Steve Jobs

Fake Steve Jobs hört auf

Dieses Blog werde ich vermissen. THE SECRET DIARY OF STEVE JOBS wird nicht länger weitergeschrieben. Immerhin hat “Real Dan” versprochen, künftig eine Site unter seinem eigenen Namen zu betreiben.
Forbes-Redakteur Dan Lyons hatte vor einigen Wochen angekündigt, zur Konkurrenz von Newsweek zu wechseln. Damals hatte er noch geplant, FSJ zu seinem neuen Arbeitgeber mitzunehmen.

Schaut Euch zum Abschied noch einmal Dans Auftritt bei der Web-2.0-Konferenz an:

The Secret Diary of Steve Jobs: I’m sailing away

Papa Brad kennt die Wahrheit über Windows Vista

Brad Brooks, bei Microsoft Corporate Vice President, Windows Consumer Product Marketing, hat sich vor seinem Auftritt auf der Worldwide Partner Conference in Houston (Texas) Rat bei seiner fünf Jahre alten Tochter geholt – um dann vor den Vertretern von 7500 Microsoft-Partnern seinem Widersacher Apple verbal die Faust zu zeigen:

You know, talking about little kids, I had a conversation with my daughter last night, heard her phone by bed, and we were talking about the day, having the normal conversation, “How was your day, papa?” And I said, “Well, you know, my day was pretty good, but I’m not quite happy with where I’m at for my speech tomorrow to give to some very important people.” And you know what she said to me, she said, “Don’t worry, papa, because you know the truth, and the truth makes you strong.”
You know what, truer words could not be spoken from a five-year old. There are a lot of myths out there in the marketplace today, a lot of myths around Windows Vista. What is the true story? Because we know the story is very different than what our competitors would like our customers to think.

PC_MacDie “Get a Mac“-Anzeigen, die im US-Fernsehen rauf und runter laufen, scheinen der Windows-Crew bei Microsoft doch mehr auf den Zeiger zu gehen als bislang zugegeben. In der Kampagne von Apple spielt der Schauspieler Justin Long den immer coolen “Mac”, der dem jungen Steve Jobs ähnelt. Die Rolle des “PC” verkörpert John Hodgman, ein untersetztes Alter-Ego von Bill Gates.

Diesen Spot hier konnte ich sehr gut nachvollziehen, nachdem mich die User Access Control von Windows Vista doch sehr genervt hat (was sich mit dem Service Pack 1 übrigens etwas gebessert hat):

Bei Präsentationen von Microsoft ist Apple sonst ein “Non-Word”. Brooks erwähnte diesmal den Wettbewerber aus Cupertino gleich zweimal:

Now, we’ve got a highly vocal minority out there in Apple. They kind of look at this and say, hey, you know what, you’re kind of boring with the mundane message; it’s not cool. They tell you it’s the “i-way” or the highway.
Well, you know what–we think that’s kind of a sad message. Everyone in this room knows better. We know that software that is made for this world is made to be compatible with your whole life, whether at work or at play, on home or on the go. Free the people: That is what we do, that is what we do every day–that is the value that we create for the world today.

Als Brooks die 300-Millionen-Kampagne für Vista ankündigte und dabei den Vergleich des schlafenden Riesen bemühte, der nun aufgewacht sei (“You thought the sleeping giant was still sleeping? Well, we’ve woken up, and it’s time to take our message forward.”), musste ich sofort an den Auftritt von Bill Gates im Dezember 1995 denken. Damals gestand Gates ein, dass Firmen wie Netscape die Chancen des Internets früher erkannt haben und zog einen Vergleich mit dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbor: “The sleeping giant has awakened.” Der Pearl-Harbor-Vergleich war damals Starschuss für eine unglaubliche Aufholjagd, bei der Microsoft auch kartellwidrige Methoden gegen Netscape einsetzte. So taff wie vor 13 Jahren wird diesmal hoffentlich nicht werden.

Brad Brooks: Worldwide Partner Conference 2008

Die Zukunft von OS X ist parallel

Steve Jobs auf dem WWDC 2008 - Foto: Christoph DernbachFür Journalisten ist die WWDC, die Entwicklerkonferenz von Apple, stets eine merkwürdige Veranstaltung – zumindest im Vergleich zur MacWorld Expo. Zur Keynote von Apple-Chef Steve Jobs haben die Reporter einen privilegierten Zugang. Noch vor dem zahlenden Publikum, das in einer langen Schlange am Moscone Center anstehen muss, werden die Medienleute zu einem reservierten Bereich geführt, links vorne an der Bühne. Ganz nah am Geschehen.

Doch kaum ist die Keynote vorbei, müssen die Journalisten schnell das Moscone Center räumen. Die nachfolgenden Veranstaltung stehen unter einer Verschwiegenheitsvereinbarung (“Non Discloser Agreement Non Disclosure Agreement”) und sind ausschließlich den Developern vorbehalten. Für Briefings mit Apple-Managern wird man dann wieder von PR-Leuten durch das Center eskortiert, damit man sich als Journalist nicht in ein bezahlpflichtiges Forum verirrt.

Jobs und seine Kollegen haben sich in der Keynote in diesem Jahr fast ausschließlich mit der neuen iPhone-Software 2.0 und der neuen Hardware, dem iPhone 3G, beschäftigt. Vor diesem Hintergrund sind die News zum neuen Betriebssystem OS X 10.6 ein wenig untergegangen. Apple will sich fast vollständig auf neue Features verzichten. Lediglich eine bessere Anbindung von Mail, iCal und Co. an die Exchange-Architektur von Microsoft ist vorgesehen. “Snow Leopard” werde “die Leistungsfähigkeit von OS X verbessern, einen neuen Standard für Qualität setzen und die Basis für zukünftige OS X Innovationen bilden”.

Das ist für Apple-Verhältnisse ein ungewohntes Under-Statement, insbesondere wenn man den Bericht von John Markoff liest. Apple will sich mit “Snow Leopard” Antworten auf die Herausforderung der neuen Prozessor-Architekturen bieten. “The way the processor industry is going is to add more and more cores, but nobody knows how to program those things”, sagte Jobs. “I mean, two, yeah; four, not really; eight, forget it.”

In der Pressemitteilung von Apple heißt es dazu:

Snow Leopard bietet eine unvergleichbare Unterstützung für Mehrkern-Prozessoren mit einer neuen Technologie die den Codenamen “Grand Central” trägt. Diese Technologie macht es Entwicklern einfacher Programme zu entwickeln, die das Leistungspotential der Multi-Core Macs voll ausschöpfen. Snow Leopard erweitert die Unterstützung moderner Hardware mit Open Computing Language (OpenCL), die es jeder Applikation ermöglicht die große Leistung der Gigaflops anzuzapfen, die bisher nur Grafikapplikationen zur Verfügung stand. OpenCL basiert auf der Programmiersprache C und ist als offener Standard beabsichtigt. Den Vorsprung von OS X im Bereich der 64-Bit Technologie ausbauend, hebt Snow Leopard das theoretische Systemspeicher-Limit für Software auf 16 TB RAM.

Markoff verweist in seinem Bericht auf den Supercomputer-Geschwindigkeitsrekord, den in dieser Woche das Los Alamos National Laboratory aufgestellt hat. Die Supermaschine wurde aus 12.000 IBM-Cell-Prozessoren zusammengebaut, die ursprünglich für die Playstation 3 von Sony entworfen wurde. “Wenn Apple seine Computer künftig mit ähnlichen Chips bestückt, dann wird das die Computer-Industrie ändern.

Im Gespräch von John Markoff mit Steve Jobs gab es übrigens ganz nebenbei den ersten halbwegs konkreten Hinweis auf den strategischen Hintergrund der Übernahme von PA Semi: “PA Semi is going to do system-on-chips for iPhones and iPods.”

Apple in Parallel: Turning the PC World Upside Down? – Bits – Technology – New York Times Blog

WWDC 2008 – iPhone 3G: "It's the software, stupid"

iPhone 3G App Store“One more thing” hatte Steve Jobs diesmal nicht im Programm. Erst überließ der Apple-Chef bei seiner Keynote auf dem WWDC 2008 seinen Mitarbeitern und Partnern über eine Stunde lang die Bühne, um die Funktionen der neuen Software iPhone 2.0 anzupreisen, die nach einem (kostenlosen) Upgrade auch auf dem alten iPhone laufen können. Dann präsentierte Jobs kurz und knackig die Hardware-Features für das neue “iPhone 3G”, die von jedermann erwartet worden waren. Das iPhone unterstützt nun also endlich auch UMTS und bekommt einen GPS-Empfänger verpasst. Kein iPhone nano, kein MacTablet, von dem angeblich der deutsche Intel-Chef schwadroniert hatte. Ach ja, die Batterie des iPhones kann man immer noch nicht einfach austauschen. Und Cut/Paste kann das iPhone immer noch nicht.

Ein Schweizer Kollege hier in San Francisco war nach der Keynote richtig enttäuscht. “Konnte man doch alles schon vorab in den Blogs lesen”, raunte er in das Mikrophon des deutschen TV-Senders N24, der eigens für die WWDC und die iPhone-Ankündigung von Jobs kurzfristig ein Team von Los Angeles nach San Francisco geschickt hatte.

Ja, stimmt – und nein, stimmt nicht. Bei 3G und GPS lagen quasi alle Beobachter richtig, die im Vorfeld eine Prognose zum Inhalt der Keynote abgegeben haben. Hier gab es keine Überraschungen. Dennoch waren die zwei Stunden im Moscone-Center alles andere als langweilig. Die Serie der Software-Präsentationen der Apple-Partner ließ erahnen, welches Potential im iPhone steckt. Mit der ersten iPhone-Generation setzte Apple mit seinem Handy in Sachen Bedienbarkeit und Eleganz neue Maßstäbe. Nun kommen Produktivität und Spaß mit dazu.

Loopt ScreenshotDas iPhone arbeitet jetzt nicht nur umfassend mit der Exchange-Infrastruktur von Microsoft zusammen, sondern kann künftig neben Word-Dokumenten und Excel-Tabellen nun auch PowerPoint-Folien darstellen. Außerdem zeigt das iPhone die Dokumente des Apple-Office-Pakets “iWork” an.

Software-Partner Loopt vereint gleich zwei Megatrends: Social Networking und Geo-Tagging. “Sie müssen nie wieder alleine oder in einem lausigen Restaurant zu Mittag essen”, fasste Sam Altman, der blutjunge CEO von Loopt, die Idee seines Dienstes zusammen.

AP News auf dem iPhoneAls dpa-Journalist fand ich natürlich die iPhone-Anwendung von AP sehr spannend. Associated Press vereint auf dem iPhone-Screen Nachrichten und Fotos seiner “Members”, also den lokalen und regionalen Tageszeitungen der USA, und kombiniert diesen Content mit AP-Inhalten, darunter auch Videos.

Die Reihe der Software-Präsentationen nahm fast kein Ende: Sega spielt auf dem iPhone jetzt Super Monkey Ball. SixAparts Blogging-System TypePad kann nun bequem vom iPhone aus bedient werden. Zwei Anwendungen richteten sich an (angehende) Mediziner. Außerdem mit dabei: eBay und die US-Baseball-Liga MBL.

Den meisten Beifall der Entwickler erhielten aber zwei iPhone-Anwendungen aus Europa: Der britische Versicherungsangestellte Mark Terry, der mit seinem kleinen Unternehmen Moo Cow Music eine aberwitzige Musikanwendung für das iPhone programmiert hat, und die spanische Games-Schmiede Digital Legends Entertainment für ein Jump-and-Run-Spiel mit einer Grafik, die schon ziemlich nah an die Playstation Portable kommt. Yes, it’s the software, stupid.

Gates: Windows Vista bietet viel Spielraum für Verbesserungen

Vor einem Jahr brachten Walt Mossberg und Kara Swisher auf der “D5 – All Things Digital” immerhin Bill Gates und Steve Jobs zu einer netten Plauderrunde zusammen. In diesem Jahr, wenige Wochen vor dem geplanten (“80/20″)-Rückzug von Bill Gates aus dem aktiven Geschäftsleben bei Microsoft, trat Bill Gates auf der D6 mit dem anderen Steve auf, nämlich Steve Ballmer (wie originell).
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