In diesem Artikel wird beschrieben, wie man sich außerhalb der USA einen US-Account von iTunes zulegen kann, um bestimmte Apps und Inhalte wie TV-Serien aus dem US-iTunes-Store auf das iPhone oder iPad zu bekommen. Das ganze funktioniert ohne eine (US-)Kreditkarte. Bei kostenlosen Anwendungen wie der Dialy benötigt man nur eine (Fake-)US-Adresse. Will man Apps oder Inhalte kaufen, muss man sich aus den USA einen iTunes-Geschenkgutschein mitbringen lassen oder solche Vouchers auf eBay oder ähnlichen Plattformen ersteigern.
Jan 9, 2011
CES 2011: “Best of Show” für das Motorola Xoom
Irgendwie erinnert die Vorstellung des Tablet Computers “Xoom” von Motorola auf der CES 2011 in Las Vegas an die WeTab-Präsentation von Helmut Hoffer von Ankershoffen. Auf dem Gerät, das schon in wenigen Wochen mit dem neuen Google-Betriebssystem Android 3.0 Honeycomb in die Läden kommen soll, liefen auf dem Motorola-Stand nur verschiedene Videoschleifen. Immerhin war auf dem Xoom ein Android-System installiert und nicht Windows (wie bei einer der ersten öffentlichen WeTab-Demos).
Die Leute auf dem Motorola-Stand auf der CES betonten immer wieder, dass das Xoom das erste Tablet mit Android 3.0 auf dem Markt sein wird. Es habe eine enge Zusammenarbeit zwischen Google und Motorola gegeben, an der das Droid-Team beteiligt gewesen sei. In den USA ist das Motorola Droid eines der Vorzeige-Smartphones mit Android.
Das Xoom überzeugte in Las Vegas die Jury von CNet, die jedes Jahr die besten Produkte auf der CES mit den Preisen “Best of Show” auszeichnet.
Within the tablet category, the Motorola Xoom rose to the top by promising what we felt was the most anticipated mobile OS (Android Honeycomb), on impressively spec’d hardware (dual-core, 4G-compatible, HDMI out, front- and back-facing cameras), in a 10-inch format that can literally and figuratively measure up against the iPad.
Die Kunden, die ganz früh zuschlagen, müssen sich jedoch darauf gefasst machen, dass sie ein sehr grüne Banane erhalten. Auch das erinnert an den Fall WeTab. So wird man den SD-Kartenschacht wird man erst nach einem Firmware-Update nutzen können – bis dahin muss man mit den 32 GByte internem Flashspeicher auskommen. Ohnehin ist unklar, in welchem Zustand sich Android 3.0 Honeycomb zum anvisierten Auslieferungstermin des Xoom (“1. Quartal 2011″) befinden wird. Von anderen Tablet-Herstellern hört man nämlich, Honeycomb werde frühestens im Mai 2011 veröffentlicht werden.
Beim WeTab konnten mehrere Software-Updates die Performance des Gerätes erheblich verbessern und auch einige Funktionen freischalten. An der bescheidenen Qualität des Bildschirms konnten die Software-Aktualisierungen natürlich nichts ändern. In dieser Hinsicht werden Käufer eines Motorola Xoom deutlich besser bedient. Das Display spielt nach meinem subjektiven Eindruck zwar nicht ganz in der iPad-Liga, ist aber viel, viel besser als der WeTab-Bildschirm. Die Motorola-Leute sehen das Xoom auch beim Vergleich der Displays gegenüber dem iPad im Vorteil.
Außerdem ist die Hardware ist auf Erweiterbarkeit ausgelegt: Später im Jahr soll es ein LTE-Modul zum nachträglichen Festeinbau geben. Das spielt in den USA eine große Rolle, wo Motorola-Partner Verizon die vierte Mobilfunkgeneration schon in 42 Städten installiert hat. UMTS mit HSPA und 11n-WLAN sind von Anfang an eingebaut.
Für alle, die nicht in Las Vegas sein konnten, hier noch ein Blick auf die Videos, die das Look&Feel von Android 3.0 zeigen.
Hier ist ein Video von Robert Scoble, der sich von der Begeisterung der Motorola-Leute anstecken lässt:
Die Demo-Videos zeigen u.a. ein eigenes Gmail-Widget, das der Google Mail-Anwendung auf dem iPad ähnelt. Neu gestaltet wurden Google Talk und die Bücher-Anwendung. Außerdem ist eine neue Version von Google Maps und ein auf Tablets optimiertes Tastatur-Layout zu sehen.
Allgemeine Navigation mit “Honeycomb”:
Google Maps auf “Honeycomb”:
Die Googlemail-App auf Android 3.0:
Google Talk auf dem Tablet:
Bücher-Anwendung in Android 3.0:
Der Webbrowser in Android “Honeycomb”:
Technische Spezifikationen Motorola Xoom (Quelle: Motorola)
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Motorola XOOM Tablet |
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OS |
Android 3.0 Honeycomb |
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Differentiation |
Larger display in smaller form-factor, 1080p HD support, first tablet with Honeycomb software, dual-core 1GHz processor, and a wide range of docking options |
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Dimensions |
249.1mm (h) x 167.8mm (w) x 12.9mm (d) |
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Display |
10.1” 1280×800 resolution |
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Weight |
730 g |
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Processor |
NVIDIA® Tegra™ 2: 1GHz dual-core processor |
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Battery |
Up to 10 hour video playback |
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Connectivity |
3.5mm, micro USB 2.0 HS, Corporate Sync, Wi-Fi 2.4GHz & 5GHz 802.11b/g/n, Bluetooth 2.1 + EDR + HID |
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Network |
3G, 4G LTE upgradeable, 802.11n w/Personal Hotspot |
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Messaging/Web/Apps |
Email (Corporate Sync, Google Mail, POP3/IMAP embedded, Push Email, Yahoo Mail) , WebKit w/ Flash |
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Audio |
AAC, AAC+, AMR NB, AMR WB, MP3, XMF |
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Video |
720p capture/1080p playback/streaming, H.263, H.264, MPEG4 |
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Camera |
5 MP rear-facing camera with dual LED flash/2MP front-facing camera |
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Memory |
32GB on board user memory, SD card support after software update, 1GB DDR2 RAM |
Dez 29, 2010
Constanze Kurz und Innenminsiter de Maizière in trauter Runde beim DLF
Constanze Kurz vom Chaos Computer Club (CCC) und Bundesinnenminister Thomas de Maizière diskutieren mit DLF-Chefredakteur Stephan Detjen über Computer, Netze, Politik und Gesellschaft im digitalen Zeitalter. Es ist spannende mit anzuschaun, in wie vielen Punkten der CDU-Politiker und die Berliner Informatikerin einer Meinung sind. Nur bei den Themen elektronischer Personalausweis und Vorratsdatenspeicherung werden gravierende Meinungsunterschiede deutlich. Und man merkt der CCC-Sprecherin immer wieder an, wie sie letztlich über Thomas de Maizière erstaunt ist, der im Gegensatz zu seinen Amtsvorgängern sich bis ins Detail mit den Sachverhalten des digitalen Lebens auseinandergesetzt hat.
DLF – Zur Diskussion from Gerd Pasch on Vimeo.
Link zu der Website des DLF, auf der Thomas de Maizière mit seinem Vetter Lothar verwechselt wird (wie auch im Twitter-Feed des DLF): http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1330229/
Dez 15, 2010
RIM-Chef Mike Lazaridis übt sich in Selbstsuggestion
Walt Mossberg hat nicht gerade das Image eines hartnäckig nachfragenden Journalisten. Eine Art Reinhold Beckmann des IT-Journalismus, nur älter und mit grauem Bart. Und auch seine Kollegin Kara Swisher geht die Gäste des WSJ-Events “All Things D” sonst nicht gearde frontal an. Doch in diesem Interview gelingt es den beiden Tech-Veteranen des Wall Street Journal, RIM-Chef Mike Lazaridis festzunageln. Dabei überrascht Lazaridis mit der Aussage, RIM habe mit dem Blackberry das Smartphone erfunden und der Browser des Torch biete ein tolles Surferlebnis.
Besonders gut arbeiten Mossberg und Swisher heraus, dass RIM offenbar gar nicht vorhat, das Blackberry-Phone auf das Niveau eines Android-Smartphones oder eines iPhones zu heben. Surfen, Apps, Multimedia verortet Lazaridis beim Blackberry-Tablet Playbook, während der traditionelle Blackberry vor allem ein Kommunikationsgerät bleiben werde. Und als Mossberg ihm vorhält, dass man damit in den USA oder Europa keinen Blumentopf mehr gewinnen könne, verweist Lazaridis auf die riesigen Märkte in Ländern wie Indien, die nicht flächendeckend mit 3G ausgestattet seien. Erinnert mich irgendwie fatal an die Strategie von Nokia, in den Schwellenländern präsent zu sein, während in den Kernmärkten USA und Europa andere Hersteller punkten.
Dez 12, 2010
TV-Doku: Das Drama um Wikileaks
Es ist nicht einfach, eine komplexe Geschichte wie das Wirken von Wikileaks und dem umstrittenen Gründer der Enthüllungsplattform, Julian Assange, fair und ausgewogen zu erzählen. Aber die schwedischen TV-Journalisten Bosse Lindquist und Jesper Huor ist genau dies gelungen. Sie haben die Wikileaks-Aktivitäten und -Aktivisten sechs Monate lang begleitet und daraus die sehenswerte TV-Doku “WikiRebels” gemacht. In der 60minütigen Reportage kommen neben Julia Assange auch ausführlich der ehemalige Wikileaks-Sprecher, Daniel Domscheit-Berg, zu Wort sowie Leute wie der Aktivist Smáry McCarthy und der TV-isländische Journalist Kristinn Hrafnsson, der in den vergangenen Monaten zu einem der prominentesten Sprecher des Whistleblowing-Projekts geworden ist. Hrafnsson hatte sich für das isländische Fernsehen intensiv mit dem Hubschrauber-Video auseinandergesetzt, das von Wikileaks veröffentlicht wurde und die Tötung von Zivilisten in Bagdad durch US-Soldaten zeigt. Interessant ist auch der Auftritt des ehemaligen Assange-Mitstreiters Herbert Snorrason, der später von Assage mit folgenden Worten verabschiedet wurde: “Ich bin Herz und Seele dieser Organisation. Wenn du ein Problem mit mir hast, dann verpiss dich.”
Update: Hier eine deutschsprachige Fassung, die am 19.12. 2010 im ORF ausgestrahlt wurde:
WikiLeaks – Rebellen im Netz from netzpolitik on Vimeo.

