Apple

Schöner Arbeiten beim Axel-Springer-Verlag

Ich glaube, jeder Arbeitsplatz sieht ein bisschen schöner aus, wenn ein Apple-Gerät auf dem Tisch steht. Und vielleicht gehen Sie ja demnächst morgens noch viel lieber an ihren Schreibtisch, wenn da ein Apple-Laptop draufsteht.

Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG

YouTube – Axel Springer stellt Arbeitsplatzsysteme auf Apple um

Antworten auf die wichtigsten Fragen zum iPhone 3G in Deutschland (Update)

Update: Siehe auch

Bebilderte Anleitung für das Entsperren eines iPhone 3G

Bebilderte Anleitung für das Entsperren eines iPhone 3G

Unlock iPhone 3G – Bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Freischalten des iPhone 3G | iPhoneWorld

iPhone 3G

Gibt es das iPhone 3G in Deutschland nur bei T-Mobile?
Das iPhone 3G wird seit dem 11. Juli 2008 in rund 800 Telekom-Shops und erstmals auch bei über 1.000 weiteren Verkaufsstellen verkauft. Zu den Fachhandelspartnern, die erstmals das iPhone vertreiben werden, zählen neben über 600 Telekom-Partnern ausgewählte Outlets der Fachhandelsketten The Phonehouse, Euronics/Medimax, Gravis und die debitel Group gemeinsam mit der Media Saturn Holding sowie der eigenen Shopkette dug. Insgesamt kommen so 1.800 Outlets zusammen, an den man ein iPhone 3G erwerben kann, wenn es nicht gerade vergriffen ist.

Gibt es das neue iPhone in Deutschland wirklich nur mit einem T-Mobile-Vertrag?

Screenshot aus einem eBay-Angebot (iPhone 3G aus Italien)

Screenshot aus einem eBay-Angebot (iPhone 3G aus Italien)

Nun, offiziell ja. Es gibt auch auf dem Graumarkt (vor allem eBay) auch Angebote für das iPhone 3G.

Vodafone bietet inzwischen einen eigenen Datentarif für iPhones ohne SIM- oder Netlock an (Aufschlag von 9,95 Euro für eine ‘Vodafone InternetFlat Plus’ bei 24 Monaten Mindestvertragslaufzeit).

Vodafone-Datentarif für das iPhone

Vodafone-Datentarif für das iPhone

iPhone 3G (Foto: Apple)Kann ich das iPhone 3G auch mit SIM-Karten von Vodafone, E-Plus oder O2 betreiben?
Das iPhone 3G von T-Mobile hat einen NetLock. Das heißt, es funktionieren verschiedene SIM-Karten mit dem iPhone 3G (nicht nur die beim Kauf beigelegte), allerdings ausschließlich solche, die für das Netz von T-Mobile gedacht sind.

Das iPhone 3G kann aber mit Hilfe von QuickPwn für die Installation anderer Programme geöffnet werden (“Jailbreak”) und dann vom Netlock (mit Hilfe der Software YellowSn0w) befreit werden. Eine ausführliche Anleitung zum Unlock des iPhone 3G steht hier:

Unlock iPhone 3G – Bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Freischalten des iPhone 3G | iPhoneWorld.

Wie teuer ist das iPhone 3G?
Siehe: Aktuelle Tarifübersicht

Werbung

www.cyberport.de

Bietet T-Mobile auch Prepaid-Tarife für das iPhone an?

Zum Vermarktungsstart am 11.07. werden ausschließlich die speziell für das iPhone konzipierten, Complete-Tarife angeboten.
Update: Ja, am 18. September 2008 kündigte T-Mobile entsprechende Prepaid-Tarife an. Details stehen hier.

Ist das iPhone 3G auf die gesamte Vertragslaufzeit bei T-Mobile billiger als die erste iPhone-Generation?

Ja, wenngleich die Ersparnis nicht besonders hoch ist. Die Kollegen von onlinekosten.de haben das so auf der Basis der Complete-Tarife zusammengerechnet:


Tarif
Complete S
Complete M
Gerät iPhone 1.0 iPhone 3G iPhone 1.0 iPhone 3G
Preis 249,00 Euro 169,95 Euro 199,00 Euro 59,95 Euro
Tarif / Monat 29,00 Euro 29,00 Euro 49,00 Euro 49,00 Euro
Laufzeit 24 Monate 24 Monate 24 Monate 24 Monate
Gesamt 945,00 Euro 865,95 Euro 1.375,00 Euro 1.235,95 Euro
Ersparnis
79,05 Euro (8,4%)
139,05 Euro (10,1%)
Tarif
Complete L
Complete XL
Gerät iPhone 1.0 iPhone 3G iPhone 1.0 iPhone 3G
Preis 149,00 Euro 1,00 Euro 99,00 Euro 1,00 Euro
Tarif / Monat 69,00 Euro 69,00 Euro 89,00 Euro 89,00 Euro
Laufzeit 24 Monate 24 Monate 24 Monate 24 Monate
Gesamt 1.805,00 Euro 1.657,00 Euro 2.235,00 Euro 2.137,00 Euro
Ersparnis
148,00 Euro (8,2%)
98,00 Euro (4,4%)

Man muss aber dabei berücksichtigen, dass man mit den Gesamtkosten für 24 Monate nicht nur die Hardware bezahlt, sondern auch die im jeweiligen Tarif enthaltenen Leistungen (ab Complete M eine UMTS-Flatrate, eine WiFi-Flatrate für die T-Mobile-Hotspots sowie die jeweiligen Minuten und Inklusiv-SMS).

Kann man das iPhone 3G als UMTS-Modem für einen Laptop nutzen, etwa via Bluetooth oder mit dem Docking-Kabel?
Nein, das geht (noch) nicht. Apple sagt, dass eine Bluetooth-Ankoppelung zwar mit einer Software-Änderung machbar sei, es aber noch keine Pläne gebe, ob und wann das umgesetzt wird.

Aber kann wenigstens die Datenflatrate aus den Tarifen M, L und XL auch mit anderen Geräten genutzt werden, etwa einer UMTS-Karte für den Laptop?
Ja, zumindest bei T-Mobile. “Für MultiSIM-Nutzer ist die inkludierte Datenflatrate ab sofort auch in anderen Endgeräten anwendbar”, heißt es in einer Pressemitteilung von T-Mobile. Das ist ein Fortschritt gegenüber den alten iPhone-Tarifen. (Mit den seit März 2009 geltenden tarifen gilt das nicht mehr.)

Worum geht es im Streit zwischen dem VoIP-Anbieter Indigo Networks (Sipgate) und T-Mobile?
Sipgate stört sich am Kleingedruckten der T-Mobile-Tarife (“Complete”) in dem ausdrücklich Voice-over-IP-Anwendungen untersagt werden.

In der T-Mobile-Werbung heißt es:

Freier Internetzugang mit unbegrenzter Datenflatrate (4) zum Surfen und E-Mailen im gesamten dt. T-Mobile Netz und an derzeit über 8.000 HotSpots von T-Mobile, z.B. bei McDonalds oder Starbucks – einfach über WLAN oder UMTS

Und in der entsprechenden Fußnote im Kleingedruckten steht dann:

4) Gilt nur für die Nutzung mit dem iPhone im nationalen T-Mobile Netz und an deutschen HotSpots der Telekom oder von T-Mobile (WLAN). Die Nutzung von VoIP, Instant Messaging und IPVPN ist nicht Gegenstand des Vertrages. Ab einem Datenvolumen von 300 MB (Complete M), 1 GB (Complete L) oder 5 GB (Complete XL) pro Monat wird die Bandbreite im jeweiligen Monat auf max. 64 kbit/s (Download) und 16 kbit/s (Upload) beschränkt. Voraussetzung für die WLAN/EDGE/UMTS Flatrate ist die Beibehaltung der von T-Mobile bzw. Apple vorgenommenen technischen Voreinstellungen der SIM-Karte und des iPhone. Eine Änderung der technischen Voreinstellungen des iPhone – insbesondere des Access Point Name (APN) – ist unzulässig. Datenflatrate gilt nur für die Tarife Complete M, L und XL.

Das VoIP-Verbot von T-Mobile entspricht der Geschäftspraxis von Vodafone, E-Plus und O2, die für ihre UMTS-Tarife auch keine VoIP-Anwendungen zulassen. Gleichwohl hat Indigo Networks vor dem Landgericht Hamburg die Werbeaussage vom “freien Internetzugang mit unbegrenzter Datenflatrate” untersagen lassen.

Indigo Networks bietet für geknackte iPhones einen VoIP-Client als Betaversion an. Dafür hatte zuvor die Telekom die Düsseldorfer Firma abgemahnt. T-Mobile warf Indigo Networks vor, den Sipgate-Anwendern sei nicht klar, was eine Beta-Version sei. Außerdem fordere Indigo indirekt zum Hacken des iPhone auf.

Was kostet eine weitere SIM (MultiSIM)?
Die MultiSIM ist bei T-Mobile kostenlos. Präziser: Außer dem einmaligen Bereitstellungspreis in Höhe von 30 Euro pro Karte fallen für MultiSIM keine zusätzlichen (laufenden) Kosten an.

Kann ich mit der Datenflatrate auch Voice-over-IP-Verbindungen, beispielsweise für Skype, oder P2P nutzen?
T-Mobile untersagt in den Vertragsbedingungen die Vewendung der iPhone-Flatrate für diese Zwecke: T-Mobile-Sprecher Alexander von Schmettow: “Die Nutzung von VoIP, Peer2Peer und Instant Messaging mit Anbietern wie zum Beispiel Skype ist im Leistungsumfang der Complete Tarife nicht enthalten, da die Nutzung dieser Dienste die für diese Tarife vorgesehene Netzkapazität überschreitet und ein mögliches Risiko für das Netz von vornherein vermieden werden soll.”
Details zu dieser Frage bei fscklog:

Ist das iPhone 3G dicker als das alte?
Ja, ein wenig (zwei Millimeter). An den Rändern ist es dünner. Das Plastikgehäuse an der Rückseite ist allerdings leicht gewölbt, so dass es flach auf dem Tisch einen Hauch dicker ist als das iPhone 1.0.

Das iPhone 3G in der Anmeldung von Apple bei der FCC

Warum hat das iPhone 3G eigentlich kein Metallgehäuse mehr?
Es gibt Kollegen, die sagen dass Apple einfach auf ein preiswerteres Material ausgewichen ist, um Kosten zu sparen. Greg Joswiak, der bei Apple für das Marketing des iPhones zuständig ist, begründete auf der WWDC den Materialwechsel aber mit der Vielzahl der Funkkomponenten, die nicht in einen Faradayschen Käfig gepackt werden könnten (Bluetooth, GPS, GSM, GPRS, UMTS/HSDPA). Ich hatte das iPhone 3G in beiden Varianten (schwarz und weiß) in der Hand und empfand das Material durchaus als wertig und nicht als billig.

Wie empfindlich ist das iPhone im Alltag?
Meinen Praxistest hat das iPhone 3G ohne Kratzer oder Beschädigungen überstanden. Das Testgerät aus der US-Vorserienproduktion hatte allerdings eine Macke (Akku defekt). Seit einigen Tagen habe ich nun selbst ein weißes iPhone 3G, das ohne Probleme funktioniert. Ich behandle es aber auch sorgfältiger als die Kollegen von der PC World in ihrem “Stresstest”.

Ich arbeite in einer Firma mit einem Microsoft Exchange Server? Was ist für mich das ideale Arbeitsgerät? Ein iPhone 3G, ein BlackBerry oder ein Windows-Mobile-Gerät?

Das iPhone kann perfekt an Microsoft Exchange angedockt werden

Das iPhone kann perfekt an Microsoft Exchange angedockt werden

Bei der Beantwortung dieser Frage hat die IT-Abteilung der Firma ein Wörtchen mitzureden. Die neue iPhone-Software 2.0 (die es für auch für die erste iPhone-Generation gibt), unterstützt inzwischen Exchange sehr ordentlich. Da Apple die Active-Sync-Technologie von Microsoft lizenziert hat, läuft der Sync mit Exchange ähnlich wie bei den Windows-Mobile-Handys und PDAs ab. Die Einrichtung des Exchange-Accounts auf dem iPhone ist nur eine Angelegenheit von wenigen Minuten. Setzt die IT-Abteilung auf einen (teuren) BlackBerry-Server, ist ein Handy von RIM die erste Wahl.

Die BlackBerry-Fans loben die Tastatur ihrer Handys. Wie kommt man mit der Software-Tastatur des iPhones zurecht?
Wie bei vielen Dingen ist das eine Geschmackssache. Der US-Blogger Robert Scoble schwört auf die iPhone-Tastatur, nachdem er als BlackBerry-Süchtiger fast eine Sehnenscheiden-Entzündung bekommen hatte. Andere bevorzugen dagegen eindeutig die BlackBerry-Tastaturen. Als iPhone-Nutzer kann ich nur den Rat geben, einen Entschluss nicht von den Erfahrungen der ersten Stunde abhängig zu machen. Selbst Marketing-Mann Greg Joswiak von Apple in den USA hat beim WWDC eingeräumt, dass man fast eine Woche lang braucht, um sich an die Software-Tastatur des iPhones zu gewöhnen. (“Einfach weiterschreiben, selbst wenn man einen Tippfehler gemacht hat.”) Die deutschsprachige Wortkorrektur funktioniert bislang (bei der iPhone-Software 1.1.4) noch nicht so gut wie im Englischen. Der unschlagbare Vorteil des Apple-Phones sei aber, so Joswiak, dass das iPhone immer nur die Tasten einblende, die wirklich benötigt werden (z.B. Ziffern beim Telefonieren).

Kollege Axel Postinett vom Handelsblatt hat in einer kommentierten Bildergalerie das iPhone und den Bold miteinander verglichen.

YouTube – iPhone vs BlackBerry Bold

Ich arbeite in einer kleinen Firma und wir haben gar keinen Exchange-Server. Was ist die ideale Lösung für uns?
Anwort: Hier lohnt ein Blick auf Apples “MobileMe”, die Neuauflage des Online-Dienstes Dot-Mac. Die Demo von MobileMe in der Keynote von Steve Jobs hat mich sehr überzeugt.

Was ist der Unterschied zwischen dem weißen und dem schwarzen iPhone 3G?
Apple bietet die Version mit acht Gigabyte nur in schwarz an. Die 16-GB-Variante dagegen gibt es in schwarz und weiß. Wer also unbedingt das weiße iPhone 3G haben möcht, muss sich für die teuere 16-Version entscheiden.

Wie schnell ist UMTS mit dem iPhone 3G?
Das iPhone 3G bietet derzeit eine HSDPA-Geschwindigkeit von bis zu 3,6 MBit/s. Das ist nicht das mögliche Maximum, denn T-Mobile bietet an gut ausgebauten Orten bis zu 7,2 MBit/s. High Speed Downlink Packet Access (HSDPA) ist eine Art UMTS-Turbo für den Download. Unter Laborbedingungen erreicht HSDPA sogar 14,6 Mbit/s. Generell hängt die Datenrate in einer UMTS-Zelle auch von der Anzahl der Mitbenutzer ab. Das iPhone unterstützt nicht den Upload-Turbo High Speed Uplink Packet Access (HSUPA)
Ob Apple in der Lage ist, die HSDPA-Geschwindigkeit mit einem Firmware-Update hochzufahren, steht noch nicht fest. Experten gehen davon aus, dass im iPhone 3G ein UMTS-Chip von Infineon verwendet wird, der 7,2 MBit/s grundsätzlich unterstützen kann. Die “deutsche” Variante des iPhone dürfte im hiesigen T-Mobile-Netz schneller funken als das US-iPhone im AT&T-Netzwerk, da der US-Telefonriese die UMTS-Geschwindigkeit im eigenen Netz angeblich auf 1,4 MBit/s drosselt.

Was kann das iPhone 3G eigentlich nicht? Welche Features anderer Spitzen- oder auch Standardhandys fehlen?
Auch bei der zweiten iPhone-Generation kann der Anwender nicht einfach den Akku tauschen (Apple-Sprecher: “A non-issue”). Es gibt keine Hardware-Tastatur (Apple: Die Software-Tastatur funktioniert flexibler und besser). Das Betriebssystem OS X iPhone unterstützt auch in der Version 2.0 keine Copy-und-Paste-Funktion (Ein Apple-Sprecher: “Nicht auf einer Top-Position der Features, die Kunden nachfragen, wird aber früher oder später mit einem Software-Update kommen”). Die Video-Kamera nimmt nur Still-Videos (Fotos) auf (bei Apple in diesem Punkt eher verlegenes Schweigen). Die Bluetooth-Schnittstelle unterstützt kein Stereo-Audio (Apple: Bluetooth-Kopfhörer wird vor allem zum Telefonieren eingesetzt). Und natürlich vermissen die iPhone-Mäkler die MMS-Funktion (Apple: WTF is MMS).

Muss ich für die Features der iPhone-Software 2.0 ein iPhone 3G kaufen?
Nein, mit dem Softwareupdate profitieren auch alle Nutzer des iPhone-Gerätes der ersten Generation von den Software-Erweiterungen (z.B. Suchfunktion für die Kontakte, echte Anbindung an Microsoft Exchange). Die Hardware-Neuerungen des iPhone 3G (UMTS, GPS-Empfänger) bietet das Update auf dem ersten iPhone natürlich nicht. Das Update wird vermutlich auch am 11. Juli über iTunes zum Download angeboten. Besitzer eines gehackten iPhones sollten das Update vorerst nicht einspielen, denn noch gibt es keine aktualisierten “Jailbreak”-Programme für die 2.0er-Software. Bekannte Tools wie iLiberty+ oder Pwnage werden aller Voraussicht nach aber nach einigen Tagen zur Verfügung stehen.

(Stand: 1. März 2009)

Siehe auch:
Welche Alternativen gibt es zum iPhone 3G? | iPhoneWorld

iPhone von T-Mobile auch mit Prepaid-Tarif | iPhoneWorld

Unlock iPhone 3G – Bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Freischalten des iPhone 3G | iPhoneWorld

"Wiwo": Neues iPhone auch bei Gravis

Neben der Telekom-Tochter T-Mobile wird auch der Computerhändler Gravis die zweite Generation des Apple-Handys iPhone verkaufen. Das hat die WirtschaftsWoche “aus Unternehmenskreisen der Telekom” erfahren. Ohne Aktivierung eines T-Mobile-Vertrages dürfte aber kein iPhone 3G einen Gravis Store verlassen. Im Kommentarbereich der Wiwo schreibt ein User, jeder APR (Apple Premium Reseller) könne das 3G iPhone vom 11.7. an verkaufen, also nicht nur Gravis.

Telekommunikation: Apple: Neues iPhone auch bei Gravis – WirtschaftsWoche

Welche Alternativen gibt es zum iPhone 3G?

Gerade mal ein Jahr ist es her, dass Apple mit großem Tamtam den Verkaufsstart des iPhone inszenierte. Doch seitdem ist in der Branche nichts mehr so wie zuvor. Obwohl sich der Absatzerfolg von Apple mit insgesamt sechs Millionen Geräten angesichts der Milliarden-Stückzahlen für Mobiltelefone weltweit in Grenzen hält, hat das iPhone bei quasi jedem Handy-Hersteller tiefe Spuren hinterlassen.

Bevor das iPhone kam, standen bei Mobiltelefonen vor allem technische Leistungsdaten im Blickpunkt: die Empfangsqualität etwa oder die Akku-Kapazität und das Tempo bei der Datenübertragung. Mit dem iPhone tauchten zwei neue Fragen auf, die vorher kaum ein Handy-Hersteller auf dem Zettel hatte: Wie einfach ist das Gerät zu bedienen? Und welche der unzähligen Funktionen werden auch tatsächlich von den Kunden genutzt?

iPhone 3G in schwarz und weißSelbst Kritiker bescheinigten dem iPhone, bei der Benutzerführung vorbildlich zu sein. Außerdem überzeugt die Performance. Eine starke CPU sorgt dafür, dass das iPhone ohne Zeitverzögerung anspricht und man nicht ewig warten muss, iPhone nicht 20 Sekunden
warten, bis Mails oder SMS sehen kann. Das ist bei einigen Nokia-Handys ein Problem, wenn man viele Mails oder SMS gespeichert hat. Schmerzlich vermisst wurde gerade in Europa die fehlende Unterstützung des UMTS-Netzwerks. Mit der Vorstellung des iPhone 3G, der zweiten Smartphone-Generation von Apple, beseitigt der Hersteller dieses Manko.

Doch wie haben die Apple-Konkurrenten auf die iPhone-Revolution reagiert? Der taiwanische Handy-Hersteller HTC, der weltweit größte Produzent von Windows-Mobile-Telefonen, war im vergangenen Jahr mit einem Schnellschuss dem offiziellen Marktstart des iPhones zuvorgekommen. Mit dem HTC Touch gossen die Taiwaner quasi eine dünne Zuckerschicht über die Microsoft-Oberfläche von Windows Mobile, um sich dem Bedienkonzept des iPhones zu nähern.

HTC Touch Diamond in einer HandMit dem HTC Touch Diamond unternimmt HTC nun einen zweiten Anlauf. Und diesmal ist die Zuckerschicht deutlich dicker geraten. Zum Aufrufen der wichtigsten Handy-Funktionen bewegen sich die HTC-Kunden in einer hübschen Oberfläche, ohne direkt in der kruden Windows-Mobile-Welt zu landen. Mit dem neusten Webbrowser von Opera hat HTC außerdem ein Pendant zum iPhone-Browser Safari gefunden, das sich sehen lassen kann.


Werbespot für das HTC Touch Diamond

Die Bedienung des HTC Touch Diamond fällt allerdings nicht so flüssig aus wie die des iPhones. Das mag daran liegen, dass das Zusammenspiel von Windows-Fundament und HTC-Fassade noch an der ein oder anderen Stelle hakt. Vermutlich ist die CPU im Diamond aber auch schwächer auf der Brust als der Mikroprozessor im iPhone.

Samsung QbowlAuch das Qbowl von Samsung und das Viewty von LG versuchen mit einem berührungssensitiven Bildschirm an das Erfolgsrezept von Apple anzuknüpfen. Ich habe weder ein Qbowl noch ein Viewty persönlich in der Hand gehabt. Daher verlasse ich mich auf das Urteil eines anerkannten Kollegen: “So spielerisch wie das iPhone lässt sich keiner der Konkurrenten handhaben”, schreibt Helmut Martin-Jung, Technik-Experte der Süddeutschen Zeitung. “Immerhin ist oft das Bemühen erkennbar, es dem Vorbild gleichzutun.”

Windows-Mobile-Smartphone Omnia von SamsungWenige Stunden vor dem offiziellen Launch des neuen iPhones am Montag veröffentlichte Samsung Details zu dem neuen Smartphone SGH-i900 Omnia, mit dem sich die Südkoreaner in der Riege der iPhone-Konkurrenten behaupten wollen. Samsung stülpt der Oberfläche von Windows Mobile 6.1 ebenfalls eine eigene Oberfläche über, die “TouchWiz User Interface” genannt wird. Samsung versucht wie HTC außerdem, mit Leistungsdaten zu punkten, die auch dem neuen iPhone überlegen sind: So unterstützt das Touch Diamond bereits den UMTS-Turbo für die Senderichtung HSUPA (das iPhone 3G bietet “nur” HSDPA für den Download).

Sowohl das Touch Diamond als auch das Omnia haben ein UKW-Radio eingebaut. Und statt einer mickrigen 2-Megapixel-Kamera wie das iPhone verfügen die asiatischen Handys über 5-Megapixel-Kameras.

BlackBerry Bold FrontansichtDen Einfluss, den das iPhone auf die Mobilfunkbranche inzwischen ausübt, kann man auch gut am jüngsten Modell des kanadischen Herstellers Research in Motion (RIM) sehen: Der BlackBerry Bold 9000 präsentiert sich mit einer aufgeräumten und übersichtlichen Oberfläche, die mit früheren BlackBerry-Modellen kaum noch etwas gemein hat.

Zudem glänzt der neue BlackBerry mit einer Vollausstattung: WLAN, GPS, Blackberry Maps zur Navigation sowie UMTS mit HSDPA-Unterstützung. Axel Postinett, Technologie-Korrespondent des Handelsblatts, ist sich aber sicher: “Der Bold wird es nicht leicht haben.” Wenn das Gerät im Sommer in die Läden kommt, werde es auf das überarbeitete UMTS-iPhone von Apple treffen. “Und das wird spannend werden.”

Update: Informationen zum jüngsten iPhone-Konkurrenten von RIM, dem Blackberry Storm, stehen hier:

Blackberry Storm – Das Anti-iPhone-Smartphone von RIM in Deutschland exklusiv bei Vodafone | Mr. Gadget

Die Zukunft von OS X ist parallel

Steve Jobs auf dem WWDC 2008 - Foto: Christoph DernbachFür Journalisten ist die WWDC, die Entwicklerkonferenz von Apple, stets eine merkwürdige Veranstaltung – zumindest im Vergleich zur MacWorld Expo. Zur Keynote von Apple-Chef Steve Jobs haben die Reporter einen privilegierten Zugang. Noch vor dem zahlenden Publikum, das in einer langen Schlange am Moscone Center anstehen muss, werden die Medienleute zu einem reservierten Bereich geführt, links vorne an der Bühne. Ganz nah am Geschehen.

Doch kaum ist die Keynote vorbei, müssen die Journalisten schnell das Moscone Center räumen. Die nachfolgenden Veranstaltung stehen unter einer Verschwiegenheitsvereinbarung (“Non Discloser Agreement Non Disclosure Agreement”) und sind ausschließlich den Developern vorbehalten. Für Briefings mit Apple-Managern wird man dann wieder von PR-Leuten durch das Center eskortiert, damit man sich als Journalist nicht in ein bezahlpflichtiges Forum verirrt.

Jobs und seine Kollegen haben sich in der Keynote in diesem Jahr fast ausschließlich mit der neuen iPhone-Software 2.0 und der neuen Hardware, dem iPhone 3G, beschäftigt. Vor diesem Hintergrund sind die News zum neuen Betriebssystem OS X 10.6 ein wenig untergegangen. Apple will sich fast vollständig auf neue Features verzichten. Lediglich eine bessere Anbindung von Mail, iCal und Co. an die Exchange-Architektur von Microsoft ist vorgesehen. “Snow Leopard” werde “die Leistungsfähigkeit von OS X verbessern, einen neuen Standard für Qualität setzen und die Basis für zukünftige OS X Innovationen bilden”.

Das ist für Apple-Verhältnisse ein ungewohntes Under-Statement, insbesondere wenn man den Bericht von John Markoff liest. Apple will sich mit “Snow Leopard” Antworten auf die Herausforderung der neuen Prozessor-Architekturen bieten. “The way the processor industry is going is to add more and more cores, but nobody knows how to program those things”, sagte Jobs. “I mean, two, yeah; four, not really; eight, forget it.”

In der Pressemitteilung von Apple heißt es dazu:

Snow Leopard bietet eine unvergleichbare Unterstützung für Mehrkern-Prozessoren mit einer neuen Technologie die den Codenamen “Grand Central” trägt. Diese Technologie macht es Entwicklern einfacher Programme zu entwickeln, die das Leistungspotential der Multi-Core Macs voll ausschöpfen. Snow Leopard erweitert die Unterstützung moderner Hardware mit Open Computing Language (OpenCL), die es jeder Applikation ermöglicht die große Leistung der Gigaflops anzuzapfen, die bisher nur Grafikapplikationen zur Verfügung stand. OpenCL basiert auf der Programmiersprache C und ist als offener Standard beabsichtigt. Den Vorsprung von OS X im Bereich der 64-Bit Technologie ausbauend, hebt Snow Leopard das theoretische Systemspeicher-Limit für Software auf 16 TB RAM.

Markoff verweist in seinem Bericht auf den Supercomputer-Geschwindigkeitsrekord, den in dieser Woche das Los Alamos National Laboratory aufgestellt hat. Die Supermaschine wurde aus 12.000 IBM-Cell-Prozessoren zusammengebaut, die ursprünglich für die Playstation 3 von Sony entworfen wurde. “Wenn Apple seine Computer künftig mit ähnlichen Chips bestückt, dann wird das die Computer-Industrie ändern.

Im Gespräch von John Markoff mit Steve Jobs gab es übrigens ganz nebenbei den ersten halbwegs konkreten Hinweis auf den strategischen Hintergrund der Übernahme von PA Semi: “PA Semi is going to do system-on-chips for iPhones and iPods.”

Apple in Parallel: Turning the PC World Upside Down? – Bits – Technology – New York Times Blog