Im iPhone (der ersten Generation) und dem iPod Touch steckt bekanntlich kein GPS-Empfänger. Trotzdem kann man ab der aktuellen Firmware 1.1.3 halbwegs präzise den Standort des iPhone ermitteln.

Wie das funktioniert, hat Steve Jobs in groben Zügen in seiner Keynote auf der MacWorld Expo erläutert:

Geo-Experte Gerd Kamp hat sich die von Apple benutzte Lösung genauer angeschaut, die zum einen auf einem Geo-Service von Skyhook Wireless sowie einer GPS-Funkmastenauswertung durch Google aufbaut. Danach hat Skyhook in den USA zwar bereits etliche Städte mehr oder weniger komplett erfasst. Die Karte der Abdeckung der USA besteht aber größtenteils aus weißen Flecken.

Coverage Skyhook in den USAImmerhin deckt die Skyhook-Datenbank nach Angaben des Unternehmens in den 70% USA, Kanada und Australien 70 Prozent der Bevölkerung ab. Ende März 2008 in den “top 50 metropolitan areas of Europe” präsent sein, um so die Hälfte der Bevölkerung in Großbritannien, Frankreich und Deutschland zu erfassen.

Deutlich mehr Hotspots sind übrigens bei dem offenen Netzwerk WIGLE (Wireless Geographic Logging Engine) erfasst, bei dem angemeldete User so genannte Stumble-Protokolle mit dem Daten von WLAN-Hotspots hochladen, die mit Programmen wie NetStumbler oder Kismet/Kismac erstellt werden.

Als FONero, der in einer ruhigen Straße in Hamburg-Eimsbüttel eher wenig public Traffic auf dem FON-Hotspot hat, könnte ich mir vorstellen, dass die abertausenden FON-Hotspots bei einer flächendeckenden WLAN-Triangulation irgendwann auch mal eine konstruktive Rolle spielen können.

(Update, 23. Januar): FON-Chef Martin Varsavsky hat im vergangenen Herbst Steve Jobs getroffen und erzählt in diesem Video von dem 90minütigen Meeting:

Vorerst werden wohl aber die Daten aus den GSM-Sendemasten, die von Google ausgewertet werden, die größere Rolle bei der Ortung von Handys ohne GPS spielen.

≈ Relations › Skyhook Wireless, Wardriving, WiGLE and Newspapers

Update: Siehe auch: Skyhook Reels In Apple, iPhone for Geolocation – All Points Blog