Mobile – das nächste große Ding im Internet

Eine sehenswerte Präsentation vom kompetenten und geschätzten Kollegen Holger Schmidt, Netzökonom der FAZ:

Zuckerberg: Games, Musik, Film, TV, News, Medien – In den kommenden 5 Jahren ändert sich alles

Es lohnt sich, eine Stunde Zeit zu nehmen, um den Auftritt von Mark Zuckerberg auf dem Web 2.0 Summit anzuschauen. Der Facebook-Gründer ist sich sicher, dass der Boom der Sozialen Netzwerke die gesamte Content-Industrie komplett umkrempeln wird. (Computer-)Spiele, Musik, Filme, Fernsehen, Nachrichten, der gesamte Medien-Sektor und auch der E-Commerce werde in den kommenden fünf Jahren komplett überdacht werden. Darauf könne man gute Geschäfte aufsetzen. Damit sagt Zuckerberg aber auch den traditionellen Playern den Kampf an:

Anything that involves content or specific expertise in an area – games, music, movies, TV, news, anything in media, anything e-commerce, any of this stuff.

Over the next five years, those verticals are going to be completely re-thought. There are going to be some really good businesses built.

Our view is that we should play a role in helping to re-form and re-think all those industries, and we’ll get value proportional to what we put in. In gaming, we get some percentage of the value of those companies through ads and credits. But that’s all because we’re helping them.

If we’re helpful to other industries in building out what would be a good solution then there will be some way we get value from that.

Firefox-Plugin der EFF schützt vor ‘Firesheep’

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat ein Plugin für den Webbrowser Firefox veröffentlicht, mit dem man sich vor dem Cookie-Klau-Tool Firesheep schützen kann. Mit Firesheep kann sich ein Angreifer in öffentlichen Netzen Zugriff auf die Accounts anderer Netzwerknutzer bei Facebook und anderen Diensten verschaffen. Das Plugin “HTTPS Everywhere” sichert Web-Verbindungen über das HyperText Transfer Protocol Secure (dt. sicheres Hypertext-Übertragungsprotokoll) ab. HTTPS ist ein Verfahren, um Daten im World Wide Web abhörsicher zu übertragen.

“Mit der neuen Version des Plugins HTTPS Everywhere kann man viel effektiver einen Angriffs mit Firesheep oder einem ähnlichen Werkzeug vereiteln”, sagte EFF Senior Staff Technologist Peter Eckersley. “Es unternimmt einen wichtigen Schritt zum Schutz Ihrer Konten bei Facebook, Twitter oder Hotmail. Außerdem schirmt es wie frühere Versionen Ihre Google-Suchanfragen von Lauschern ab und sichert Ihre Zahlungen, die Sie über über PayPal vorgenommen haben.”

Das Plugin HTTPS Everywhere für Firefox kann hier heruntergeladen werden:
https://www.eff.org/https-everywhere

Firesheep stellt insbesondere bei der Verwendung von ungeschützten WLANs eine echte Gefahr da, denn es ist sehr einfach zu bedienen und dürfte inzwischen rund eine Millionen Mal heruntergeladen worden sein.

EFF Tool Offers New Protection Against ‘Firesheep’ | Electronic Frontier Foundation.

Absurdistan: Das ARD-Magazin Monitor und der neue Personalausweis

Die Bundesverwaltung und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik haben sich bei der Einführung des neuen Personalausweises nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Zumindest wies die Online-Software zum neuen “ePerso” (AusweisApp) eine gravierende Sicherheitslücke auf. Und ein Student aus Darmstadt benötigte nur wenige Stunden, um diese Lücke zu entdecken.

Nun berichtet das ARD-Magazin Monitor über einen neuen Skandal: “Absurdistan: Wie der neue Personalausweis Menschen umtauft” lautet die Schlagzeile.

Monitor-Moderatorin Sonia Seymour Mikich kündigte den TV-Beitrag mit diesen Worten an:

Willkommen, wir haben für Sie einiges ausgebuddelt, das Sie noch nicht kennen. Vielleicht mussten Sie auch schon so einen neuen Personalausweis bestellen, angeblich fälschungs- und missbrauchssicher. Den haben Datenschützer und Nutzer schon heftig moniert wegen zahlreicher Sicherheitslücken. Und jetzt ganz übel – Der neue Ausweis hat auch noch eine weitere Macke, eine Software-Macke. Und sie sorgt dafür, dass manch einer – tja – umgetauft wird.

Menschen mit mehreren Vornamen stellten “dieser Tage überrascht” fest, dass sie etwas anders heißen. Der Grund: Die neue Software der Bundesdruckerei berücksichtige keine Rufnamen mehr und weise von Amts wegen den Menschen ihren ersten Vornamen zu. Unbürokratische Hilfe sei nicht in Sicht. Denn wenn die Meldebehörden von sich aus etwas ändern wollten, wäre dies Urkundenfälschung. Millionen Menschen drohe deshalb künftig der Erklärungsnotstand.

Schaut man sich den Monitor-Beitrag dann an, fragt man sich jedoch, was diese Story mit dem neuen Personalausweis zu tun hat. Monitor-Kronzeuge Ulrich Spalthoff, 58 Jahre, aus Nortrup in Niedersachsen hat nämlich überhaupt keinen neuen Personalausweis mit dem falschen Vornamen bekommen, sondern noch den alten Perso.

Screenshot Monitor

Screenshot Monitor

Und auch auf der Website ist ein Bild vom alten Personalausweis mit dem falschen Rufnamen “Heinrich” zu sehen.

Ausriss Website ARD.de

Ausriss Website ARD.de

Zum Vergleich: So sieht der neue Personalausweis aus:

Der neue Personalausweis

Der neue Personalausweis

Was bleibt nun von der Monitor-Geschichte übrig? Nun, die aktuelle Version der Verwaltungssoftware zur Erstellung eines Personalausweises wurde so ausgelegt, dass im maschinenlesbaren Bereich nicht genügend Platz für alle Vornamen ist und nur der erste Vorname eines Bundesbürgers dargestellt wird. Und dieser ist in Ausnahmefällen nicht der Rufname des Ausweisinhabers. Auf dem Ausweis selbst sind aber alle Vornamen zu sehen. Das mag für die Betroffenen ärgerlich sein. Man kann das auch zum Thema eines Beitrags bei Monitor machen. Mit einem Skandal um den neuen Personalausweis hat die Story aber nun meiner Ansicht nach überhaupt nichts zu tun. Aber macht Euch selbst ein Bild. Ein Transkript des Beitrags steht hier.

DasErste.de – Monitor – Monitor vom 18.11.2010.

Microsoft hilft

Als Computer-Anwender wandle ich zwischen zwei Welten: Im Büro arbeite ich mit Windows-PCs, zu Hause habe ich mich vor Jahren für Apple und das Mac OS entschieden. Als Klammer zwischen diesen beiden Welten spielt Microsoft Office eine tragende Rolle, da diese Büro-Software auf beiden Plattformen verfügbar und auch mehr oder weniger kompatibel ist. Vor diesem Hintergrund schenke ich neuen Versionen von Microsoft Office für Mac eine besondere Aufmerksamkeit.

Beim Test des neuen Microsoft Office 2011 für den Mac fiel mir beim Test auf, dass es nicht ohne weiteres möglich ist, eine Verbindung zu einem Microsoft Exchange Server außerhalb des Firmennetzwerks (oder VPN-Tunnels) aufzubauen. In der Windows-Version von Outlook 2010 findet man unter Kontoeinstellungen/E-Mail/Verbindungen die Option „Von beliebiger Stelle aus auf Outlook zugreifen“. Man kann bei „Verbindung mit Microsoft Exchange über HHTP herstellen“ ein Häkchen setzen und dann die Exchange-Proxyeinstellungen aufrufen und konfigurieren. Damit kann man von einer beliebigen Internet-Verbindung aus auf den Exchange-Server in der Firma zugreifen.

Beim neuen Office-Paket 2011 für den Mac scheint es in Outlook diese Option nicht zu geben, obwohl der Outlook-Vorgänger Entourage den Zugriff via https beherrschte. Oder habe ich diese Option einfach nur übersehen?
Diese Frage wollte ich klären, nachdem ich einen Tweet des Microsoft-Managers Boris Schneider-Johne sah:

Die Antwort von Boris Schneider-Johne ließ nicht lange warten.

Damit war ich der Antwort auf meine Frage zwar nicht näher gekommen. Ich hatte aber großes Verständnis dafür, dass der Xbox-Manager keine Detail-Fragen zu Outlook 2011 für den Mac beantworten kann. Damit hatte ich den Twitter-Vorstoß in Sachen Outlook 2011 schon abgehakt, zumal auch aus der mitlesenden Follower-Gemeinde keine weiteren Hinweise kamen. Doch nun meldete sich ein mir bislang nicht bekannter Twitter-Account “Microsoft hilft”

Der Aufforderung von “Microsoft hilft”, dem Account für eine direkte Kommunikation zu folgen, bin ich dann gerne nachgekommen. Per Direct Message wurde ich dann kontaktiert:

Ich habe dann mein Anliegen an die genannte Adresse geschickt:

Von: Dernbach, Christoph
Gesendet: Mittwoch, 3. November 2010 13:38
An: ‘kunden@microsoft.com’
Betreff: WG: Direct message from Microsoft Hilft

Hallo,
es geht um das neue Microsoft Office 2011 für den Apple Macintosh (insb. die Anwendung Outlook) und die Verbindung zu einem Exchange-Server 2007. Bei der Windows-Version von Outlook 2010 besteht die Möglichkeit, eine Verbindung auch außerhalb einer direkten Domain-Einbindung über https herzustellen. In der Windows-Version von Outlook findet man unter Kontoeinstellungen/E-Mail/Verbindungen die Option „Von beliebiger Stelle aus auf Outlook zugreifen“. Man kann bei „Verbindung mit Microsoft Exchange über HHTP herstellen“ ein Häkchen setzen und dann die Exchange-Proxyeinstellungen aufrufen und konfigurieren. Ich bin nun auf der Suche nach genau dieser Konfigurationsmöglichkeit in der Mac-Version von Outlook, die Bestandteil des Office-Pakets 2011 ist.

Beste Grüße

Christoph Dernbach

Am Ende dieser Anfrage habe ich dann noch die Direct Message von “Microsoft hilft” angefügt, damit klar war, worauf ich mich beziehe. Sechs Tage später habe ich dann diese Anwort erhalten:

Von: Microsoft Kundenbetreuung [mailto:CNTUS.PRSL.EU.DE.DE.SIT.SOF.CS.T01.CUS.00.EM@css.one.microsoft.com] Gesendet: Dienstag, 9. November 2010 09:55
An: Dernbach, Christoph
Betreff: RE: SRX1141983348ID – WG: Direct message from Microsoft Hilft

Sehr geehrter Herr Dernbach,

bei Ihrer Anfrage vom 03.11.2010 zum Thema Microsoft Office handelt es sich um technischen Support.

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir per E-Mail keine technischen Fragen beantworten oder weiterleiten können. Mit unserem umfangreichen Support-Angebot bieten wir eine einfache und schnelle Unterstützung bei der Lösung von Installations- und Anwendungsfragen. Sie erhalten hier direkte und klar verständliche Unterstützung, dank persönlicher Beratung durch unsere Support-Spezialisten.

Für die meisten Vollprodukte, die Sie im Fachhandel erwerben können, bietet Microsoft die Möglichkeit, kostenlose technische Anfragen an Supportspezialisten zu stellen. Neben Anfragen zur Installation und Einrichtung können Sie auch Anfragen zur Bedienung (ohne Programmierung und Serveranfragen) stellen.

Um schneller zu dem Produkt zu gelangen für welches Sie Support benötigen, nutzen Sie bitte den folgenden Link:

http://support.microsoft.com/selectindex/default.aspx?target=assistance

Auch telefonisch erreichen Sie unsere Kollegen vom Standard-Support unter der Nummer: 01805 67 22 55 (0,14 pro Euro/Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom). Sie erreichen uns von Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr und Samstag von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

Wenn Sie weitere Fragen oder Wünsche haben, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Microsoft Privatkundenbetreuung

Online: http://support.microsoft.com/contactus/
Telefon : 01805 / 67 22 55 (0,14 Eur pro Min. aus dem deutschen Festnetz; maximal 0,42 Euro pro Minute aus den Mobilfunknetzen)
Telefax: 01805 / 25 11 91 (0,14 Eur pro Min. aus dem deutschen Festnetz; maximal 0,42 Euro pro Minute aus den Mobilfunknetzen)
Microsoft Deutschland GmbH

Konrad-Zuse-Straße 1, D – 85716 Unterschleißheim

http://www.microsoft.com/germany

Geschäftsführer: Ralph Haupter (Vorsitzender), Achim Berg, Marcel Schneider, Benjamin O. Orndorff, Keith Dolliver

Damit bleibt meine Frage nach der Unterstützung von https-Verbindungen zwischen Outlook 2011 und einem Exchange-Server unbeantwortet. Vielleicht erreiche ich ja auf diesem Weg einen Experten, der die Frage beantworten kann. Es geht um die Funktion, die in diesem Screenshot von Outlook 2010 für Windows zu sehen ist.