WWGD: Wie Amazon.de für das Buch von Jeff Jarvis wirbt

Mit einem Totalverriss versucht Amazon.de Käufer für das Buch „Was würde Google tun?“ von Jeff Jarvis zu finden. Köstlich.

Wohl nirgendwo auf der Welt kommt Technikgläubigkeit und Fortschrittsseeligkeit immer wieder derart naiv daher wie in den Vereinigten Staaten. Ein weiterer Beleg dafür ist das vorliegende Buch von Jeff Jarvis, der hier in allerbester Wanderpredigermanier das Hohelied auf den Internet-Giganten Google singt. Während Barack Obamas Gesundheitsreform als (national-)sozialistischer Totalitarismus verteufelt wird, findet man jenseits des Atlantiks nichts dabei, sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung einem Unternehmen preiszugeben, das mit der Verwaltung von Daten rein kommerzielle Interessen verfolgt. Geschäftlicher Erfolg gilt aus protestantischer Sicht schließlich seit jeher als Ausweis besonderer göttlicher Gnade.

Ob Apple, Microsoft oder in diesem Fall eben Google – sie alle stehen stellvertretend für den amerikanischen Traum. Und Leute wie Jarvis sind seine Propheten. Nicht im Datenschutz sondern in der grenzenlosen Transparenz des Internets sieht der New Yorker Professor die Zukunft. (…)

Was würde Google tun?: Wie man von den Erfolgsstrategien des Internet-Giganten profitiert: Amazon.de: Jeff Jarvis, Heike Holtsch: Bücher

About Christoph

Check Also

Die Google-Datenschutzerklärung in der Tag-Cloud

Trotz massiver Proteste hat Google heute seine neue Datenschutzerklärung weltweit in Kraft gesetzt. Der Internet-Riese …

Kommentar verfassen