"Wiwo": Neues iPhone auch bei Gravis

Neben der Telekom-Tochter T-Mobile wird auch der Computerhändler Gravis die zweite Generation des Apple-Handys iPhone verkaufen. Das hat die WirtschaftsWoche “aus Unternehmenskreisen der Telekom” erfahren. Ohne Aktivierung eines T-Mobile-Vertrages dürfte aber kein iPhone 3G einen Gravis Store verlassen. Im Kommentarbereich der Wiwo schreibt ein User, jeder APR (Apple Premium Reseller) könne das 3G iPhone vom 11.7. an verkaufen, also nicht nur Gravis.

Telekommunikation: Apple: Neues iPhone auch bei Gravis – WirtschaftsWoche

Welche Design-Entwürfe für den "Next Gen PC" Bill Gates cool findet

Beim Microsoft-Wettbewerb “Next PC Design” dürfen die Kreativen sich austoben. Es kommt weniger darauf an, ob der Zukunftsentwurf auch in absehbarer Zeit umsetzbar ist, sondern auf die Idee an sich. Gestern hat der Softwareriese die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs bekanntgegeben, die mit der beige-farbenen PC-Box nichts mehr gemein haben:

Napkin PC - 1st Place Judges Award & Chairman’s Award ($20,000)
Napkin PC – 1. Platz Jury Award & Preis des Chairmans (Bill Gates) Preis (20.000 US-Dollar)
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Designer: Avery Holleman, California State University in Long Beach.

Der Napkin PC ist ein Multi-User-Computer mit einem Multi-Interface und modular aufgebaut. Er wurde “creative Professionals” entworfen, die damit zusammenarbeiten und ihre Ideen umsetzen können.

Was die Juroren gesagt haben:

“Ermöglicht dem Computer, Kreativität und Kooperation zu generieren” — Eun Sook Kwon, University of Houston

“Der Anwender kann einen Moment, eine Idee einfangen, vergleichbar mit einem Kamera-Handy. Der Napkin PC erlaubt uns dann außerdem zu entscheiden, was wir damit anfangen wollen.” — Jeff Salazar, Lunar

WITHUS -- 2nd Place Judges Award ($5,000)
WITHUS — 2. Platz Jury Award (5.000 US-Dollar)
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Designer: Taeho Wang und Minjoong Kim, Illinois Institute of Technology.

WITHUS wurde entworfen, um die soziale Entwicklung von Vorschul-Kindern zu fördern. Den Kindern soll eine Computer-Umgebung geboten werden, in der sie mit anderen interagieren und Kollaboration und Kooperation sowie andere soziale Werte lernen können.

Was die Juroren gesagt haben:

Verwischt die Grenzen zwischen Schule, der Peer-Gruppe und dem individuellen Lernen…enormes Potenzial für Bildung” — Eun Sook Kwon, University of Houston.

“Leaves the computer hardware behind and focuses on the interaction.” — George Daniels, Hewlett-Packard

Backpacker’s Diary -- 3rd Place Judges Award & Public Choice Award ($5,000)
Backpacker’s Diary — 3. Platz Jury Award & Public Choice Award (5.000 US-Dollar)
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Designer: Zhongren Zhang, University of Illinois at Urbana-Champaign, und Chun Yang, Nanjing University of Science and Technology in China.

The Backpacker’s Digitale Reisetagebuch für begeiterte Reisende, das ein traditionelles Buch nachahmt. Auf den verschiedenen Seite kann man Medien aufnehmen (Video, Audio). Das Buch wird mit Solarenergie betrieben.

Was die Juroren gesagt haben:

“Großartig für jeden Reise-Begeisterten.” — Michelle Berryman, Echo

“Starke Aussage für eine nachhaltige Umwelt.” – Eun Sook Kwon, University of Houston

Warum John McCain die Präsidentschaftswahlen verlieren …

… und Michael Glos nie Bundeskanzler werden wird.


McCain Admits He Doesnt Know How To Use A Computer VIDEO – Politics on The Huffington Post

Welche Alternativen gibt es zum iPhone 3G?

Gerade mal ein Jahr ist es her, dass Apple mit großem Tamtam den Verkaufsstart des iPhone inszenierte. Doch seitdem ist in der Branche nichts mehr so wie zuvor. Obwohl sich der Absatzerfolg von Apple mit insgesamt sechs Millionen Geräten angesichts der Milliarden-Stückzahlen für Mobiltelefone weltweit in Grenzen hält, hat das iPhone bei quasi jedem Handy-Hersteller tiefe Spuren hinterlassen.

Bevor das iPhone kam, standen bei Mobiltelefonen vor allem technische Leistungsdaten im Blickpunkt: die Empfangsqualität etwa oder die Akku-Kapazität und das Tempo bei der Datenübertragung. Mit dem iPhone tauchten zwei neue Fragen auf, die vorher kaum ein Handy-Hersteller auf dem Zettel hatte: Wie einfach ist das Gerät zu bedienen? Und welche der unzähligen Funktionen werden auch tatsächlich von den Kunden genutzt?

iPhone 3G in schwarz und weißSelbst Kritiker bescheinigten dem iPhone, bei der Benutzerführung vorbildlich zu sein. Außerdem überzeugt die Performance. Eine starke CPU sorgt dafür, dass das iPhone ohne Zeitverzögerung anspricht und man nicht ewig warten muss, iPhone nicht 20 Sekunden
warten, bis Mails oder SMS sehen kann. Das ist bei einigen Nokia-Handys ein Problem, wenn man viele Mails oder SMS gespeichert hat. Schmerzlich vermisst wurde gerade in Europa die fehlende Unterstützung des UMTS-Netzwerks. Mit der Vorstellung des iPhone 3G, der zweiten Smartphone-Generation von Apple, beseitigt der Hersteller dieses Manko.

Doch wie haben die Apple-Konkurrenten auf die iPhone-Revolution reagiert? Der taiwanische Handy-Hersteller HTC, der weltweit größte Produzent von Windows-Mobile-Telefonen, war im vergangenen Jahr mit einem Schnellschuss dem offiziellen Marktstart des iPhones zuvorgekommen. Mit dem HTC Touch gossen die Taiwaner quasi eine dünne Zuckerschicht über die Microsoft-Oberfläche von Windows Mobile, um sich dem Bedienkonzept des iPhones zu nähern.

HTC Touch Diamond in einer HandMit dem HTC Touch Diamond unternimmt HTC nun einen zweiten Anlauf. Und diesmal ist die Zuckerschicht deutlich dicker geraten. Zum Aufrufen der wichtigsten Handy-Funktionen bewegen sich die HTC-Kunden in einer hübschen Oberfläche, ohne direkt in der kruden Windows-Mobile-Welt zu landen. Mit dem neusten Webbrowser von Opera hat HTC außerdem ein Pendant zum iPhone-Browser Safari gefunden, das sich sehen lassen kann.


Werbespot für das HTC Touch Diamond

Die Bedienung des HTC Touch Diamond fällt allerdings nicht so flüssig aus wie die des iPhones. Das mag daran liegen, dass das Zusammenspiel von Windows-Fundament und HTC-Fassade noch an der ein oder anderen Stelle hakt. Vermutlich ist die CPU im Diamond aber auch schwächer auf der Brust als der Mikroprozessor im iPhone.

Samsung QbowlAuch das Qbowl von Samsung und das Viewty von LG versuchen mit einem berührungssensitiven Bildschirm an das Erfolgsrezept von Apple anzuknüpfen. Ich habe weder ein Qbowl noch ein Viewty persönlich in der Hand gehabt. Daher verlasse ich mich auf das Urteil eines anerkannten Kollegen: “So spielerisch wie das iPhone lässt sich keiner der Konkurrenten handhaben”, schreibt Helmut Martin-Jung, Technik-Experte der Süddeutschen Zeitung. “Immerhin ist oft das Bemühen erkennbar, es dem Vorbild gleichzutun.”

Windows-Mobile-Smartphone Omnia von SamsungWenige Stunden vor dem offiziellen Launch des neuen iPhones am Montag veröffentlichte Samsung Details zu dem neuen Smartphone SGH-i900 Omnia, mit dem sich die Südkoreaner in der Riege der iPhone-Konkurrenten behaupten wollen. Samsung stülpt der Oberfläche von Windows Mobile 6.1 ebenfalls eine eigene Oberfläche über, die “TouchWiz User Interface” genannt wird. Samsung versucht wie HTC außerdem, mit Leistungsdaten zu punkten, die auch dem neuen iPhone überlegen sind: So unterstützt das Touch Diamond bereits den UMTS-Turbo für die Senderichtung HSUPA (das iPhone 3G bietet “nur” HSDPA für den Download).

Sowohl das Touch Diamond als auch das Omnia haben ein UKW-Radio eingebaut. Und statt einer mickrigen 2-Megapixel-Kamera wie das iPhone verfügen die asiatischen Handys über 5-Megapixel-Kameras.

BlackBerry Bold FrontansichtDen Einfluss, den das iPhone auf die Mobilfunkbranche inzwischen ausübt, kann man auch gut am jüngsten Modell des kanadischen Herstellers Research in Motion (RIM) sehen: Der BlackBerry Bold 9000 präsentiert sich mit einer aufgeräumten und übersichtlichen Oberfläche, die mit früheren BlackBerry-Modellen kaum noch etwas gemein hat.

Zudem glänzt der neue BlackBerry mit einer Vollausstattung: WLAN, GPS, Blackberry Maps zur Navigation sowie UMTS mit HSDPA-Unterstützung. Axel Postinett, Technologie-Korrespondent des Handelsblatts, ist sich aber sicher: “Der Bold wird es nicht leicht haben.” Wenn das Gerät im Sommer in die Läden kommt, werde es auf das überarbeitete UMTS-iPhone von Apple treffen. “Und das wird spannend werden.”

Update: Informationen zum jüngsten iPhone-Konkurrenten von RIM, dem Blackberry Storm, stehen hier:

Blackberry Storm – Das Anti-iPhone-Smartphone von RIM in Deutschland exklusiv bei Vodafone | Mr. Gadget

Die Zukunft von OS X ist parallel

Steve Jobs auf dem WWDC 2008 - Foto: Christoph DernbachFür Journalisten ist die WWDC, die Entwicklerkonferenz von Apple, stets eine merkwürdige Veranstaltung – zumindest im Vergleich zur MacWorld Expo. Zur Keynote von Apple-Chef Steve Jobs haben die Reporter einen privilegierten Zugang. Noch vor dem zahlenden Publikum, das in einer langen Schlange am Moscone Center anstehen muss, werden die Medienleute zu einem reservierten Bereich geführt, links vorne an der Bühne. Ganz nah am Geschehen.

Doch kaum ist die Keynote vorbei, müssen die Journalisten schnell das Moscone Center räumen. Die nachfolgenden Veranstaltung stehen unter einer Verschwiegenheitsvereinbarung (“Non Discloser Agreement Non Disclosure Agreement”) und sind ausschließlich den Developern vorbehalten. Für Briefings mit Apple-Managern wird man dann wieder von PR-Leuten durch das Center eskortiert, damit man sich als Journalist nicht in ein bezahlpflichtiges Forum verirrt.

Jobs und seine Kollegen haben sich in der Keynote in diesem Jahr fast ausschließlich mit der neuen iPhone-Software 2.0 und der neuen Hardware, dem iPhone 3G, beschäftigt. Vor diesem Hintergrund sind die News zum neuen Betriebssystem OS X 10.6 ein wenig untergegangen. Apple will sich fast vollständig auf neue Features verzichten. Lediglich eine bessere Anbindung von Mail, iCal und Co. an die Exchange-Architektur von Microsoft ist vorgesehen. “Snow Leopard” werde “die Leistungsfähigkeit von OS X verbessern, einen neuen Standard für Qualität setzen und die Basis für zukünftige OS X Innovationen bilden”.

Das ist für Apple-Verhältnisse ein ungewohntes Under-Statement, insbesondere wenn man den Bericht von John Markoff liest. Apple will sich mit “Snow Leopard” Antworten auf die Herausforderung der neuen Prozessor-Architekturen bieten. “The way the processor industry is going is to add more and more cores, but nobody knows how to program those things”, sagte Jobs. “I mean, two, yeah; four, not really; eight, forget it.”

In der Pressemitteilung von Apple heißt es dazu:

Snow Leopard bietet eine unvergleichbare Unterstützung für Mehrkern-Prozessoren mit einer neuen Technologie die den Codenamen “Grand Central” trägt. Diese Technologie macht es Entwicklern einfacher Programme zu entwickeln, die das Leistungspotential der Multi-Core Macs voll ausschöpfen. Snow Leopard erweitert die Unterstützung moderner Hardware mit Open Computing Language (OpenCL), die es jeder Applikation ermöglicht die große Leistung der Gigaflops anzuzapfen, die bisher nur Grafikapplikationen zur Verfügung stand. OpenCL basiert auf der Programmiersprache C und ist als offener Standard beabsichtigt. Den Vorsprung von OS X im Bereich der 64-Bit Technologie ausbauend, hebt Snow Leopard das theoretische Systemspeicher-Limit für Software auf 16 TB RAM.

Markoff verweist in seinem Bericht auf den Supercomputer-Geschwindigkeitsrekord, den in dieser Woche das Los Alamos National Laboratory aufgestellt hat. Die Supermaschine wurde aus 12.000 IBM-Cell-Prozessoren zusammengebaut, die ursprünglich für die Playstation 3 von Sony entworfen wurde. “Wenn Apple seine Computer künftig mit ähnlichen Chips bestückt, dann wird das die Computer-Industrie ändern.

Im Gespräch von John Markoff mit Steve Jobs gab es übrigens ganz nebenbei den ersten halbwegs konkreten Hinweis auf den strategischen Hintergrund der Übernahme von PA Semi: “PA Semi is going to do system-on-chips for iPhones and iPods.”

Apple in Parallel: Turning the PC World Upside Down? – Bits – Technology – New York Times Blog