“Wo ist der Computer?” – Apple präsentiert dritte iMac-Generation

Von | Apple, Personal Tech

Flach und elegant. So kommt der neue iMac von Apple daher. Der gesamte Computer steckt hinter dem LCD. Apple reklamiert für sich, den flachsten PC der Welt auf den Markt gebracht zu haben.

1998 hat Apple Computer mit der Einführung des bunten iMac den Designtrend für die gesamte Branche gesetzt. Vier Jahre später löste die zweite iMac-Generation in der Form einer überdimensionalen weißen Schreibtischlampe den “Knuddel-iMac” ab. Und nun will Apple mit der dritten-Auflage des iMacs erneut Design- und Computergeschichte machen. Auf der Apple Expo in Paris stellte der kalifornische Computerhersteller seinen neuen iMac G5 vor, der erstmals mit dem neuen PowerPC-Prozessor von IBM arbeitet.

Apple hat diesmal den ganzen Computer in einen Flachbildschirm integriert. «Das ganze System inklusive einem 17-Zoll oder 20-Zoll-Display ist kaum dicker als 5 Zentimeter – die Leute werden sich fragen: „Wo ist denn da der Computer geblieben?“», fragte Apple-Marketing-Chef Philip Schiller ironisch. «Ähnlich wie der iPod den portablen Music Player neu definiert hat, setzt der neue iMac G5 neue Maßstäbe bei den Consumer-Desktops.» Apple nimmt dabei für sich in Anspruch, den schmalsten Computer der Welt auf den Markt gebracht zu haben. «Dünn wie nie» lautete dementsprechend die Schlagzeile der Live-Berichterstattung auf der Website der «Wirtschaftswoche».

Der Start der dritten iMac-Generation verlief holpriger, als es die glanzvolle Veranstaltung in Paris vor einer begeisterten Apple-Kundschaft glauben machte. Apple musste den Start des iMac um zwei Monate verschieben, nachdem IBM als Lieferant des PowerPC G5 Mikroprozessors nicht genügend Stückzahlen liefern konnte. In den USA verpasste damit ein Teil des wichtigen «Back-to-School»-Geschäfts, zu dem sich im August traditionell Schüler und Studenten zum neuen Schuljahr mit neuer Hardware eindecken.

Ob Apple nun im September genügend iMacs ausliefern kann, steht auch in den Sternen: Merrill-Lynch-Analyst Steve Milunovich macht sich immer noch Sorgen über den Chip-Lieferengpass. «Wir haben weiterhin Bedenken, dass IBM die G5-Chips nicht in dem von Apple benötigten Volumen liefern kann, aber IBM-Manager haben Verbesserungen bei der Produktion angedeutet.»

Apple hofft nun, dass das schlichte und elegante Design bei den Kunden so gut ankommt wie bei den Vorgängermodellen. Über 7,5 Millionen Exemplare des iMacs hat in den vergangenen sechs Jahren verkauft. Der weiße Kompaktcomputer ruht auf einem schlanken Aluminium-Fuß. Auf der Rückseite des Bildschirms befinden sich alle Schnittstellen. Für den Zugang zum Internet oder die Verbindung zum Drucker oder Tastatur kann der iMac mit Drahtlos-Komponenten (WLAN und Bluetooth) ausgestattet werden, so dass kein Kabelsalat mehr entsteht.

Apple bietet drei verschiedene Modelle des iMacs an: Das 17-Zoll-Modell besitzt wahlweise einen 1,8 GHz PowerPC-G5-Prozessor und ein SuperDrive-Laufwerk für das Brennen von DVDs (1.579 Euro) inkl. MwSt. oder einen 1,6 GHz PowerPC G5 Prozessor und ein Combo-Laufwerk, mit dem man DVDs abspielen oder CDs brennen kann (1.369 Euro inkl. MwSt.). Im großen 20-Zoll-Modell (1.999 Euro inkl. MwSt.) steckt ein 1,8 GHz PowerPC G5-Prozessor und ein SuperDrive-Laufwerk. Die Systemarchitektur wurde völlig neu entwickelt und unterstützt nun einen bis zu 600 MHz schnellen Frontside-Bus, 400 MHz DDR Speicher, der auf bis zu 2 GB erweiterbar ist, AGP 8x Grafik und schnelle Serial ATA-Festplatten mit bis zu 250 GB. Der neue iMac G5 ist serienmäßig mit einer NVIDIA Grafikkarte ausgestattet.

Die neuen iMacs G5 sind weltweit ab Mitte September im Apple Store (http://www.apple.com/germanstore) und im Apple Fachhandel erhältlich.

Die Spezifikationen im Detail:

Der neue iMac G5 für EUR 1.369 inkl. MwSt. verfügt über:

* ein 17” Breitbild-LCD mit 1440×900 Pixel Auflösung;

* einen 1,6 GHz 64-Bit PowerPC G5-Prozessor;

* 256 MB 400 MHz DDR SDRAM;

* ein Combo (DVD-ROM/CD-RW)-Laufwerk;

* eine NVIDIA GeForce FX 5200 Grafikprozessor mit 64 MB Videospeicher;

* zwei FireWire 400, drei USB 2.0 und zwei USB 1.1-Anschlüsse;

* 10/100-BASE-T-Ethernet und ein 56K V.92 Modem;

* interne Unterstützung für AirPort Extreme WLAN und Bluetooth;

* eine 80GB Serial ATA Festplatte (7200 rpm); sowie

* integrierte Stereo-Lautsprecher und Mikrofon.

Der neue iMac G5 für EUR 1.579 inkl. MwSt. verfügt über:

* ein 17” Breitbild-LCD mit 1440×900-Pixel Auflösung;

* einen 1,8 GHz 64-Bit PowerPC G5-Prozessor;

* 256 MB 400 MHz DDR SDRAM;

* ein SuperDrive (DVD-R/CD-RW)-Laufwerk;

* eine NVIDIA GeForce FX 5200 Grafikprozessor mit 64 MB Videospeicher;

* zwei FireWire 400, drei USB 2.0 und zwei USB 1.1-Anschlüsse;

* 10/100-BASE-T-Ethernet und ein 56K V.92 Modem;

* interne Unterstützung für AirPort Extreme WLAN und Bluetooth;

* eine 80GB Serial ATA Festplatte (7200 rpm); sowie

* integrierte Stereo-Lautsprecher und Mikrofon.

Der neue iMac G5 für EUR 1.999 inkl. MwSt. verfügt über:

* ein 20” Breitbild-LCD mit 1680×1050-Pixel Auflösung;

* einen 1,8 GHz 64-Bit PowerPC G5-Prozessor;

* 256 MB 400 MHz DDR SDRAM;

* ein SuperDrive (DVD-R/CD-RW)-Laufwerk;

* eine NVIDIA GeForce FX 5200 Grafikprozessor mit 64 MB Videospeicher;

* zwei FireWire 400, drei USB 2.0 und zwei USB 1.1-Anschlüsse;

* 10/100-BASE-T-Ethernet und ein 56K V.92 Modem;

* interne Unterstützung für AirPort Extreme WLAN und Bluetooth;

* eine 160GB Serial ATA Festplatte (7200 rpm); sowie

* integrierte Stereo-Lautsprecher und Mikrofon.

—–

Kommentarfunktion deaktiviert.

Audrey, IBM Shoebox, ViaVoice, Dragon, Siri, Google Now, Cortana: Die Geschichte der automatischen Spracherkennung

1962 präsentierte IBM ein Spracherkennungssystem, das nur...

Wie mit dem MITS Altair 8800 die PC-Revolution begann

Die Ausgabe der Elektronik-Zeitschrift “Popular...

15 Jahre Windows 95 – Wie Microsoft die Software-Geschichte umschreibt

Heute vor 15 Jahren, am 24. August 1995, brachte Microsoft...

Das war quasi mein iPod, damals

Ich räume gerade unsere Wohnung in Hamburg auf, um den...