Smarte Uhren für’s Handgelenk

Vor langer Zeit angekündigt – doch nie ausgeliefert. Die PDA-Uhr von Fossil mit der Software von PalmSource hatten schon viele als ewige “Vapourware” abgetan, die wohl niemals auf dem Markt erscheinen wird. Zur Consumer Electronics Show in Las Vegas 2005 hat der US-Uhrenhersteller den Wrist-PDA doch noch in die Läden gebracht. Und auch Microsoft treibt das Thema “Smart Watches” voran.

Der Wrist PDA ist mit acht Megabyte Speicher ausgestattet und kann via USB-Hotsync-Verbindung mit einem Windows-PC oder Apple Macintosh kommunizieren. Außerdem verfügt die Fossil-Uhr über eine Infrarot-Schnittstelle, über die Inhalte mit anderen PDAs ausgetauscht werden können. Neben den Palm-typischen Anwendungen (Adressen, Termine, Memos, To-Do-Liste) bringt das PalmOS verschiedene “Watch Faces” auf das 160 x 160 Pixel große LC-Display. Der Lithium-Ionen-Akku hält nach Angaben von Fossil zwei bis vier Tage. Im US-Shop von Fossil kostet das gute Stück 249 Dollar. Ein ähnliches Modell gibt es von Abacus für knapp 200 Dollar unter der Bezeichnung AU5005 bei Tigerdirect.com und im Online-Shop von Abacus.

Einen anderen Ansatz als Palm verfolgt Microsoft mit seinen Smart Watches. Sie werden nicht lokal mit einem Rechner synchronisiert, sondern empfangen Zeitsignal und Inhalte über “Directband”, das über herkömmliche UKW-Rundfunksender ausgestahlt wird.

Neben dem finnischen Outdoor-Spezialisten Suunto gehört Fossil zu den ersten Uhrenherstellern, die eine MSN Smart Watch in die Läden brachten. Inzwischen ist auch Swatch mit auf den Zug gesprungen und hat in den USA vier verschiedene Modelle “Swatch Paparazzi” vorgestellt. Bislang können die MSN Smart Watches nur in den USA und Kanada die Inhalte über Directband empfangen. Bill Gates hat allerdings angekündigt, auch in Europa Geräte anzubieten, die mit der SPOT (Smart Personal Object Technology) arbeiten.


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