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Mein Tag mit Siri im iPhone 4S

Siri-LogoIch habe die vergangenen Tage das iPhone 4S ausprobieren können. Besonders beeindruckt hat mich die Spracherkennungs- und Sprachsteuerungs-Funktion Siri. Hier ein paar Beispiele von Siri-Antworten auf Fragen, die nicht alle wirklich ernst gemeint sind:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Download MP3-Datei (wenn Adobe Flash für den Audio-Player nicht unterstützt wird)

Mein vollständiger Testbericht zum iPhone 4S steht hier bei iPhoneWorld.

Die in dem Audio-Stück erwähnten Antworten von Siri im Screenshot (plus einige zusätzliche Siri-Beispiele). Zum Durchblättern der Screenshot-Gallerie einfach auf das Bild oder die Navigationspfeile klicken.

Guten Morgen

Guten Morgen

Siri bemerkt, dass es Abend ist und der Gruß "Guten Morgen" eigentlich nicht passt.

Auswahl möglicher Fragen und Befehle

Auswahl möglicher Fragen und Befehle

Wie heißt Du?

Wie heißt Du?

Wo kommst Du her?

Wo kommst Du her?

Wo kommst Du her?

Wo kommst Du her?

Was hast Du an?

Was hast Du an?

Was trägst Du?

Was trägst Du?

Was ist Deine Lieblingsfarbe?

Was ist Deine Lieblingsfarbe?

Erzähle mich einen Witz!

Erzähle mich einen Witz!

Was ist der Sinn des Lebens?

Was ist der Sinn des Lebens?

Was ist der Sinn des Lebens?

Was ist der Sinn des Lebens?

Was ist der Sinn des Lebens?

Was ist der Sinn des Lebens?

Was ist der Sinn des Lebens?

Was ist der Sinn des Lebens?

Was ist der Sinn des Lebens?

Was ist der Sinn des Lebens?

Warum bin ich hier?

Warum bin ich hier?

Ich kann Dich nicht sehen

Ich kann Dich nicht sehen

Du bist wunderbar

Du bist wunderbar

Du bist schön

Du bist schön

Du bist sexy

Du bist sexy

Du bist eine Schlampe

Du bist eine Schlampe

Du nervst

Du nervst

Ich bin Dein Vater

Ich bin Dein Vater

Wer ist Dein Vater?

Wer ist Dein Vater?

Heirate mich!

Heirate mich!

Öffne die Luftschleuse! (Anspielung an HAL 2000)

Öffne die Luftschleuse! (Anspielung an HAL 2000)

Wie steckt die Aktie von Apple?

Wie steckt die Aktie von Apple?

Erinnerungsfunktion

Erinnerungsfunktion

Rufe meine Frau auf dem Handy an!

Rufe meine Frau auf dem Handy an!

Ich möchte ein anderes Telefon haben

Ich möchte ein anderes Telefon haben

Brauche ich morgen in München einen Regenschirm?

Brauche ich morgen in München einen Regenschirm?

Guten Abend

Guten Abend

Klopf, klopf

Klopf, klopf

Wie sieht der Rest des Tages aus?

Wie sieht der Rest des Tages aus?

Spiele Musik von Reinhard Mey

Spiele Musik von Reinhard Mey

Gute Nacht

Gute Nacht

Erstelle eine Notiz für meine Einkaufsliste

Erstelle eine Notiz für meine Einkaufsliste

Füge Karotten hinzu

Füge Karotten hinzu

Füge Schokolade hinzu

Füge Schokolade hinzu

An welchem Tag ist Ostern?

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Die alte App von Siri für das iPhone

Die alte App von Siri für das iPhone

Apple hat die alten Siri-Server inzwischen abgeschaltet

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Im Werbespot von Apple, der in den USA im Fernsehen läuft, sind einige Funktionen zu sehen, die es in der deutschsprachigen Version nicht gibt, beispielsweise die Abfrage der Verkehrslage in der Umgebung oder die Umrechnung von verschiedenen Maßeinheiten via wolframalpha.com:

Jambox von Jawbone

Wer für sein Smartphone oder MP3-Player einen möglichst kompakten Lauftsprecher sucht, dem kann ich die Jambox von Jawbone empfehlen. Mit einer Kantenlänge von 151mm x 57 x 40 mm passt die kleine Box in jedes Handgepäck, um auf einer Reise mit der eigenen Musiksammlung das Hotel-Zimmer ein wenig heimisch zu machen. Und der Klang ist wirklich nicht schlecht. Die Box ist für neue Handys, wie HTC Smartphones bestens geeignet. Sie kann über Bluetooth oder ein Kabel mit Klinkenstecker angesteuert werden. Mit einem eingebauten Mikrophone kann sie auch als Mini-Telefonkonferenzanlage eingesetzt werden. In dem Video werden noch ein paar weitere Einsatz-Szenarien gezeigt.

Leitet das iPad ein neues Computer-Zeitalter ein?

Die Spekulationen um den Tablet-Computer von Apple, die viele Wochen lang die Blogs und Technologie-Sites in aller Welt beschäftigt haben, sind nun Geschichte. Steve Jobs hat das “iPad” vorgestellt, mit dem Apple eine Lücke zwischen Handy und Laptop schließen will. Im Vergleich zu der lahmen Einführung der Slate-PCs durch Microsoft-Chef Steve Ballmer auf der CES kam Jobs enthusiatischer und überzeugter daher: “Mit Apples fortschrittlichster Technologie haben wir ein magisches und revolutionäres Gerät entwickelt, das wir zu einem unglaublichen Preis anbieten können.”, sagte Jobs den Zuschauern im Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco.

Das Apple iPad

Das Apple iPad

Beim Bestseller-Autor Nicolas Carr, der in seinen Büchern den technologischen Wandel hin zur “Internet-Cloud” beschreibt, fiel Jobs Botschaft auf fruchtbaren Boden. “Hello iPad, Goodbye PC”, heiß der Titel seines Aufsatzes, der in The New Republic und auch der FAZ erschien.

Die Ära des Personalcomputers ist zu Ende gegangen, als Steve Jobs gestern in San Francisco die Bühne erklomm, um das iPad vorzustellen, Apples Version eines Tablet-Computers. Was den Moment zu einem epochalen machte war nicht so sehr der Apparat an sich – ein überdimensionierter iPod Touch, ausgerüstet mit einer E-Reader-Applikation und ein paar anderen neuen Besonderheiten -, sondern der Wirbelsturm, der seine Ankunft begleitete.

Mit dem neuen Gerät von Apple werde ein fundamentaler Wandel der Computernutzung einsetzen. Weil das Internet die traditionellen Produkte der Medien aufgesogen hat – Musik, Fernsehshows, Filme, Spiele, die gedruckte Welt -, haben wir begonnen, unsere Computer als multifunktionale Mediaplayer zu sehen.

Als radikales Gegenprogramm zu Carr melden sich nun (wie von David Pogue richtig vorhegesagt) unzählige Blogger und Tech-Journalisten zu Wort, die an dem iPad herumkritteln und lange Listen von fehlenden Features veröffentlichen.

  • kein Mulitasking
  • keine Unterstützung für Adobe Flash
  • Batterie nicht durch den Anwender austauschbar
  • keine Video-Kameras
  • kein OLED-Bildschirm
  • kein HDMI-Ausgang
  • kein USB-Port
  • kein Slot für Speicherkarten
  • Anschluss an Monitor nur über Adapter
  • verwendet keine normalen SIM-Karten, sondern nur Micro-SIM

Irgendwie klingen diese Artikel alle wie der Beitrag von Ian Fried von CNet nach der Präsentation des ersten iPods durch Steve Jobsim Oktober 2001. Fried zitierte damals Analysten wie Stephen Baker von NPD Intelect, der bezweifelte, dass Apple mit dem iPod eine Nische in dem Markt erobern könne.

Stephen Baker, an analyst at NPD Intelect, said that the iPod will likely stand out for its large storage capacity but predicted that the device may have trouble digging out a niche in the market.

Die Kritik am ersten iPod machte sich damals vor allem an dem hohen Preis von 399 Dollar fest sowie der Tatsache, dass der iPod damals nur mit dem Mac bestückt werden konnte. Nach einem langsamen Start hob der iPod aber ab. Inzwischen hat Apple 250 Millionen iPods verkauft und den gesamten gigantischen Markt der portablen Musikplayer fest im Griff.

An eine ähnliche Situation bei der Premiere des iPhone erinnert Stephen Fry, der nicht im Verdacht steht, ein Apple-Fanboy zu sein.

In June 2007 when the iPhone was launched I collected a long list of “not impressed”, “meh”, “big deal”, “style over substance”, “it’s all hype”, “my HTC TyTN can do more”, “what a disappointment”, “majorly underwhelmed” and similar reactions. They can hug to themselves the excuse that the first release of iPhone was 2G, closed to developers and without GPS, and that cut-and-paste and many other features that have since been incorporated. Neither they, nor I, nor anyone, predicted the game-changing effect the phone would so rapidly have as it evolved into a 3G, third-party app rich, compass- and GPS-enabled market leader.

Auch die bekannte Cruftbox argumentiert in diese Richtung und erinnert daran, dass Apple trotz der Kritik an den Mängeln der ersten iPhone-Generation einen glänzenden Absatzerfolg landen konnte:

No 3G network? No MMS? No apps on the iPhone? No replaceable battery? Oh, your complaints were endless. You were sure that the iPhone was doomed because it didn’t meet all your requirements.
And what happened? Well, Apple has sold 40 million iPhones. FORTY MILLION. They have become the largest mobile device company in the world.

Oh Internets, I know you won’t believe till you hold one in your hands. You’ll bang on about features, data plans, DRM, open source, and a multitude of issues. You’ll storm the message boards, wring your hands, and promise you won’t buy one till ‘Gen 2’. The din will grow and grow as time passes.
And then one day, in a few months, you will actually hold one and use it. And you will say, “I want one. Iwant one right now.”

Für einen Erfolg des iPad sprechen meiner Ansicht nach vor allem zwei Dinge: Die Vielzahl der bereits vorhandenen Anwendungen und der Preis. So werden zum Verkaufsstart des Tablet-Computers im März rund 140 000 Programme aus dem iTunes App Store zur Verfügung stehen, die ursprünglich für das iPhone und den iPod Touch geschrieben wurden. Für die Entwickler dieser «Apps» ist es außerdem eine Kleinigkeit, ihre Software auf den größeren Zehn-Zoll-Bildschirm des iPad zu optimieren. Jeder iPhone-Entwickler wird in diesen Tagen fieberhaft daran arbeiten, seine Anwendung für das iPad anzupassen. Und der frühe Vogel fängt den Wurm. Wer sich mit seiner iPad-App beeilt, hat auch gute Chancen, von den iPad-Besitzern wahrgenommen zu werden.

Martin Nisenholtz und seine Kollegen von der The New York Times zeigen ihr iPad-Anwendung beim Launch des Tablet-Computers von Apple

Ich bin mir auch sehr sicher, dass das iPad ein Statussymbol bei all denjenigen werden wird, die beruflich Präsenationen vorführen müssen. Durch die geniale Erweiterung der iWorks-Suite auf das iPad (für nur 9,95 Dollar pro Anwendung) sind alle Voraussetzungen dafür gegeben. Steve Ballmer sollte sich übrigens die Minuten der Video-Aufzeichnung der Keynote mit der Präsentation der iPad-Version von iWorks durch Phil Schiller genau anschauen, denn Apple zeigt hier sehr genau, wie wichtig eine komplette Überarbeitung der grafischen Benutzeroberfläche für einen Tafel-Computer ist. Die Präsentation der Slate-PC durch Ballmer auf der CES war unter anderem deswegen ein Deseaster, weil Ballmer auf dem Display mit seinen Fingern die winizigen  Bedienelemente der Windows-7-Version nur schlecht treffen konnte. Wenn die Slate-PCs ein Erfolg werden sollen, muss Microsoft von der GUI des Windows-Desktops deutlicher als bislang vorgesehen Abstand nehmen.

Wie sieht es mit dem Preis aus? 499 Dollar für die einfachste iPad-Variante klingt erstmal nicht schlecht. Vermutlich wird hierzulande die Ziffer für den Nettopreis in Dollar (ohne Mehrwertsteuer) mehr oder weniger 1:1 in den Bruttopreis in Euro umgesetzt werden, vielleicht werden es auch nur 449 Euro. Wer das iPad unterwegs intensiv nutzen möchte, wird um eine UMTS-Variante nicht herumkommen, für die Apple in den USA jeweils einen Aufschlag von 130 Dollar verlangt. Daher wird der Durchschnittspreis eines iPad vermutlich dichter am Niveau des Spitzenmodells (64 Gigabyte Hauptspeicher und UMTS-Modem) von 829 Dollar liegen als bei 499. In Zeiten wie diesen, haben viele Technophile diese Summe nicht unbedingt in der Schublade liegen. Die jüngsten Quartalszahlen von Apple haben aber auch gezeigt, dass auch in der Finanzkrise die Anziehungskraft einer guten Marke nicht nachlässt.

Für die Apple-Konkurrenten dürfte der vergleichsweise niedrige Einstiegspreis des iPad ein Problem bedeuten. Kaufen sich jetzt noch Studenten einen Kindle DX für 489 Dollar von Amazon? Ich glaube nicht. Und Mädels von Sony am Terminal 5 in London, die den Fluggästen den Kauf eines Sony Readers im benachbarten Store schmackhaft machen wollen, dürften künftig auch keinen leichten Job mehr haben.

Steve Jobs macht das Netbook madig und präsentiert das iPad

Dennoch wird der Erfolg des iPad für Apple kein Selbstgänger – und es ist auch noch viel zu früh, das Ende der PC-Ära auszurufen. Einige Punkte der Mängelliste der iPad-Kritiker sind tatsächlich relevant. Ich vermisse die fehlende Videokamera mehr als die nicht vorhandene Unterstützung für die Flash-Technologie von Adobe. Ein genaues Urteil über die Relevanz der Kritikpunkte werde ich aber erst fällen, wenn ich die Gelegenheit hatte, das iPad einem echten Praxistest zu unterziehen.

Steve Jobs fasst seine Präsentation des iPad zusammen

Jonny Ive und Kollegen zum iPad

Meine erste Bewertung des iPad habe ich u.a. hier geschrieben. Wer nicht in San Francisco dabei sein konnte, wird sich vielleicht für das Video interessieren, in dem Apple-Chefdesigner Jonny Ive und seine Kollegen das iPad anpreisen.

Mein Gadget-Highlight von der CES 2010 – Parrot.AR Drone

Die französische Firma Parrot, ein Spezialist für kabellose Geräte rund um die Mobiltelefonie, hat auf der CES 2010 ein neuartiges Spielekonzept vorgestellt, das ein Hubschraubermodell mit der virtuellen Realität von Computerspielen kombiniert. Das Fluggerät verfügt über vier Rotoren und wird von Parrot “AR.Drone” genannt. Da ich auf der CES in diesem Jahr erstmals für dpa auch Videos produziert habe, kann ich hier auch ein paar bewegte Bilder von der “AR.Drone” zeigen:

Gesteuert wird der Quadcopter mit dem iPhone oder iPod touch von Apple über WiFi. An Bord befinden sich außerdem zwei Kameras, deren Signal live auf das iPhone oder den iPod touch übertragen werden.

Die Steuerung des Quadcopters funktioniert ähnlich wie bei Autorennspielen auf dem iPhone oder dem iPod touch. Kippt man das Device nach vorne, bewegt sich der Helikopter nach vorne. Kippt man das iPhone zurück, kommt das Fluggerät auf einen zu. Neigungen nach links und rechts lösen entsprechende Kurvenbewegungen aus. Mit einem Knopf auf dem iPhone-Bildschirm kann man außerdem die Flughöhe der “Parrtot AR.Drone” bestimmen. Die Abkürzung AR in dem Produktnamen steht für “Augmented Reality” (Erweiterter Realität), bei der ein Computer die Wahrnehmung der Umgebung unterstützt und ergänzt.

Die Franzosen werden das Gerät vermutlich erst in einem Jahr auf den Markt bringen, da man zunächst die Entwickler von Computerspielen animieren möchte, die “Parrtot AR.Drone” in Games einzubinden. Daher stehen auch noch keine Preise für den Quadcopter fest.

P.S.

Andrej weist mich gerade auf die Parkhaus-Szene im James-Bond-Film “Tomorrow Never Dies” hin. Ist wirklich dich dran :-)

Alle Jahre wieder – Die endlose Geschichte der Gerüchte um ein Tablet-PC von Apple

In drei Tagen beginnt die Consumer Electronics Show in Las Vegas, die wichtigste Messe für Unterhaltsungselektronik und Personal Technology in den USA. Doch wie fast jedes Jahr stiehlt Apple den Veranstaltern der CES die Schau. Apple-Chef Steve Jobs tritt zwar nicht parallel zu der High-Tech-Show auf der MacWorld Expo in San Francisco auf. Von dieser Mac-Messe hat sich Apple im vergangenen Jahr verabschiedet. Doch die Gerüchte um ein Tablet-PC sind inzwischen omnipräsent. Nicht nur einschlägige Gerüchte-Sites wollen wissen, dass diesmal die Vorstellung eines Tablet von Apple unmittelbar bevorsteht. Auch seriöse Zeitungen wie die New York Times beteiligen sich an den Spekulationen, die John Gruber in Daring Fireball schön zusammengefasst hat. Danach gibt es wirklich ein Tablet-Projekt und alle möglichen Beteiligten bei Apple sind von der Oberfläche verschwunden. Diese Umstände erinnern an die Entwicklung des iPhone, die damals in einem Supergeheimprojekt organisiert wurde, so dass auch innerhalb von Apple die meisten Mitarbeiter vor der Präsentation des iPhone keinen blassen Schimmer hatten, wie das Apple-Smartphone aussehen wird (siehe auch Projekt Purple 2 – Wie Apple das iPhone als Geheimprojekt entwickelte).

Am 26. Januar 2010 will angeblich Apple den Schleier lüften. Was an diesem Tag aber präsentiert wird, weiß außerhalb des engsten Führungskreises in Cupertino niemand. Wenn in den kommenden Tagen irgendwelche Schlaumeier uns erzählen wollen, wie das Apple-Tablet genau aussehen wird, lohnt zu Einschätzung der “Scoops” ein Blick zurück. Denn seit über acht jahren tauchen immer wieder Meldungen auf, dass die Präsentation eines Mac-Tablets unmittelbar bevorsteht:

“And just to keep true to those old ‘Apple-developing-a-PDA’ and ‘Apple developing a Mac tablet’ rumours, the iWalk contains full PDA functionality.”

Apple’s ‘breakthrough’ – iPod or iWalk?
The Register, 23. Oktober 2001

Der inzwischen ausführlich diskutierte Markenname iSlate tauchte bereits 2002 auf:

“May we speculate that the big item due to set the Macintosh welkin ringing … next month just might be an Apple tablet computer. Think of a name: iSlate, iNote, iPad (maybe too close to iPod).”

Garry Barker, Livewire, 4. Dezember 2002

Nachdem die MacWorld-Expo 2003 in San Francisco ohne eine Tablet-Premiere verstrich, rissen die Gerüchte aber nicht ab. MacWhispers kannte sogar die Fabriken, in denen die Gehäuse für ein Mac-Tablet gebaut werden:

Mobile Mac slate device to launch?

“All we know about this piece of plastic is that:
1) it is vouched for by a “previously good source” who has contacts in the factory where it’s being made
2) it is almost an inch thick, at 24.6mm; and its other dimensions are 188mm by 132mm
3) the factory where it is being assembled is supposedly under contract to Apple.”

MacWhispers, 29. März 2003

Ende 2003 sagte Robert Cringely, damals noch bei NPR, voraus, dass Apple im kommenden Jahr ein Tablet-PC mit Intel-Chips auf den Markt bringen wird. Apple stellte zwar seine Macs von PowerPC-Chips auf Intel-Prozessoren um, ein Tablet wurde aber nicht gesehen.

“A year from now, I am sure these technical problems will be solved, but by then Motorola will have been shipping DS-CDMA products for 12 months. And some of those products will be going in that Apple tablet computer. Watch TV in your bathroom, access your audio and video collection from anywhere in the house, control your big screen TV and route video to it from your desktop or the Internet. ”

Apple’s Tablet Computer Might Finally Be That Link Between Your PC and TV
– Robert Cringely, 27. November 2003

Also kein Tablet-Debüt im Jahr 2004. Aber im Jahr 2005 sollte es doch endlich so weit sein. Und MacDaily wusste auch, welches Betriebssystem das Tablet haben wird:

“Speculation over what Jobs might reveal this year are all over the map … (including) an Intel-powered Mac Tablet running Mac OS X or a “Mac OS X Lite.”"

MacDailyNews, 27. Mai 2005

Uups. Schon wieder kein Mac-Tablet. Wie gut, dass ein Jahr später zwei Firmen in Taiwan entdeckt wurden, die schon die Kosten für die Massenproduktion des “vollständig funktionierenden Prototypen” kalkulieren. Angepeilter Marktstart: 2007.

“Apple researchers have built a full working prototype of a Mac tablet PC and three Companies in Taiwan are now costing a product for a potential launch in mid 2007…”

Smarthouse, via MacDailyNews, 26. November 2006

Das Jahr 2007 ist inzwischen längst Geschichte. Und in den Annalen steht immer noch kein Mac-Tablett. Schade. Aber nur nicht ungeduldig werden. Der 26. Januar 2010 kommt bestimmt. Und das Web weiß auch schon, wie das neue Superteil aussieht:

louisgray.com: We Apple Fans Are In Mac Tablet Rumors Reruns

"Information at Your Fingertips (2005)" – Zurück in die Zukunft: Die Vision von Bill Gates aus dem Jahr 1994

Machmal lohnt ein Blick zurück. Im November 1994 stellte Microsoft-Mitbegründer Bill Gates seine Vision von der Zukunft vor. “Information at Your Fingertips 2005″ lautete der Titel seiner Keynote auf der inzwischen längst eingegangenen Computermesse Comdex in Las Vegas. Der damals 39 Jahre alte Gates war noch nie ein begnadeter Redner, der seine Zuhörer allein durch seine Rhetorik begeistern konnte. Daher ließ Gates einen aufwendigen Film produzieren, der nicht nur bei den Besuchern der Comdex-Keynote einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen sollte:

“Der Film war damals so spektakulär, dass alle nur mit offenen Mund da saßen. Vieles ist davon jetzt Realität, einiges hat sich anders entwickelt. Der Film zeigt eine Zukunft im Jahr 2005 (von 1995 aus gesehen)”, erinnert sich beispielsweise Andreas J. Greiner, der (wie ich persönlich auch) das Video drei Monate später bei Gates’ Auftritt zur Eröffnung der CeBIT 1995 in Hannover gesehen hatte.

Comdex 1994 – Keynote Bill Gates – Information At Your Fingertips (2005) – The Video from Christoph Dernbach on Vimeo.

In dem aufwändig produzierten Film zeigte Gates damals einen kurzen Krimi um einen Kunstschmuggel und seine rasante Aufklärung mit den wunderbaren Hilfsmitteln futuristischer Kommunikationsmittel. Die Gegenspieler der Schmugglerbande, der clevere Schüler Jackson und seine Mutter, recherchierten in dem Film von der Küche aus im “Cyberspace” alle Details zur präkolumbianischen Kunst und landeten schließlich in einer Galerie mit virtuellen Picasso-Bildern auf hoch auflösenden Flachbildschirmen. Nachdem Jackson bei einer Verfolgungsjagd von einem Auto angefahren wurde, konnte die Besatzung eines Krankenwagens in dem Microsoft-Film noch während der Fahrt über eine Videoverbindung mit der Klinik kommunizieren und die optimale Behandlung für den Jungen diagnostizieren. Die Polizisten im Einsatzwagen verschafften sich schon unterwegs einen Überblick vom Tatort und steuerten den Einsatzcomputer mit Sprachbefehlen. “Sie werden sehen, in zehn Jahren wird sich diese Technik natürlich in unser Leben einfügen”, versprach Gates seinen Zuhörern.

Ich habe lange nach einer Kopie dieses Videos im Netz gesucht und bin zunächst nur bei dieser Website der Technischen Universität in Delft (Niederlande) fündig geworden, wo die Aufzeichnung in vergleichsweise schlechter Auflösung im WMV-Format zu sehen ist. Nach einer längeren Recherche stieß ich dann auch einen Blog-Eintrag von Derek R. Flickinger zum Rückzug von Bill Gates aus der Microsoft-Führung. In dem Artikel erwähnte Derek, dass er 1994 den Auftritt von Gates live gesehen habe und seitdem ein Video dieses Auftritts besitze. Im Jahr 2005 habe er Bill Gates persönlich getroffen und ihm dann eine DVD von der Comdex-Keynote geschenkt. Der Kontakt zu Derek war schnell geknüpft und über einen FTP-Server landete schließlich ein 1,4 Gigabyte großes Windows Media Video File auf meinem Rechner. Nochmals, herzlichen Dank dafür.

Die komplette Keynote ist über eine Stunde lang. Da nicht alle Betrachter so viel Zeit haben (obwohl sich das heute noch lohnt), habe ich den eigentlichen Film rund um den cleveren Schüler Jackson so zusammengeschnitten, so dass man ihn jetzt an einem Stück sehen kann. In der Comdex-Keynote war dieser Film immer wieder von Gates unterbrochen worden, um dem Publikum die eingesetzten Technologien zu erläutern.

Die komplette Keynote findet man hier:


Bill Gates at Comdex/Fall (November 14th, 1994) in Las Vegas
“Information at Your Fingertips (2005)”

Viele der Visionen von Bill Gates aus dem Jahr 1994 sind heute tatsächlich Wirklichkeit geworden: der Mini-PC in der Jackentasche, das individuell programmierbare Fernsehen, der einfache Zugriff auf einen unendlichen Wissensschatz in den Datennetzen. Und irgendwie sieht Jacksons Computer in der Küche aus wie der Schreibtischlampen-iMac (iMac G4), den Apple gute sieben Jahre später auf den Markt brachte.

Manche Vorstellungen des Visionärs Bill Gates von damals erwiesen sich aber als Flop. Der Microsoft-Gründer glaubte auf der CeBIT 1995 beispielsweise noch, mit einem eigenen Microsoft Network dem Internet Paroli bieten zu können. Erst einige Monate später erkannte Gates seinen fatalen Irrtum und befahl seinen Programmierern die Wende. Das in dem Film an mehreren Stellen thematisierte digitale Portemonnaie ist auch im Jahr 2009 immer noch Zukunftsmusik. Und opulente Lehrfilme – wie der Multimedia-Vortrag von Jackson vor seiner Klasse – lassen sich auch heute noch nicht in wenigen Minuten zusammenstellen.

Information at Your Fingertips (Comdex 1990)

Bill Gates: Die erste “Information at Your Fingertips” Keynote – Comdex/Herbst 1990

Link: 20 Years ago: Bill Gates: 1st "Information at Your Fingertips" Keynote - Comdex/Fall 1990

Interessant ist ein Vergleich mit einer anderen Vision, die ebenfalls in einem Video visualisiert wurde. 1987 beschrieb der damalige Apple-CEO John Sculley in seinem Buch “Odyssey” den Knowledge Navigator. Diese fiktive Maschine repräsentierte Sculleys Vision eines persönlichen Computers für das 21. Jahrhundert.

So sieht der neue Amazon Kindle 2 aus

Am kommenden Montag wird Amazon in New York die zweite Generation seines E-Books Kindle vorstellen. Bei Engadget sind nun Bilder aufgetaucht, die wohl tatsächlich den Kindle 2 zeigen. Das im Vergleich zum ersten Kindle deutlich elegantere Design war ja bereits im vergangenen Oktober durch Erlkönig-Fotos bekannt geworden. Die aktuellen Fotos zeigen nun, wie dünn der neue Kindle ist. Außerdem hat Amazon dem Gerät nun zwei Stereo-Lautsprecher verpasst. Die zweite Generation des Kindle soll 359 US-Dollar kosten und am 24. Februar auf den Markt kommen.

Mit dem Leak bei Engadget sind aber nicht alle Fragen beantwortet. Wird der neue Kindle auch nur im EVDO-Netz von Sprint funken können? Oder gibt es nun auch WiFi? Und was ist mit dem Marktstart in Europa? Auf der vergangenen Buchmesse in Frankfurt waren die Amazon-Leute ja bereits unterwegs, um Inhalte für den Kindle einzusammeln.

Es schöne Kindle-Geschichte hat heute CNET. David Carnoy berichtet, ihm seien Informationen über ein Treffen von Amazon-Boss Jeff Bezos und Apple-Chef Steve Jobs im November 2007 auf dem Flughafen in San Francisco zugetragen worden, bei dem Bezos den Kindle 1 vorgeführt hat. Daraus konstruiert Carnoy ein “komplett fiktives” Gesprächsprotokoll, das der Wirklichkeit aber ziemlich nahe kommen könnte.

Jobs: Where is it?
Bezos: No, “Hi, Jeff, how’s it going?”
Jobs: Hi, Jeff. How’s it going? Now, where is it?
[Bezos pulled the Kindle out of a padded briefcase. He held down the Alt and home buttons to take it out of its screen-saver mode and handed it to Jobs. The Apple CEO held it in his hand, staring at it.] Jobs: Three years, huh?
Bezos: Yeah. What do you think?
Jobs: I think it sucks.
Bezos (smiling): Why?
Jobs: It just does.
(…)

Official-looking Kindle 2 pictures and pricing leak out – Engadget

Steve Jobs meets the Kindle | Fully Equipped – CNET Reviews

Exclusive: Amazon Kindle 2 official images + price + release date – MobileRead Forums

Projekt "Pink" – Warum Microsoft den Zune (noch) nicht nach Deutschland bringt

Auf den PowerPoint-Folien der Microsoft-Manager existiert der “Digital Lifestyle” schon seit Jahren. Und der Softwarekonzern hat in dieser Zeit auch etliche Anläufe unternommen, wichtige Accessoires für den digitalisierten Lebenswandel zu liefern. Am meisten Erfolg hat Microsoft noch mit der Spielekonsole X-Box, auch wenn dieser Erfolg teuer durch firmeninterne Quersubventionen erkauft wurde.

Während also Microsoft mit Sony und Nintendo noch halbwegs mithalten kann, hechelt Microsoft-CEO Steve Ballmer in der iPod-Klasse seit Jahren hinter Apple hinterher. Zunächst scheiterte der Versuch, in der “PlaysforSure”-Allianz eine Riege von Hardware-Herstellern als echtes Gegengewicht zu Apple in Stellung zu bringen. Aber auch dem im Herbst 2006 gestarteten Versuch, mit einer Kopie des zuvor so kritisierten geschlossenen iPod/iTunes-Modells von Apple endlich große Teile des Marktes zu gewinnen, blieb bislang wenig Erfolg verwährt. Während der Zune von Microsoft in den USA bei niedrigen einstelligen Marktanteilen herumdümpelt, ist in Europa auch in der dritten Weihnachts-Saison kein Zune in Sicht.

Sieht so das ZunePhone aus?

Sieht so das ZunePhone aus?

In München pfeifen nun die Spatzen von den Dächern, dass Microsoft-Deutschland-Chef Achim Berg die ersten beiden Zune-Generationen schon abgeschrieben hat und statt dassen seine Hoffnungen auf das sagenumwobene “Projekt Pink” setzt. Dahinter verbirgt sich eine Art Zune-Phone, also die direkte Antwort von Microsoft auf das iPhone.

Bislang produzieren nur Microsoft-OEM-Partner Mobiltelefone und PDAs mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Mobile. Mit dem ZunePhone würde Microsoft unter der eigenen Marke Smartphones und Mobile Internet Devices anbieten, um ein weiteres Abstürzen des Marktanteils von Windows Mobile zu verhindern. Das System war zuletzt hinter Nokias Symbian, dem iPhone von Apple sowie der Blackberry-Plattform von RIM nur noch auf einem enttäuschenden vierten Platz gelandet. Es muss Steve Ballmer unheimlich wurmen, dass er mit 56 OEM-Partnern hinter dem iPhone gelandet ist.

Wie beim MP3-Player Zune bestehen beim “Projekt Pink” etliche Risiken. Zum einen riskiert Microsoft. dass enttäuschte Hardware-Partner allergisch auf die direkte Konkurrenz durch Microsoft reagieren und sich verstärkt Betriebssystemen wie Android von Google zuwenden. Auf der anderen Seite mach Microsoft mit dem Zune-Store langjährigen Partnern wie Musicload/Softwareload Konkurrenz.

Ursprünglich war wohl geplant, dass Microsoft-Boss Ballmer auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas das ZunePhone präsentiert und Apple-Chef Steve Jobs die Show stiehlt, der zwei Tage vor der Ballmer-Keynote in San Francisco die MacWorld Expo eröffnet. Doch nun soll die CES 2009 bei Microsft wohl allein der Promotion von Windows 7 vorbehalten bleiben. Das berichtet jedenfalls Ina Fried, die für CNet in Redmond das Gras wachsen hört. Als neuer Ankündigungstermin für das “Projekt Pink” ist nun der Kongress “GSMA Mobile World” Anfang Februar 2009 in Barcelona im Gespräch.

How to fix Windows Mobile – SuperSite Blog

Microsoft working on its own Tegra-powered superphone? Doubtful. – Engadget Mobile

Ballmer to talk Windows 7, not ZunePhone, at CES | Beyond Binary – CNET News

“Zune Mobile” gets mentioned, plot thickens for Project Pink – Tech News Updates

Neues Launch-Datum für das Garmin Nüvifone: St.-Nimmerleins-Tag

Nüvifone-Mockup von Garmin

Nüvifone-Mockup von Garmin

Bei ubergizmo lese ich, dass Garmins Nüvifone nicht mehr wie ursprünglich geplant in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Der Launch soll nun in der “ersten Jahreshälfte 2009″ stattfinden, scheibt IntoMobile. Ich glaube ja eher, dass der Marktstart auf den St.-Nimmerleins-Tag in zweitausendwasweißich verschoben wurde. Auf der CES im vergangenen Januar in Las Vegas und auf der CeBIT im März hatten die Garmin-Leute noch so getan, als stünde die Massenproduktion unmittelbar bevor.
Selbst wenn das Nüvifone noch kommen sollte. Zwischen dem phänomenal erfolgreichen iPhone und der Riege der dann erhältlichen Smartphones mit dem Google-System Android wird der Platz verdammt eng. Einen Preis hat das Nüvifone aber verdient: Die beste Vaporware 2008.

Garmin Nuvifone Delayed To 2009

Garmin: nuvifone still on schedule for first half of 2009