Mein Urteil zum iPhone von T-Mobile

Von | Apple, Entertainment Tech, Personal Tech

Wie man dem ein oder anderen Blogeintrag hier entnehmen konnte, habe ich mich in den vergangenen Wochen intensiver mit dem iPhone auseinandergesetzt. Seit knapp zwei Wochen arbeite ich mit einem Testgerät, das mir von T-Mobile und Apple zur Verfügung gestellt wurde. Die Übergabe in einem Hamburger Hotel habe ich – im Gegensatz zum FAZ-Kollegen Michael Spehr – nicht als „Männchen-Machen“ vor Apple und T-Mobile empfunden. Wann hat man schon die Gelegenheit sich von Bob Borchers, dem Senior Direktor des weltweiten iPhone-Produktmarketings (und inzwischen ziemlich berühmten Hauptdarsteller in den iPhone-Tutorials), das iPhone persönlich erklären zu lassen?

Die Kollegen, die das iPhone ebenfalls im Test hatten (oder mit einer gehackten Version eines US-iPhones gearbeitet haben), haben unisono die Tarifgestaltung von T-Mobile unter Beschuss genommen, die ich in manchen Details (Minuten- statt Sekundenabrechnung, Datendrossel ab einer gewissen Menge) auch kleinkariert finde. Doch fairerweise muss man aber auch sehen, dass Datenflatrates in Deutschland derzeit zwischen 30 und 50 Euro kosten. Außerdem gibt es bislang keine Tarife, in denen die Nutzung der 8000 Telekom-Hotspots bereits inklusive ist wie beim iPhone.

Meine Texte die im dpa-Basisdienst bzw. im dpa-Themendienst gelaufen sind, findet man u.a. hier:

Apples iPhone: In Deutschland kein Schnäppchen – PC-WELT

heise online – T-Mobile fiebert der Deutschland-Premiere des iPhones entgegen

Außerdem habe ich das iPhone für die MACup getestet, die den Bericht am Montag online gestellt hat:

iPhone im Test: Objekt der Begierde – MACup news

Dort lautete mein Fazit:

Das iPhone besticht mit seinem innovativen Bedienungskonzept, das selbst Technikmuffel begeistert. Das klare und hochauflösende Display macht das Apple-Handy außerdem zu einem klasse Multimedia-Player für unterwegs. Einen neuen Standard für das mobile Internet setzt Apple mit dem Safari-Browser und der mobilen Version der Google Maps. Als E-Mail-Client wird das iPhone vermutlich nicht in die Domäne des Blackberry einbrechen, da er gegenüber der Speziallösung nicht alle Funktionen bietet, die RIM entwickelt hat. Für Otto Normaluser war es aber noch nie so einfach, einen mobilen E-Mail-Account einzurichten. Die mangelnde Unterstützung von UMTS hat sich im Test als weniger folgenreich herausgestellt als vorab vermutet. Der Verzicht auf einen Wechselakku hat bei Apples iPods schon Tradition, nervt aber immer noch.

Die Hauptkritikpunkte beziehen sich auf die Tarifgestaltung von T-Mobile. Die Abrechnung im Minutentakt und die Datenbremse für Vielsurfer im EDGE-Netz liefern nur den Wettbewerbern Argument und legen ein Zeugnis über den Kleinmut ab, der offenbar im Bonner Telekom-Turm noch immer herrscht.

Gespannt dürfen die iPhone-Besitzer auf die neue Software sein, die vom Februar 2008 an mit dem iPhone-SDK für das Kulthandy entwickelt werden kann. Zahlreiche Programmierer stehen schon standby, um das iPhone noch kultiger und noch werthaltiger zu machen.

Nachtrag: Zum Thema Daten-Geschwindigkeit hat das iPhone Infoblog einen schönen Vergleichstest EDGE vs. UMTS (iPhone vs. Nokia E61i) auf Video aufgenommen. Das Ergebnis deckt sich auch mit meinen Erfahrungen (iPhone im Vergleich zum Nokia N95).

One Response to " Mein Urteil zum iPhone von T-Mobile "

  1. […] von den 175 Kollegen, die laut Martin dieser Tage noch auf eine Teststellung warten). Er fasst seine Erfahrungen so zusammen: Das iPhone besticht mit seinem innovativen Bedienungskonzept, das selbst Technikmuffel […]

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