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Palm kommt bei HP unter: Können Sie “webOS acceleration” aussprechen?

Vor drei Wochen hatte ich noch ein Telefoninterview mit Palm-CEO Jon Rubinstein, in dem der Silicon-Valley-Veteran mich davon zu überzeugen versuchte, dass Palm noch nicht am Ende ist und das Smartphone-Betriebssystem webOS großes Potential hat. Der Optimismus von Rubinstein (und der positive Eindruck, den die beiden neuen Palm-Geräte Pre Plus und Pixi Plus bei mir hinterließen) wurden aber konterkariert durch Schreckensmeldungen des Unternehmens in Sachen Umsatz und Verlust.

Nun ist Palm von HP, dem großen Nachbarn im Silicon Valley, geschluckt worden – nicht von Lenovo, HTC oder einem anderen asiatischen Konzern. 1,2 Mrd. Dollar legt Hewlett-Packard dafür auf den Tisch. Bei Palm keimt nun die Hoffnung auf, dass mit HP das Palm-System webOS eine neue Chance bekommt. Can you say “webOS acceleration”?, fragt Jon Zilber, der bei Palm als “Director of Online Communications” arbeitet, im offiziellen Firmenblog. Kann man für Palm nur hoffen, dass HP nicht nur hinter den Palm-Patenten her war, die in der aktuellen Auseinandersetzung auf dem Mobilfunkmarkt eine immer größere Rolle spielen.

via The Official Palm Blog: Palm and HP

HP to Acquire Palm for $1.2 Billion.

Start am 6. Juni: Palm will Apple die Schau stehlen

Zwei Tage vor dem Start der World Wide Developer Conference (WWDC) wird Palm sein mit viel Vorschusslorbeeren bedachtes Smartphone Pre am 6. Juni in den USA auf den Markt bringen. Das berichtete Marketwatch.com. Launchpartner von Palm ist Sprint Nextel, der drittgrößte US-Mobilfunkanbieter. Bei einem Zwei-Jahresvertrag soll der Palm Pre 199 Dollar kosten. Die Palm/Sprint-Kombi wird es auch bei Best Buy, Radio Shack und einigen Wal Marts geben.

Für Palm stellt der Pre quasi die letzte Chance dar: Der Taschencomputer-Hersteller hatte den Palm Pre im Januar 2009 auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas angekündigt und später auf dem Mobile World Congress in Barcelona auch eine Version für den europäischen Mobilfunkmarkt in Aussicht gestellt. Für Europa und Deutschland wurden aber von Palm noch keine Vermarktungspartner benannt.

Im Juni 2007 war der kalifornische Risikokapitalgeber Elevation Partners bei dem damals angeschlagenen Unternehmen eingestiegen, um die Entwicklung des neuen Betriebssystems webOS und des Palm Pre zu finanzieren. Die Entwicklung des Palm Pre wurde von Jon Rubinstein koordiniert, der zuvor bei Apple für das iPod-Business zuständig war.

Im Vergleich zum (derzeitigen) iPhone überzeugt der Palm Pre durch ein multitask-fähiges Betriebssystem und einer Software-Lösung, die viel stärker soziale Netzwerke wie Facebook einbindet. Die Stärken des iPhones dürften bei den vielen Anwendungen liegen, die im iTunes App Store verfügbar sind.

Sprint | News Release: Sprint to Offer Palm Pre Nationwide on June 6

Palm Pre – Das iPhone hat endlich einen würdigen Herausforderer

Alles über den Palm Pre: www.webos-world.de

Alles über den Palm Pre: www.webos-world.de


Palm Pre

Palm Pre

Das neue Smartphone von Palm, der Palm Pre, hat auf der Consumer Electronics Show 2009 alle anderen Produktvorstellungen in den Schatten gestellt. Darin sind sich quasi alle Beobachter der CES einig. Ich muss gestehen, dass ich im Vorfeld der CES skeptisch war, ob es ausgerechnet dem angeschlagenen PDA-Pionier Palm gelingen könne, ein Produkt zu entwerfen, dass es wirklich mit dem iPhone, einem Blackberry Storm oder einem Nokia N97 aufnehmen kann. Doch nach der Präsentation des Palm Pre auf der CES in Las Vegas bin ich sicher, den wahren Herausforderer des iPhones gesehen zu haben.

Jon Rubinstein: Von der Hängematte in Mexiko auf die Launchbühne der CES

Jon Rubinstein: Von der Hängematte in Mexiko auf die Launchbühne der CES

Hinter dem Projekt steht Jon Rubinstein, der 1997 zusammen mit Steve Jobs von NeXT zu Apple zurückkehrte und später für die Entwicklung des iPods verantwortlich war. Im Sommer 2006 war Rubinstein bei Apple ausgestiegen, um sein Vermögen in einem idyllischen Küstenort in Mexiko zu genießen. Doch dann tauchte Palm-Chef Ed Colligan auf und überzeugte Rubinstein innerhalb von drei Tagen, seine Auszeit wieder zu beenden und die Entwicklung des Pre zu leiten.

Rubinstein setzte durch, dass bei dem von Grund auf neu geschriebenen Betriebssystem “webOS” alte Zöpfe abgeschnitten werden. Die Anwendungen, die darauf laufen, benötigen nach Angaben von Palm nur die Standard-Zutaten einer modernen Web-Applikation: CSS, XHTML und JavaScript. Damit könnte Palm vom Start an auch eine riesige Entwickler-Gemeinde setzen, die ohnehin mit den Web-Standards vertraut sind.
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