Im Shanghai Transrapid "MagLev"

Shanghai Transrapid MagLev

Die Magnetschwebebahn Transrapid wird in Deutschland außerhalb der Teststrecke im Emsland wohl kaum mehr zum Einsatz kommen. Mehr als drei Milliarden Euro sollte zum Schluss der geplante Flughafenzubringer in München kosten. Das sprengte selbst in Bayern die Grenzen der Technologie-Förderung. Vor diesem Hintergrund fand ich es um so spannender, mir am Rande des Intel Developer Forums in Schanghai den Transrapid „MagLev“ anzuschauen, der bereits seit dem Jahr 2004 im Regelbetrieb die 30 km lange Strecke von der U-Bahnstation Long Yang Road zum Internationalen Flughafen Shanghai-Pudong fährt. Die einfache Fahrt in der zweiten Klasse kostet 50 RMB (Renminbi), das sind rund fünf Euro. Die Hin-und Rückfahrt-Ticket ist für 80 RMB zu haben.

Ich habe meine Eindrücke der acht Minuten dauernden Transrapid-Fahrt in einem kleinen Film festgehalten, den ich mit meiner neuen Mini-Videokamera Flip aufgenommen habe.

Zu meiner Überraschung kam der MagLev nicht über 301 Kilometer pro Stunde hinaus, obwohl auf der Strecke in Shanghai laut Wikipedia am 12. November 2003 der Weltrekord von 501 km/h für kommerziell eingesetzte Magnetschwebebahnen aufgestellt wurde. Kollegen erzählten mir später, dass der Transrapid zur Begrenzung der Lärmbelastung für die Anwohner nachmittags und abends auf 300 km/h gedrosselt werde, sonst aber mit 430 km/h Spitze fahre (was die Fahrtzeit aber auch nur um eine Minute verkürzt).

Anzeige 301 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit

Im Zug ruckelte es mehr, als ich es persönlich von der Transrapid-Technologie erwartet hatte. Der kommerzielle Erfolg der MagLev-Strecke hält sich angeblich in Grenzen, was sicherlich auch daran liegt, dass der Shanghai-Transrapid gar nicht bis ins eigentliche City-Center rund um den TV-Turm (Oriental Pearl Tower) fährt, sondern nur an den Stadtrand von Schanghai.

Auf YouTube findet man auch einen Werbefilm zum MagLev, auf den ich hier verlinke:

Ich weiß nicht, mit welchen Tricks die Filmer den Himmel so blau hinbekommen haben. Während meines Aufenthaltes zum IDF steckte die die bedeutendste Industriestadt der Volksrepublik China ständig unter einer grauen Smog-Wolke.

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