Okt 28, 2008
Die wichtigsten Neuheiten von Windows 7 auf einen Blick
Auf der Professional Developers Conference 2008 haben Microsofts Chef-Software-Architekt Ray Ozzie und seine Kollegen einen ersten Blick auf “Windows 7″ gewährt. Das neue Betriebssystem setzt von der Optik und der Gesamtarchitektur klar auf Windows Vista auf, soll aber für die Anwender leichter zu bedienen und übersichtlicher sein. Optischer Schwerpunkt ist die neue Taskbar in der die Quickstart-Symbole und die Darstellung der geöffneten Programme und Dokumente zusammengefasst wurde.
Die Taskbar-Symbole zeigen nach einem Rechtsklick die zuletzt mit der dazugehörigen Anwendung geöffneten Dateien und häufig benutzten Programmfunktionen.
MoreOkt 27, 2008
Streit um das "Intel-kompatible" Internet und das iPhone-Bashing: Brandstifter Anand Chandrasekher löscht das Feuer
Manchmal dauert es ein wenig, bis unsinnige oder zumindest sehr schräge Werbeaussagen eines IT-Konzerns hohe Wellen schlagen. Auf dem Intel Developer Forum in Taipei in der vergangenen Woche war es soweit. Dort stellten die Intel-Manager Shane Wall und Pankaj Kedia die These auf, dass das Internet eigentlich nur vernünftig mit Maschinen genutzt werden könne, die einen Hauptprozessor mit Intel-Architektur haben. Diese These von Intel ist nicht neu, sondern wird von der Unternehmensspitze seit über zwei Jahren vertreten. Neu ist, dass Intel konkret ARM und Apple ins Visier nahm und direkt attackierte.
Auf dem IDF kritisierten die beiden Intel-Manager insbesondere das iPhone von Apple, das mit einer CPU auf ARM-Architektur läuft. Shane Wall, der bei Intel den Titel “Vice President Mobility Group and Director Strategic Planning, Platform Architecture and Software, Ultra-Mobility Group” trägt, sagte: “Any sort of application that requires any horse power at all and the iPhone struggles.”
Sein Kollege Pankaj Kedia, Director der Ultra-Mobility Group, legte nach: “The shortcomings of the iPhone have come from ARM.” Und: “The smartphone of today is not very smart,. The problem they have today is they use ARM.”
Nachdem das iPhone-Bashing in Taipai nicht nur beim Intel-Kunden Apple sauer aufstieß, sondern auch weltweit Schlagzeilen machte, rudert Intel jetzt kleinlaut zurück. Anand Chandrasekher, der Chef der beiden ARM-Kritiker, gesteht in einem Blog-Eintrag indirekt ein, dass der Vergleich mit dem ARM-Prozessor schwachsinnig ist. Intels Atom-Chip komme nicht an den geringen Strombedarf der ARM-Chips heran. Außerdem sei das iPhone ein “extrem innovatives Produkt”
Intel Comments at IDF Taiwan
October 23, 2008
Anand Chandrasekher issued a correction on comments made by members of his team yesterday at Intel's Developer Forum in Taiwan. As general manager of the Group responsible for Intel's ultra-mobility products, he acknowledged that Intel's low-power Atom processor does not yet match the battery life characteristics of the ARM processor in a phone form factor; and, that while Intel does have plans on the books to get us to be competitive in the ultra low power domain – we are not there as yet. Secondly, Apple's iPhone offering is an extremely innovative product that enables new and exciting market opportunities. The statements made in Taiwan were inappropriate, and Intel representatives should not have been commenting on specific customer designs.
Es ist schon interessant, dass ausgerechnet Anand Chandrasekher die beiden Intel-Manager zurückpfeifft. Schließlich hat es schon vor zwei Jahren auf dem IDF in Peking die These vom Intel-kompatiblen Internet ausgestellt und sich darin verstiegen, dass die Handy-Besitzer in den USA und in Japan unzufrieden seien, weil sie mit ihrem Mobiltelefonen nicht das “vollständige” Internet benutzen könnten (zu dem Chandrasekher u.a. Flash-Animationen und Flash-Videos zählt). Das sei nur mit Geräten möglich, die auf einer Intel-Architektur aufbauten.
Am 2. April 2008 wiederholte Chandrasekher seine These auf dem IDF in Shanghai. Er sagte damals:
Compatibility matters. And there may be a billion phones that get shipped, but those billion phones don’t look the same to a software vendor. To a software vendor, that billion phones looks like 30 million chunks of phones. There is no compatibility on that ecosystem.
Because there is no compatibility, when you actually go to Internet websites and you track errors, this is the picture you get. I showed this graph last year and I’m showing it again. The data is not the same. It’s simply formatted the same. On the Y-axis is the number of errors, on the X-axis are a number of different platforms, and what we did is we went to Alexa, again, that same site that tracks the top websites, and we counted errors. And you can see here that when you’re on Intel architecture, you get very few errors. That’s because the Internet was written on Intel architecture, runs best on Intel architecture. But when you actually move outside of Intel architecture, you get a lot of errors, and that picture of the number of errors has not changed from last year to this year. That’s a very significant point, and I want you to remember that.
Die dazugehörige PowerPoint-Präsentation steht leider nicht mehr vollständig auf dem Intel-Presseserver. Nur der Wortlaut der Rede ist dort noch zu finden. Immerhin war Chandrasekher schlau genug, nicht einzelne Firmen oder Produkte wie das iPhone zu erwähnen. Den Flächenbrand, den er jetzt mit dem Blogeintrag löschen musste, hat Chandrasekher aber dennoch selbst gelegt.
Intel blasts iPhone; Apple honeymoon over | Apple – CNET News.
Intel Admits Execs’ iPhone Bashing Was ‘Inappropriate’ — IPhone — InformationWeek.
Okt 24, 2008
I'm a PC – äh – I'm Joe, Joe the plummer
Microsofts Kampagne “I’m a PC” hat John McCains PR-Leute zu diesem Wahl-Werbespot inspiriert. “I’m Joe the plummer” wird wahrscheinlich genau so “erfolgreich” werden, wie das Original – zumal John McCain als echter PC-Experte bekannt ist.
JohnMcCain.com – McCain-Palin 2008>/center>
Okt 23, 2008
Mac vs. PC meets West Side Story
Okt 22, 2008
Apple – die Telefon-Company
John Markoff hat den NetMac 1.0 gesehen oder war es das iPhone 3.0? Egal. Der Silicon-Valley-Reporter der New York Times nährte nach dem gestrigen Conference-Call von Apple zu den Quartalsergebnissen auf jeden Fall die Gerüchte, dass Apple trotz aller Dementis von Steve Jobs an einem Gerät irgendwo zwischen dem iPhone und dem MacBook arbeitet. Seine Quelle: eine ungenannte Suchmaschinenfirma, bei der (in den Server-Protokollen) ein bislang unangekündigtes Apple-Produkt aufgefallen sei. Hoffentlich sind die Jungs nicht auf Dell Minis oder andere Netbooks reingefallen, die mit MacOS X aufgemotzt wurden.
Bemerkenswert ist, dass Steve Jobs persönlich in dem Conference-Call für die Analysten aufgetreten ist, denn seit dem Jahr 2000 hat der Apple-CEO diese Bühne seinen Finanzchefs überlassen. In Zeiten wie diesen (und angesichts möglicher Hedgefonds-Aktivitäten gegen Apple) war es diesmal wohl notwendig, dass “His Steveness” selbst das Zahlenwerk interpretiert und die (wie immer ziemlich vagen) Aussichten formuliert.
Laut Jobs hat Apple im abgelaufenen Quartal nicht nur den Blackberry-Hersteller RIM überrundet, sondern sich an Platz drei der Liste der weltgrößten Handy-Hersteller gesetzt (nach Umsatz gerechnet).
Let’s look at the ranking — Nokia is clearly number one at 12.7 billion; Samsung number two at 5.9 billion; Apple is number three at 4.6 billion; Sony Ericsson, number four at 4.2; LG, number five at 3.4 billion; Motorola, number six at 3.2; and RIM number seven at 2.1. Pretty amazing.
Now, both of these things, beating RIM in units and becoming the third largest mobile supplier in revenues are amazing feats but part of this was the result of expanding into over 50 countries and there’s no guarantee that sustained sales will equal initial sales. And who knows what the future results will be, given the worldwide economic slowdown but we actually outsold RIM last quarter and ranked as the third largest mobile phone supplier in revenues. Not bad for being in the market for only 15 months.
(Den gesamten Conference-Call kann man hier anhören. Silicon Alley Insider hat in einem wahnsinnigen Tempo live den Call mitgebloggt und die wichtigsten Zitate im Wortlaut aufgeschrieben.)
Bei diesem Wachstumstempo könnte Apple bald nicht nur RIM hinter sich lassen, sondern auch Microsoft mit seinem Smartphone-System Windows Mobile. Die Ballmer-Company musste zum Ende des Geschäftsjahres 2007/2008 Ende Juli eingestehen, dass die Absatzprognosen von “über 20 Millionen Stück” nicht erreicht wurden und nur 18 Millionen Geräte einen Käufer fanden.
Mal sehen, wann Steve Ballmer das Lachen über das iPhone im Hals stecken bleibt.
Read My Lips: Apple Is a Netbook Maker – Bits Blog – NYTimes.com.
Okt 20, 2008
Finger weg vom “iPhone 3G” der "Willison HK Corporation Limited"
Okt 16, 2008
Der spannende Wettlauf zwischen Grafikchips und den CPUs
Das wird ein spannender Wettbewerb. Chip-Generalisten wie Intel und Grafik-Spezialisten wie Nvidia werden in den kommenden Monaten darum streiten, wer die Leistung moderner Personal Computer mehr nach vorne treiben kann. Intel drängt dabei mit seiner x86-kompatiblen Architektur immer stärker in die Geschäftsfelder von Nvidia, ATI & Co. und weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Millionen von Programmierern in der Lage sind, Software für die Standard-PC-Architektur zu schreiben. Nvidia dagegen betont gerade die Unabhängigkeit von der technisch antiquierten x86-Architektur als Systemvorteil. Lesenswert ist in diesem Zusammenhang das Interview der FAZ mit Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang.
Während Hauptprozessoren erst vor fünf Jahren mit mehr als nur einem Rechenkern ausgestattet wurden, arbeiten Grafikprozessoren schon lange mit mehreren Rechenkernen; während erstklassige Hauptprozessoren heute über vier Rechenkerne verfügen, kommen Grafikchips auf 240 Kerne; während ein Hauptprozessor in der Regel alles Schritt für Schritt abarbeitet, kann ein Grafikprozessor viele Rechenoperationen gleichzeitig ausführen. Das ist es, was ihn so schnell und einen Heimcomputer zum Multimediagerät macht.
Nvidia-Chef Huang: „Wir revolutionieren die Computer“ – Netzwirtschaft – Wirtschaft – FAZ.NET
Okt 14, 2008
Neues Produktionsverfahren für Notebooks eröffnet Apple neue Optionen
Steve Jobs verkündete zwar am Dienstag in Cupertino nicht den von vielen Apple-Fans erhofften Einstieg in die Netbook-Klasse, in der zur Zeit Asus, MSI, Dell u.a. spektakuläre Absatzerfolge feiern. Die Bemerkung von Jobs (“that’s a nascent market that’s just getting started”) würde ich aber nicht als endgültige Absage bewerten.
Interessant auch die Antwort von Steve Jobs, warum Apple keine Blu-ray-Laufwerke anbiete: “Blu-ray is just a bag of hurt. It’s great to watch the movies, but the licensing of the tech is so complex, we’re waiting till things settle down and Blu-ray takes off in the marketplace.” Außerdem gebe es im iTunes Store doch HD-Filme zum Herunterladen.
Heiß diskutieren wird die Szene vermutlich auch die Entscheidung von Apple, keine matten Bildschirme für seine Laptops mehr anzubieten. Phil Schiller sagte dazu: “You offset the reflection by the brightness, and consumers love it. One of the great things about a notebook is you can turn it however you want!” Meiner Erfahrung nach gibt es aber auch sehr unterschiedliche Qualitäten von “glossy”: Manche glänzen wirklich wie ein Spiegel, bei anderen gibt es diese störenden Effekte kaum.
Als neue Größe für Leistung eines Notebooks hat Apple heute Abend die Mächtigkeit der Grafikchips eingeführt. Apple setzt nun nicht mehr auf einen integrierten grafikchip von Intel, sondern auch GPUs von Nvidia. Im MacBook Pro steckt neben dem GeForce 9400M zusätzlich noch ein GeForce 9600M GT mit 32 CUDA-Units, der sich aber bei (Strom)-Bedarf auch abschalten lässt.
Die technischen Details hat heise.de sorgfältig und sachkundig aufgeschrieben.
Neu ist auch das Touchpad aus Glas ohne eigene Tasten (weil das Touchpad selbst eine große Taste darstellt). Ich bin gespannt, wie sich das im Alltag anfühlt und ob es wirklich so praktisch ist, wie die Apple-Leute sagen.
Noch eine Sache ist mir aufgefallen. Der grandiose Selbstdarsteller Steve Jobs hat bei diesem Event wieder seinem Team viel Platz auf der Bühne eingeräumt. Neben Tim Cook, der die jüngste Erfolgsgeschichte der Macintosh-Rechner auf dem PC-Markt erläutern durfte, bat Jobs diesmal Jony Ive, Apples scheuen Design-Chef, vor das Publikum in der kleinen “Town Hall” auf dem Apple-Campus in Cupertino. Und für diejenigen, die das mit jüngsten Spekulationen um die Gesundheit des Apple-CEO in Verbindung brachten, hatte Jobs auch eine Folie mit dabei. “110/70 – Steve’s blood pressure”.
Okt 13, 2008
“Jailbreak” und “Unlocking” für das iPhone und iPhone 3G
Update: Siehe auch
Jailbreak
„Jail“ engl. Gefängnis bezieht sich auf die vielfältigen Restriktionen, die Apple dem iPhone auferlegt hat und die auch etliche iPhone-Besitzer nerven, die in Deutschland einen ganz normalen T-Mobile-Vertrag für das iPhone haben. Es geht dabei vor allen um die Einschränkungen beim Lese- und Schreibzugriff des internen Mediums. Die Besitzer eines iPhones können nämlich nicht ohne weiteres auf System-Dateien des iPhones zugreifen. Außerdem kann das iPhone nicht wie ein iPod als externe Festplatte gebraucht werden.
Mit einem „Jailbreak“ oder „Jailbreaking” wird das gesamte iPhone-Dateisystem geöffnet. Nach einem „Jailbreak“ sind also auch Lese- und Schreibzugriffe auf System-Dateien sowie Medien-Dateien möglich. Man kann auf der Basis von Übertragungs- bzw. Sharingprotokollen wie SFTP oder AFP auf das iPhone zugreifen. Dabei kann man Programme wie Cyberduck oder Transmit einsetzen. Unix-Experten freuen sich außerdem, dass man „gejailbreakte“ iPhones über OpenSSH steuern kann.
(…)
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