Kategorie-Archiv: Palm

Palm kommt bei HP unter: Können Sie “webOS acceleration” aussprechen?

Vor drei Wochen hatte ich noch ein Telefoninterview mit Palm-CEO Jon Rubinstein, in dem der Silicon-Valley-Veteran mich davon zu überzeugen versuchte, dass Palm noch nicht am Ende ist und das Smartphone-Betriebssystem webOS großes Potential hat. Der Optimismus von Rubinstein (und der positive Eindruck, den die beiden neuen Palm-Geräte Pre Plus und Pixi Plus bei mir hinterließen) wurden aber konterkariert durch Schreckensmeldungen des Unternehmens in Sachen Umsatz und Verlust.

Nun ist Palm von HP, dem großen Nachbarn im Silicon Valley, geschluckt worden – nicht von Lenovo, HTC oder einem anderen asiatischen Konzern. 1,2 Mrd. Dollar legt Hewlett-Packard dafür auf den Tisch. Bei Palm keimt nun die Hoffnung auf, dass mit HP das Palm-System webOS eine neue Chance bekommt. Can you say “webOS acceleration”?, fragt Jon Zilber, der bei Palm als “Director of Online Communications” arbeitet, im offiziellen Firmenblog. Kann man für Palm nur hoffen, dass HP nicht nur hinter den Palm-Patenten her war, die in der aktuellen Auseinandersetzung auf dem Mobilfunkmarkt eine immer größere Rolle spielen.

via The Official Palm Blog: Palm and HP

HP to Acquire Palm for $1.2 Billion.

Apple spielt Katz und Maus mit Jon Rubinstein und Palm

Das war zu erwarten. Apple hat nicht lange gefackelt und mit einem Update von iTunes auf die Version 8.2.1 den Palm Pre wieder ausgesperrt. Ex-iPod-Manager Jon Rubinstein, der heute Palm-Chef ist, hatte vor einigen Wochen überraschend iTunes als Sync-Client wie ein Kanninchen aus dem Hut gezaubert. Palm hat für den Pre nämlich selbst keinen eigenen PC-Client entwickeln lassen, da das Smartphone die Kontakte, E-Mails und andere Informationen mit der Internet-Wolke (Exchange-Server, Googlemail, Facebook etc.) abgleicht. Songs und Videos können nach wie vor über eine USB-Verbindung mit einem PC oder Mac auf den Pre übertragen werden. Den bequemen Abgleich via iTunes hat Apple nun wieder unterbunden.

iTunes 8.2.1 behebt ein Problem bei der Verifizierung von Apple-Geräten
iTunes 8.2.1 »behebt ein Problem bei der Verifizierung von Apple-Geräten«

Apple Blocks Palm Pre iTunes Syncing | PreCentral.net.

Erste Praxis-Testberichte: Kann der Palm Pre wirklich dem iPhone die Show stehlen?

Logo Palm PreDer neue Palm Pre spielt gleichwertig in der iPhone-Klasse. Das ist das Fazit der ersten Testberichte, die kurz vor dem Start des Smartphones in wichtigen US-Medien erschienen. Allerdings kann Apple am kommenden Montag auf dem WWDC schon wieder mit einer verbesserten Version des iPhone kontern.

Palm Pre
Palm Pre
Am kommenden Wochenende will Palm beweisen, dass das Unternehmen an legendäre Produkterfolge wie den Palm Pilot, den ersten “Persönlichen Digitalen Assistenten” (PDA) für die Massen, wieder anknüpfen kann. Zusammen mit dem US-Mobilfunkprovider Sprint Nextel startet das kalifornische Unternehmen an diesem Samstag (6. Juni) die Vermarktung des Smartphones Palm Pre.

Hinter der Konzeption des Pre steckt Jon Rubinstein, der zuvor bei Apple für die Entwicklung des Musikplayers iPod zuständig war. Für die Entwicklung Pre warb Rubinstein rund 250 Experten vor allem bei Apple und anderen Silicon-Valley-Firmen ab. Mit diesem Team, wollte er ein Internet-Handy entwerfen, das es nicht nur mit dem iPhone oder den neuen Google-Handys aufnehmen, sondern die Vorbilder in manchen Bereichen auch übertreffen kann. Finanziert wird das Projekt vom Risikokapitalgeber Elevation Partners, der im Juli 2007 über 300 Millionen Dollar in das angeschlagene Unternehmen investierte.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Bekannte IT-Journalisten in den USA wie David Pogue von der «New York Times» oder Walt Mossberg vom «Wall Street Journal» konnten den Palm Pre schon vor dem Marktstart testen – und verteilen jetzt durchweg gute Noten. «Der Palm ist ein spektakulärer Erfolg. Von Null auf hundert in der ersten Version», schreibt Pogue. Mossberg sieht in dem Pre ein «intelligentes und durchdachtes Produkt, das insbesondere diejenigen ansprechen wird, die sich (für ein Smartphone) eine physikalische Tastatur wünschen.»

Im Gegensatz zum iPhone verfügt der Palm Pre nämlich nicht nur über eine virtuelle Tastatur, mit der sich etliche Vielschreiber nicht so recht anfreunden können. David Pogue vergleicht in seinem Test die winzige Tastatur des Pre mit dem Keyboard eines Blackberry, das wie der riesige US-Bundesstaat Texas erscheine. Dennoch könne man auf den kleinen Pre-Tasten mindestens so gut tippen wie auf einer Glasscheibe.

Alle Tester haben hervor, dass der Pre mehrere Programme gleichzeitig laufen lassen kann, was beim iPhone so nicht möglich ist. Weiterhin punktet der Palm Pre mit seiner smarten Synchronisationsfunktion Synergy und einer gelungenen Integration von Social Networks wie Facebook oder Netzdiensten wie Google Kalender.

Die Akku-Laufzeit lässt noch zu wünschen übrig. Die Tester hatten ihre Probleme, einen kompletten Arbeitstag mit einer Akkuladung zu bestreiten. Immerhin lässt sich der Akku des Pre problemlos tauschen.

Das iPhone von Apple punktet im Vergleich zum Pre vor allem bei den Anwendungen. Da Palm den Software-Entwicklern nur eine extrem kurze Vorlaufzeit eingeräumt hat, werden zum Start des Pre kaum Zusatzprogramme verfügbar sein. Für das Apple-Handy dagegen werden inzwischen im iTunes-Store über 40 000 «Apps» angeboten. Aufwändige Computerspiele aus der iTunes-Bestseller-Liste wird es für den Palm Pre überhaupt nicht geben können, da das Palm-Gerät für grafiklastige Programme nicht geeignet ist.

Der von Sprint Nextel in den USA angebotene Palm Pre wird außerhalb der USA kaum eingesetzt werden können, da er auf der Basis des US-Mobilfunkstandards CDMA läuft. Eine Variante für Europa (GSM/UMTS) hat Palm zwar auf dem Mobile World Congress in Barcelona angekündigt. Für Deutschland wurde aber bislang weder ein Startdatum noch der Mobilfunkpartner für die Markteinführung bekannt gegeben.

Palm Pre und Apple iPhone 3G im Vergleich
Palm Pre und Apple iPhone 3G im Vergleich

Ich bin gespannt, ob Apple Palm wegen des Pre verklagen wird. Der Palm Pre verwendet nämlich nicht nur die von Apple patentierte «Multitouch-Technologie» zur Steuerung des Smartphone mit mehreren Fingern. Vor einer Woche verkündete Palm überraschend, das man ausgerechnet die iTunes-Software von Apple auserkoren hat, um Musikstücke, Videos und Fotos zwischen einem Computer und dem Palm Pre auszutauschen. Dazu hat Palm den Pre mit einem speziellen MediaSync-Modus ausgestattet, der einem Mac oder PC einen iPod vorgaukelt. Dies dürfte die Anwälte von Apple zur Weißglut treiben. Es könnte aber auch sein, dass Apple auf einen spektakulären Gang vor Gericht verzichtet und stattdessen mit einer künftigen iTunes-Version den ungebetenen Gast wieder aussperrt. Das aktuelle Update auf iTunes 8.2 hat der MediaSync-Mode auf jeden Fall oder Schaden überstanden.

NYT – David Pogue
Wired – Steven Levy
USA Today – Ed Baig
WSJ – Walt Mossberg
Engadget – Josh Topolsky
Gizmodo – Jason Chen

Time – Josh Quittner
Newsweek – Dan Lyons
PC Magazine – Sascha Segan
Laptop – Mark Spoonauer
SlashGear and MyPre – Vincent Nguyen
PC World – Ginny Mies

Start am 6. Juni: Palm will Apple die Schau stehlen

Zwei Tage vor dem Start der World Wide Developer Conference (WWDC) wird Palm sein mit viel Vorschusslorbeeren bedachtes Smartphone Pre am 6. Juni in den USA auf den Markt bringen. Das berichtete Marketwatch.com. Launchpartner von Palm ist Sprint Nextel, der drittgrößte US-Mobilfunkanbieter. Bei einem Zwei-Jahresvertrag soll der Palm Pre 199 Dollar kosten. Die Palm/Sprint-Kombi wird es auch bei Best Buy, Radio Shack und einigen Wal Marts geben.

Für Palm stellt der Pre quasi die letzte Chance dar: Der Taschencomputer-Hersteller hatte den Palm Pre im Januar 2009 auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas angekündigt und später auf dem Mobile World Congress in Barcelona auch eine Version für den europäischen Mobilfunkmarkt in Aussicht gestellt. Für Europa und Deutschland wurden aber von Palm noch keine Vermarktungspartner benannt.

Im Juni 2007 war der kalifornische Risikokapitalgeber Elevation Partners bei dem damals angeschlagenen Unternehmen eingestiegen, um die Entwicklung des neuen Betriebssystems webOS und des Palm Pre zu finanzieren. Die Entwicklung des Palm Pre wurde von Jon Rubinstein koordiniert, der zuvor bei Apple für das iPod-Business zuständig war.

Im Vergleich zum (derzeitigen) iPhone überzeugt der Palm Pre durch ein multitask-fähiges Betriebssystem und einer Software-Lösung, die viel stärker soziale Netzwerke wie Facebook einbindet. Die Stärken des iPhones dürften bei den vielen Anwendungen liegen, die im iTunes App Store verfügbar sind.

Sprint | News Release: Sprint to Offer Palm Pre Nationwide on June 6

Krönung für das Comeback des Jahres: "Best in Show"-Award der CES für den Palm Pre

Palm Pre
Palm Pre
Manchmal gehen auf High-Tech-Messen die Ansichten über die Highlights der Show weit auseinander. Auf der Consumer Electronics Show (CES) 2009 in Las Vegas waren sich aber quasi alle einig: Der Palm Pre war der Star in der Glitzerstadt in der Wüste Nevadas. Daher war es nur logisch, dass der Palm Pre zum Abschluss der CES gleich mit drei Preisen ausgezeichnet wurde: Er gewann zum einen die Auszeichnung “Best in Show CES 2009″, die gemeinsam von CNET und dem Messeveranstalter, der Consumer Electronics Association, verliehen wird. Wichtige für Palm ist vielleicht, dass auch die Besucher zu diesem Votum kamen und den Pre an die Spitze des “People’s Voice Award”. Und logischerweise stand der Palm Pre auch in der Kategorie “Cell Phones & Smartphones”.

Nach einem Gespräch mit Pam Deziel, die bei Palm Vice President Software Product Marketing ist, sehe ich eigentlich nur zwei Schwachpunkte beim Palm Pre. Der Hauptspeicher ist mit acht Gigabyte nicht gerade üppig bemessen. Und er lässt sich auch nicht erweitern. Mein iPhone hat 16 Gigabyte und ich muss ständig überlegen, welche Inhalte ich von dem Smartphone entfernen muss, um für neue Platz zu machen. Bei der Hälfte des Speicherplatzes kann das nervig werden.

Die zweite Limitierung betrifft die Software: Der Palm Pre kann nur mit Webanwendungen mit den Zutaten XHML, CSS und JavaScript programmiert werden. Das ist auf der einen Seite eine Stärke, weil damit das System schlank bleibt und von Beginn Millionen von Programmierern zumindest theoretisch gleich morgen loslegen könnten, Anwendungen für den Palm Pre zu schreiben, weil sie diese Standards ohnehin draufhaben. Es gibt allerdings keine Möglichkeiten, für den Palm Pre Programmierumgebungen wie Cocoa oder Sprachen wie Java oder C++ einzusetzen, bestätigte mir Pam Deziel auf der CES in Las Vegas. Daher wird es auf absehbare Zeit auf dem Palm Pre keine aufwändigen Spiele mit opulenter Grafik wie Cro-Mag Rally, Super Monkey Ball oder Enigmo geben. Deziel setzt aber darauf, dass JavaScript immer leistungsfähiger wird.

Die Entwickler müssen sich noch etwas gedulden, bis ein SDK von Palm auf dem Markt ist. “Wir haben bis zur CES oberste Priorität auf die Geheimhaltung der Details gelegt. Daher können wir uns erst jetzt an die Entwickler wenden”, sagte Deziel.

Doch zurück zu den CES-Awards: CNET-Redakteurin Bonnie Cha begründete die Entscheidung für den Palm Pre so:

Well, it was a combination of things. First, and most important in our opinion, the Palm Pre along with the new Palm Web OS, brings an innovative way to how you interact with your device and how it organizes information. The Deck of Cards feature truly makes multi-tasking on your smartphone a breeze, and the Synergy functionality pulls in all your personal management information (e-mail, contacts, and calendar) from various sources into one place. Sure, other devices and operating systems have made similar attempts, but from what we’ve seen, the Palm Pre is the first smartphone to truly deliver on this in a seamless way.

We also liked the best-of-breed design, as the Pre offers a multi-touch screen that rivals the iPhone and even one-ups Apple’s smartphone with a slide-out full QWERTY keyboard. The list of features is long and impressive, including a full HTML Web browser, a full range of wireless options, and multimedia capabilities. Palm will also offer an App Store and since the Palm Web OS was built with developers in mind, we expect the smartphone’s capabilities and uses will only expand.

It’s pretty evident that Palm put a lot of thought into the user interface, design, and features, as everything seamlessly works together to offer the best user experience and making the smartphone a really useful tool in your daily life. Obviously, this is a huge win for Palm, a company that has come under harsh criticism for its lack of innovation and struggles to keep up the competition, but it looks like Palm stepped up to the plate and hit one out of the park. It will be interesting to see where the Palm Pre stands in a year and whether it delivers on all this hype, but for now, we’ll let Palm bask in its victory. Congratulations to Palm and all the Best of CES winners and finalists.

Die komplette Liste der “Best in Show – CES 2009″ sieht so aus:


Best in Show CES 2009: Palm Pre
People’s Voice Award: Palm Pre
Car Tech: Gracenote CarStars
Cell Phones & Smartphones: Palm Pre
Computer & Hardware: Sony P-Serie Lifestyle PC
Digital Photo & Video: Sony DSC-G3
Gaming: Remote Controller Nyko für die Wii
GPS: TomTom GO 740 Live
Home Audio: HT-BD7200 – 2.1 Blu-ray Home Theater von Samsung
Home Video: EchoStar SlingLoaded HD DVR 922
MP3 & Video Player: P3 von Samsung
Television: Plasma-TV G10-Serie von Panasonic

CES 2009 – Consumer Electronics Show – Best of CES Awards: Nominees – CNET.com

Palm Pre wins Best of CES 2009 and People’s Voice Award | CES 2009 – CNET Blogs