Allgemein

Wieder Bewegung auf der Baustelle des geplanten Apple Stores in Berlin

Eigentlich hatten viele Berliner die Premiere des Apple Stores am Kurfürstendamm schon zum vergangenen Weihnachtsgeschäft erwartet. Seit Sommer 2011 sind die Fenster der ehemaligen Filmbühne Wien am Kurfürstendamm 26 mit schwarzer Folie abgeklebt. Doch im Innern des ehemaligen Union-Palastes hat sich in den vergangenen Monaten wenig getan, zumindest was man von der Straße aus beobachten kann.

Doch in dieser Woche kam Bewegung auf die Baustelle. Am Mittwoch wurde das untere Drittel der Fassade mit einem Gerüst versehen. Am Donnerstag und Freitag schalten Bauarbeiter das Gerüst mit einer Sperrholz-Fassade ein.

So sieht das nun aus:

Die Baustelle des Apples Stores in Berlin im Januar 2012

Die Baustelle des Apples Stores in Berlin im Januar 2012

Blick hinter die Holzfassade

Blick hinter die Holzfassade

Die Baustelle des Apples Stores in Berlin im Januar 2012

Die Baustelle des Apples Stores in Berlin im Januar 2012

Die Baustelle des Apples Stores in Berlin im Januar 2012

Die Baustelle des Apples Stores in Berlin im Januar 2012

Die Baustelle des Apples Stores in Berlin im Januar 2012

Die Baustelle des Apples Stores in Berlin im Januar 2012

Die Baustelle des Apples Stores in Berlin im Januar 2012

Die Baustelle des Apples Stores in Berlin im Januar 2012

Die Baustelle des Apples Stores in Berlin im Januar 2012

Die Baustelle des Apples Stores in Berlin im Januar 2012

Die Baustelle des Apples Stores in Berlin im Januar 2012

Die Baustelle des Apples Stores in Berlin im Januar 2012

So sah der ehemalige Union-Palast im Januar 2011 aus

So sah der ehemalige Union-Palast im Januar 2011 aus

Microsoft-Showroom in Berlin am Kurfürstendamm (2007)

Microsoft-Showroom in Berlin am Kurfürstendamm (2007)

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Wie die Pressemitteilungen der Android-Partner zum Kauf von Motorola Mobility durch Google entstanden sind

Dear “partner” when talking about Google’s Motorola acquisition you must use the following template or your license will be terminated.

Google’s

to

Android and its

.

Once approved your quote will appear here.

Google’s Android Press Release Generator

Pressekonferenz der Piratenpartei zur Beschlagnahme der Server – 20. Mai 2011

Das Internet-Angebot der Piratenpartei Deutschland ist durch eine Polizeiaktion vom Netz genommen worden: Die Staatsanwaltschaft Darmstadt habe am Freitag «eine Vielzahl» von Servern beschlagnahmen lassen, teilte die Organisation mit. Das Verfahren richte sich aber nicht gegen die Partei selbst, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Aktion, an der auch das Bundeskriminalamt (BKA) beteiligt war, gehe vielmehr auf ein französisches Rechtshilfeersuchen zurück. Dabei geht es um einen Angriff auf die IT-Infrastruktur des französischen Stromkonzerns Électricité de France SA durch die Hackergruppe Anonymous. Details nannten Sprecher der Partei heute in Berlin auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Hier die Audio-Aufzeichnung von der Pk, die ich mit meinem iPhone aufgenommen habe:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Download MP3-Datei (wenn Adobe Flash für den Audio-Player nicht unterstützt wird)

Sprecher:

Christopher Lauer, Piratenpartei Berlin (@Schmidtlepp)
Bernd Schlömer, stellvertr. Vorsitzender Piratenpartei Deutschland (@BuBernd)
Pavel Mayer, Piratenpartei Berlin (@pavel23)

Als Ergänzung noch ein Video von Golem.de: Bernd Schlömer über die Beschlagnahmung der Server der Piratenpartei Deutschland (4:31)

Die Rücktrittsrede von Karl-Theodor zu Guttenberg als Wordle-Tag-Cloud

Rücktritts-Rede von Karl-Theodor zu Guttenberg als Wordle-Tag-Cloud

Rücktritts-Rede von Karl-Theodor zu Guttenberg als Wordle-Tag-Cloud

“Rücktrittsrede von KTG” bei Wordle

Microsoft hilft

Als Computer-Anwender wandle ich zwischen zwei Welten: Im Büro arbeite ich mit Windows-PCs, zu Hause habe ich mich vor Jahren für Apple und das Mac OS entschieden. Als Klammer zwischen diesen beiden Welten spielt Microsoft Office eine tragende Rolle, da diese Büro-Software auf beiden Plattformen verfügbar und auch mehr oder weniger kompatibel ist. Vor diesem Hintergrund schenke ich neuen Versionen von Microsoft Office für Mac eine besondere Aufmerksamkeit.

Beim Test des neuen Microsoft Office 2011 für den Mac fiel mir beim Test auf, dass es nicht ohne weiteres möglich ist, eine Verbindung zu einem Microsoft Exchange Server außerhalb des Firmennetzwerks (oder VPN-Tunnels) aufzubauen. In der Windows-Version von Outlook 2010 findet man unter Kontoeinstellungen/E-Mail/Verbindungen die Option „Von beliebiger Stelle aus auf Outlook zugreifen“. Man kann bei „Verbindung mit Microsoft Exchange über HHTP herstellen“ ein Häkchen setzen und dann die Exchange-Proxyeinstellungen aufrufen und konfigurieren. Damit kann man von einer beliebigen Internet-Verbindung aus auf den Exchange-Server in der Firma zugreifen.

Beim neuen Office-Paket 2011 für den Mac scheint es in Outlook diese Option nicht zu geben, obwohl der Outlook-Vorgänger Entourage den Zugriff via https beherrschte. Oder habe ich diese Option einfach nur übersehen?
Diese Frage wollte ich klären, nachdem ich einen Tweet des Microsoft-Managers Boris Schneider-Johne sah:

Die Antwort von Boris Schneider-Johne ließ nicht lange warten.

Damit war ich der Antwort auf meine Frage zwar nicht näher gekommen. Ich hatte aber großes Verständnis dafür, dass der Xbox-Manager keine Detail-Fragen zu Outlook 2011 für den Mac beantworten kann. Damit hatte ich den Twitter-Vorstoß in Sachen Outlook 2011 schon abgehakt, zumal auch aus der mitlesenden Follower-Gemeinde keine weiteren Hinweise kamen. Doch nun meldete sich ein mir bislang nicht bekannter Twitter-Account “Microsoft hilft”

Der Aufforderung von “Microsoft hilft”, dem Account für eine direkte Kommunikation zu folgen, bin ich dann gerne nachgekommen. Per Direct Message wurde ich dann kontaktiert:

Ich habe dann mein Anliegen an die genannte Adresse geschickt:

Von: Dernbach, Christoph
Gesendet: Mittwoch, 3. November 2010 13:38
An: ‘kunden@microsoft.com’
Betreff: WG: Direct message from Microsoft Hilft

Hallo,
es geht um das neue Microsoft Office 2011 für den Apple Macintosh (insb. die Anwendung Outlook) und die Verbindung zu einem Exchange-Server 2007. Bei der Windows-Version von Outlook 2010 besteht die Möglichkeit, eine Verbindung auch außerhalb einer direkten Domain-Einbindung über https herzustellen. In der Windows-Version von Outlook findet man unter Kontoeinstellungen/E-Mail/Verbindungen die Option „Von beliebiger Stelle aus auf Outlook zugreifen“. Man kann bei „Verbindung mit Microsoft Exchange über HHTP herstellen“ ein Häkchen setzen und dann die Exchange-Proxyeinstellungen aufrufen und konfigurieren. Ich bin nun auf der Suche nach genau dieser Konfigurationsmöglichkeit in der Mac-Version von Outlook, die Bestandteil des Office-Pakets 2011 ist.

Beste Grüße

Christoph Dernbach

Am Ende dieser Anfrage habe ich dann noch die Direct Message von “Microsoft hilft” angefügt, damit klar war, worauf ich mich beziehe. Sechs Tage später habe ich dann diese Anwort erhalten:

Von: Microsoft Kundenbetreuung [mailto:CNTUS.PRSL.EU.DE.DE.SIT.SOF.CS.T01.CUS.00.EM@css.one.microsoft.com] Gesendet: Dienstag, 9. November 2010 09:55
An: Dernbach, Christoph
Betreff: RE: SRX1141983348ID – WG: Direct message from Microsoft Hilft

Sehr geehrter Herr Dernbach,

bei Ihrer Anfrage vom 03.11.2010 zum Thema Microsoft Office handelt es sich um technischen Support.

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir per E-Mail keine technischen Fragen beantworten oder weiterleiten können. Mit unserem umfangreichen Support-Angebot bieten wir eine einfache und schnelle Unterstützung bei der Lösung von Installations- und Anwendungsfragen. Sie erhalten hier direkte und klar verständliche Unterstützung, dank persönlicher Beratung durch unsere Support-Spezialisten.

Für die meisten Vollprodukte, die Sie im Fachhandel erwerben können, bietet Microsoft die Möglichkeit, kostenlose technische Anfragen an Supportspezialisten zu stellen. Neben Anfragen zur Installation und Einrichtung können Sie auch Anfragen zur Bedienung (ohne Programmierung und Serveranfragen) stellen.

Um schneller zu dem Produkt zu gelangen für welches Sie Support benötigen, nutzen Sie bitte den folgenden Link:

http://support.microsoft.com/selectindex/default.aspx?target=assistance

Auch telefonisch erreichen Sie unsere Kollegen vom Standard-Support unter der Nummer: 01805 67 22 55 (0,14 pro Euro/Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom). Sie erreichen uns von Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr und Samstag von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

Wenn Sie weitere Fragen oder Wünsche haben, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Microsoft Privatkundenbetreuung

Online: http://support.microsoft.com/contactus/
Telefon : 01805 / 67 22 55 (0,14 Eur pro Min. aus dem deutschen Festnetz; maximal 0,42 Euro pro Minute aus den Mobilfunknetzen)
Telefax: 01805 / 25 11 91 (0,14 Eur pro Min. aus dem deutschen Festnetz; maximal 0,42 Euro pro Minute aus den Mobilfunknetzen)
Microsoft Deutschland GmbH

Konrad-Zuse-Straße 1, D – 85716 Unterschleißheim

http://www.microsoft.com/germany

Geschäftsführer: Ralph Haupter (Vorsitzender), Achim Berg, Marcel Schneider, Benjamin O. Orndorff, Keith Dolliver

Damit bleibt meine Frage nach der Unterstützung von https-Verbindungen zwischen Outlook 2011 und einem Exchange-Server unbeantwortet. Vielleicht erreiche ich ja auf diesem Weg einen Experten, der die Frage beantworten kann. Es geht um die Funktion, die in diesem Screenshot von Outlook 2010 für Windows zu sehen ist.

Wenig Durchblick im Maschinenraum: CCC-Sprecherin beklagt “vollständige Gängelung”, die es so gar nicht gibt

Constanze Kurz, die Sprecherin des Chaos Computer Clubs (CCC) sieht schwarz. “Die vollständige Gängelung rückt nahe“, schreibt sie in der FAZ – und macht vor allem die Strategie von Apple dafür verantwortlich. “Kaufe, was Du willst, aber tue damit nur, was Dir vorgeschrieben wird!” Apple habe eine “Strategie der ummauerten Gärten für Mobiltelefone durchgesetzt”. Jetzt drohe die Bevormundung der Kunden auch auf dem Feld der Personal Computer Einzug zu halten.

Nehmen wir an, ein bekannter Automobilhersteller kündigt ein brandneues Geschäftsmodell an: schicker Kleinwagen, sparsam im Verbrauch, beste Fahreigenschaften, günstiger Preis. Der Haken: Man kann den Wagen ausschließlich mit dem Kraftstoff eines bestimmten Mineralölkonzerns betreiben, muss also dessen Tankstellen ansteuern. Gleich beim Verkauf wird das Umgehen der technischen Vorrichtungen, die sicherstellen, dass nicht heimlich der Konkurrenz-Diesel gezapft wird, vertraglich ausgeschlossen und für illegal erklärt. Wer würde schon so ein Auto kaufen?

Die Antwort auf die Frage von Constanze Kurz im Feuilleton der FAZ fällt natürlich nicht schwer. Niemand würde so ein Auto kaufen. Doch in der Mobiltelefonbranche seien solch absurde Geschäftsmodelle gang und gäbe.

Die modernen Formen des Fernsprechers sind im Kaufpreis gesenkt, dafür muss sich der Kunde vertraglich an einen Mobilfunkanbieter binden. Doch die Telefonverkäufer gehen noch einen Schritt weiter. Apple schreibt den Kunden nicht nur vor, mit welchem Mobilanbieter sie zu telefonieren haben. Selbst die Auswahl der auf dem iPhone installierbaren Software wird kontrolliert.

Werbung im Apple-Store für ein iPhone ohne SIM- oder Net-Lock

Werbung im Apple-Store für ein iPhone ohne SIM- oder Net-Lock

Da scheinen aber die wichtigsten Nachrichten aus der Telekom-Branche der vergangenen Wochen an der CCC-Sprecherin vorbeigegangen zu sein. Das iPhone wurde zwar im Jahr 2007 in den USA und auch in Deutschland zunächst mit einem exklusiven Vermarktungsparner in die Läden gebracht. Aber in den meisten Ländern war das iPhone von Anfang an bei mehreren Providern und auch ohne Netzsperre zu haben. Und seit dieser Woche verkauft Apple das iPhone im eigenen Apple-Store ohne Net-Lock oder SIM-Lock. Und auch bei O2 kann man das iPhone ohne einen Mobilfunkvertrag kaufen und mit einer SIM-Karte eines beliebigen Providers in Betrieb nehmen. In Berlin, wo die CC-Sprecherin lebt und arbeitet, kann man in diesen Tagen keine 200 Meter gehen, ohne auf eine Werbung für ein “freies iPhone 4″ zu stoßen. Und auch das AT&T-Monopol in den USA, das ohnehin am Markt durch Grau-Importe aus Asien und Europa unterlaufen wurde, steht vor dem Ende.

Nachdem die (falsche) These von der Zwangskopplung von Hardware-Kauf und Providerauswahl aufgestellt wurde, regt sich Constanze Kurz über die Ermittlungen gegen 600 Telefonkäufer, die den sogenannten SIM-Lock ihres Mobiltelefons entfernt hatten.

Damit befreien sie sich von dem Zwang, mit einem bestimmten Anbieter zu telefonieren. Strafbare „Geheimnishehlerei“ und „Datenveränderung“ lautet der umstrittene, weil reichlich konstruierte Vorwurf.

Es fehlt allerdings der Hinweis, dass die Besitzer dieser Edel-Handys diese Geräte in der Regel für einen symbolischen Preis von einem Provider bekommen – und sich im Gegenzug dazu verpflichtet hatten, sich auf einen gewissen Zeitraum vertraglich an den Mobilfunkanbieter zu binden. Ich kann mir gut vorstellen, dass der CCC Spaß an der Vorstellung des 1-Euro-iPhones für alle hätte, bei dem der Mobilanbieter frei ausgewählt werden kann. Man muss aber auch Verständnis dafür haben, dass die Telekom keinen Spaß daran hat, iPhones für einen Euro zu verteilen, die dann mit einem Discounter-Tarif betrieben werden. Wer die Freiheit der Tarifauswahl haben möchte, muss sich sein iPhone halt unsubventioniert kaufen.

Beim Vorwurf der “vollständigen Gängelung” geht es Constanze Kurz aber nicht nur um die Frage, ob und wie man ein Smartphone ohne Netzsperre bekommen kann. Für die CCC-Sprecherin ist nur schwer erträglich, wie die Auswahl der auf dem iPhone installierbaren Software kontrolliert wird.

Alles, was nicht vollständig mit der typisch amerikanischen, disneyesken Familienfreundlich-Ideologie harmoniert, wird nach Gutdünken ausgeschlossen. Damit nicht genug: Programme, die Apples Vorstellung davon verletzen, wie für das iPhone zu programmieren ist oder gar in Konkurrenz zu hauseigener Software treten, werden nicht zugelassen. Wer würde schon so ein Mobiltelefon kaufen? Es sind Millionen Menschen weltweit.

Über die Zulassungskriterien zum iTunes-App-Store kann man tatsächlich trefflich streiten. Constanze Kurz macht sich aber nicht die Mühe, die Vor- und Nachteile des regulierten Software-Ladens von Apple zu würdigen. Apple-Chef Steve Jobs geht es bei seinem Modell nicht in erster Linie darum, “der typisch amerikanischen, disneyesken Familienfreundlich-Ideologie” den Weg zu bereiten, auch wenn Jobs inzwischen (wegen des Verkaufs seiner Trickfilm-Firma Pixar an Disney) der größte Aktionär des Disney-Konzerns ist.

3 Gründe, warum eine App zurückgewiesen wird

3 Gründe, warum eine App zurückgewiesen wird

Der Apple-Chef hat zu verschiedenen Anlässen immer wieder betont, dass Apple vorallem verhindern möchte, dass iPhone-Besitzer sich mit unausgereifter oder gar gefährlicher Software auf ihren Smartphones herumschlagen müssen. Die meisten Apps, die nicht in den iTunes-Store aufgenommen wurden, seien entweder ständig abgestürzt oder hätten nicht das gemacht, was in der Beschreibung der Software angegeben worden sei.

Natürlich verfolgt der Apple-Chef auch weniger hehre Ziele. So will Apple verhindern, dass eine Programmier-Umgebung wie Adobe Flash bzw. Air auf dem iPhone eingesetzt wird. Das hat sicherlich auch mit den Sicherheitslücken in der Adobe-Software zu tun, die immer wieder auftauchen. Vor allem will Apple aber vermeiden, dass durch die Hintertür das Bedienkonzept der iOS-Geräte ausgehebelt und durch eine andere Oberfläche ersetzt wird. Dass man dabei sich auch noch eine weitere Umsatzquelle erschließt, spielt sicherlich auch eine Rolle, ist aber aus meiner Sicht nicht maßgeblich. Apple erhält von den Umsätzen aus dem App-Store 30 Prozent – und muss dafür aber das gesamte Inkasso (inkl. Ausfallrisiko) übernehmen und sich um das Hosting der Apps kümmern. Vor diesem Hintergrund ist der App-Store in iTunes nicht die Cash-Cow des Konzerns.

Nachdem der kalifornische Konzern wegen umstrittener Rückweisungen von Apps immer wieder in der Kritik stand, hat Apple vor einigen Wochen neue App Review Guidelines, die zumindest in Klartext festschreiben, was Apple erlaubt und was nicht. Im Gegensatz zu den Einlassungen von Constanze Kurze zwingt Apple die Anwender nun nicht mehr dazu, allein das iOS-SDK von Apple zu verwenden, das nur auf einem Mac läuft.

Mit den neuen Guidelines von Apple setzt Apple aber den Entwicklern schon feste Grenzen, über die man kontrovers debattieren kann:

  • Wir sehen einen Unterschied zwischen Apps und Büchern oder Songs, die wir nicht bewerten. Wenn Du eine Religion kritisieren möchtest, schreibe ein Buch
  • Wir haben über 25.000 Anwendungen im Apps Store. Wir brauen keine weiteren Furz-Apps. Wenn Deine App nicht etwas Nützliches macht oder irgendeine Form nachhaltiger Unterhaltung (“lasting entertainment”) bietet, wird sie vielleicht nicht akzeptiert.
  • Wenn Deine App so aussiehts, als hättest Du sie in ein paar Stunden zusammengeschustert (“cobbled together”) oder wenn Du Deine erste Übungs-App im Store unterbringen möchtest, um Deine Freunde zu beeindrucken, bereite Dich bitte auf eine Absage vor. Wir haben jede Menge ernsthafte Entwickler, die ihre Qualitäts-Apps nicht von Amateur-Stücken umgeben wissen wollen.
  • Wir werden Apps zurückweisen, wenn der Inhalt oder das Verhalten der App eine Linie überschreitet. “Welche Linie”, fragst Du? Nun, wie ein Richter am Supreme Court einmal gesagt hat: “Ich werde das wissen, wenn ich sie sehe.” Und wir glauben, Du weißt auch, wenn Du diese Linie überschreitest.
  • Wenn Deine App zurückgewiesen wird, dann kannst Du Dich an ein Review Board wenden. Wenn Du zur Presse läufst und uns beschimpfst (“trash us”), wird Dir das nicht helfen.

Danach folgt eine detaillierte Auflistung der möglichen Fallstricke aus den Bereichen Funktionalität, Metadaten (Beschreibung der App im Store), Ortsinformationen, Push-Mitteilungen, Game-Center, iAds, Warenzeichen, Multimedia-Inhalte, User-Interface, Kaufvorgang sowie Inhalte-Scraping und Aggregation. Außerdem darf die App natürlich nicht das Gerät beschädigen.

Constanze Kurz findet das Sicherheitsargument “abwegig” und regt sich auch darüber auf, dass Microsoft mit Windows Phone 7 das Konzept von Apple kopiert.

Wenn nur noch vom großen Meister in Redmond abgesegnete Programme geladen werden können, so die Vermutung, können Bösewichte keine schädliche Software mehr unters Volk bringen. Diese Annahme ist jedoch irrig, da eine genaue Prüfung aller Programme auf schädliche, verborgene Teile technisch kaum möglich ist. Das Argument „Sicherheit“ kann also getrost als Schutzbehauptung abgeheftet werden.

Nun sind Apple und Microsoft auf dem Markt nicht alleine. Vor allem der Suchmaschinen-Gigant Google feiert mit seinem em Betriebssystem beachtliche Erfolge. Da Google – aus welchen Motiven auch immer – keine Lizenzgebühren für sein Mobil-OS verlangt und das System in vielen Belangen dem großen Vorbild iPhone mindestens ebenbürtig ist, hat in den vergangenen Monaten eine ganze Armee von Androiden verschiedenster Hersteller die Regale der Mobilfunk-Shops erobert. Daher kann von einem Monopol Apples ohnehin keine Rede sein.

Smartphones mit Android beziehen ihre Apps auf dem weitgehend unregulierten Android Marketplace und beliebigen anderen Software-Quellen. Und dabei tauchen auch immer wieder Meldungen über Programme auf, die eigentlich Trojanische Pferd sind, etwa die im Juli entdeckte App zum Austausch des Bildschirm-Hintergrunds (Wallpaper), die systematisch die persönlichen Daten auf dem Android-Handy ausspionierte. Daher kann man die Sicherheitsfrage meiner Ansicht nach nicht als Alibi-Thema oder “Schutzbehauptung” abtun.

Max OS X trifft das iPad

Max OS X trifft das iPad: Steve Jobs auf dem Apple-Event

Auch wenn die CCC-Sprecherin die Öffnung des iPhone-Marktes in Deutschland nicht mitbekommen hat – das Apple-Event “Back to the Mac” am 20. Oktober ist von ihr aufmerksam registriert worden. Das Versprechen von Apple-Chef Steve Jobs, Errungenschaften auf der Entwicklung des iPhones und des iPads in das neue Apple-Betriebssystem Mac OS X “Tiger” einfließen zu lassen, löst bei der Berliner Informatikerin eher eine Horrorvision aus:

Den vollwertigen Computer zu Hause kann man nach Belieben nutzen. Ob man ein anderes Betriebssystem oder vielleicht selbstgeschriebene Programme verwenden will, ist der eigenen Entscheidung überlassen. Apples iPad jedoch läutet den Schwenk zu einer neuen Ideologie der „ummauerten Gärten“ ein, in der nicht mehr jeder mit den Maschinen tun und lassen kann, was er will, sondern nur noch zu den Bedingungen des Herstellers agieren darf.

Constanze Kurz hat dabei aber nicht im Blick, dass bei dem von ihr so gepreisenen Personal Computer viele Anwender über quasi unüberwindbare Hürden zu überwinden sind, wei die Kiste einfach nicht so einfach funktioniert, wie von Microsoft versprochen. Von den Linux-PCs, die für die Masse der Computeranwender trotz moderner Systeme wie Ubuntu quasi unbedienbar sind, will ich gar nicht erst reden. Es ist auch kein Zufall, warum ausgerechnet die Kategorie der “freien PCs mit Linux”, die den Idealen des CCC besonders nahe kommt und die Herzen der Frickler hoch schlagen lässt, nie einen wirklichen Durchbruch am Markt erlebt hat.

Aus dem Maschinenraum (19): Die vollständige Gängelung rückt nahe – Digitales Denken – Feuilleton – FAZ.NET.

Der Schlagabtausch um Android

Steve Jobs

Steve Jobs auf der WWDC 2010

Die Attacke kam unerwartet. Seit über zwei Jahren hatte Apple-Chef Steve Jobs sich nicht mehr bei einer Telefon-Konferenz zu den Quartalsergebnissen des Unternehmens, dem Earnings-Call, zu Wort gemeldet. Und um die Geschäftszahlen des vierten Quartals der Apple Inc. ging es dem CEO auch nur am Rande. Jobs nutzte die Gelegenheit, um fünf Minuten lang über das Smartphone-Betriebssystem Android abzulästern.

Apple habe mit dem iPhone den Konkurrenten RIM (Blackberry) überholt, sagte Jobs selbstbewusst und stellte dann die Zahlenangaben von Google-Chef Eric Schmidt zum Absatz der Android-Smartphones in Frage.

Well, what about Google? Last week, Eric Schmidt reiterated that they are activating 200,000 Android devices per day. And have around 90,000 apps in their App Store. For comparison, Apple has activated around 275,000 iOS devices per day on average for the past 30 days with a peak of almost 300,000 iOS devices per day on a few of those days. And Apple has 300,000 apps on its App Store.

Unfortunately, there is no solid data on how many Android phones are shipped each quarter. We hope that manufacturers will soon start reporting the number of Android handsets they ship each quarter. But today that just isn’t the case. Gartner reported that around 10 million Android phones were shipped in the June quarter and we await to see if iPhone or Android was the winner in this most recent quarter.

Die durch Google vorgenommene Charakterisierung von Android als “open” und iOS als “closed” sei “unaufrichtig”. Android werde von den Geräteherstellern wie HTC oder Motorola mit “proprietären Oberflächen” versehen. Das widerspreche dem Ansatz von “open”, wie ihn beispielsweise Microsoft bei den PCs gewählt habe. Die Entwickler von Windows-Programmen könnten sich schließlich darauf verlassen, dass Windows überall gleich aussehe.

Die Antwort von Google ließ nicht lange auf sich warten. Android-Manager Andy Rubin entgegnete auf Twitter:

Tweet von Andy Rubin

Die für Non-Geeks und Nicht-Programmierer unverständliche Entgegnung zeigt im Kern worum es in der Auseinandersetzung zwischen Apple und Google geht. Google-Mann Rubin will mit seinem Tweet beweisen, wie offen Android wirklich ist, weil sich jeder den Quellcode des Betriebssystem von einer offen zugänglichen Quelle ganz legal herunterladen kann, um sich seine eigene Android-Version zu kompilieren.

Ungewollt bestätigt aber Rubin mit seiner Einlassung eine These von Jobs, nämlich dass Android zumindest für die Anwender viel zu kompliziert sei. In seinem “Rant” gegen Android hatte Jobs in diesem Kontext kritisiert, wie sehr die Android-Szene fragmentiert ist. Dabei verwies Jobs auf Zahlen von TweetDeck, die beim Beta-Test der aktuellen Version von TweetDeck for Android erhoben wurden. Man habe es mit mehr als 100 verschiedenen Versionen der Android-Software auf 244 unterschiedlichen Handsets zu tun gehabt. (Die Zahlen kann man in diesem Blog-Post von TweetDeck nachlesen).

Android Ecosystem - Geräte

Android Ecosystem - Geräte

Android Ecosystem - OS-Versionen

Android Ecosystem - OS-Versionen

Die Macher von TweetDeck wollen sich wiederum nicht als Kronzeugen von Jobs in den Zeugenstand rufen lassen. Per Twitter meldete sich TweetDeck CEO Iain Dodsworth zu Wort:

Die Kritik von Jobs bezieht sich aber nicht nur auf die Vielfalt der Android-Versionen und -Geräte. Auch die unübersichtliche Vielfalt der Software-Läden für Android-Programme stelle sowohl für die Entwickler als auch für die Anwender ein Problem dar. Es gebe Beispiele dafür, dass offene Systeme “nicht immer gewinnen”, sagte Jobs und erinnerte an die das gescheiterte PlaysForSure-Konzept von Microsoft. Die offene Vielfalt von PlaysForSure sei letztlich durch eine Kopie des iPhone-Konzeptes in Form des Zune-Players abgelöst worden.

Die Debatte um Open vs. Closed sei eine “Nebelkerze”, so Jobs und umschrieb die Unterschiede zwischen Android und iOS als fragmentiert gegen ganzheitlich (“integrated”).

Der komplette Wortlauf des Earning-Calls kann hier nachgelesen werden.

Reboot – Microsoft versucht Smartphone-Comback mit Windows Phone 7

Steve Ballmer präsentiert die Palette der Windows-Phone-7-Geräte

Steve Ballmer präsentiert die Palette der Windows-Phone-7-Geräte

Auf diesen Augenblick hat Steve Ballmer zwei Jahre lang gewartet. Stolz präsentierte der bullige Microsoft-Chef heute in New York die Palette der neuen Smartphones, die mit dem neuen Betriebssystem Windows Phone 7 laufen. WP7, wie das System im Microsoft-Jargon intern genannt wird, soll den Software-Giganten wieder in die Lage versetzen, den Käufern von Smartphones eine attraktive Alternative zum iPhone von Apple und den vielen Android-Geräten anzubieten.

Ein Blick zurück: Über das erste iPhone, das Apple im Juni 2007, hatte Microsoft-Ballmer noch gelacht. Das Apple-Gerät sei das teuerste Telefon der Welt. Außerdem spreche es Business-Kunden nicht an:

Ballmer machte damals gleich drei Fehler auf einmal. Zum einen unterschätze er die Zahlungsbereitschaft der potentiellen Smartphone-Käufer für ein funktionierendes, cooles und vom Design her ansprechendes Gerät. Zweitens verpasste Ballmer den Trend, dass Geräte, die eigentlich für den Markt der privaten Anwender gedacht sind, über die Zeit auch fast zwangsläufig ihren Weg in die Unternehmen finden. Spätestens wenn der IT-Admin das iPhone seines obersten Chefs für die Büro-Mail freigeschaltet hat, ist der Damm gebrochen. Auf diesem Weg wurden selbst auf dem Firmen-Campus in Redmond viele iPhones mit den Exchange-Servern der Microsoft Corp. verbunden. Drittens überschätzte Ballmer damals die Attraktivität von Windows Mobile, dem damaligen Smartphone-System.

Android brachte Microsoft auf Trab (Samsung i7500)

Android brachte Microsoft auf Trab (Samsung i7500)

Der Siegeslauf des iPhones muss Ballmer und seine Crew dann doch relativ schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt haben. Verschärft wurde die Situation für Microsoft durch die Aktivitäten des Erzfeindes Google auf dem Mobilfunk-Markt. Das von Google maßgeblich beeinflusste offene Smartphone-System Android überzeugt beispielsweise auch Peter Chou, den Chef der taiwanesischen High Tech Computer Corporation. HTC war bislang der mit Abstand größte OEM von Windows-Mobile-Phones und stieg mit rasender Geschwindigkeit auch zum größten Hersteller von Android-Smartphones auf. Microsoft konnte von Glück reden, dass HTC mit seinen Oberflächen “Touch” und “Sense” selbst das antiquierte Windows Mobile halbwegs modern aussehen ließ.

Irgendwann hatte es dann auch Steve Ballmer kapiert. Mit der Code-Basis von Windows Mobile war kein Staat mehr zu gewinnen. Ein Neustart musste her. Mit Windows Phone 7 habe man eine ganz andere Art des Telefons entwickeln wollen, sagt inzwischen Achim Berg, der damals noch Microsoft-Chef in Deutschland war und inzwischen die Mobil-Aktivitäten von Microsoft in der Konzern-Zentrale in Redmond entscheidend gestaltet: “Und dafür haben wir uns entschieden, bei der Maschine den Motor auszutauschen.”

Die radikale Entscheidung – die auch eine komplette Abkehr vom Mobile-Konzept des Microsoft-Mitbegründers Bill Gates bedeute- hatte Konsequenzen: Zum einen konnte Microsoft zwei Jahre lang dem Vormarsch von Apple und Google wenig entgegensetzen. Zum anderen mussten die Entwickler von Windows-Mobile-Programmen sich von der alten Code-Basis verabschieden und sich auf die neue Dot-net-Umgebung einlassen. Daher kann Microsoft zum Start von WP7 nur mit hunderten Programmen aufwarten, nicht mit tausenden oder gar hundertausenden “Apps”. Immerhin haben es die Software-Evangelisten aus Redmond geschafft, etliche Autoren von besonders Programmen für das iPhone oder Android zu überzeugen, ihre Apps auch auf WP7 zu portieren. Daran ändert auch die harsche Reaktion der Entwickler von Angry Birds wenig, die von Microsoft schon auf der Konvertiten-Liste geführt wurden, obwohl die Portierung das populären Spiels auf WP7 längst noch nicht beschlossene Sache ist.

Startscreen Windows Phone 7

Startscreen Windows Phone 7

Für die neuen WP7-Geräte hat Microsoft nun eine Reihe von Voraussetzungen definiert, die für die Handy-Hersteller verbindlich sind. Dazu gehören die drei Buttons am unteren Bildschirm-Rand (Home, Zurück und Suche), die Mindestauflösung des Screens entspricht WVGA (480 x 800 Pixel). Es dürfen nur drei Gehäuseformen verwendet werden (Touchscreen Smartphone wie beim iPhone, Touchscreen Smartphone mit Slide-Qwertz-Keyboard sowie die klassische Riegelform). Der integrierte Prozessor muss über eine Taktfrequenz von mindestens einem Gigahertz verfügen, damit die Anwendungen die notwendige Power vorfinden. Außerdem muss ein separater Grafikprozessor mit DirectX 9 Unterstützung vorhanden sein. Die Kamera muss eine Auflösung von fünf Megapixeln haben, darf aber auch höher auflösen.

Mit dieser Liste von Hardware-Eigenschaften will Microsoft das Chaos verhindern, dass früher Entwickler von Windows-Mobile-Programmen vorgefunden hatten. Sie konnten sich nie darauf verlassen, ob die Hardware ihrer Anwender auch über die notwendige Power verfügte.

Start-Screen in Orange

Start-Screen in Orange

Die Vorschriften von Microsoft betreffen aber nicht nur die Hardware-Voraussetzungen. Ballmer und seine Leute wollen auch nicht mehr die Vielfalt an unterschiedlichsten Oberflächen sehen, die es zuletzt bei Windows Mobile 6.5 zu sehen gab. Das hängt auch damit zusammen, dass nicht alle Oberflächen wie HTC Sense das Microsoft besser aussehen ließen, sondern das ohnehin problematische GUI von Microsoft verschlimmbesserten (z.B. die Oberfläche auf den Samsung-Smartphones).

Microsoft hat nun die Oberfläche mit einem minimalistischen Design in die thematischen Schwerpunkte Kontakte, Office, Musik, Video und Spiele aufgeteilt. In diesen “Hubs” befinden sich nun Icons der Apps, die “Tiles” (Kacheln) genannt werden. Zum Teil sind diese “Tiles” mit einem Notification-Dienst verbunden, der beispielsweise beim E-Mail-Icon anzeigt, wie viele ungelesene Mails in der Eingangsbox liegen. Die Kacheln können als „Live Tiles“ weitere Informationen transportieren, etwa die wichtigsten Daten der Wettervorhersage oder Statusmeldungen aus einem Sozialen Netzwerk wie Facbook.

Die Hubs von Windows Phone 7 im Überblick

People-Hub in Windows Phone 7

People-Hub in Windows Phone 7

Office-Hub in Windows Phone 7

Office-Hub in Windows Phone 7

Games-Hub in Windows Phone 7

Games-Hub in Windows Phone 7

Musik- und Video-Hub in Windows Phone 7 (US)

Musik- und Video-Hub in Windows Phone 7 (US)

Marketplace-Hub in Windows Phone 7 (US)

Marketplace-Hub in Windows Phone 7 (US)

Ich habe schon einige Tage vor dem Launch-Termin mit den drei WP7-Modellen von HTC herumspielen können. Die Oberfläche fühlte sich “snappy” an, reagierte also gut auf die Eingaben. Der Browser IE-Mobile kann nun endlich mit den Web-Programmen im iPhone oder den Android-Phones mithalten. Und die Zune-Oberfläche für das Musik- und Video-Hub sieht sehr aufgeräumt aus. Deutlich schmaler ist dagegen die Auswahl an verfügbaren Apps. Es wird unter WP7 auf absehbare Zeit kein Programm wie Skype geben, weil das Betriebssystem nach Auskunft eines Microsoft-Manns derzeit kein VoIP unterstützt. Auch Navigationsanwendungen wie TomTom wird es bis auf weiteres nicht auf den neuen Windows-Smartphones geben, weil es sehr schwierig ist, große Programme auf die Dot-Net-Entwicklungsumgebung zu portieren, die in C+ oder C++ geschrieben wurden. Einen ausführlichen Test werde ich nachreichen, sobald ich mit einem Testgerät mit der endgültigen Software-Version Anspruch und Realität vergleichen kann.

Microsoft vertraut nicht alleine der technischen Qualität seiner neuen Mobil-Plattform. Wie man hört, nimmt der Software-Gigant über 500 Millionen Dollar in die Hand, um die TV-Zuschauer in den USA, Europa und anderen Gegenden mit diesen Werbespots zu bombardieren. Microsoft-Manager Achim Berg findet diese Spots “einfach klasse”, “frisch” und “witzig” – mir erschließt sich der Humor dieser Spots nicht unmittelbar. Aber schaut selbst:

Das Social-Web-Desaster von Neofonie

Helmut Hoffer von Ankershoffen

Helmut Hoffer von Ankershoffen

Eigenlob stinkt. Insbesondere dann, wenn man so tut, als käme das Lob von einem Außenstehenden. Diese Lektion hat Neofonie-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen nun auf die harte Tour gelernt. Doch hinter der von Richard Gutjahr aufgedeckten “WeDepp”-Affäre steht mehr als der peinliche Versuch, einen halb fertigen Tablet-Computer in gefakten Amazon-Kommentaren schönzureden. Der (zeitweise?) Rückzug des so auf Publicity bedachten von Ankershoffen von seiner Zusatz-Position als Geschäftsführer der WeTab GmbH ist letztlich der Höhepunkt einer äußerst fragwürdigen Social-Web-Strategie des Berliner Softwarehauses.

Von Anfang an setzten Neofonie und von Ankershoffen auf Facebook, um hinter der fixen Idee eines Tablet-Computers “Designed in Germany” eine Gemeinde zu versammeln. In dem Online-Netzwerk wurden immer wieder kleine Info-Häppchen gestreut, um die wachsende Schar der Follower bei Laune zu halten. Dabei haben die Neofonie-Leute allerdings übersehen, dass man mit den Social-Web-Usern nur schwer einen Deal machen kann. 

Andere Unternehmen gestehen vor einem kleinen Kreis von Fach-Journalisten schon hin und wieder ein, dass ein angekündigtes Produkt nicht rechtzeitig fertig wird oder in einer Version 1.0 noch die ein oder andere Macke hat, die aber in absehbarer Zeit beseitigt wird. Doch bei Neofonie standen die Experten etablierter Medien nur in der zweiten Reihe. Stattdessen hoffte von Ankershoffen auf die Dynamik von Facebook. Doch die Gemeinde reagierte nicht solidarisch und konstruktiv-kritisch, sondern mit Häme, als bei der ersten Demonstration des damals noch “WePad” genannten Tablet-Computers aufflog, dass auf dem Gerät nur eine Demo-Schleife unter Windows lief (statt des nach außen hin kommunizierten Android-Systems).

WeTab

WeTab

Dann hatte Neofonie massive Probleme, den selbst gesteckten Zeitplan einzuhalten. Immer wieder musste der angekündigte Verkaufsstart des “iPad-Killers” verschoben werden. Spät, viel zu spät fiel die Entscheidung, das “WeTab” mit dem von Nokia und Intel entwickelten Betriebssystem MeeGo auszustatten. Den Verantwortlichen bei Neofonie und der 4tiitoo AG musste klar gewesen sein, dass sie eine sehr grüne Banane an die Kunden ausliefern werden.

Erst mit eilig zusammengestrickten Software-Updates wurden die gravierendsten Mängel beseitigt. Andere Unzulänglichkeiten können die WeTab-Macher nicht mit Programm-Aktualisierungen beheben: die kurze Akku-Laufzeit, den lärmenden Lüfter, das (im Vergleich zum iPad) deutlich schlechtere Display, die scharfen Kanten an der Seite der offenen USB-Anschlüsse…

Mit den gefälschten Käufer-Kommentaren auf der Amazon-Website hat von Ankershoffen nun endgültig seine Glaubwürdigkeit demontiert. Peter Glaser, renommierter Blogger, Journalist und Mitglied des Chaos Computer Clubs, überlegt zur Zeit, ob er den Missbrauch seines Namens durch von Ankershoffen juristisch verfolgen will. Doch es geht nicht nur um die Fälschung des Namens in dem Amazon-Kommentars. Mit seiner Erklärung, nachdem er von Gutjahr erwischt wurde, reitet sich von Ankershoffen immer Tier rein. “Ich wollte damit meiner Freude über den Marktstart und meiner Überzeugung, dass das WeTab ein tolles Gerät ist, Ausdruck verleihen”, erklärte der Neofonie-Chef. Es sei ein Fehler gewesen, dies nicht unter dem eigenen Namen zu tun.

Diese Erklärung zeigt, dass von Ankershoffen immer noch nicht verstanden, worum es wirklich geht. Einen Kommentar unter einem Fake-Namen ist das eine – ein Produkt mit erheblichen Mängeln wider besseres Wissen in den Himmel zu loben, das andere. “Das WeTab ist nicht gut sondern sehr gut.” Aua. “Insgesamt macht das WeTab einen sehr sehr guten Eindruck.” Autsch. “Den Lüfter hör ich überhaupt nicht, springt nur ganz selten an, prima.” Das tut wirklich weh.

Der “WeDepp”-Fake wird hoffentlich dazu führen, dass User den Kommentaren in Shopping-Portalen wie Amazon oder iTunes und Diensten wie Qype künftig etwas misstrauischer gegenüber stehen. Wer hat den lobenden Kommentar geschrieben? Der Anbieter selbst? Von wem stammt der Verriss? Etwas von einem Konkurrenten des Anbieters?

Ich empfehle vor der Entscheidung, 500 Euro für einen Tablet-Computer auszugeben, die Lektüre von ehrlich gemeinten, unabhängigen Testberichten. So wie bei Heise, Golem oder den von meinem Kollegen Peter Zschunke verfassten Test des WeTab.

Update (8.10.2010): Inzwischen hat Helmut Hoffer von Ankershoffen auch sein Amt als Geschäftsführer von Neofonie niedergelegt. Das wird auch damit zu tun haben, dass das große Neofonie-Projekt mit dem Stern gescheitert ist. Gruner + Jahr wollte eigentlich auf der Neofonie-Plattform WeMagazine den Starn auf das WeTab bringen. Angeblich sollen schon eine Million Euro ausgegeben worden sein, bevor man am Hamburger Baumwall die Reißleine zog und das Scheitern des Neofonie-Projektes einräumte.

heise online

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