100-Dollar-Laptop fast fertig

Das Projekt “One Laptop per Child“ (OLPC) ist einen wichtigen Schritt voran gekommen. Auf dem “Seven Countries Task Force Meeting” zeigte die OLPC-Stiftung die ersten funktionierenden Prototypen des knallbunten Kinder-Laptops, der in Entwicklungs- und Schwellenländern über staatliche Einrichtungen an die Kinder verteilt werden soll. Für die Kollegen vom Blog der San Jose Mecury News sieht der 100-Dollar-Laptops eher aus wie ein Spielzeug von Fisher-Price als ein Notebook.

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Pete Barr-Watson
1st working model (OLPC)

Die Maschine läuft unter Fedora Linux mit einer vergleichsweise langsamen 500MHz-CPU. Aber immerhin verfügt der 100-Dollar-Laptop über einen Farbbildschirm, eine WiFi-Karte für den drahtlosen Zugang ins Internet sowie einen 1-Gigabyte-Flash-Speicher.

Um die Bestückung der OLPC-Rechner hatten sich auch Apple mit einer abgepeckten Variante von Mac OS X sowie Microsoft mit einer eigenen Windows-Variante bemüht, die Stiftung wollte aber nur Open-Source-Software einsetzen. Daraufhin hatte Microsoft sein eigenes Angebot für die armen Länder aufgelegt: So genannte FlexGo-Computer sollen von Microsoft wie Handys beim Vertragsabschluss subventioniert werden. Über eine Gebühr, die von der Nutzung des PCs abhängt, will der Softwaregigant dann später zu seinem Geld kommen. Ein 600-Dollar-PC könnte demnach für 250 oder 300 Dollar angeboten werden.

Treiber des Projektes OLPC ist der ehemalige Chef des MIT Media Labs, Nicolas Negroponte: “One laptop per child: Children are your most precious resource, and they can do a lot of self-learning and peer-to-peer teaching. Bingo. End of story.”

Das Projekt hat aber auch zahlreiche Kritiker auf den Plan gerufen, die unter anderem argumentieren, dass es in den Entwicklungsländern drängendere Probleme gebe, als Kinder mit einem Laptop zu versorgen.


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