CES 2011: “Best of Show” für das Motorola Xoom

Irgendwie erinnert die Vorstellung des Tablet Computers “Xoom” von Motorola auf der CES 2011 in Las Vegas an die WeTab-Präsentation von Helmut Hoffer von Ankershoffen. Auf dem Gerät, das schon in wenigen Wochen mit dem neuen Google-Betriebssystem Android 3.0 Honeycomb in die Läden kommen soll, liefen auf dem Motorola-Stand nur verschiedene Videoschleifen. Immerhin war auf dem Xoom ein Android-System installiert und nicht Windows (wie bei einer der ersten öffentlichen WeTab-Demos).

Die Leute auf dem Motorola-Stand auf der CES betonten immer wieder, dass das Xoom das erste Tablet mit Android 3.0 auf dem Markt sein wird. Es habe eine enge Zusammenarbeit zwischen Google und Motorola gegeben, an der das Droid-Team beteiligt gewesen sei. In den USA ist das Motorola Droid eines der Vorzeige-Smartphones mit Android.

Das Xoom überzeugte in Las Vegas die Jury von CNet, die jedes Jahr die besten Produkte auf der CES mit den Preisen “Best of Show” auszeichnet.

Within the tablet category, the Motorola Xoom rose to the top by promising what we felt was the most anticipated mobile OS (Android Honeycomb), on impressively spec’d hardware (dual-core, 4G-compatible, HDMI out, front- and back-facing cameras), in a 10-inch format that can literally and figuratively measure up against the iPad.

Die Kunden, die ganz früh zuschlagen, müssen sich jedoch darauf gefasst machen, dass sie ein sehr grüne Banane erhalten. Auch das erinnert an den Fall WeTab. So wird man den SD-Kartenschacht wird man erst nach einem Firmware-Update nutzen können – bis dahin muss man mit den 32 GByte internem Flashspeicher auskommen. Ohnehin ist unklar, in welchem Zustand sich Android 3.0 Honeycomb zum anvisierten Auslieferungstermin des Xoom (“1. Quartal 2011″) befinden wird. Von anderen Tablet-Herstellern hört man nämlich, Honeycomb werde frühestens im Mai 2011 veröffentlicht werden.

Beim WeTab konnten mehrere Software-Updates die Performance des Gerätes erheblich verbessern und auch einige Funktionen freischalten. An der bescheidenen Qualität des Bildschirms konnten die Software-Aktualisierungen natürlich nichts ändern. In dieser Hinsicht werden Käufer eines Motorola Xoom deutlich besser bedient. Das Display spielt nach meinem subjektiven Eindruck zwar nicht ganz in der iPad-Liga, ist aber viel, viel besser als der WeTab-Bildschirm. Die Motorola-Leute sehen das Xoom auch beim Vergleich der Displays gegenüber dem iPad im Vorteil.

Außerdem ist die Hardware ist auf Erweiterbarkeit ausgelegt: Später im Jahr soll es ein LTE-Modul zum nachträglichen Festeinbau geben. Das spielt in den USA eine große Rolle, wo Motorola-Partner Verizon die vierte Mobilfunkgeneration schon in 42 Städten installiert hat. UMTS mit HSPA und 11n-WLAN sind von Anfang an eingebaut.

Für alle, die nicht in Las Vegas sein konnten, hier noch ein Blick auf die Videos, die das Look&Feel von Android 3.0 zeigen.
Hier ist ein Video von Robert Scoble, der sich von der Begeisterung der Motorola-Leute anstecken lässt:

Die Demo-Videos zeigen u.a. ein eigenes Gmail-Widget, das der Google Mail-Anwendung auf dem iPad ähnelt. Neu gestaltet wurden Google Talk und die Bücher-Anwendung. Außerdem ist eine neue Version von Google Maps und ein auf Tablets optimiertes Tastatur-Layout zu sehen.

Allgemeine Navigation mit “Honeycomb”:

Google Maps auf “Honeycomb”:

Die Googlemail-App auf Android 3.0:

Google Talk auf dem Tablet:

Bücher-Anwendung in Android 3.0:

Der Webbrowser in Android “Honeycomb”:

Technische Spezifikationen Motorola Xoom (Quelle: Motorola)

Motorola XOOM Tablet

OS

Android 3.0 Honeycomb

Differentiation

Larger display in smaller form-factor, 1080p HD support, first tablet with Honeycomb software, dual-core 1GHz processor, and a wide range of docking options

Dimensions

249.1mm (h) x 167.8mm (w) x 12.9mm (d)

Display

10.1” 1280×800 resolution

Weight

730 g

Processor

NVIDIA® Tegra™ 2: 1GHz dual-core processor

Battery

Up to 10 hour video playback

Connectivity

3.5mm, micro USB 2.0 HS, Corporate Sync, Wi-Fi 2.4GHz & 5GHz 802.11b/g/n, Bluetooth 2.1 + EDR + HID

Network

3G, 4G LTE upgradeable, 802.11n w/Personal Hotspot

Messaging/Web/Apps

Email (Corporate Sync, Google Mail, POP3/IMAP embedded, Push Email, Yahoo Mail) , WebKit w/ Flash

Audio

AAC, AAC+, AMR NB, AMR WB, MP3, XMF

Video

720p capture/1080p playback/streaming, H.263, H.264, MPEG4

Camera

5 MP rear-facing camera with dual LED flash/2MP front-facing camera

Memory

32GB on board user memory, SD card support after software update, 1GB DDR2 RAM

Constanze Kurz und Innenminsiter de Maizière in trauter Runde beim DLF

Constanze Kurz vom Chaos Computer Club (CCC) und Bundesinnenminister Thomas de Maizière diskutieren mit DLF-Chefredakteur Stephan Detjen über Computer, Netze, Politik und Gesellschaft im digitalen Zeitalter. Es ist spannende mit anzuschaun, in wie vielen Punkten der CDU-Politiker und die Berliner Informatikerin einer Meinung sind. Nur bei den Themen elektronischer Personalausweis und Vorratsdatenspeicherung werden gravierende Meinungsunterschiede deutlich. Und man merkt der CCC-Sprecherin immer wieder an, wie sie letztlich über Thomas de Maizière erstaunt ist, der im Gegensatz zu seinen Amtsvorgängern sich bis ins Detail mit den Sachverhalten des digitalen Lebens auseinandergesetzt hat.

DLF – Zur Diskussion from Gerd Pasch on Vimeo.

Link zu der Website des DLF, auf der Thomas de Maizière mit seinem Vetter Lothar verwechselt wird (wie auch im Twitter-Feed des DLF): http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1330229/