RIM-Chef Mike Lazaridis übt sich in Selbstsuggestion

Von | Mobile, RIM

Walt Mossberg hat nicht gerade das Image eines hartnäckig nachfragenden Journalisten. Eine Art Reinhold Beckmann des IT-Journalismus, nur älter und mit grauem Bart. Und auch seine Kollegin Kara Swisher geht die Gäste des WSJ-Events „All Things D“ sonst nicht gearde frontal an. Doch in diesem Interview gelingt es den beiden Tech-Veteranen des Wall Street Journal, RIM-Chef Mike Lazaridis festzunageln. Dabei überrascht Lazaridis mit der Aussage, RIM habe mit dem Blackberry das Smartphone erfunden und der Browser des Torch biete ein tolles Surferlebnis.

Besonders gut arbeiten Mossberg und Swisher heraus, dass RIM offenbar gar nicht vorhat, das Blackberry-Phone auf das Niveau eines Android-Smartphones oder eines iPhones zu heben. Surfen, Apps, Multimedia verortet Lazaridis beim Blackberry-Tablet Playbook, während der traditionelle Blackberry vor allem ein Kommunikationsgerät bleiben werde. Und als Mossberg ihm vorhält, dass man damit in den USA oder Europa keinen Blumentopf mehr gewinnen könne, verweist Lazaridis auf die riesigen Märkte in Ländern wie Indien, die nicht flächendeckend mit 3G ausgestattet seien. Erinnert mich irgendwie fatal an die Strategie von Nokia, in den Schwellenländern präsent zu sein, während in den Kernmärkten USA und Europa andere Hersteller punkten.

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