Sieht so der "Weiße Ritter" für Yahoo aus? (Nein, nicht Homer)

Rupert Murdoch und Homer SimpsonDer australische Medienunternehmer Rupert Murdoch, Hauptaktionär und leitender Vorstand der News Corporation, will Yahoo vor der Übernahme durch Microsoft retten und und in den Mega-Deal MySpace einbringen. Das berichtet zumindest das Wall Street Journal, das in diesen Dingen normalerweise selten daneben liegt.

Der Medienmogul hatte sich MySpace im Juli 2005 für heute fast läppisch klingende 580 Millionen US-Dollar gekauft und ein Jahr später mit einem gewaltigen Werbedeal mit Google schon wieder refinanziert.

Ich weiß nicht, welcher Kulturschock für die Yahoo’ler größer sein wird: künftig unter der Fuchtel von Microsoft-Antreiber Steve Ballmer zu arbeiten oder sich wie Murdochs TV-Kanal Fox News (zumindest ein wenig) in den Dienst der ultra-konservativen Sache von Rupert Murdoch stellen zu müssen. Okay, immerhin gibt es bei Fox auch „Die Simpsons“, die „mitunter bösartige, hoch zynische Abrechnung mit dem ‚American Way of Life‘“ (Tim Schleider). Und bei MySpace kontrolliert der News-Corp-Chef bislang auch nicht jede Seite.

News Corp. Enters Yahoo Fray – WSJ.com – (Abo erforderlich)

News Corp. Enters Yahoo Fray

News Corp. and Yahoo Inc. are in discussions about combining MySpace and other News Corp.-owned online properties with Yahoo, according to people familiar with the matter. The discussions are aimed at helping Yahoo fend off Microsoft Corp’s unsolicited takeover offer, which was initially valued at $44.6 billion. Under the deal being discussed, News Corp. would get a stake in Yahoo which could be more than 20% (…)

Bei Yahoo haben unterdessen die angekündigten Entlassungen begonnen.

Layoffs Across Yahoo Finally – Bits – Technology – New York Times Blog

Beim feinfühligen Handelsblatt-Blogger Thomas Knüwer kann man „Live aus Yahoos Feuer-Sturm“ die Twitter-Kommentare von Ryan Kuder, Yahooler im Bereich integriertes Marketing, nachlesen.

Ganz so desolat, wie Überschrift vom „Feuer-Sturm“ vermuten lässt, ist die Situation für die gefeuerten Yahooler nicht. Das sieht auch Knüwer so: „So richtig Sorgen über ihre Zukunft müssen sich die Entlassenen wohl nicht machen. Als ich in der vergangenen Woche im Silicon Valley war, sagten mir mehrere Szenekundige, dass andere Unternehmen sich schon auf die Entlassenen freuen.“

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