Erster Apple Store Deutschlands in München – und was ist mit Hamburg?

München, Berlin, Frankfurt, Düsseldorf und Köln. Wer hat Ron Johnson, dem Chef der Retail-Abteilung von Apple, nur diese Reihenfolge für die Eröffnung von Apple Stores in Deutschland eingeflüstert? Immerhin, siebeneinhalb Jahre nach der Eröffnung der ersten Apple Stores in Tysons Corner (Virginia) und Glendale (Kalifornien) wird noch vor Weihnachten in der Rosenstraße 1 in der Nähe des Marienplatzes in München ein Flagship-Store von Apple eröffnet. Und Apple Deutschland kann froh sein, dass die Auswahl der Amis nicht auf Oberammergau oder die Altstadt von Heidelberg gefallen ist.

Archibald Horlitz, Geschäftsführer von Gravis, reagierte heute ziemlich gelassen auf die neue Konkurrenz:

Der Apple-Store wird den deutschen Apple-Markt beleben. Noch mehr Kunden werden dadurch auf Apple-Produkte aufmerksam. Gleichzeitig wird die Sichtbarkeit der Marke Apple gestärkt. Davon profitiert auch Gravis, sofern die partnerschaftliche Zusammenarbeit weiter fortgeführt wird: sprich Fairness in den Punkten Warenverfügbarkeit und Preisgestaltung für die Endkunden. Ein Verdrängen der bisherigen Partner ist nicht im Interesse von Apple. Langfristig glauben wir, dass die Präsenz des Apple-Stores unsere Umsatzzahlen ankurbeln wird. Die Sichtbarkeit der Marke Apple wird sich durch den Apple-Store, in dem die Marke Apple zelebriert wird, vergrößern. Davon werden wir profitieren.

Mein dpa-Kollege Peter Kneffel war heute Vormittag in der Rosenstraße und hat diese Bilder aufgenommen:

(auf die Thumbnails klicken, um ein größeres Bild anzuschauen)

Erste Filiale: Apple steigt in deutschen Einzelhandel ein – Nachrichten Wirtschaft – WELT ONLINE

heise online – 27.11.08 – Erster deutscher Apple Store eröffnet in Münchner Rosenstraße

Bei dem Wetter fängt sich der dickste Bär einen Schnupfen

Alles über das iPhone-Software-Update 2.2

Apple hat dem iPhone mit dem kostenlosen Software-Update auf die Version 2.2 eine Reihe kleinerer Verbesserungen spendiert und gleichzeitig eine Sicherheitslücke geschlossen.

Das Moscone Center in San Francisco auf dem iPhone

Das Moscone Center in San Francisco auf dem iPhone

Die augenfälligste Neuerung ist die Einführung der Streetview-Funktion bei Google Maps. In Städten wie San Francisco, in denen Google bereits mit seinen Kamera-Wagen durch die Straßen gefahren ist, kann ein iPhone-Besitzer im Programm “Karten” auch die Straßenansicht der Google Maps aktivieren.

Die Autokorrektur beim iPhone kann nun ausgeschaltet werden

Die Autokorrektur beim iPhone kann nun ausgeschaltet werden

Für deutsche iPhone-Nutzer dürfte aber die Änderungen bei der Autokorrektur besonders von Bedeutung sein. Zum einen hat Apple nun der deutschsprachigen Version des iPhone-OS die nervende Angewohnheit abgewöhnt, fast alle Worte mit Vokalen durch unverständliche Umlaut-Kombinationen ersetzen zu wollen. Außerdem lässt sich die Autokorrektur-Funktion komplett abschalten.

Ich persönlich werde die Autokorrektur bei meinem iPhone 3G aktiviert lassen, denn wenn man die vorgeschlagenen Änderungen konsequent bestätigt bzw. ablehnt, lernt das System doch beachtlich dazu. Und es ist schon praktisch, wenn man ein häufig vorkommendes Wort wie “Grüße” einfach als “Grusse” durchschreiben kann und das System dann Umlaut und “ß” richtig einfügt. Ich kenne aber genügend iPhone-Anwender (darunter meine Frau), die keine Rechtschreib-Vorschläge von ihrem Smartphone haben möchten.

Weiterlesen bei iPhoneWorld.de.

Pressemitteilungen, die im Korrekturmodus von Word geschrieben werden …

… und hastig per Mail verschickt werden, sind für Journalisten schon interessant.

So sieht das dann im Mail-Eingangskorb aus

So sieht das dann im Mail-Eingangskorb aus

Das Eigentor von Lutz Heilmann

Über eine halbe Millionen Abrufe für den Wikipedia-Artikel über Lutz Heilmann

Über eine halbe Millionen Abrufe für den Wikipedia-Artikel über Lutz Heilmann

Wikipedia article traffic statistics

Lutz Heilmann stoppt die Sperrung von wikipedia.de

Na, wer da wohl bei Lutz Heilmann, dem grandiosen PR-Experten der Linken, angerufen hat?

Spektakuläre Sperrung: Linken-Politiker stoppt Kampf gegen wikipedia.de – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt

Heilmann (Linke) legt Konflikt mit Wikipedia bei • Lübecker Nachrichten

heise online – 16.11.08 – Wikipedia-Sperre: Bundestagsabgeordneter Heilmann kapituliert

Die Erklärung von Lutz Heilmann im Wortlaut:

Keine weiteren juristischen Schritte gegen Wikipedia

Zur Beendigung der juristischen Auseinandersetzung mit dem Wikimedia e.V. erklärt Lutz Heilmann:

Nachdem die falschen, ehrabschneidenden und deshalb mein Persönlichkeitsrecht verletzenden Inhalte weitgehend aus dem entsprechenden Artikel entfernt wurden, habe ich gegenüber dem Wikimedia e.V. erklärt, dass ich keine weiteren juristischen Schritte unternehmen werde und die Weiterleitung auf die Wikipedia-Inhalte unter http://de.wikipedia.org wieder geschaltet werden kann. Wikimedia e.V. kann also ab sofort die Inhalte der freien, nicht kommerziellen Internet-Enzyklopädie Wikipedia wieder über die URL www.wikipedia.de zugänglich machen. Ich bedaure außerordentlich, dass durch die von mir beantragte Einstweilige Verfügung des Landgerichts Lübeck die deutschen Wikipedia-Userinnen und -User in den letzten 24 Stunden keinen direkten Zugriff mehr auf die Wikipedia-Inhalte hatten. Mir ging es dabei keineswegs um Zensur, sondern schlicht um eine wahre Tatsachen-Darstellung. Der juristische Weg hat sich dafür insoweit als problematisch erwiesen, als durch die Struktur von Wikipedia die anderen Userinnen und User in Mitleidenschaft gezogen werden. Das war nicht meine Absicht. Gemeinsam mit Wikimedia e.V. werde ich nach anderen Wegen suchen, um den offenen und freien Charakter von Wikipedia so weiter auszugestalten, dass Persönlichkeitsrechte gewahrt bleiben.

P.S.:

Heilmann hatte bei Wikirage schon James Bond überholt (danke Christiane)

Wikirage - Darüber regt sich die Wikipedia-Community auf

Wikirage - Darüber regt sich die Wikipedia-Community auf

Die Linke und und das Web 2.0

Am Abend dieses 15. November 2008 bleiben für mich einige Erkenntnisse übrig:

Logo der Partei DIE LINKE

Parteilogo

1. Spitzenpolitiker der Linken wie Lutz Heilmann oder die stellvertretende Bundesvorsitzende Katina Schubert haben richtig viel Ahnung, wie das Mitmach-Internet Web 2.0 funktioniert. Wenn auf Community-Websites wie der Wikipedia nicht genehme Inhalte veröffentlicht werden, marschiert man zu Gericht und lässt per Einstweiliger Verfügung den Zugriff auf die Website www.wikipedia.de des deutschen Fördervereins Wikimeda e.V. sperren oder stellt Strafanzeige. Dass der Wikimeda e.V. nicht Betreiber der deutschsprachigen Wikipedia ist, spielt dabei keine Rolle.

Ein Besucher der Mitgliederversammlung der Linkspartei liest am 4.12.2005 in Neumünster einen Artikel über Lutz Heilmann. (Foto: Ulrich Perrey dpa)

Ein Besucher der Mitgliederversammlung der Linkspartei liest am 4.12.2005 in Neumünster einen Artikel über Lutz Heilmann. (Foto: Ulrich Perrey dpa)

2. Lutz Heilmann, der für die schleswig-holsteinischen Linken im Deutschen Bundestag sitzt, ist ein echter PR-Profi. Nun weiß jeder Web-User in Deutschland, wie der Wikipedia-Artikel über ihn beginnt:

Lutz Eberhard Heilmann (* 7. September 1966 in Zittau) ist ein deutscher Politiker (Die Linke). Heilmann ist der erste ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR, der in den Bundestag eingezogen ist.

Die Frage, ob gegen Heilmann wegen Bedrohung seines Ex-Partners ermittelt wird und ob dazu seine Immunität aufgehoben wurde (was Heilmann bestreitet), ist dabei in den Hintergrund gerückt.

3. Lutz Heilmann will nicht die freie Meinungsäußerung nicht einschränken. Nein, wie kann man nur auf diesen Gedanken kommen. Dem Portal Heise.de sagt der Jurist: “In dem Artikel standen falsche Tatsachenbehauptungen, die geeignet sind, meinen Ruf zu schädigen.” Er habe deswegen nicht nur Klage gegen Wikimedia Deutschland eingereicht, sondern auch drei Strafanträge gegen Wikipedia-Autoren gestellt, die diese Behauptungen eingestellt hätten. Wie gut, dass Heilmann über einschlägiges Fachwissen verfügt, denn schließlich hat er zwölf Jahre lang Jura studiert (1992 bis 1997 Jura-Studium an der FU Berlin und 1997 bis 2004 an der Christian-Albrechts-Universität Kiel) und darf sich Diplom-Jurist nennen.

4. Spiegel Online freut sich über schöne Zugriffszahlen auf diese Artikel:

Umstrittener Eintrag: Linke-Politiker lässt wikipedia.de sperren – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt

Biografien: Ein Stasi-Mann spaltet die Linkspartei – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik

Artikel – LINKSPARTEI- Stasi im Bundestag – SPIEGEL WISSEN – Lexikon, Wikipedia und SPIEGEL-Archiv

5. Im Programmatischen Gründungsdokument der Partei DIE LINKE vom März 2007 gibt es zwar einen länglichen Abschnitt “Wissenschaft und Bildung, Medien und Kultur”. Die Worte “Internet”, “Web” oder “online” tauchen in der “Geburtsurkunde” der PDS-Nachfolgepartei aber nicht auf. Immerhin finden einige Genossen das Verhalten von Heilmann peinlich. Und sehr beruhigend ist natürlich auch, dass die Links-Fraktion im Bundestag in Positionspapieren Vorkämpfer für die Freiheit im Internet ist:

Zu einem umfassenden Zugang zum Netz gehört für uns auch, dass Inhalte nicht beliebig gefiltert werden dürfen. Eine Zensur des Internets lehnen wir ab.

6. www.wikipedia.de ist nicht die Startseite der deutschsprachigen Wikipedia.

7. Am Landgericht Lübeck gibt es echte Internet-Koryphäen, die eine Website des Wikimedia Deutschland e.V. sperren, weil die Site auf die Internetadresse de.wikipedia.org weiterleitet. Dabei spielt es aus Sicht des hanseatischen Web-Experten vom Landgericht Lübeck auch keine Rolle, dass für die Inhalte des Lexikons die Wikipedia Foundation in den USA zuständig ist. Dabei lässt sich der Richter auch nicht von der Aussicht beeindrucken, dass seine Einstweilige Verfügung bald kassiert wird.

(Nachtrag)
8. Der Förderverein Wikimeda e.V. erlebt gerade eine kleine Spendenwelle. An einem Durchschnittstag laufen rund 3000 Euro Spenden ein, heute waren es 16.239,68 Euro. Hier kann man für die Wikipedia spenden.

CNN-"Hologramme" – Behind the Scenes

CNN gewährt einen Blick hinter die Kulissen seiner 3-D-Schalte zur Wahlnacht – und räumt ein, dass es kein echtes Hologramm war, sondern nur so aussah.

Drei Tage nach den Wahlen in den USA tauchen nun nähere Informationen auf, wie der US-Nachrichtensender CNN sein “Hologramm”-Debüt technisch umgesetzt hat.

In Chicgo errichtete CNN ein Zelt ein, in dem die Hologramm-Reporter während der Live-Gespräche mit den Kollegen im Wahlzentrum von CNN in New York gefilmt wurden.

Das Hologramm-Zelt von CNN

Das Hologramm-Zelt von CNN

Der runde Innenraum des CNN-Zeltes ist mit einer grünen Wand ausgeschlagen, um die Farbstanze (Bluescreen oder Greenscreen) verwirklichen zu können. in dem Raum befinden sich 35 High-Definition-Kameras. Der Reporter bzw. Studio-Gast steht in der Mitte.

Die Hologramm-Kameras im CNN-Zelt

Die Hologramm-Kameras im CNN-Zelt

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Das Hologramm-Debüt von CNN zur US-Wahl

CNN-Reporterin Jessica Yellin als Hologramm bei Wolf Blitzer

CNN-Reporterin Jessica Yellin als Hologramm bei Wolf Blitzer

Zu den Wahlen in den USA hat der Nachrichtensender CNN tief in seine technische Trickkiste gegriffen. Die in Chicago stationierte CNN-Reporterin Jessica Yellin wurde als “Hologramm” in das zentrale CNN-Wahlstudio nach New York zum Gespräch mit Moderator Wolf Blitzer “gebeamt”. Und da zu diesem Zeitpunkt erst wenige Ergebnisse aus den US-Bundesstaaten vorlagen, konnte Blitzer ausführlich mit Yellin über die “dreidimensionale Hologramm-Technologie” plaudern.

Im Kern handelte es sich dabei um einen Blue-Box-Trick. Yellin stand in Chicago abgeschirmt in einem Zelt mit einem einfarbigen Hintergrund und konnte somit in das Live-Bild aus New York eingeblendet werden. Diesem Blue-Box-Trick waren auch die leuchtenden Konturen von Yellin geschuldet. Sie fühle sich wie Prinzessin Leia aus den populären Star-Wars-Filmen, sagte die CNN-Korrespondentin.


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Neues Launch-Datum für das Garmin Nüvifone: St.-Nimmerleins-Tag

Nüvifone-Mockup von Garmin

Nüvifone-Mockup von Garmin

Bei ubergizmo lese ich, dass Garmins Nüvifone nicht mehr wie ursprünglich geplant in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Der Launch soll nun in der “ersten Jahreshälfte 2009″ stattfinden, scheibt IntoMobile. Ich glaube ja eher, dass der Marktstart auf den St.-Nimmerleins-Tag in zweitausendwasweißich verschoben wurde. Auf der CES im vergangenen Januar in Las Vegas und auf der CeBIT im März hatten die Garmin-Leute noch so getan, als stünde die Massenproduktion unmittelbar bevor.
Selbst wenn das Nüvifone noch kommen sollte. Zwischen dem phänomenal erfolgreichen iPhone und der Riege der dann erhältlichen Smartphones mit dem Google-System Android wird der Platz verdammt eng. Einen Preis hat das Nüvifone aber verdient: Die beste Vaporware 2008.

Garmin Nuvifone Delayed To 2009

Garmin: nuvifone still on schedule for first half of 2009