Aus dem Forschungslabor von Microsoft (2)

In den Zeiten von Bildbearbeitungsprogrammen wie Adobe Photoshop werden Fotos nicht nur in Sachen Helligkeit, Kontrast und Farbe optimiert, sondern immer häufiger massiv verfremdet. Problematisch wird das, wenn die Betrachter die Manipulation der Fotos nicht auf den ersten Blick erkennen können – und wenn mit der Bildbearbeitung die inhaltliche Aussage eines Fotos massiv verändert wird.


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So hat ein Fotograf der Los Angeles Times aus zwei verschiedenen Bildern mit Photoshop ein Foto montiert, damit auf der Fotomontage ein US-Soldat sein Gewehr bedrohlich auf einen Vater mit einem Baby auf dem Arm richtet. Der Fotograf wurde gefeuert, das Blatt entschuldigte sich bei seinen Lesern.
Künftig werden für solche Bildmanipulationen nicht mehr fortgeschrittene Photoshop-Kenntnisse notwendig sein, denn im Forschungszentrum von Microsoft in Cambridge haben Forscher eine Software geschrieben, mit der auch Dummies wie wir Orwellsche Bildbearbeitung beherrschen. Hier ein kleines Beispiel (ich konnte nur eine Präsentation abfotografieren, daher entschuldigt bitte die bescheidene Bildqualität):

Vorher:

Nachher:

Mit diesem Tool mit dem Codenamen PatchWorks kann man auf einem Foto nicht nur einen störenden Kran vor einer Sehenswürdigkeit verschwinden lassen, sondern auch die anderen Touristen, die die Idylle des Urlaubfotos beinträchtigen. In welchem Softwarepaket von Microsoft dieses Tool mal auftauchen wird, konnten die Forscher in Cambridge nicht sagen. “Unser Job ist es, dass innovative Technologien rasch in Microsoft-Produkte transferiert werden”, sagt Andrew Herbert, Managing Director des MRC. “Wir tragen dazu bei, dass Microsoft-Produkte Zukunft haben.&#8221

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