Hilfe!!! Stiftung Warentest schreibt über das MacBook

Von | Apple, Medien

Titelbild “test” Ausgabe Juli 2007Computer von Apple und Stiftung Warentest – da prallten schon in der Vergangenheit immer wieder Welten aufeinander. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “test” (Juli 2007) haben die Verbraucherschützer aus Berlin zehn unterschiedliche Notebooks unter die Lupe genommen (”Notebooks im Test – Schlappe Akkus”), darunter neun mit Windows Vista und ein Apple MacBook mit Mac OS X. Dabei verteilen die Redakteure für das MacBook zunächst gute Noten: Sie loben die längste Akku-Laufzeit unter den Testkandidaten und beurteilen das Apple-Notebook als “besonders mobil einsetzbar”.

Im letzten Kapitel des Testberichts werden potentielle MacBook-Käufer jedoch ganz schön in die Irre geführt. Zunächst empfiehlt “test”, das MacBook mit Windows parallel zu Apples Betriebssystem Mac OS X aufzurüsten: “Dadurch wird das MacBook vielseitiger.” So weit, so gut. Doch dann erwähnt “test” nur die Apple-Hauslösung “Bootcamp”, mit der man Windows auf dem MacBook zum Laufen bekommt und führt ausführlich die Nachteile dieser Lösung auf: “Die friedliche Koexistenz der Betriebssysteme ist für den Anwender aber nicht frei von Spannungen: Um das Betriebssystem zu wechseln, muss er den Rechner neu starten. Einfach umschalten kann man nicht. Außerdem schreibt Apple nichts auf den Windows-Teil der Festplatte, und Windows kann den Apple-Teil der Festplatte nicht einmal lesen. Das erschwert den Austausch der Daten und setzt zum Beispiel einen vermittelnden USB-Stick voraus.”

Haben die “test”-Redakteure noch nie etwas von Parallels for Mac gehört? Oder von VMware Fusion für den Mac? Okay, diese Lösungen sind nicht kostenlos wie Bootcamp, dafür haben sie nicht die Nachteile der VM-Software von Apple. Mac- und Windows-Anwendungen laufen unter “Parallels” und “Fusion” tatsächlich parallel, Daten zwischen den beiden Welten können direkt ohne den Umweg über den USB-Stick ausgetauscht werden.

Parallels kostet rund 80 Euro (bei Werbeaktionen machmal auch schon für 50 Euro zu haben), VMware Fusion steht in einer Testversion (30 Tage) kostenlos zum Download bereit. Die Final Version kostet 79 Dollar. Und schließlich gibt es noch das Programm Crossover (60 US-Dollar), mit dem etliche Windows-Anwendungen ohne die Installation von Windows auf dem Mac OS X zum Laufen gebracht werden können.

Ein kurzer Hinweis auf Parallels, VMware Fusion oder Crossover hätte die Leser von “test” auf die richtige Spur gebracht.

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