Keep it simple

Von | Apple

Apple-Chef Steve Jobs erzählte Journalisten zur Eröffnung der Apple-Expo in Paris, warum er so wenig Spaß an der breiten Palette der Konsumartikel hat. Alles eine Frage des Designs und der Einfachheit. 

Apple-Führungsquartett
Foto: Christoph Dernbach
Timothy D. Cook, Executive Vice President Worldwide Sales and Operations, Steve Jobs, CEO, Jon Rubinstein, Senior Vice President iPod Division und Philip W. Schiller, Senior Vice President Worldwide Product Marketing: das Führungsquartett von Apple auf der Apple-Expo in Paris

Die Suche nach einer guten Waschmaschine soll im Haushalt der Familie Jobs vor jahren eine größere Debatte ausgelöst haben. Die gängigen US-Modelle waren dem Apple-Chef zu hässlich und zu umweltfeindlich. Schlielich soll er bei einer Miele-Maschine gelandet sein. Und auch sonst schint sich Jobs beim Konsum schwer zu tun. Auf einer Pressekonferenz zum Auftakt der Apple Expo in Paris wurde Jobs gefragt, wann er zuletzt ein cooles Produkt gekauft habe, das nicht von Apple stammt. “Ich sehe so viele Dinge, aber sie gefallen mir nicht. Kein gutes Design. Darum habe ich aufgehört, mir solche Sachen zu zu kaufen.” Ganz stimme das natürlich nicht. Zuletzt habe ihm ein Fahrrad richtig Spaß gemacht.

Zuvor hatte Jobs versucht, den Journalisten das Geheimrezept der Apple-Produkte nahezulegen. Das Leben – zumindest in der westlichen Welt sei ohnehin schon “busy” genug. Da brauche man keine Geräte, die das leben noch kompizierter machen. “Achten Sie doch mal auf Ihre tollen Mobiltelefone. Wissen sie, dass Sie nur 5 Prozent aller darin angelegten Funktionen nutzen, weil Sie entweder gar nicht wissen, dass sie da sinmd – oder aber keine Lust haben, sie aus irgendwelchen Menues herauszukramen. Nein, wir haben einfach zu wenig Zeit, um uns mit Technologien herumzuschlagen, die offenbar nur auf der Suche sind, ein (nicht vorhandenes) Problem lösen zu wollen.”

Ganz nebenbei feuerte Jobs der “gierigen” Musikindustrie einen Schuss vor den Bug, die die Preise im iTunes Musicstore über 99 ziehen wolle. Einen Überblick über die Berichte findet man bei Fscklog. Lesenwert auch der Weblog-Eintrag des Kollegen Bernd Graff von der Süddeutschen Zeitung, der schwer mit der US-Tastatur an einem französischen Mac zu kämpfen hatte.


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