Android

Adobe-Chef Shantanu Narayen zum Flash-Streit mit Apple

Adobe-Chef Shantanu Narayen wurde auf der D9-Konferenz von Walt Mossberg zum Streit mit Apple um den (Nicht-)Einsatz von Flash auf den iOS-Geräten von Apple befragt. Narayen betonte, es gehe dabei nicht um die Technologie, sondern um die Kontrolle des Geschäftsmodells. Apple lasse Flash lediglich nicht im Browser zu. Man könne aber mit Flash Anwendungen schreiben, die in einem AIR-Mantel eingepackt über den iTunes-App-Store verbreitet werden können.

Narayen sagte, Flash werde in diesem Jahr bereits auf 130 Millionen Phones ausgeliefert – fand aber keine Antwort auf die Bemerkung von Walt Mossberg, auf keinem einzigen Android-Smartphone sei Flash überzeugend. Als Narayen dann auf die Fortschritte verwies, die man auf dem PlayBook von RIM mit Flash erzielt habe, sagte Mossberg, das PlayBook laufe aber nicht mit Android und habe dafür andere Schwächen. Hier ein Ausschnitt des Interviews im Video:

CES 2011: “Best of Show” für das Motorola Xoom

Irgendwie erinnert die Vorstellung des Tablet Computers “Xoom” von Motorola auf der CES 2011 in Las Vegas an die WeTab-Präsentation von Helmut Hoffer von Ankershoffen. Auf dem Gerät, das schon in wenigen Wochen mit dem neuen Google-Betriebssystem Android 3.0 Honeycomb in die Läden kommen soll, liefen auf dem Motorola-Stand nur verschiedene Videoschleifen. Immerhin war auf dem Xoom ein Android-System installiert und nicht Windows (wie bei einer der ersten öffentlichen WeTab-Demos).

Die Leute auf dem Motorola-Stand auf der CES betonten immer wieder, dass das Xoom das erste Tablet mit Android 3.0 auf dem Markt sein wird. Es habe eine enge Zusammenarbeit zwischen Google und Motorola gegeben, an der das Droid-Team beteiligt gewesen sei. In den USA ist das Motorola Droid eines der Vorzeige-Smartphones mit Android.

Das Xoom überzeugte in Las Vegas die Jury von CNet, die jedes Jahr die besten Produkte auf der CES mit den Preisen “Best of Show” auszeichnet.

Within the tablet category, the Motorola Xoom rose to the top by promising what we felt was the most anticipated mobile OS (Android Honeycomb), on impressively spec’d hardware (dual-core, 4G-compatible, HDMI out, front- and back-facing cameras), in a 10-inch format that can literally and figuratively measure up against the iPad.

Die Kunden, die ganz früh zuschlagen, müssen sich jedoch darauf gefasst machen, dass sie ein sehr grüne Banane erhalten. Auch das erinnert an den Fall WeTab. So wird man den SD-Kartenschacht wird man erst nach einem Firmware-Update nutzen können – bis dahin muss man mit den 32 GByte internem Flashspeicher auskommen. Ohnehin ist unklar, in welchem Zustand sich Android 3.0 Honeycomb zum anvisierten Auslieferungstermin des Xoom (“1. Quartal 2011″) befinden wird. Von anderen Tablet-Herstellern hört man nämlich, Honeycomb werde frühestens im Mai 2011 veröffentlicht werden.

Beim WeTab konnten mehrere Software-Updates die Performance des Gerätes erheblich verbessern und auch einige Funktionen freischalten. An der bescheidenen Qualität des Bildschirms konnten die Software-Aktualisierungen natürlich nichts ändern. In dieser Hinsicht werden Käufer eines Motorola Xoom deutlich besser bedient. Das Display spielt nach meinem subjektiven Eindruck zwar nicht ganz in der iPad-Liga, ist aber viel, viel besser als der WeTab-Bildschirm. Die Motorola-Leute sehen das Xoom auch beim Vergleich der Displays gegenüber dem iPad im Vorteil.

Außerdem ist die Hardware ist auf Erweiterbarkeit ausgelegt: Später im Jahr soll es ein LTE-Modul zum nachträglichen Festeinbau geben. Das spielt in den USA eine große Rolle, wo Motorola-Partner Verizon die vierte Mobilfunkgeneration schon in 42 Städten installiert hat. UMTS mit HSPA und 11n-WLAN sind von Anfang an eingebaut.

Für alle, die nicht in Las Vegas sein konnten, hier noch ein Blick auf die Videos, die das Look&Feel von Android 3.0 zeigen.
Hier ist ein Video von Robert Scoble, der sich von der Begeisterung der Motorola-Leute anstecken lässt:

Die Demo-Videos zeigen u.a. ein eigenes Gmail-Widget, das der Google Mail-Anwendung auf dem iPad ähnelt. Neu gestaltet wurden Google Talk und die Bücher-Anwendung. Außerdem ist eine neue Version von Google Maps und ein auf Tablets optimiertes Tastatur-Layout zu sehen.

Allgemeine Navigation mit “Honeycomb”:

Google Maps auf “Honeycomb”:

Die Googlemail-App auf Android 3.0:

Google Talk auf dem Tablet:

Bücher-Anwendung in Android 3.0:

Der Webbrowser in Android “Honeycomb”:

Technische Spezifikationen Motorola Xoom (Quelle: Motorola)

Motorola XOOM Tablet

OS

Android 3.0 Honeycomb

Differentiation

Larger display in smaller form-factor, 1080p HD support, first tablet with Honeycomb software, dual-core 1GHz processor, and a wide range of docking options

Dimensions

249.1mm (h) x 167.8mm (w) x 12.9mm (d)

Display

10.1” 1280×800 resolution

Weight

730 g

Processor

NVIDIA® Tegra™ 2: 1GHz dual-core processor

Battery

Up to 10 hour video playback

Connectivity

3.5mm, micro USB 2.0 HS, Corporate Sync, Wi-Fi 2.4GHz & 5GHz 802.11b/g/n, Bluetooth 2.1 + EDR + HID

Network

3G, 4G LTE upgradeable, 802.11n w/Personal Hotspot

Messaging/Web/Apps

Email (Corporate Sync, Google Mail, POP3/IMAP embedded, Push Email, Yahoo Mail) , WebKit w/ Flash

Audio

AAC, AAC+, AMR NB, AMR WB, MP3, XMF

Video

720p capture/1080p playback/streaming, H.263, H.264, MPEG4

Camera

5 MP rear-facing camera with dual LED flash/2MP front-facing camera

Memory

32GB on board user memory, SD card support after software update, 1GB DDR2 RAM

Tippen wir künftig alle so auf einem Smartphone?

Exclusive Video: Hands-on With Swype For Android

YouTube – Exclusive: Hands-on with Swype for Android

Verizon will für Droid-Smartphone wohl keine Käuferinnen …

… sonst würden sie mit dem Android-Smartphone von Motorola gegen das iPhone nicht mit dieser semi-debilen Macho-Werbung antreten.

YouTube – Verizon DROID Pretty

Wie man auf einem Android-Smartphone einen Screenshot macht

Auf dem iPhone kann man spielend einfach einen Screenshot vom aktuellen Bildschiminhalt aufnehmen, indem man gleichtzeitig kurz die Home- und die Einschalttaste drückt. Auf den Google-Handys fehlt dagegen dieser Zaubergriff. Um den Bildschirm eines Android-Smartphones in einer Datei zu sichern, muss man das Android-Entwicklerpaktes installieren. Klingt kompliziert, ist auch komplizierter als beim iPhone – aber ein Hexenwerk ist das auch nicht.

In sieben Schritten kann man einen Screenshot eines Android-Handys machen. So funktioniert das:

Schritt 1: Auf einem Windows-PC die Treiber für das Android-Smartphone herunterladen und installieren. Ein Mac mit Mac OS X Leopard oder Snow Leopard kommt ohne spezielle Treibersoftware aus.

Schritt 2: USB-Debugging auf dem Android-Smartphone aktivieren. Dazu ruft man unter den Einstellungen die Option “Anwendungen” auf, tippt dann auf “Entwicklung” und setzt dann beim Menüpunkt “USB-Debugging” das grüne Häkchen.

USB-Debugging aktivieren

USB-Debugging aktivieren

Schritt 3 (für Windows): Die Windows-Version des Software Developer Kits (SDK) für Android herunterladen (http://code.google.com/android/download.html) und die ZIP-Datei in einem Ordner auf dem Schreibtisch (den man am besten “Android” nennt) entpacken. Dann das JDK (Java Developers Kit) von http://java.sun.com/javase/downloads/ herunterladen. Von den vielen Dateien auf dieser Seite benötigen wir nur das Java SE Development Kit (JDK).

Java Developer Kit für Windows

Java Developer Kit für Windows

Danach das JDK installieren.

Schritt 3 (für Mac OS X): Die Mac-Version des Software Developer Kits (SDK) für Android herunterladen (http://code.google.com/android/download.html) und die ZIP-Datei entpacken. Dann die Umgebung Eclipse herunterladen und entpacken. Eine weitere Installation ist nicht notwendig.

Schritt 4: Das Android-Smartphone nun per USB-Kabel mit dem Rechner verbinden.

Schritt 5: Im Ordner “Tools” des Android-SDK die Datei “ddms” bzw. “ddms.bat” mit einem Doppelklick starten. Das SDK startet dann in der JDK-Umgebung auf dem Windows-PC bzw. unter Eclipse auf dem Mac.

ddms.bat starten

ddms.bat starten

Beim ersten Start muss man die Geschäftsbedingungen von Google akzeptieren und kann die Datenschutzeinstellungen vornehmen. Nachdem das SDK gestartet ist, erscheint im Fenster links oben das angeschlossene Android-Smartphone.

Android-SDK unter Mac OS X

Android-SDK unter Mac OS X

Schritt 6: Im Menü “Device” kann man nun den Punkt “Screenshot” auswählen.

Screenshot-Menüpunkt im Android-SDK

Screenshot-Menüpunkt im Android-SDK

Schritt 7: Es öffnet sich nun ein neues Fenster “Device Screen Capture” mit dem aktuellen Bildschirm-Inhalt des Android-Smartphones. In diesem Fenster kann man den aktuellen Screen Capture als PNG-Datei abspeichern. Mit einem Klick auf “Refresh” wird der Bildschirminhalt für den Screenshot aktualisiert. Das war es schon.

Device Screen Capture im Android-SDK

Device Screen Capture im Android-SDK

P.S. Wer ein Screenshot-Tool für das Smartphonesystem Symbian S60 (5th Edition) sucht, das beispielsweise auf dem Nokia N97 verwendet wird, sollte sich die Freeware Best Screen Snap anschauen. Dazu lädt man am mit dem Nokia N97 die Software direkt auf das Smartphone herunter und installiert es anschließend. Die Software ist standardmäßig so eingestellt, dass ein Druck auf den Kamera-Auslösknopf (bei nicht aktivierter Kamera) den Screenshot auslöst. In den Optionen kann man eine Verzögerungszeit, die Bildqualität und andere Parameter einstellen.