3D ist die Quadrophonie des Fernsehens

Von | Personal Tech

Die aktuelle Wirtschaftskrise hat die Branche der Unterhaltungselektronik voll erwischt. Während in Deutschland der Absatz an TV-Geräten, MP3-Playern und Stereo-Anlagen wohl noch halbwegs stabil geblieben ist, bleiben in wichtigen Märkten wie USA, Großbritannien und vielen asiatischen Ländern die Käufer zu Hause. Da müssen schon echte Anreize her, um die Verbraucher zum Kauf eines neuen Fernsehers zu überreden – TV-Bilder in High Definition reicht wohl nicht mehr aus (obwohl auf der Content-Seite die HD-Ära gerade erst begonnen hat).

Sony und Panasonic rufen vor diesem Hintergrund hier auf der Funkmesse IFA in Berlin schon den Beginn des 3D-Zeitalters aus. Nachdem einige 3D-Animationsfilme erfolgreich im Kino gelaufen sind, soll das dreidimensionale Bild auch im Wohnzimmer erscheinen. Ich glaube – ehrlich gesagt – nicht daran. Ambitionierte Filmfreunde dürften sich ohnehin erst vor kurzer Zeit einen modernen Flachbildschirm zugelegt haben. Daher dürfte die Investitionsbereitschaft in eine neue Technologie gering ausfallen. Außerdem: Welcher 3D-Standard wird sich denn durchsetzen? Das von Sony eingesetzte Polarisationsverfahren? Oder die von Panasonic favorisierte Methode mit Shutterbrillen? „Das letzte was wir brauchen, ist ein neuer Formatkrieg in der Unterhaltungselektronik-Industrie“, sagte mir heute der US-Analyst Rob Enderle. Auch sein Kollege Michael Gartenberg hält es für keine gute Idee, schon jetzt massiv auf 3D zu setzen. Immerhin hat Philips hier auf der IFA eingeräumt, dass 3D für’s Fernsehen einfach noch nicht so weit ist.

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