Warten auf Zune 3.1

 Zune-Player von Microsoft
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Zune-Player von Microsoft

„Dead on Arrival“. Das Urteil über Microsofts Musikplayer Zune von Molly Wood, Host des CNET-Podcasts Buzz Out Loud, fiel harsch aus. Sie stört sich weniger am „Sowjetunion-Design“ des Geräts, sondern dass Microsoft die WIFI-Kapazitäten des Zunes nur halbherzig für eine überregulierte P2P-Funktion einsetzt. Zwar kann man mit dem Zune einzelne Songs drahtlos auf einen anderen Zune übertragen. Der Empfänger kann das Lied aber nur drei Mal anhören, bevor das Microsoft-DRM zuschlägt. Molly fragt sich, warum der Zune nicht auf das Internet zugreifen kann/darf, warum ein Online-Kauf von Songs mit dem Zune (ohne den Umweg über den PC) nicht möglich ist – oder zumindest der drahtlose Sync mit dem PC.

Andere Rezensenten kamen zu einem ähnlich kritischen Urteil über den Zune (nicht nur die Apple-Freund David Pogue von der New York Times und Walt Mossberg vom Wall Street Journal). Selbst Athima Chansanchai, Reporter vom Seattle Post Intelligencer, kann sich nicht wirklich für den Zune begeistern. Nur das Display und die farbenfrohe Benutzeroberfläche des Zune kommen in den Reviews in der Regel gut weg.
Die Liste der Features, die der Zune aber gegenüber einem iPod vermissen lässt, ist selbst für Lokalpatrioten in Seattle zu lang: Kein Support für Audiobooks und Podcasts, Player nicht als externe Festplatte nutzbar, keine Videos im Zune-Store, nur unter Windows XP einsetzbar …

Immerhin hat der (schwarze) Zune es zwischenzeitlich auf Platz 6 der meist verkauften Elektronik-Artikel bei Amazon geschafft (auf Platz 2,3 und 4 befinden sich iPods). Inzwischen fällt er aber schon wieder zurück (zur Zeit auf Platz acht).

Zune in der CNN ‚American Morning‘-Show:

(nein, der Zune hat keine E-Mail-Funktion)

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