T-Mobile zeigt erstes Google-Handy in New York

Einladung von T-Mobile zur Vorstellung des Google-Handys

Einladung von T-Mobile zur Vorstellung des Google-Handys

Image Credits: Gearlog

T-Mobile probt den Spagat zwischen dem iPhone (in Deutschland) und dem Google-Handy (in den USA). In der kommenden Woche, am 23. September, wird T-Mobile das erste Smartphone mit dem Google-Betriebssystem Android vorstellen.

Das Handy stammt vermutlich von der taiwanesichen High Tech Computer Corporation, die besser unter dem Markennamen HTC bekannt ist.

AppleInsider | T-Mobile sets stage for Android, iPhone showdown next week.

Microsoft tritt mit "Windows Gurus" gegen die Apple "Geniuses" an

Werbung für den Windows Guru

Werbung für den Windows Guru

PC-Nerds und Windows-Experten sind gefragte Leute. Besonders bei Freunden, Bekannten und Verwandten, die einen Personal Computer besitzen, der mal wieder nicht das tut, was er eigentlich sollte. Nun hat auch Microsoft einen Blick auf diese Zielgruppe geworfen.

Microsoft sucht “Windows Gurus”, die immerhin ihre Expertise und ihre Arbeitszeit nicht für lau hergeben, sondern über 20 Dollar die Stunde verdienen sollen. Die 155 Jobs werden in insgesamt 67 Städten in den USA mit Schwerpunkten in Kalifornien, Florida und New York angeboten. Die “Windows Gurus” sollen bei den Läden von Best Buy und Circuit City herumlaufen und die Kunden von den Vorteilen von Windows Vista überzeugen.

Do your friends and family turn to you when they want to learn more about their PCs? Do you relish the chance to teach them how PCs can improve their lives and do things they never before thought possible? In your free time, do you turn to your PC for fun—or just to create or learn something new?

So heißt es in einem Aufruf der Microsoft-Verkaufsförderungsgruppe Microsoft Windows Retail Live.

Apple Genius Bar

Apple Genius Bar

Auf den ersten Blick blich sieht das aus wie eine Kopie der “Genius Bar” in den Apple Stores, an denen Apple-Kunden sich vertrauensvoll an einen “Apple Genius” wenden können. Doch während der Apple Genius vor allem kniffelige Aufgaben lösen oder Probleme mit einem Mac, iPod oder iPhone lösen soll, ist der “Windows Guru” nicht Teil der Support-Kette von Microsoft.

Daher fallen die Reaktionen der Experten auf die Einführung des “Windows Guru” auch unterschiedlich aus:

After years of monopolistic behavior, Microsoft is finally recognizing the need for the softer things, dealing with customers in a higher-touch way. All of our research shows that customers want their hands held. They’re tired of being dumped to a Web site where they have to look through some FAQs.

Lisa Bradner, Analystin von Forrester Research Inc.

The guru role is to help sell Windows-based PCs. It is not to be an alternative tech support channel for Microsoft, as this has no financial return beyond improved customer satisfaction.

Van L. Baker, Research VP von Gartner

The Sean Blog : Are you a Windows Guru?

Microsoft Windows Retail Live – Innovate, Educate, Inspire.

Wie Apple einen loyalen Kunden behandelt

Die Kunden von Apple sind eigentlich ganz zufriedene Leute. Und glaubt man dem jüngsten Ergebnis der Untersuchung zum American Customer Satisfaction Index, dann sind sie (zumindest im Vergleich zu Dell, HP, Acer, Gateway u.a.) sehr zufriedene Kunden.

Defektes Kabel des MBP-Netzteils von Gerd KampWäre allerdings mein Kollege Gerd Kamp zu seiner Kunden-Zufriedenheit befragt worden, wäre seine Antwort über Apple ganz anders ausgefallen. Gerd hatte sich vor anderthalb Jahren ein MacBook Pro zulegt und stellte vor einigen Wochen fest, dass das Netzteil des MBP trotz pfleglicher Behandlung einen massiven Kabel-Schaden auswies. Kein Problem, dachte er, denn Apple hatte inzwischen mit einem kleinen Austauschprogramm für defekte MacBook-Netzteile reagiert. Am Ende der Odyssee stand Gerd mit knapp 20 Euro Telefonkosten, drei Stunden vergeudeter Zeit und ohne Austausch-Netzteil da. Die Details kann man hier nachlesen.

Ich hoffe nur, dass es sich hier um einen unglücklichen Einzelfall handelt.

≈ Relations › A tale of a power adapter (ripoff).

Apple clobbers competition in customer satisfaction survey

Update: Apple hat wenige Stunden nach diesem Posting sich bei mir nach den Kontaktdaten von Gerd erkundigt, die ich natürlich gerne rausgerückt habe :-)

"Onkel Jonathans Märchenstunde" oder wie man mit dicken Schlagzeilen über das "Sicherheitsrisiko iPhone 3G" Quote machen kann

Den Auftakt machte Brian X. Chen von Wired.com. Unter der Überschrift “IPhone Takes Screenshots of Everything You Do” berichtete Chen von einem Vortrag von Jonathan Zdziarski. Der “Daten-Forensik-Experte” rührte auf der Veranstaltung des Verlags O’Reilly die Werbetrommel für sein noch nicht erschienenes Buch “iPhone Forensics: Recovering Evidence, Personal Data, and Corporate Assets”.

Als Appetithappen zeigte Zdziarski unter anderem, dass das iPhone beim Verlassen einer Anwendung (ausgelöst durch das Drücken des Home-Buttons) ein “Screenshot” der Anwendung macht, um den Übergang zum Startbildschirm optisch zu animieren. Zwar lösche das iPhone vermutlich diese Grafik sofort wieder. “Aber jeder, der was von Daten versteht, ist sich darüber bewusst, dass Löschen in den meisten Fällen die Dateien nicht permanent von dem Speichermedium entfernt”, sagte Zdziarski. “Daher haben Forensik-Experten diese Sicherheitslücke bereits ausgenutzt, um Beweise gegen Kriminelle einzusetzten, die der Vergewaltigung, des Mordes oder des Drogenhandels überführt worden seien.” In dem weiteren Vortrag blieb der Mann jeden Beweis für diese kühne Behauptungen schuldig.

In dem Kommentar-Bereich von Wired.com stießen User schnell auf die Schwächen dieser Story, vorallem die Räuberpistole mit den überführte Kriminellen:

“Therefore, forensics experts have used this security flaw to successfully nab criminals who have been accused of rape, murder or drug deals.”
That’s a pretty absurd—and unlikely—claim. But you used the past tense, so presumably you have verifiable evidence of this happening, and I’m sure you’d be happy to cite your sources and prove—if you can—this statement.
Posted by: Ben | Sep 11, 2008 2:51:12 PM

You write: “if you’ve got an iPhone, pretty much everything you have done on your handset has been temporarily stored as a screenshot that hackers or forensics experts could eventually recover”
Fact: iPhone takes a single picture of the screen when you quit an application – it doesn’t continually take screenshots. It does this, so that when you relaunch the app, you’re looking at the last screen shown, while the app finishes launching.
Developers also have to include a screen shot of the default screen in their apps – in both cases, the pictures are used at app startup.
Posted by: John | Sep 11, 2008 10:58:57 PM

Wir bei dpa haben heute wegen dieser berechtigten Zweifel darauf verzichtet, diese Story von Wired.com mit dem reißerischen Leadsatz “Your iPhone is watching you” aufzugreifen. Andere Redaktionen hatten da weniger Skrupel:

Allen voran galoppierte Spiegel Online mit einer Überschrift, die durch den Zdziarski-Vortrag nicht gedeckt ist:

DATENSCHUTZLÜCKE
iPhone macht ständig Screenshots von Anwendungen

Spiegel-Klickliste am Abend des 12.9.2008

Spiegel-Klickliste am Abend des 12.9.2008

Selbst Experte Zdziarski behauptet nicht, dass das iPhone “ständig” Screenshots von Anwendungen mache, sondern nur beim Aufruf der Startseite. (“When an iPhone user taps the Home button, the window of the application you have open shrinks and disappears. In order to create that shrinking effect, the iPhone snaps a screenshot, Zdziarski said.”) Hinweise auf die Zweifel an der Story findet man bei SPON leider nicht. Dem Klick-Erfolg schadete das nicht. Das Stück rangierte am Freitagabend auf der SPON-Liste “Most wanted” auf Platz eins.

Bei dieser Vorlage aus Hamburg wollten dann viele Fachmedien auch nicht nachstehen:

iPhone 3G speichert Screenshots aller Nutzeraktivitäten, heißt es falsch bei ZDNet.

Golem.de griff Chens Big-Brother-Bild auf: Sicherheitsrisiko: iPhone 3G is watching you

Bemerkenswert ist, wie schnell im Userforum von Golem.de der Unsinn als solcher entlarvt wurde:

Fasst man den Inhalt der News zusammen, kommt dabei raus, dass ein Angreifer durch das aufspielen von bösartiger Software ein Bild mit eventuell kritischem Inhalt auslesen kann. Leider braucht der Angreifer das Bild nicht, da – wenn er es geschafft hat, ein bösartiges Programm auf das iPhone seines Opfers zu überspielen, kann er das iPhone auch direkt auslesen und braucht daher das Bild nicht mehr!!!
Leser-Kommentar golem.de

Bei MacLife heißt es:
iPhone bespitzelt seine Nutzer

Die PC-Welt titelt:
iPhone bespitzelt Besitzer per Screenshots

Beruhigend ist, dass zumindest heise.de der Versuchung widerstanden hat, die dünne Wired-Geschichte 1:1 ohne weitere Recherche weiterzureichen. Heise verzichtete in dem Bericht “Versteckte Spuren auf dem iPhone” zwar darauf, die unbewiesenen Äußerungen von Zdziarski zu den überführte Kriminellen in Frage zu stellen. Die Kollegen aus Hannover wiesen aber gleich zu Beginn des eigenen Berichts auf das kommerzielle Interesse des Buchautoren Zdziarski hin.

Apple selbst kann sich über den Verlauf der Dinge kaum beschweren. Immerhin hat Wired.com nach Chens Angaben um eine Stellungnahme nachgefragt und keine bekommen.

Jerry Seinfeld and Bill Gates – der zweite Spot

Okay, im Gegensatz zur ersten Episode schimmert bei diesem neuen Microsoft-Spot mit Jerry Seinfeld und Bill Gates die humoristisch angehauchte Botschaft deutlicher durch. Jerry und Bill suchen Anschluss zum richtigen Leben und stoßen in der “new familiy” bei der Okkupation von Esszimmerstühlen und Mädchenzimmern nicht nur auf begeisterte Menschen.

YouTube – New Family – Jerry Seinfeld and Bill Gates (Long Version)