BlackBerry Storm 9500 bei vodafone.de

BlackBerry Storm 9500 bei vodafone.de

Aktualisierte Fassung (Stand: 6. Dezember 2008)

Im Kampf gegen das iPhone von Apple zückt der kanadische Blackberry-Hersteller RIM nun seine Wunderwaffe. In den USA wird der neue Blackberry Storm exklusiv bei Verizon gestartet. In Deutschland vertreibt Vodafone den Blachberry Storm. Er kostet hierzulande knapp 100 Euro, wenn man gleichzeitig einen Zweijahresvertrag abschließt.

Auffälligstes Merkmal am Blackberry Storm ist der neue berühungssensitive Bildschirm. Eine Ähnlichkeit zum Bedienkonzept des iPhone 3G ist mit Sicherheit nicht ganz zufällig.

Ich bin gespannt, wie Hardcore-Crackberry-User mit der Touchscreen-Tastatur klarkommen werden. Die Werbeaussage “Tactile Feedback: gefühlter Tastendruck bei der Eingabe” klingt ja interessant – aber feeling is believing. Aus den Reihen der ersten Käufer in den USA gab es zum Teil vernichtende Aussagen über die Qualität des Touchdisplays und die Benutzerführung. Ein Update der Firmware soll aber zumindest ein Teil der Fehler ausbügeln.

heise mobil – 05.12.08 – Erstes Software-Update für Blackberry Storm verfügbar

Blackberry Storm: Firmware-Upgrade erschienen – Golem.de

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Exklusiv bei Vodafone: Das Blackberry Storm

Auf jeden Fall ist die Feature-Liste des ersten Blackberrys mit einem Touchscreen beeindruckend lang, auch wenn ein ganz wichtiges Feature (WLAN) fehlt.

  • Push E-Mail mit HTML von Blackberry
  • 3,25″ Touch Screen mit Bewegungssensor
  • Sehr hohe Bildschirmauflösung von 480 x 340 Pixel
  • Tactile Feedback: gefühlter Tastendruck bei der Eingabe auf dem Touch Screen wie bei einer Tastatur
  • 3.2 Megapixel Kamera mit Autofokus, kann auch Videos aufzeichnen
  • YouTube, Google Maps, offen für Software von anderen Anbietern
  • eingebautes GPS, Navigationssoftware
  • einfache Integration in Firmennetzwerke
  • Fotos und Videos können direkt zu Flickr und YouTube hoch geladen werden
  • 1 GB interner Speicher, erweiterbar durch microSD Karten (aktuell verfügbar bis 32 GB)
  • HSDPA mit 7,2 Mbit/s
  • Quad Band CDMA und GSM
  • komfortabler Web-Browser
  • MP3-Player für gespeicherte und gestreamte Musik
  • integrierter Stereo-Lautsprecher, 3,5mm Klinkenstecker für Kopfhörer
  • Musik per Bluetooth auf HiFi-Anlage oder an Bluetooth Stereo-Headset übertragen
  • Videoplayer, auch Fernsehen auf dem Handy über HSDPA

Ohne WLAN wird der Blackberry Storm in bestimmten Gebäuden nur bedingt zu gebrauchen sein, wenn man dort keinen und nur einen schlechten Netzempfang hat (wie bei uns im Büro). Außerdem ist das Smartphone damit nur bedingt im Ausland einsetzbar, denn die Roaming-Gebühren für UMTS bzw. GPRS sind in der Regel abstrus hoch.

Überphones – BlackBerry Storm


YouTube – Blackberry Storm Vs. iPhone 3G


YouTube – BlackBerry Storm: First Look

Kollege Hannes Rügheimer hat Mitte September die Verantwortlichen von Vodafone und RIM in London getroffen und für dpa diesen kleinen Kurz-Erfahrungsbericht geschrieben:

Nach kurzer Eingewöhnung klappt der Umgang mit dem neuen Bedienkonzept sehr gut. Auch das für ein E-Mail-Handy entscheidende Tippen von Texten erweist sich als durchdacht: im Hochformat-Modus sind die Bildschirm-Tasten wie bei früheren Blackberrys mit zwei Buchstaben belegt. Dreht man das Gerät zur Seite, erscheint eine vollständige QWERTZ-Tastatur auf dem Touchscreen.

Dank schnellem Prozessor, hochauflösendem Bildschirm (480 x 360 Pixel) und kluger Software zeigt der Storm Webseiten zügig und zuverlässig an. Die Funktechnik HSDPA sorgt mit bis zu 7,2 Megabit/Sekunde für schnelle Anlieferung der Daten. Auch alles weitere, was anspruchsvolle Smartphone-Nutzer erwarten, ist an Bord: GPS zum Navigieren; eine 3,2-Megapixel-Kamera mit Blitz, Autofokus und Videoaufnahme; die Funktechnik Bluetooth mit Unterstützung für Headsets, Freisprechanlagen, drahtlose Daten- und Musikübertragung sowie ein Speicherkarten-Slot, der den eingebauten Speicher von 1 Gigabyte auf derzeit bis zu 17 Gigabyte erweitern kann.

Das System spielt Videos, Musik und Diashows ab. Business-Nutzer freuen sich über die Anzeige von PDF-Dateien und die Möglichkeit, Office-Dokumente zu bearbeiten und per E-Mail zu versenden.

Vodafone will zum Marktstart komplett neue Privatkunden-Tarife rund um den Blackberry Storm lancieren. Wie das fürs Privatkundengeschäft zuständige Vorstandsmitglied Frank Rosenberger bestätigt, werden sich Tarife und Gerätepreise an der Konkurrenz orientieren. Branchenkenner rechnen mit abgestuften Komplett-Tarifpaketen, wie sie T-Mobile fürs iPhone 3G anbietet.

Den Storm dürfte es dann je nach Monats-Gebühr zu subventionierten Preisen zwischen 20 und 200 Euro geben. RIM-Chef Mike Lazaridis gibt sich vom Siegeszug des neuen Modells überzeugt: „Der Smartphone-Markt wächst fünf mal schneller als das konventionelle Mobiltelefon-Segment. Mit dem Storm werden wir davon überproportional profitieren.“

Blackberry Storm von Vodafone

Blackberry Storm von Vodafone

Update (27. November 2008):

Inzwischen haben etliche Kollegen den Blackberry Storm einem ersten Test unterzogen. Hier ein Überblick.

Matthias Kremp von Spiegel Online, der eigentlich nicht für Total-Verrisse bekannt ist, nimmt den Storm ordentlich auseinander:

Manch Nutzer mag ohne Blackberry-Tastenfeld kaum noch Texte tippen. Der Versuch, diese Technik auf einen Touchscreen zu übertragen, war das Ziel des Storm – und wurde leider verfehlt. (…)

Um beispielsweise einen Menüpunkt auszuwählen, muss man diesen zuerst sanft mit dem Finger ansteuern. Das ist eine Art Vorwarnung an das System: “Achtung, diese Taste drücke ich gleich.” Der Blackberry hilft dabei zu erkennen, ob man richtig liegt, indem er den jeweils aktiven Menüpunkt oder Buchstaben blau aufleuchten lässt. Um den Menüpunkt zu aktivieren, muss man jetzt aber noch mit dem Finger das Display herunterdrücken. Erst damit wird die Aktion ausgelöst.

Das ist ungefähr so sinnvoll, als würde man genötigt, beim Tippen an der Computertastatur jeden gedrückten Buchstaben mit einem Mausklick zu bestätigen: “Ja, ich wollte diese Taste wirklich drücken.” (…)

Ein iPhone-Killer ist der Storm nicht. Möglich, dass Hersteller RIM die gröbsten Schnitzer per Software-Update ausmerzt und dabei auch noch die Geschwindigkeit verbessert, doch vorerst bleibt der Sturm aus. Mehr als ein laues Lüftchen kann der Touchscreen-Blackberry nicht erzeugen – auch wenn sein Name anderes verspricht.

Auch David Pogue von der New York Times ist von der virtuellen Tastatur des Blackberry Storm enttäuscht:

The first sign of trouble was the concept: a touch-screen BlackBerry. That’s right — in its zeal to cash in on some of that iPhone touch-screen mania, R.I.M. has created a BlackBerry without a physical keyboard.

Hello? Isn’t the thumb keyboard the defining feature of a BlackBerry? A BlackBerry without a keyboard is like an iPod without a scroll wheel. A Prius with terrible mileage. Cracker Jack without a prize inside.

R.I.M. hoped to soften the blow by endowing its touch screen with something extra: clickiness. The entire screen acts like a mouse button. Press hard enough, and it actually responds with a little plastic click.

As a result, the Storm offers two degrees of touchiness. You can tap the screen lightly, or you can press firmly to register the palpable click.

It’s not a bad idea. In fact, it ought to make the on-screen keyboard feel more like actual keys. In principle, you could design a brilliant operating system where the two kinds of taps do two different things. Tap lightly to type a letter — click fully to get a pop-up menu of accented characters (é, è, ë and so on). Tap lightly to open something, click fully to open a shortcut menu of options. And so on.

Unfortunately, R.I.M.’s execution is inconsistent and confusing.

BlackBerry Storm (Foto: RIM)

BlackBerry Storm (Foto: RIM)

Weiterhin stört sich Pogue an vielen anderen Details. Die Menü-Punkte der Pull-Down-Menüs lägen so dicht beieinander, dass man sie mit dem Finger kaum treffen könne. Wisch-Bewegungen auf dem Display würden nur mit einer Zeitverzögerung erkannt. Und natürlich prnagert Pogue an, dass RIM dem Blackberry Storm kein WiFi spendiert hat.

Etwas freundlicher geht Walt Mossberg vom Wall Street Journal mit dem Blackberry Storm um. Mossberg mag die Kamera, die Videos aufnehmen kann, den auswechselbaren Akku, Push-E-Mail, die Copy-und-Paste-Funktion, die bei Apple iPhone (noch) fehlt. Außerdem lobt er die Sicherheitsfunktionen für Unternehemnsnetze und das im Verglich zu AT&T bessere 3G-Netzwerk Verizon. Aber auch Mossberg vermisst WiFi und kann mit dem “SurePress Touchscreen” auch wenig anfangen:

The feature does provide a more reassuring confirmation that a key has been struck or an icon has been clicked than the mere visual feedback one receives from the iPhone. But neither I, nor any of the several BlackBerry addicts I asked to try it out, considered typing on the Storm’s keyboard to be very similar to using the keyboard of a traditional full-sized BlackBerry.

Auch Joshua Topolsky von Engadget ist nicht wirklich vom Blackberry Storm begeistert:

The selling points are easy: the phone is gorgeous to look at and hold, it’s designed and backed by RIM (now almost a household name thanks to their prevalence in the business and entertainment markets), and it’s packed with features that, at first glance, make it seem not only as good as the iPhone, but better. The only hitch in this plan is a major one: it’s not as easy, enjoyable, or consistent to use as the iPhone, and the one place where everyone is sure they have an upper hand — that wow-inducing clickable screen — just isn’t all that great.

Daniel Dumas von Wired.com spricht dem Blackberry Storm den Anspruch ab, ein “iPhone-Killer” zu sein. Immerhin hat Dumas auch ein paar Pluspunkte entdeckt, bevor er sich dann die Schwächen vornimmt:

WIRED:

  • Click screen is a revelation for touch-compatible devices.
  • Converts iTunes to BlackBerry media without breaking a sweat.
  • Included GSM card means the Storm is a true globetrotter — it can work in virtually any foreign port.
  • Photos, video and text pop like Ice Cube’s AK (on a bad day).
  • Posh fit and finish look rich enough to buy you dinner.

TIRED:

  • OS lag on a piece of hardware this gorgeous is unacceptable.
  • Scrolling through menus is jagged, slow and pokey.
  • Accelerometer sometimes takes a good 5 to 10 seconds to orient itself.
  • Lack of WiFi is lame.
  • Verizon’s totalitarian control over the Storm’s OS is even lamer.

Auch der Review von Yardena Arar (PC World) wird die PR-Abteilungen von RIM, Verizon und hierzulande Vodafone nicht glücklich machen:

The decision by Research in Motion to differentiate the Storm by giving its capacitive touch screen a mechanical component (the entire screen functions as a button for confirming selections or initiating actions) turns out to be more confusing than helpful. Ultimately, the Storm’s touch interface feels like a failed experiment. — It’s too bad, because the Storm has some nice features and makes a great first impression.

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Exklusiv bei Vodafone: Das Blackberry Storm

In der c’t (26/2008) kommt der Blackberry Storm noch ziemlich gut weg:

Das Gerät macht einen wertigen Eindruck und nach einer kleinen Eingewöhnung durchaus Spaß – nervt allerdings mit kleinen Softwarefehlern. Die Menüführung ist alles andere als gelungen und befriedigt weder Multimedia-Fan noch den geschäftsmann so richtig. Ein Ersatz für einen Blackberry mit Knöpfchen-Tastatur ist der erste Touchscreen-Blackberry nicht.