Bei der letzten Gehaltserhöhungsrunde wieder mal vergessen worden? Ärger mit dem Chef? Oder nach dem Studium auf der Suche nach einem Job mit Perspektive? Vielleicht solltet ihr Euch bei Google bewerben.
Apr 1, 2011
Christoph Fun, Google 0 Comment
Bei der letzten Gehaltserhöhungsrunde wieder mal vergessen worden? Ärger mit dem Chef? Oder nach dem Studium auf der Suche nach einem Job mit Perspektive? Vielleicht solltet ihr Euch bei Google bewerben.
Okt 19, 2010
Christoph Android, Andy Rubin, Apple, Google, Iain Dodsworth, Steve Jobs, TweetDeck Allgemein, Apple, Google, Mobile 0 Comment
Die Attacke kam unerwartet. Seit über zwei Jahren hatte Apple-Chef Steve Jobs sich nicht mehr bei einer Telefon-Konferenz zu den Quartalsergebnissen des Unternehmens, dem Earnings-Call, zu Wort gemeldet. Und um die Geschäftszahlen des vierten Quartals der Apple Inc. ging es dem CEO auch nur am Rande. Jobs nutzte die Gelegenheit, um fünf Minuten lang über das Smartphone-Betriebssystem Android abzulästern.
Apple habe mit dem iPhone den Konkurrenten RIM (Blackberry) überholt, sagte Jobs selbstbewusst und stellte dann die Zahlenangaben von Google-Chef Eric Schmidt zum Absatz der Android-Smartphones in Frage.
Well, what about Google? Last week, Eric Schmidt reiterated that they are activating 200,000 Android devices per day. And have around 90,000 apps in their App Store. For comparison, Apple has activated around 275,000 iOS devices per day on average for the past 30 days with a peak of almost 300,000 iOS devices per day on a few of those days. And Apple has 300,000 apps on its App Store.
Unfortunately, there is no solid data on how many Android phones are shipped each quarter. We hope that manufacturers will soon start reporting the number of Android handsets they ship each quarter. But today that just isn’t the case. Gartner reported that around 10 million Android phones were shipped in the June quarter and we await to see if iPhone or Android was the winner in this most recent quarter.
Die durch Google vorgenommene Charakterisierung von Android als “open” und iOS als “closed” sei “unaufrichtig”. Android werde von den Geräteherstellern wie HTC oder Motorola mit “proprietären Oberflächen” versehen. Das widerspreche dem Ansatz von “open”, wie ihn beispielsweise Microsoft bei den PCs gewählt habe. Die Entwickler von Windows-Programmen könnten sich schließlich darauf verlassen, dass Windows überall gleich aussehe.
Die Antwort von Google ließ nicht lange auf sich warten. Android-Manager Andy Rubin entgegnete auf Twitter:
Die für Non-Geeks und Nicht-Programmierer unverständliche Entgegnung zeigt im Kern worum es in der Auseinandersetzung zwischen Apple und Google geht. Google-Mann Rubin will mit seinem Tweet beweisen, wie offen Android wirklich ist, weil sich jeder den Quellcode des Betriebssystem von einer offen zugänglichen Quelle ganz legal herunterladen kann, um sich seine eigene Android-Version zu kompilieren.
Ungewollt bestätigt aber Rubin mit seiner Einlassung eine These von Jobs, nämlich dass Android zumindest für die Anwender viel zu kompliziert sei. In seinem “Rant” gegen Android hatte Jobs in diesem Kontext kritisiert, wie sehr die Android-Szene fragmentiert ist. Dabei verwies Jobs auf Zahlen von TweetDeck, die beim Beta-Test der aktuellen Version von TweetDeck for Android erhoben wurden. Man habe es mit mehr als 100 verschiedenen Versionen der Android-Software auf 244 unterschiedlichen Handsets zu tun gehabt. (Die Zahlen kann man in diesem Blog-Post von TweetDeck nachlesen).
Die Macher von TweetDeck wollen sich wiederum nicht als Kronzeugen von Jobs in den Zeugenstand rufen lassen. Per Twitter meldete sich TweetDeck CEO Iain Dodsworth zu Wort:
Die Kritik von Jobs bezieht sich aber nicht nur auf die Vielfalt der Android-Versionen und -Geräte. Auch die unübersichtliche Vielfalt der Software-Läden für Android-Programme stelle sowohl für die Entwickler als auch für die Anwender ein Problem dar. Es gebe Beispiele dafür, dass offene Systeme “nicht immer gewinnen”, sagte Jobs und erinnerte an die das gescheiterte PlaysForSure-Konzept von Microsoft. Die offene Vielfalt von PlaysForSure sei letztlich durch eine Kopie des iPhone-Konzeptes in Form des Zune-Players abgelöst worden.
Die Debatte um Open vs. Closed sei eine “Nebelkerze”, so Jobs und umschrieb die Unterschiede zwischen Android und iOS als fragmentiert gegen ganzheitlich (“integrated”).
Der komplette Wortlauf des Earning-Calls kann hier nachgelesen werden.
Nov 10, 2009
Christoph 5th Edition, Android, Anleitung, Best Screen Snap, Bildschirmfoto, Freeware, Howto, N97, Nokia, S60, Screen Capture, Screendump, Screenshot, SDK, Symbian, Tutorial Android, Google, Hacks, Howto 3 Comments
Auf dem iPhone kann man spielend einfach einen Screenshot vom aktuellen Bildschiminhalt aufnehmen, indem man gleichtzeitig kurz die Home- und die Einschalttaste drückt. Auf den Google-Handys fehlt dagegen dieser Zaubergriff. Um den Bildschirm eines Android-Smartphones in einer Datei zu sichern, muss man das Android-Entwicklerpaktes installieren. Klingt kompliziert, ist auch komplizierter als beim iPhone – aber ein Hexenwerk ist das auch nicht.
In sieben Schritten kann man einen Screenshot eines Android-Handys machen. So funktioniert das:
Schritt 1: Auf einem Windows-PC die Treiber für das Android-Smartphone herunterladen und installieren. Ein Mac mit Mac OS X Leopard oder Snow Leopard kommt ohne spezielle Treibersoftware aus.
Schritt 2: USB-Debugging auf dem Android-Smartphone aktivieren. Dazu ruft man unter den Einstellungen die Option “Anwendungen” auf, tippt dann auf “Entwicklung” und setzt dann beim Menüpunkt “USB-Debugging” das grüne Häkchen.
Schritt 3 (für Windows): Die Windows-Version des Software Developer Kits (SDK) für Android herunterladen (http://code.google.com/android/download.html) und die ZIP-Datei in einem Ordner auf dem Schreibtisch (den man am besten “Android” nennt) entpacken. Dann das JDK (Java Developers Kit) von http://java.sun.com/javase/downloads/ herunterladen. Von den vielen Dateien auf dieser Seite benötigen wir nur das Java SE Development Kit (JDK).
Danach das JDK installieren.
Schritt 3 (für Mac OS X): Die Mac-Version des Software Developer Kits (SDK) für Android herunterladen (http://code.google.com/android/download.html) und die ZIP-Datei entpacken. Dann die Umgebung Eclipse herunterladen und entpacken. Eine weitere Installation ist nicht notwendig.
Schritt 4: Das Android-Smartphone nun per USB-Kabel mit dem Rechner verbinden.
Schritt 5: Im Ordner “Tools” des Android-SDK die Datei “ddms” bzw. “ddms.bat” mit einem Doppelklick starten. Das SDK startet dann in der JDK-Umgebung auf dem Windows-PC bzw. unter Eclipse auf dem Mac.
Beim ersten Start muss man die Geschäftsbedingungen von Google akzeptieren und kann die Datenschutzeinstellungen vornehmen. Nachdem das SDK gestartet ist, erscheint im Fenster links oben das angeschlossene Android-Smartphone.
Schritt 6: Im Menü “Device” kann man nun den Punkt “Screenshot” auswählen.
Schritt 7: Es öffnet sich nun ein neues Fenster “Device Screen Capture” mit dem aktuellen Bildschirm-Inhalt des Android-Smartphones. In diesem Fenster kann man den aktuellen Screen Capture als PNG-Datei abspeichern. Mit einem Klick auf “Refresh” wird der Bildschirminhalt für den Screenshot aktualisiert. Das war es schon.
P.S. Wer ein Screenshot-Tool für das Smartphonesystem Symbian S60 (5th Edition) sucht, das beispielsweise auf dem Nokia N97 verwendet wird, sollte sich die Freeware Best Screen Snap anschauen. Dazu lädt man am mit dem Nokia N97 die Software direkt auf das Smartphone herunter und installiert es anschließend. Die Software ist standardmäßig so eingestellt, dass ein Druck auf den Kamera-Auslösknopf (bei nicht aktivierter Kamera) den Screenshot auslöst. In den Optionen kann man eine Verzögerungszeit, die Bildqualität und andere Parameter einstellen.
Okt 26, 2009
Christoph 1&1, 1und1, DNS, Gmail, Google, Google Apps, Google Apps for Your Domain, Googlemail, MX-Eintrag Google, Howto, Personal Tech, Web 2.0 2 Comments
Angeregt durch die Konferenz Google Atmosphere in London habe ich am vergangenen Wochenende die kleine Firma meiner Frau auf Google Apps for Your Domain umgestellt. Genauer gesagt, habe ich zunächst die E-Mail-Konten von einer bei 1und1.de gehosteten Domain auf Gmail (das in Deutschland aus rechtlichen Gründen Googlemail heißt) umgepolt.
Dazu meldet man zunächst ein Konto bei Google Apps an. Google Apps Standard ist kostenlos und bietet bis zu 50 Konten. Besteht bereits eine Internet-Domain kann man diese für Google Apps nutzen. Google bietet auch den Service, eine Domain für zehn Dollar im Jahr anzumelden. Google Apps Standard wird wie ein privater GMail-Account mit Kontext-Werbung von Google finanziert. Wer dies nicht wünscht oder mehr als 50 Konten einrichten möchte, kann auf die bezahlpflichtige Google Apps Professional Edition ausweichen. Bei der Profivariante von Google Apps kostet ein Nutzerkonto 40 Euro im Jahr. Im Vergleich dazu: 1und1 verlangt für ein gehostetes Exchange-Postfach zehn Euro im Monat. Größere Service-Provider wie T-Systems oder Avarto berechnen meines Wissens nach in der Regel sogar über zehn Euro pro Nutzer und Monat für Lotus Notes oder Microsoft Exchange.
Es ging in unserem Fall nur darum, die E-Mail-Konten der Firma umzustellen. An der (über ein WordPress-System erstellten) Homepage und dem Firmenblog gab es keinen Änderungsbedarf.
Auf der Help-Site von Google fand ich schnell Hinweise, wie die so genannten MX-Datensätze von 1&1 umzukonfigurieren sind, damit die E-Mail-Konten künftig über GMail laufen können. Leider hat es sich Google Deutschland dabei etwas zu einfach gemacht und nur die englischsprachige Anleitung für den Zugriff auf die US-Server von 1&1 (1and1.com) auf Deutsch übersetzt. Dabei wird aber eine falsche URL für das Login in den das deutsche 1&1-Controlcenter gegeben. Hier sind die korrekten Angaben für das deutsche Angebot von 1&1 (1und1.de):

Domain auswählen, die man bearbeiten möchte

Domain-Einstellungen bearbeiten
MX 1 / Prio aspmx.l.google.com 1 MX 2 / Prio alt1.aspmx.l.google.com 5 Weitere Backup-Einträge Eigene MX-Einträge MX 3 / Prio alt2.aspmx.l.google.com 5 MX 4 / Prio aspmx2.googlemail.com 10
Klicken Sie auf OK.
So sieht das dann im Browser aus:

Einstellungen für die Nutzung einer 1und1-Domain für Googlemail (Gmail)
Um die auf dem Firmenrechner (iMac) lokal gespeicherten Mitteilungen aus dem E-Mail-Archiv in die “Cloud” von Gmail zu bewegen, habe ich dann das gerade frisch erstellte GMail-Konto unter der Software “Apple Mail” als IMAP-Konto hinzugefügt. In der linken Navigationsspalte von Apple Mail erscheint dann das Gmail-Konto mit allen Unterordnern. Man muss dann nur noch die lokalen Ordner an die gewünschte Stelle in dem Gmail-Ordner ziehen, schon startet ein Export der E-Mails auf Googlemail.
Die “Ordner” in Gmail sind im engeren Sinn keine Ordner, sondern Labels. E-Mails aus dem lokalen Ordner “Projekt Omega” werden also in Gmail mit dem Label “Projekt Omega” versehen. Im Vergleich zum Sortieren von Mails in Ordner hat die Auszeichnung der einzelnen E-Mails mit Labels den großen Vorteil, dass man eine Mail mit mehreren Labels versehen kann, ohne die eigentliche Mitteilung kopieren zu müssen (Beispiel: “Projekt Omega” und “Lieferant Meier KG”). Mit einer guten Label-Vergabe kann man dann auch aus vielen tausend Mails in Sekundenschnelle die relevante Mitteilung aufstöbern, viel schneller und genauer, als beispielsweise mit einer lokal gespeicherten PST-Datei mit einem Mail-Archiv in Outlook unter Windows. Auf dem Mac gibt es zwar die schnelle systemweite Suche “Spotlight”, die auch alle E-Mails in Apple Mail indiziert. Ein lokal gespeichertes E-Mail-Archiv auf dem Mac ist aber nur auf diesem einen Rechner zu durchstöbern, während selbst ein gigantisch großes Gmail-Archiv von jedem Internet-Cafe oder selbst auf dem iPhone oder Android-Handy blitzschnell durchsucht werden kann.

Gmail auf dem iPhone
Ein aktueller Blog-Eintrag von Heaven Kim, Product Marketing Manager, Google Mobile, listet auf, welche beeindruckenden Leistungsmerkmale Gmail auf dem iPhone oder einem Android-Smartphone inzwischen bietet. Dazu gehört die Funktion “Mute”, mit der man sich aus einer E-Mail-Konversation ausklinken kann, für die man sich nicht interessiert, die aber sonst die Inbox verstopft. Interessant für E-Mail-Profis sind auch die Tastenbefehle (Shortcuts), mit denen man Gmail auf dem Desktop oder Mobile steuern kann.
Okt 10, 2009
Christoph Amazon, Bücher, Google, Rezension, WWGD Google, Medien, Web 2.0 0 Comment
Mit einem Totalverriss versucht Amazon.de Käufer für das Buch “Was würde Google tun?” von Jeff Jarvis zu finden. Köstlich.
Wohl nirgendwo auf der Welt kommt Technikgläubigkeit und Fortschrittsseeligkeit immer wieder derart naiv daher wie in den Vereinigten Staaten. Ein weiterer Beleg dafür ist das vorliegende Buch von Jeff Jarvis, der hier in allerbester Wanderpredigermanier das Hohelied auf den Internet-Giganten Google singt. Während Barack Obamas Gesundheitsreform als (national-)sozialistischer Totalitarismus verteufelt wird, findet man jenseits des Atlantiks nichts dabei, sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung einem Unternehmen preiszugeben, das mit der Verwaltung von Daten rein kommerzielle Interessen verfolgt. Geschäftlicher Erfolg gilt aus protestantischer Sicht schließlich seit jeher als Ausweis besonderer göttlicher Gnade.
Ob Apple, Microsoft oder in diesem Fall eben Google – sie alle stehen stellvertretend für den amerikanischen Traum. Und Leute wie Jarvis sind seine Propheten. Nicht im Datenschutz sondern in der grenzenlosen Transparenz des Internets sieht der New Yorker Professor die Zukunft. (…)
Jun 3, 2009
Christoph Bing, Microsoft, Suchmaschinen Google, Merkwürdig, Microsoft 2 Comments
Zum Start der neuen Microsoft-Suchmaschine Bing kann man den Eindruck gewinnen, dass es den Verantwortlichen in der Microsoft-Zentrale in Redmond tatsächlich komplett egal ist, wie ihr Auftritt außerhalb der USA aufgenommen wird. Seit nunmehr vier Tagen präsentiert sich Microsoft unter www.bing.de mit zwei Rechtschreibfehlern auf der Startseite (kleiner Tipp: hat mit Groß- und Kleinschreibung zu tun), obwohl da nun nicht wirklich viel Text steht.
Und wenn man die laut beworbenen Features von Bing sehen möchte, muss man zunächst auf den Standort USA umstellen. Sonst bekommt man nur die Ergebnisse der alten Live-Suchsite zu sehen, mit der Microsoft schon in den vergangenen Monaten kaum einen Blumentopf im deutschsprachigen Web gewinnen konnte. Mit so einem schwachen Start ruiniert man (zumindest hierzulande) seinen Ruf. Eigentlich schade, denn ich hätte Google gerade in Deutschland etwas mehr Konkurrenz gewünscht.
Apr 4, 2009
Christoph GEMA, Google, Verwertungsrechte, YouTube Entertainment Tech, Google 0 Comment
Google hat in der Kontroverse YouTube vs. Gema den Mund gespitzt – und wird demnächst auf pfeifen müssen. Google-Sprecher hatten am Dienstagabend angekündigt, die Musikvideos seiner Vertragspartner EMI, Sony Music, Universal und etlicher konzernunabhängiger Labels zu sperren, da es wegen überzogener Forderungen der Gema nicht gelungen sei, einen Anschlussvertrag mit dem Rechteverwerter zu schließen. Es war klar, dass die flächendeckende Blockade der Videos einige Tage dauern würde. Doch auch zwei Tage später waren fast alle Musik-Videos weiterhin online, darunter die deutschen Charts komplett.

James Morrison Feat. Nelly Furtado 'Broken Strings' - Dieses Video von Universal Music war am 4. April 2009 um 16 Uhr noch abrufbar
Heute legte die Gema im Spiegel nach: “Wenn ich mich bei YouTube umschaue, kann ich bisher nicht entdecken, dass bislang in größerem Umfang Videos gesperrt worden sind”, sagte der Vorstandsvorsitzende der Gema, Harald Heker, dem Nachrichtenmagazin. Der Gema-Chef warf YouTube vor, nur Druck auf die Urheber ausüben zu wollen. «Das hat nichts mehr mit fairen Verhandlungen zu tun.» Heker bestritt, zwölf Cent pro Musikvideoabruf gefordert zu haben. «Die Ausgangsbasis war ein Cent. YouTube spricht von zwölf Cent nur im Rahmen seiner Kampagne gegen uns», meinte der Gema-Chef.
Der Betrag von zwölf Cent, der auf einer allgemeinen Preisliste der Gema stehen soll, war Grundlage für das polemische Rechenexempel von Google, dass diese Forderung der Gema einem Preis von 500 Euro pro Musik-CD entspreche. Ein Google-Sprecher hatte am Mittwoch aber auch einen Cent pro Videoabruf als “völlig unrealistisch” bezeichnet, da YouTube in diesem Fall bei jedem Videoabruf ein Minus mache. Die Gema-Forderung liege fünf Mal höher als das Angebot des britischen Rechteverwerters “PRS for Music”, mit dem YouTube derzeit einen ähnlich gelagerten Konflikt austrägt.
Vielleicht tauschen die Herren von Google und der Gema mal ihre Telefonnummern aus und sprechen direkt miteinander, anstatt den Konflikt publikumswirksam in Pressemitteilungen auszutragen.
Mrz 31, 2009
Christoph Android, Google, HP, Microsoft, Netbook Google, HP, Microsoft 1 Comment
“Wir wollen überprüfen, inwieweit sich Android für den Einsatz in der Computer- und Kommunikations-Branche eignet. Daher studieren wir das”, sagte Satjiv Chahil, Vizepräsident des PC-Bereichs von HP dem Wall Street Journal. Chahil wollte dem WSJ aber nicht sagen, ob HP tatsächlich ein Google-Netbook auf den Markt bringen wird.
Unter den PC-Herstellern evaluiert auch die Asustek Computer Inc. (Asus) eine Verwendung von Android als PC-Betriebssystem. Asus hatte vor zwei Jahren den Netbook-Boom mit dem ersten EeePC ausgelöst. Außerdem soll der langjährige Microsoft-Partner Dell an einem Smartphone arbeiten, das unter Android läuft. Firmenchef Michael Dell hat allerdings noch nicht bestätigt, dass das geplante Dell-Smartphone tatsächlich auf Android aufsetzt.
Mrz 31, 2009
Christoph GEMA, Google, Musikvideos, Urheberrecht, Verwertungsgesellschaft, YouTube Entertainment Tech, Google, Medien 9 Comments
Wer in den kommenden Tagen bei YouTube in Deutschland Musikvideos anschauen möchte, wird häufig in die Röhre schauen. Im Grundsatzstreit mit der Verwertungsgesellschaft GEMA hat die Google-Tochter heute Abend um 19 Uhr damit begonnen, viele der Musikvideos auf YouTube Deutschland zu blockieren. Betroffen sind die Clips der YouTube-Partner EMI, Sony Music, Universal und vieler kleinerer Independent Label. Es wird allerdings einige Tage dauern, bis die Sperre flächendeckend wirksam wird.
Bei der Kontroverse geht es darum, wie viel Geld der Verwertungsgesellschaft für das Verbreiten von Musikvideos im Internet zusteht. Das deutschsprachige Videoangebot von YouTube war im November 2007 online gegangen, nachdem ein komplizierter Streit um Urheberrechtsfragen mit der Verwertungsgesellschaft GEMA vorläufig gelöst worden war. Dieser Vertrag lief allerdings heute abend (31.3.2009) aus.
Beide Seiten pokern hoch. In der Liste der populärsten Websites in Deutschland liegt YouTube sicherlich auch wegen der beliebten Musik-Videoclips laut Alexa an dritter Stelle (übrigens nach google.de und google.com). Mit der Sperre der Musikvideos dürfte der Traffic nun spürbar zurückgehen. Die GEMA und Google schweigen sich drüber aus, wie hoch der erste Vertrag dotiert war. Es dürfte sich aber schon um eine relevante Summe handeln.
Kurz ein Überblick zu den Dimensionen. Im Geschäftsjahr 2007 (aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor) erwirtschaftete die GEMA knapp 850 Millionen Euro und schütte nach Abzug ihrer Kosten knapp 730 Millionen Euro an die Rechteinhaber aus. Für 2008 erwartete die GEMA wegen der schrumpfenden CD-Verkäufe deutlich sinkende Einnahmen.
Nun liefern sich Google und die GEMA eine PR-Schlacht und schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter für das Scheitern der Verhandlungen zu. Google verwiest auf den abenteuerlich hoch klingenden Listenpreis von 12 Cent für das Streamen eines einzelnen Musikvideos. “Übertragen auf den Kauf einer CD würde dies bedeuten, dass ein Musikliebhaber in Deutschland für eine herkömmliche CD mehr als 500 Euro zahlen müsste”, schreibt Patrick Walker, bei Google Director of Video Partnerships, EMEA, in einer Mitteilung. Der GEMA-Tarif liege “mehr als fünfzig Mal über dem, was die vergleichbare Verwertungsgesellschaft ‘PRS for Music’ vor einigen Wochen von uns in Großbritannien gefordert” habe.
GEMA-Sprecherin Bettina Müller sagte mir heute Abend am Telefon, ihre Organisation habe YouTube in einem ersten, unverhandelten Angebot einen Preis von nur einem Euro-Cent pro Abruf vorgeschlagen. Außerdem verlange die GEMA eine größere Transparenz über die Nutzung des Repertoires der Künstler, die von der GEMA vertreten würden. Harald Heker, der Vorstandsvorsitzender der GEMA, sagte: “Es zeichnet sich eine grundlegende Auseinandersetzung zwischen der GEMA und Google und seiner Tochtergesellschaft YouTube ab.”Egal ob zwölf Cent oder ein Cent: Für Google-Sprecher Kay Oberbeck sind die Forderungen der GEMA “völlig inakzeptabel”, da YouTube damit bei jedem Abspielen eines Videos Verluste machen würde. Außerdem habe sich die GEMA geweigert, eine Liste der von ihr vertretenen Künstler zur Verfügung zu stellen. “Die Gema repräsentiert nicht mehr 100 Prozent des Repertoires in Deutschland.” Wegen des Auslaufens der Vereinbarung und der damit verbundenen Unsicherheiten müsse man nun Musikvideos von Musik-Partnern bis auf weiteres auf YouTube in Deutschland sperren.
In der Kontroverse geht es aber nicht nur ums Geld: Der Konflik betrifft die auch die Nutzungsdaten. Die GEMA verlangt von YouTube einen detaillierten Report, welche Videos wie oft im Monat von den Anwendern abgerufen wurden. Ähnliche Listen stellen beispielsweise Radiosender für die GEMA zusammen, aber auch YouTube-Konkurrenten wie Sevenload oder Clickfish. YouTube wiederum forderte von der GEMA eine detaillierte Aufstellung, welche Künstler überhaupt von ihr vertreten würden, denn nicht alle Künstler und Rechteinhaber ließen sich von der Gesellschaft vertreten.
Interessant sind die polemischen Spitzen in dieser Auseinandersetzung. In einer Pressemitteilung der GEMA zum Streit mit Youtube heißt es:
Auch deutsche Urheber sind verärgert und kritisieren das Geschäftsgebaren von YouTube. Der Komponist Prof. Dr. Enjott Schneider über die aktuelle Online-Diskussion: „Ein Glück, dass es in diesem Tal voller Flatrate-Kultur und Flatrate-Hirnen die GEMA gibt, sonst wäre ein “Urheber” verraten und verkauft!“
Schneider sitzt übrigens im Aufsichtsrat der GEMA.
Google hält feste dagegen:
Viele etablierte Künstler sowie viele neue, unentdeckte Talente nutzen YouTube, um ihre Songs erfolgreich zu promoten, um direkt mit ihren Fans in Kontakt zu treten, um entdeckt zu werden und auch um Geld zu verdienen. Die GEMA fordert nun jedoch, dass wir wesentlich höhere Gebühren zahlen sollen als bisher. Und zudem weigert sie sich, das Repertoire der Werke, die sie vertritt, offen zu legen. Bezogen auf das Beispiel eines CD-Kaufes für mehr als 500 Euro wüsste der Käufer also noch nicht einmal, welche Songs sich überhaupt auf dieser CD befinden.
Feb 17, 2009
Christoph Android, G2, Google, Google-Handy, Google-Smartphone, HTC, HTC Magic, Vodafone Google, HTC 2 Comments
Und so sieht das HTC Magic aus:
Die technischen Details stehen bei den Kollegen von Golem.de
Vodafone und HTC kündigen Android-Smartphone Magic an – Golem.de