Kategorie-Archiv: Personal Tech

It's the software, stupid!

In sechs Wochen kommt das iPhone in Deutschland auf den Markt. Vor den T-Punkten werden sich vermutlich keine langen Schlangen bilden, denn trotz des gigantischen Hypes um das Apple-Smartphone wird im “Geiz-ist-geil-Land” nur eine kleine Minderheit 400 Euro in Hand nehmen, um ein Handy zu kaufen. Gleichwohl erwarte ich vom iPhone letztlich gravierende Auswirkungen auf den Mobilfunkmarkt – auch in Deutschland.
Im kommenden Jahr möchte Apple mit zehn Millionen iPhones verkaufen, das entspricht gerade mal einem Prozent des Gesamtmarktes. Zum Vergleich: Marktführer Nokia hat (laut Gartner) allein im jüngsten Quartal 100 Millionen Handys abgesetzt (36,9 Prozent), gefolgt von Motorola (14,6 Prozent), Samsung (13,4), Sony Ericsson (9) und LG (6,3 Prozent).
In fünf, sechs Jahren wird diese Liste ganz anders aussehen, bin ich mir sicher. Zu den Top-5 werden dann Google, Apple und Microsoft gehören, denn diese Firmen verstehen mehr von Benutzer-Interfaces und Software als die bisherigen Top-5 zusammen. Außerdem werden Google & Co. in der Lage sein, ganz andere Businessmodelle zu fahren – etwa durch Werbung finanzierte Handys. Die Frage ist nur noch, ob Microsoft – wie beim Zune – selbst als Hardware-Marke auftritt oder ein Partner-Modell fahren wird.

Warum ich meinen E-Plus-Vertrag kündigen werde

Schlechte Netzabdeckung von E-Plus in der Rhön
Schlechte Netzabdeckung von E-Plus in der Rhön
Eine Daten-Flatrate hat etwas Befreiendes an sich. Nie mehr beim Web-Surfen auf die Uhr schauen müssen. Sich keine Gedanken machen müssen, ob man zu halbwegs akzeptablen Bedingungen ein dickes E-Mail-Attachment herunter laden kann oder nicht. Was zu Hause und im Büro schon seit Jahren eine Selbstverständlichkeit ist, bereitet unterwegs immer noch Kopfschmerzen. Ich hatte mich deshalb vor über einem Jahr dazu entschieden, die erste UMTS-Flatrate von E-Plus für mein privates Handy zu buchen. 50 Euro im Monat für “all you can eat”. Nicht billig, aber wenn das Versprechen von der “extrem hohen Datenübertragungsgeschwindigkeit” eingehalten wird, gerade noch okay.
In Hamburg und in anderen Großstädten funktioniert das alles akzeptabel. Auf dem Flughafen in Düsseldorf erreiche ich mit E-Plus und meinem MacBook Pro sogar Geschwindigkeiten, die wirklich DSL-Feeling aufkommen lassen. Doch leider wird der Rest der Republik nicht so gut versorgt wie der Sitz des E-Plus-Hauptquartiers. Bei meinen Eltern in der Rhön muss ich mit dem Laptop auf die Dachterrasse klettern, um überhaupt eine schmalbandige GPRS-Verbindung via E-Plus aufbauen zu können. Und hier im Urlaub an der Ostsee auf dem Darss sendet und empfängt E-Plus auch nicht in 3G, sondern nur schneckenlangsam in GPRS. Aber genau in diesen Situationen bräuchte ich eine schnelle Mobil-Connection. Und leider lässt mich das E-Plus-Netz nicht nur in den entlegenen Winkeln im Stich.
Da ich beruflich im Rahmen des dpa-Mobilfunk-Services für Medien, dpa-MINDS, Erfahrungen mit mehreren Handys und verschiedenen Provider-Verträgen sammeln konnte, habe ich auch schon eine Präferenz: Vodafone. Das D2-Netz hat sich in meinem beruflichen Alltag noch einen Tick besser geschlagen als T-Mobile. Vodafone selbst bietet zwar derzeit keine echte UMTS-Flatrate. Doch über Moobicent kann man heute bereits eine UMTS-Flatrate für das Vodafone-Netz buchen, in dem auch der UMTS-Nachbrenner HSDPA genutzt werden kann.

WWDC 2007: Noch ein Eiswasser für die Hölle

Steve Jobs @ WWDC in San Francisco 2007

Es gab nicht das sagenumwobene Ultralight-Notebook, noch nicht einmal einen neuen iMac. Und dennoch bot die Keynote von Steve Jobs auf der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2007 einen “Hammer“. Apple versucht, den Erfolg von iTunes zu wiederholen und portiert den Mac-Browser Safari auf Windows XP und Vista. Über iTunes sagte Jobs vor einigen Wochen: “It’s like giving a glass of ice water to somebody in hell.

”Lange Gesichter gab es bei vielen Entwicklern, als Steve Jobs sie auf den Safari-Browser verwies, um Anwendungen für das iPhone zu schreiben. Sie hätten sich viel lieber ein echtes SDK gewünscht, um direkt auf das iPhone-OS zugreifen zu können. So müssen die Developer nun ausloten, was man mit Web 2.0 auf dem iPhone so anstellen kann.Die Börse schickte daraufhin den Kurs der Apple-Aktie um rund 4 Dollar nach unten, nachdem zuvor die üblichen Gerüchte das Papier auf ein Jahreshoch getrieben hatten.

Beim WWDC wurde übrigens mal wieder deutlich, warum die Auslandskorrespondenten in Silicon Valley die Presseabteilung von Apple in den USA für die schlechteste PR-Arbeit ausgezeichnet haben (sorry, liebe Münchner, ihr könnt nichts dafür). Zum WWDC 2007 hatten sich rund 200 Journalisten angemeldet, ohne dass sich jemand in Cupertino Gedanken gemacht hatte, wo die Presseleute nach der Keynote ihre Geschichten schreiben und absetzen können. Auf den fehlenden Presseraum angesprochen, zuckte ein arroganter PR-Schnösel von Apple nur mit den Schultern und schlug vor, man könne doch ins benachbarte Starbucks Cafe gehen. Da gebe es sogar einen Hotspot.

Liebe Apple-PR-Leute in Kalifornien, kleiner Tipp für die nächste WWDC: Sprecht mal Archibald Horlitz, den Chef des deutschen Apple-Händlers Gravis, an. Der sponsert Euch vermutlich einen Presseraum, falls Eure Cash-Reserve (derzeit schätzungsweise zwölf Milliarden Dollar) nicht ausreichen sollte, vernünftige Arbeitsbedingungen für Journalisten herzustellen. Hat er mir zumindest vor dem Moscone Center versprochen. 

 
 

Update: Safari wird zumindest in der deutschsprachigen Variante den Windows-Usern derzeit wenig Erleichterung bieten. Wegen eines fetten Fehlers bei der Lokalisierung zeigt das deutsche Windows-Safari keine Überschriften an (einen provisorischen Bugfix gibt es hier). Außerdem haben Experten Sicherheitslücken in der Safari-Beta ausgemacht. Details haben die Kollegen von heise.de. Vielleicht hat man bei Apple “early Alpha” mit “Beta” verwechselt.

Update 2:Mit Safari 3.02 hat Apple nun die gröbsten Bugs beseitigt.

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iPhone-Wannabee

HTC-TouchDrei Wochen vor dem Marktstart von Apples iPhone kommt Bewegung in den Mobilfunk-Markt. Ich rede nicht von dem lächerlichen offenen Brief des Talkline-Chefs Christian Winther, der (auf Deutsch) von Steve Jobs ein “iPhone für alle” fordert. Beachtlich ist vielmehr der überraschende Vorstoß des taiwanesischen Smartphone-Produzenten HTC, der auf der Basis von Windows Mobile eine Art iPhone-Clone gebaut hat. Das HTC-Touch kann ähnlich wie das iPhone mit einem Finger bedient werden. Wer sich ein ersten Bild machen möchte, sollte sich die Flash-Animation des HTC-Touch anschauen. Okay, das HTC-Phone hat keinen iPod – und auch der Internet-Browser kommt nach meinem ersten Eindruck nicht an die Software im iPhone ran. Gegenüber einem Standard-Windows-Phone sieht das HTC-Touch aber schon wie ein Schritt in die richtige Richtung aus.

Chaotisch lief die Informationspolitik zum Start des HTC-Touch ab. Da das Windows-Smartphone zunächt in Großbritannien auf den Markt kommt, lud HTC einige Journalisten am Dienstag nach London ein, die dann in der Heimat Berichte vom “kleinen, besseren iPhone” absetzten. Eine breite Kommunikation in Deutschland soll erst später erfolgen. Offenbar soll dem Mobilfunk-Provider, der das HTC-Touch zuerst in Deutschland in die Telefonläden bringen wird, die Show nicht verdorben werden. Richtig professionell erscheint mir das alles nicht.

Ich frage mich nach etwas Herumspielen mit der HTC-Flashdemo, ob sich die Taiwanesen nicht zu sehr von Apple haben “inspieren” lassen und ob die Branche nicht vor einem neuen Patentstreit steht. HTC verweist darauf, man habe die Touch-Screen-Technologie selbst entwickelt und patentiert. Klingt doch wie der Satz von Steve Jobs in der iPhone-Ankündigung zum Auftakt der Macworld Expo 2007: “And BOY have we patented it!

FTD.de – Microsoft greift Apples iPhone an

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Vorsicht, Logo

Logo Olympische Spiele 2012 LondonAchtung, dieses Logo kann epileptische Anfälle auslösen. Seit der Vorstellung des 600.000 Euro teuren Logos haben über 45.000 Menschen eine Petition unterzeichnet, das Logo zu ersetzen. Eine Sprecherin des Organisations- komitees für “London 2012″ sagte: “Wir nehmen die Beschwerden sehr ernst und prüfen sie schnellstmöglich.”

BBC SPORT | Olympics 2012 | London unveils logo of 2012 Games

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