus 12.000 IBM-Cell-Prozessoren zusammengebaut, die ursprünglich für die Playstation 3 von Sony entworfen wurde. “Wenn Apple seine Computer künftig mit ähnlichen Chips bestückt, dann wird das die Computer-Industrie ändern.
Im Gespräch von John Markoff mit Steve Jobs gab es übrigens ganz nebenbei den ersten halbwegs konkreten Hinweis auf den strategischen Hintergrund der Übernahme von PA Semi: “PA Semi is going to do system-on-chips for iPhones and iPods.”
Apple in Parallel: Turning the PC World Upside Down? – Bits – Technology – New York Times Blog